Sonntag, 22. April 2018

Letztes Update:02:53:18 PM GMT

region-rhein.de

„Stunde der Philharmonie“

In der „Stunde der Philharmonie“ im Januar präsentieren Musiker der Rheinischen Philharmonie erneut ausgewählte Stücke des Kammermusikrepertoires. Unter dem Titel „Tournedos Rossini“ stehen an diesem Sonntagvormittag Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioacchino Rossini, Franz Schubert und Jacques Offenbach auf dem Programm – interpretiert von Violoncello, Tuba, Harfe und Klavier.

Das eröffnende Trio B-Dur KV 502 ist Teil einer unzusammenhängenden Werkgruppe, deren Einzelstücke Wolfgang Amadeus Mozart über fast ein Vierteljahrhundert komponierte. Die Vollendung seines B-Dur KV 502 datierte der Komponist auf den 18. November 1786. Es fällt unter die letzten fünf Stücke der Werkgruppe. Obwohl das Klavier auch in diesem Trio die Stellung als melodieführendes Instrument genießt, legte Mozart großen Wert darauf, dass sämtliche Instrumente zu ihrem Recht kommen. So zieht sich in der Originalfassung das Klavier passagenweise in die Begleitung zurück und schafft Raum für eine Melodieführung der Streicher.

Mozarts Trio folgt in diesem Konzert Gioacchino Rossinis Duetto D-Dur „Al suo amico Salomons“, welches im Jahr 1824 als Auftragskomposition des Londoner Bankiers David Salomons entstand. Hobby-Cellist Salomons‘ Wunsch war es, einmal gemeinsam mit dem Kontrabassvirtuosen Domenico Dragonetti zu musizieren. Rossini, ein Freund von Dragonetti, erschien dem Bankier somit als genau der Richtige für seinen Kompositionsauftrag.

Die anschließende Sonate a-Moll D 821 „Arpeggione“ von Franz Schubert von 1824 verdankt ihren Namen dem Instrument, für das sie geschrieben wurde. Das Instrument wurde erst ein Jahr zuvor vom Wiener Instrumentenbauer Johann Georg Staufer entwickelt. Beim Arpeggione handelt es sich um ein Mischinstrument, welches die Bauweisen von Gitarre und Violoncello in sich vereint. Zunächst noch als „Guitarre-Violoncell“ oder „guitar d’amour“ bezeichnet, führte Schubert selbst im Zuge seiner Kompositionsarbeit an der Sonate den Begriff „Arpeggione“ ein. Doch wenige Jahre später war das neue Instrument schon wieder aus der Mode gekommen, was dazu führte, dass Schuberts Sonate fortan auf dem Violoncello interpretiert wurde.

Das Trio schließt das Konzert mit zwei Werken von Jacques Offenbach ab: „Les Larmes de Jacqueline“ und „La Course en Traîneau“. Zur Komposition des ersten Stücks wurde Offenbach vom französischen Journalisten und Schriftsteller Arsène Houssaye inspiriert. Der Komponist stellte es im Jahr 1853 fertig und schrieb es ursprünglich für Violoncello und Klavier. „La Course en Traîneau“ bringt die Matinée zu einem melodiösen Abschluss.

 

In Kürze:

So 14 01 18

11:00 Uhr | Koblenz | Görreshaus

STUNDE DER PHILHARMONIE

KAMMERKONZERT

TOURNEDOS ROSSINI

Yoël Cantori, Violoncello

Michael Engl, Tuba

Stephanie Zimmer, Harfe

Laura Bos, Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart

Trio B-Dur KV 502

Gioacchino Rossini

Duetto D-Dur „Al suo amico Salomons”

Franz Schubert

Sonate a-Moll D 821 „Arpeggione“

Jacques Offenbach

Les Larmes de Jacqueline

Jacques Offenbach

La Course en Traîneau

Vor dem Konzert gibt es um 10:15 Uhr eine Einführung im Foyer.

KARTEN

Orchesterbüro | t: 0261 3012-272

Ticket Regional | www.ticket-regional.de