Samstag, 23. September 2017

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Bundesfinanzminister beim Wahlkampf-Endspurt

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Eine Wahlkampfveranstaltung der Sonderklasse bot sich gut 400 Interessierten im Forum Windhagen. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble war dazu in die Wohngemeinde des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel gekommen, um den über die Erststimme erneut für das Bundesparlament Kandidierenden, sowie mit Achim Hallerbach (Landrat), Michael Christ (Bürgermeister VG Asbach) und Christian Robenek (Bürgermeister VG Rengsdorf-Waldbreitbach) drei weitere Wahlkandidaten im Kreis Neuwied Schützenhilfe im Wahlkampf-Endspurt zu leisten. Schon beim Empfang des Bundesministers kam

Freude auf. Denn Ortsbürgermeister Josef Rüddel hatte es sich ebenso wenig wie der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister a.D. Heinz Schwarz den „welterfahrenen Finanzfachmann“ persönlich zu begrüßen. In seiner gleichermaßen interessanten wie kurzweiligen Rede, unter dem Motto „Erfahrung zählt“ ging Schäuble insbesondere finanzbezogen auf die Situationen der Bundesrepublik, Europa und der Weltwirtschaft ein. „Deutschland geht es gut. Steuerüberschüsse kommen auch diesem Raum zu Gute. Das belegen die Mittel für die Investitionen aus dem Bundesverkehrswegeplan sowie dem Ausbau der Kommunikationsmöglichkeiten“, sagte der Bundesfinanzminister mit auf Erwin Rüddel gerichteten Blick. Der habe sich mit Fleiß und Eifer erfolgreich für den Wahlkreis eingesetzt. Gleichzeitig verwies der „Finanzhüter“ auf eine gesunde Haushaltsführung der unionsgeführten Bundesregierung. Als Ergebnis könne die „schwarze Null“ schon im dritten aufeinanderfolgenden Haushalt ausgewiesen werden. Ein weiteres Thema war u.a. die Flüchtlingskrise. Hierzu stellte er fest, dass es „gelingen muss die Ursachen vor Ort zu bekämpfen“. Wer nämlich beispielsweise in Afrika, dem Mittleren Osten oder anderswo sein Auskommen erwirtschaften könne, habe keinen Grund seine Heimat zu verlassen. Das Abkommen mit der Türkei über die Flüchtlingsströme sieht Schäuble als wichtiges Instrument, um Schleusern ihr Handwerk zu legen. Bei allen derzeit bestehenden Disharmonien durch Präsident Erdogan, sei nicht zu verkennen, dass die Türkei die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. „Bei den Wahlen am Sonntag ist jede Stimme wichtig,

die Erst- und die Zweitstimme für den Bundestag und die Personenstimme für die um ein kommunales Mandat antretenden Bewerber“, bekräftigte Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, dem Erwin Rüddel ein Faksimile eines Kassenbuchs des in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied wirkenden Genossenschaftsgründers und Sozialreformers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen überreichte. Neben den Worten der Politiker sorgten die Musikfreunde Harmonie Windhagen für die musikalischen Töne.

Vielfalt verbindet auch in der dritten Woche der IKW

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Schwerpunkt liegt auf interkulturellen Begegnungen

„Vielfalt verbindet“: Dies ist das Motto der Interkulturellen Wochen, die in Stadt und Kreis Neuwied noch bis zum 5. Oktober ein buntes Programm bieten. Die dritte Woche startet am Donnerstag, 28. September, um 16.30 Uhr in der vhs Neuwied mit einer Schulung für ehrenamtliche Helfer. Thema ist „Sprachfähig in der Flüchtlingsdebatte – Fakten und Argumente gegen rechte Parolen und Vorurteile“. Um 19 Uhr zeigt das Koordinationsteam des Kontaktkreises Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Unkel den Film „Nur wir drei gemeinsam“. Der Streifen erzählt die wahre Geschichte einer iranischen Flüchtlingsfamilie mit einer gehörigen Portion Humor. Im Anschluss an die Filmvorführung im Rathaus Unkel beantwortet ein iranisches Ehepaar, das aus denselben Gründen geflohen ist und bei uns lebt, Fragen zu dem Thema.

