Freitag, 29. Mai 2020

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Leitlinien für Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz

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MAINZ/RHEINLAND-PFALZ. Im gemeinsamen Diskurs haben die Mitglieder des Kita-Tags der Spitzen und des Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz Leitlinien für die Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz erarbeitet und verabschiedet. Maßgeblich mitgewirkt hat an diesen Leitlinien das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) an der Hochschule Koblenz. Beschrieben wird in den Leitlinien, wie die nächsten Öffnungsschritte in der Corona-Krise aussehen sollen.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig stellte diese Leitlinien in einer Pressekonferenz vor. Ab Anfang Juni sollen die Kitas für jedes Kind unter Berücksichtigung der Hygieneregeln und der jeweiligen Personal- und Raumsituation vor Ort öffnen. Bei dem Zugang werden besonders auch Kinder berücksichtigt, die nach dem Sommer in die Schule gehen. Hierbei handelt es sich um die 3. Stufe der Öffnung, eine sogenannte eingeschränkte Regelbetreuung. Das bedeutet, dass alle Kinder einen Anspruch auf eine stunden- bzw. tageweise Betreuung haben. Unter der Berücksichtigung der Gegebenheiten sollen auch Eingewöhnungen und Neuaufnahmen fortgeführt werden.

Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des IBEB, hob den diskursiven Prozess der Leitlinienentstehung hervor: „Hier wurde wirklich darum gerungen, dass verschiedene Interessen berücksichtigt werden, vor allem aber Infektionsschutz und Kinderrechte. Uns war es in der Diskussion besonders wichtig, die Arbeit der Kitas in ihrem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Alltag mit Corona deutlich zu machen, die unterschiedlichen Sozialräume und unter anderem auch die Arbeitgeber der Eltern mit in der Pflicht zu sehen.“

Bei allen Maßnahmen steht, so Ministerin Hubig, die Gesundheit an erster Stelle.

Und zugleich ist die weitere Öffnung sehr wichtig und notwendig. Alle Details können in den Leitlinien für die Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz auf dem Kita Server unter kita.rlp.de aufgerufen werden.

Wenn aus Ideen Innovationen werden

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21 Preisträgerinnen und Preisträger des „Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2020“ gekürt

KOBLENZ. Eine Idee ist die Basis einer jeden Innovation – aber nur, wenn sie auch den Weg aus der Schublade findet. Für den Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz haben ein weiteres Mal zahlreiche potenzielle Gründerinnen und Gründer den Schritt gewagt und spannende wie auch innovative Konzepte eingereicht. Die innovativsten Ideen wurden von einer Jury ausgewählt und die insgesamt 21 Preisträgerinnen und Preisträger erhielten ein Gratulationsschreiben. Die Ehrung in Anwesenheit von Stifterinnen und Stiftern, Förderinnen und Förderern und Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik musste aufgrund der COVID-19-Pandemie leider um ein Jahr, voraussichtlich in den Mai 2021, verschoben werden.

Der von der Hochschule Koblenz mitbegründete Wettbewerb ist Teil der Gründungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, die mit vielen Projekten und Veranstaltungen ein attraktives Gründungsklima in Rheinland-Pfalz schafft.

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt gratulierte den diesjährigen Preisträgern des Ideenwettbewerbs Rheinland-Pfalz sehr herzlich: „Der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz ist geprägt von herausragenden Gründungsunternehmen. Um dies nachhaltig zu sichern, ist es wichtig, unternehmerische Ideen bereits in frühen Phasen zu entdecken und zu fördern. Das leistet der Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren und die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrücklich den Ideenreichtum in unserem Land. Gerade in der jetzigen Zeit freut es mich sehr, dass wir mit den Preisgeldern einige Ideengeber unterstützen und deren Weg in die unternehmerische Zukunft erleichtern können. Jede Innovation und jede gute Idee helfen unserer Wirtschaft, nach der Krise wieder Fahrt aufzunehmen."

Landesweite Preise

Auf Platz eins des landesweiten Wettbewerbs landete in diesem Jahr Sebastian Bast aus Auw an der Kyll mit seiner Idee „McFly-Früherkennung von Parkinson mit Smartwatches und Machine Learning“, einer innovativen Software zur Früherkennung von Parkinson. Den zweiten Platz erreichte Klaus Wächter aus Vallendar mit der Idee „VIMETRA“, einer Schulungssoftware in der virtuellen Realität für sonografische Untersuchungen. Den dritten Platz des landesweiten Wettbewerbs belegte Marcel Kohnz aus Koblenz mit der Idee „Art .a blind spot“, einem interaktiven Exponat, durch das blinden Menschen ein erweiterter Zugang zu Kunst ermöglicht werden soll.

Nachwuchssonderpreise

Neben der Prämierung der drei besten landesweiten Ideen konnten Schülerinnen und Schüler drei Nachwuchssonderpreise gewinnen, die von einem privaten Stifter des Ideenwettbewerbs ausgelobt wurden. Chris Meyer aus Dierdorf wurde mit dem ersten Platz für seine leistungsverstärkende Hand ausgezeichnet, mit der Gegenstände leichter gegriffen und längere Zeit getragen werden können. Tom Barth entwickelte in Neustadt an der Weinstraße „RuDi“, einen Roboter, der gesundheitlich eingeschränkte Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen unterstützen kann. „RuDi“ kann beispielsweise Essen an ein Krankenbett bringen. Er wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Den dritten Platz erzielte Markus Nestler aus Neustadt. Er beschäftigte sich mit der Möglichkeit einer alternativen Steuerung eines Rollstuhls, der ohne den Einsatz von Armen und Beinen bedient werden kann.

Medizinsonderpreis

Darüber hinaus wurde beim diesjährigen Ideenwettbewerb durch die L&R Gruppe ein Medizinsonderpreis ausgelobt. Diesen sicherte sich Andreas Lindner aus Mainz mit der Idee „IllumiNati“, einer Reihe von Instrumenten, die eine bessere Darstellung von Gewebe und/oder deren Markierung, während eines endoskopischen, chirurgischen Eingriffs ermöglicht.

Über die Geldpreise hinaus erwarten die Preisträgerinnen und Preisträger professionelle Coaching- und Beratungsangebote zur möglichen Existenzgründung. „Denn die beste Idee bleibt fruchtlos, wenn sie an der Umsetzung scheitert. Marktstudien, Investorensuche, Prototypenbau – in der Realisierung einer Geschäftsidee steckt viel Know-how und harte Arbeit“, weiß Prof. Dr. Martin Kaschny vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Koblenz, der den Ideenwettbewerb mit Raphael Dupierry von der Abteilung Forschung und Transfer der Hochschule Koblenz begründet hat und leitet. Positiv falle auf, dass das Thema Gründung immer häufiger schon in den Schulen gelehrt werde: „Ganz besonders freuen wir uns über die zunehmende Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Im Trend liegen dieses Jahr vor allem kreative technische Entwicklungen, verknüpft mit raffinierten Applikationen“, so Dupierry. Für die Jury dürfte die Auswahl unter den zahlreichen kreativen Ideen nicht leicht gewesen sein.

Auch die nächste Bewerbungsrunde ab dem 16. November 2020 bis 28. Februar 2021 ermöglicht Unternehmen, Schülerinnen und Schülern, Studierenden und allen anderen Rheinland-Pfälzern, sich mit kreativen Ideen für innovative Produkte, neuartige Dienstleistungen und Verfahren zu beteiligen. Interessierte finden Informationen auf der Homepage unter www.ideenwettbewerb-rlp.de oder auf der Facebookseite des Ideenwettbewerb RLP.