Der Freitag, 29. September, steht ganz im Zeichen der Begegnung. Ab 15 Uhr können Interessierte beim gemeinsamen Grillen am Sportplatz in Unkel ihre neuen Nachbarn kennenlernen. Die Begegnungsstätte und das Vorgelände am Camp in Neuwied-Block öffnen am gleichen Tag ab 17.30 Uhr ihre Türen für Flüchtlinge, Flüchtlingshelfer und Bürger. Bei internationaler Küche und fernöstlicher Musik kann sich in lockerer Atmosphäre ausgetauscht werden. Zu einem Austausch mit dem Bischof von Patacamaya (Bolivien) lädt die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung und Pfarreiengemeinschaft St. Matthias am gleichen Tag ein. Um 19 Uhr eröffnet Bischof Percy den Abend mit einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche. Im Anschluss hält der Bischof im Friedrich-Spee-Haus einen Vortrag mit offener Diskussion.

Am Dienstag, 3. Oktober, ist bundesweit der Tag der offenen Moschee. Auch die Neuwieder Moscheen Bait-ur-Raheem, Fatih, Omar Al-Farouk und Ravza machen von 10 bis 16 Uhr mit und suchen das Gespräch, beantworten Fragen und empfangen ihre Besucher in gewohnter Gastfreundschaft.

Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.neuwied.de/ikw2017.html. Ansprechpartner sind die Integrationsbeauftragten von Stadt und Kreis Neuwied, Dilorom Jacka, Tel.: 02631 802 284, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und Andrea Oosterdyk, Tel.: 02631 803 129, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Aale im Rhein weiterhin geschützt

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Die Kreisverwaltung Neuwied weist als Untere Fischereibehörde darauf hin, dass das Fischereiverbot auf Aale im Rhein und in den angrenzenden Stillwasserflächen und Häfen mit dauerhafter Verbindung zum Rhein, in der Zeit vom 01.10. bis zum 01.03. des Folgejahres weiterhin gilt. Die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz hat das Verbot mit einer Allgemeinverfügung für die Jahre 2017 bis 2020 verlängert. Die Schonzeit dient dazu, den Aal–Laicherbestand zu erhöhen, in dem Blankaale auf ihrer Laichwanderung in die Sargassosee (Atlantik) auch im Rhein nicht gefangen werden dürfen.  Diese Schutzmaßnahme ist Teil eines gesamteuropäischen Projekts zur Sicherung des Aalbestandes.

AfD-Wahlkreisbüro in Neuwied durch Unbekannte beschädigt

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In der Nacht von Montag auf Dienstag beschädigten Unbekannte das AfD-Wahlkreisbüro in Neuwied. Die Folierung mit dem Konterfei des rheinland-pfälzischen AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Jan Bollinger wurde abgerissen, die Folierung mit dem Parteilogo stark beschädigt. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Die hinzugerufene Polizei konnte am Tatort Fingerabdrücke feststellen. Erst wenige Tage zuvor wurden in einer koordinierten Aktion AfD-Wahlplakate in Neuwied zerstört.

Dazu Dr. Jan Bollinger: „Die Welle der politisch motivierten Gewalt gegen die AfD ebbt nicht ab. Die Mehrheit der 2.250 im Bundestagswahlkampf begangenen Straftaten richtete sich, wie das Bundeskriminalamt mitteilte, gegen die AfD. Dabei wird von uns nur eine geringe Anzahl der Beleidigungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen tatsächlich angezeigt. Mit schweren Straftaten wie Brandanschläge auf Autos, Körperverletzungen gegen Unterstützer oder Sachbeschädigungen an Wahlkreisbüros versuchen Linksextreme jedoch, die Wahlkämpfe unserer Bürgerpartei komplett lahmzulegen. Damit nähern wir uns in großen Schritten Weimarer Verhältnissen.“