Lichtsignalanlage an der Einmündung Mainzer Straße / Hohenzollernstraße

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Änderung der Verkehrsführung

Ab dem 02.06.2020 wird an der Lichtsignalanlage der Einmündung Mainzer Straße / Hohenzollernstraße (Schützenhof) sowie im Zuge der Mainzer Straße bis zur Sebastian-Bach-Straße die Verkehrsführung geändert.

Das Radfahren wird dann auf einer gesicherten Radverkehrsanlage (Radfahrstreifen und Schutzstreifen) ermöglicht. Diese erstreckt sich von der, an der Einmündung Sebastian-Bach-Straße bereits eingerichteten Radverkehrsanlage bis zur Hohenzollernstraße. Perspektivisch soll der Radfahrer dann weiter in der Mainzer Straße bis zur Einmündung Schenkendorfstraße mittels Schutzstreifen geführt werden, die Planungen hierzu laufen bereits.

Mit den baulichen Maßnahmen wird zudem die Barrierefreiheit der Querung an der Lichtsignalanlage für Fußgänger und blinde Personen optimiert. Dazu werden in der Hohenzollernstraße die Aufstellflächen für Fußgänger vergrößert, die Signalmaste teilweise neu positioniert und taktile Leitelemente verbaut. Des Weiteren erfolgt die Entsiegelung einer nicht benötigten Verkehrsfläche. Dies ermöglicht eine zusätzliche Begrünung des Straßenraumes.

Zusätzlich werden die technischen Komponenten des Steuergerätes der Lichtsignalanlage für eine höhere Betriebssicherheit ausgetauscht und eine LED-Umrüstung zur Energieeinsparung durchgeführt. Durch ein zusätzliches Steuermodul wird die Busbeschleunigung optimiert.

Der Abschluss der erforderlichen Umbaumaßnahmen ist für den 18.06.2020 geplant. Während des Umbaus wird die Lichtsignalanlage Mainzer Straße / Hohenzollernstraße außer Betrieb sein. Auch vor dem Hintergrund der bereits seit mehreren Wochen vorhandenen Sperrung der Hohenzollernstraße durch eine Kanalbaumaßnahme in der Nähe der Einmündung erwartet die Verwaltung zunächst keine zusätzlichen Verkehrseinschränkungen. Erst zum Ende der Maßnahme wird es durch das Aufbringen der geänderten Markierung zu stunden- oder tageweisen Einschränkungen und temporären Sperrungen kommen. Die Verwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer in dieser Zeit um erhöhte Aufmerksamkeit.

Um während der Umbaumaßnahmen die Fußgängerquerung über die Mainzer Straße sicherzustellen, wird eine Querungshilfe (Mittelinsel) eingerichtet.
Teile der Maßnahme sind Bestandteil des Förderbescheides „Digitalisierung von Lichtsignalanlagen in Koblenz“ und werden im Rahmen der Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme gefördert.

Stammzellspender bei Registrierungsaktion am RheinAhrCampus gefunden

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KOBLENZ/REMAGEN. Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Dank einer Registrierungsaktion am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz hat mindestens einer davon nun einen Stammzellspender gefunden: Luca Schütz, der im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im 2. Semester Sportmanagement studiert, hat nun Stammzellen gespendet. Damit ermöglicht er einem an Blutkrebs erkrankten Menschen die lebensnotwendige Transplantation. Wer im Dezember nicht an der Registrierungsaktion am RheinAhrCampus teilnehmen konnte, hat noch bis zum 15. Juni die Gelegenheit, sich über www.dkms.de/gemeinsam ein Registrierungsset nach Hause zu bestellen.

Für viele Patienten ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Doch einen passenden Spender zu finden, ist nicht leicht. Die Registrierungsaktion, bei der sich im Dezember letzten Jahres 150 Studierende am RheinAhrCampus als potenzielle Stammzellspender registrierten, hatte Ipek Dindoruk initiiert. „Als im vergangenen Jahr die 17jährige Freundin meiner Schwester an Blutkrebs erkrankte, wurde mir bewusst: Es kann jeden treffen. Ganz plötzlich“, erklärt die Studentin der Gesundheit- und Sozialwirtschaft, die kurz vor ihrem Abschluss steht.

Sie informierte sich über Hilfsmöglichkeiten und erfuhr, dass vor allem junge Spender mit ihrer Registrierung viel bewirken können. Menschen zwischen 18 und 30 Jahren werden am häufigsten für eine Stammzellspende angefordert, da sie weniger Vorerkrankungen haben und meist in einem besseren körperlichen Allgemeinzustand sind. „Deshalb hatte ich die Idee, an meinem Campus zur Registrierung aufzurufen“, so Ipek. Sie setzte sich mit der DKMS und mit der Hochschulverwaltung in Verbindung, die schon mehrere solcher Registrierungsaktionen an allen Standorten unterstützt hatte und sofort damit einverstanden war.

Die Aktion wurde ein voller Erfolg: 150 Studierende machten mit, darunter auch Luca Schütz: „Tatsächlich hatte ich schon früher öfter mit dem Gedanken gespielt, mich registrieren zu lassen, doch kam nie wirklich dazu. Als ich die Aktion an der Hochschule sah und merkte, wie unkompliziert und schnell das geht, habe ich die Chance dann natürlich genutzt.“ Schütz hatte Glück: Als bislang erster Spender aus der Aktion konnte er einem Menschen die lebensnotwendige Transplantation ermöglichen. Das sei eine echte Überraschung für ihn gewesen: „Ich wurde erst mal ein bisschen nervös, weil ich nicht damit gerechnet hatte, so schnell helfen zu können. Tatsächlich war ich jedoch auch sehr stolz, weil ich ja vielleicht wirklich meinem genetischen Zwilling das Leben retten könnte“, gesteht er.

Vor der Spende erfolgte eine gründliche Voruntersuchung. „Nach den ausführlichen Gesprächen mit den Ärzten, die mir alles erklärten, war meine Aufregung so gut wie weg. Ich merkte, wie professionell die Klinik war und dass nichts wirklich schiefgehen konnte.“ Schütz musste vier Tage lang ein Medikament einnehmen, um die Produktion der Stammzellen anzuregen: „Der erste Tag lief völlig problemlos. Ab dem zweiten Tag merkte ich dann die Nebenwirkungen, fühlte mich ein bisschen schlapper und hatte leichte Gliederschmerzen, konnte jedoch meinen Alltag ganz normal weiterführen.“ Die Entnahme der Stammzellen sei ganz unkompliziert gewesen: „Während der Spende muss man eigentlich nur ganz ruhig dasitzen und sich irgendwie beschäftigen, da man die Arme nicht wirklich bewegen darf. Ich konnte mich sogar mit dem Handy per Audio in meine Sportvorlesung schalten.“ Nach viereinhalb Stunden und knapp fünf Millionen Stammzellen weniger konnte er dann auch schon wieder heimfahren: „Relativ schnell meldete sich dann die DKMS bei mir und teilte mir die groben Daten zu meinem Patienten mit. Nach der Spende war ich einfach nur froh, dass alles geklappt hat und ich wirklich die Chance habe, einer Person das Leben zu retten. Jetzt wünsche ich meinen Patienten jetzt genauso viel Glück und gute Besserung.“

Auch Ipek Dindoruk und ihr 15-köpfiges Helferteam freuen sich über den ersten Stammzellspender aus ihrer Aktion: „Daran sieht man, dass wir hier am Campus gemeinsam eine Menge bewegt haben und vielleicht auch noch mehr bewegen können!“  Spontan hat sich die Studentin dazu entschlossen, erneut einen Aufruf zu starten, aufgrund der Corona-Einschränkungen diesmal jedoch ausschließlich online: „Trotz der Pandemie sind ja weiterhin viele Patienten auf eine lebensrettende Stammzellspende angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass jetzt viele Menschen mitmachen und sich registrieren lassen.“

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/gemeinsam die Registrierungsunterlagen bestellen. Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhausabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.  Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