Dr. Bollinger weiter: „Wir beklagen auch, dass die etablierten Parteien sich nicht glaubhaft von der Gewalt gegen die AfD distanzieren. Vielmehr wird diese durch die SPD noch weiter angeheizt. Der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer rief dazu auf, die AfD zu ‚ächten‘, der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Stegner sogar dazu, ‚Positionen und Personal der Rechtspopulisten‘ zu ‚attackieren‘. Durch solches Verhalten entlarven sich die angeblichen Demokraten nur als die Antidemokraten, die sie in Wahrheit sind. Unterkriegen lassen wir uns davon erst recht nicht.

Seniorenbeirat besuchte Evangelisches Altenzentrum

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Intensiver Austausch mit Einrichtungsleitung und Bewohnern

Der Seniorenbeirat der Stadt Neuwied hat seine Besichtigungstour der hiesigen  Senioreneinrichtungen nach den Sommerferien fortgesetzt. Diesmal stattete er dem Evangelischen Altenzentrum der Herrnhuter Brüdergemeine in der Innenstadt einen Besuch ab.

Der neue Träger, die Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH hat das Altenzentrum, das 75 vollstationäre Plätze bietet, zu Beginn des Jahres übernommen. Leiter Jörg Olbrecht informierte die Mitglieder des Seniorenbeirats über die Einrichtungs- und Belegungskonzeption. „Das Altenzentrum soll ein Haus der offenen Tür sein. So lautet unsere Philosophie“, erläuterte Olbrecht. Er verwies zudem auf die Personalsituation. Mit 76 Mitarbeitern ist der Stellenplan laut Olbrecht „voll ausgeschöpft“. Zusätzlich stehen viele Ehrenamtliche für unterschiedlichsten Dienst und Aktivitäten zur Verfügung. Das Altenzentrum der Brüdergemeine bietet jungen Menschen auch  Praktikumsplätze an. Die werden gern angenommen, um Erfahrung in diesem interessanten und vielseitigen, aber auch schweren Berufsfeld zu gewinnen, so Olbrecht. Ziel des Angebots ist es, Kontakte zwischen Jung und Alt auszubauen, um ein generationsübergreifendes Miteinander zu realisieren.

Sozialdienst-Mitarbeiterin Renate Corzilius berichtete über das vielseitige Arbeitsfeld des Sozialdienstes, wobei der Schwerpunkt in der Einzelbetreuung liegt.

Eine bunte Schautafel listet das umfassende und breitgestreute Freizeitangebot für die Bewohner übersichtlich auf. Groß sei das Interesse für Kultur- und Hausfeste sowie für Freizeitfahrten, sagte Corzilius. Sehr beliebt ist beispielsweise die monatliche Tagesfahrt nach Hühnerfeld bei Rhens zu „Rosis Wandersbude“. Für Besorgungsfahrten stehen zusätzlich ein Fahrer und ein Auto bereit. Auch halten einige Kirchengemeinden Angebote vor. Seitens der Bewohner besteht jedoch der Wunsch, diese Angebote auszubauen, zum Beispiel in Form einer monatlichen katholischen Hl. Messe.

Der stark vertretene Heimbeirat beteiligte sich sehr engagiert am Informationsaustausch. Er hob besonders die „herzliche Wohlfühl-Atmosphäre des Hauses“ hervor. Auf der gemeinsamen Agenda des Heimbeirates und der Einrichtungsleitung stehen mittelfristig Themen wie  Führerscheineintausch gegen kostenfreies Busfahren, seniorengerechte Gestaltung des Busfahrplanes und die Verbesserung der Bürgersteigqualität. Abschließend äußerten alle Beteiligten den  Wunsch nach weiterer Kontaktpflege und intensiver Informationsvermittlung.

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