Hochschulen setzen in Zeiten von Corona zunehmend auf Fernstudienmaterial

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zfh-Hochschulverbund unterstützt Hochschulen gezielt bei der Umstellung auf Online-Studium

Die Coronapandemie zwang auch die Hochschulen in den letzten Wochen zu komplexen Umstrukturierungen. Mit Beginn des Lockdowns stehen sie seit Mitte März 2020 vor der Herausforderung, die Lehrveranstaltungen, Studieninhalte und Prüfungen in ihren Präsenzstudiengängen in kürzester Zeit auf Online-Formate umzustellen. Hochschulen, die bereits über langjährige Erfahrung in der Online-Lehre verfügten, sind hier klar im Vorteil. So beispielsweise die Hochschule Koblenz, die als Teil des zfh-Hochschulverbundes über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von Fernstudiengängen verfügt und an der heute ca. ein Fünftel aller Studierenden in insgesamt neun Fernstudiengängen eingeschrieben sind. Da die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Pandemie vermutlich noch eine ganze Zeit bestehen, sind die Hochschulen aktuell bestrebt, die begonnenen Umstrukturierungen für den Zeitraum der Pandemie in eine gewisse Kontinuität zu überführen. So begrüßt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die auf den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie aufbauende gesellschaftliche Öffnung und warnt zugleich „nachdrücklich vor einer übereilten und nicht leistbaren Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an den Hochschulen in Deutschland.“

Die vorliegende Expertise der Fernstudiengänge mit ihrem speziell für das Selbststudium und die Online-Lehre entwickelten Studienmaterial kann hierbei gezielt unterstützen. Denn E-Learning-Komponenten wie digitale Studienbriefe, Podcasts, Screencasts und Lernvideos gehören in den Fernstudiengängen schon lange zur Grundausstattung und können jetzt bei der Digitalisierung der Präsenzstudiengänge einen hilfreichen und stabilisierenden Beitrag leisten. Vor diesem Hintergrund profitieren nun auch die Präsenzstudiengänge der 21 Hochschulen im zfh-Verbund, darunter acht Hochschulen aus Rheinland-Pfalz, von den über 90 Fernstudiengängen mit den entsprechenden digitalen Materialien und dem Know How des methodischen Vorgehens in der Online-Lehre.

„In der Corona-Pandemie haben unsere rheinland-pfälzischen Hochschulen ihren Lehrbetrieb sehr erfolgreich auf die Onlinelehre umgestellt. Das Fernstudiennetzwerk des zfh-Hochschulverbundes zeigt auf, wie gute digitale Lehre gelingen kann. Durch seine langjährige Erfahrung in den Fernstudiengängen bietet das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund die nötige Kompetenz, um die Digitalisierung der Präsenzlehre zu unterstützen“, so Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

Ein gutes Beispiel für den Einsatz von Fernstudienmaterialien in den Präsenzstudiengängen bieten die Online Brückenkurse Mathematik, mit denen Studienanfänger/innen in ingenieur-, natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen ihre Kenntnisse in Mathematik auffrischen können. Hochschulen im zfh-Verbund, die in der derzeitigen Lage in ihrer Präsenzlehre Bedarf an diesen tutoriell begleiteten Onlinekursen haben, vermittelt das zfh ­– Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund kurzfristig passende E-Learning-Komponenten und bietet ihnen bei Bedarf Unterstützung bei der Organisation des Kursangebotes.

Professorinnen und Professoren technischer Fachbereiche haben bereits Interesse an digitalen Studienmaterialien der elektro-und informationstechnischen Fernstudiengänge angemeldet, die im zfh-Hochschulverbund an den Hochschulen Kaiserslautern, Darmstadt und Aschaffenburg in Form von berufsbegleitenden Bachelor- und Masterprogrammen angeboten werden. Das zfh unterstützt den Transfer und leistet auf diese Weise hilfreiche Synergieeffekte für die Präsenzlehre an den Hochschulen.

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