Montag, 02. August 2021

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Kanalerneuerung im Drosselgang

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Die Stadtentwässerung Koblenz wird ab Montag, 02.08.2021 mit der Bauvorbereitung und dem Einrichten der Baustelle für die Kanalerneuerung im Drosselgang beginnen.

Die vorgesehene Bauzeit beträgt etwa 7 Monate, vorausgesetzt, dass keine besonderen Umstände eine Verzögerung bewirken.

Die Kanalverlegung ist größtenteils in offener Baugrube vorgesehen und beginnt mit der Herstellung des neuen Kanals im Bereich der Einmündung "Am Falkenhorst"/Drosselgang. Von dort aus wird der Kanal gegen die Fließrichtung bis zur Haus Nr. 8A erneuert. Wenn dieser Rohrstrang des neuen Hauptkanals hergestellt wurde, werden die Arbeiten im Einmündungsbereich Zeppelinstraße/Drosselgang begonnen. Dieser zweite Abschnitt erstreckt sich von der Zeppelinstraße bis zur Sperlingsgasse.

Aufgrund der Lage des Kanals innerhalb der Fahrbahn werden die Arbeiten unter einer abschnittsweisen Vollsperrung durchgeführt. Die Grundstücke werden fußläufig jederzeit erreichbar sein. Für Anlieger werden Zufahrtsmöglichkeiten bis zur Baustelle geschaffen. Solange es der Baufortgang erlaubt, wird die Anfahrt zu den Garagen und Grundstücken aufrechterhalten.

Corona-Ambulanz Mayen ändert Öffnungszeiten

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KREIS MYK. Aufgrund des derzeit niedrigen Infektionsgeschehens passt die Corona-Ambulanz in der Mayener Weiersbachhalle ihre Öffnungszeiten an. Ab Montag, 12. Juli, wird die Ambulanz montags bis freitags jeweils von 12 bis 14 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein.

Linie 12 der koveb wegen Bauarbeiten umgeleitet

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Mehrere Haltestellen können nicht angefahren werden

Am Montag, 12.07.2021 wird von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Hüberlingsweg eine Baustelle unter Vollsperrung eingerichtet. Aus diesem Grund muss die Linie 12 umgeleitet werden.

Die Omnibusse der Linie 12 fahren nach der Haltestelle „Hauptbahnhof West“ die Simmerner Straße weiter zum Berliner Ring zur Haltestelle „Bundesarchiv“. Die Haltestellen „Pionierhöhe“ und „Zeisigstraße“ der Linie 2 sowie „Pionierhöhe“ und „Simmerner Straße“ werden ersatzweise angefahren. Die Rückfahrt erfolgt analog der Hinfahrt.

Fahrten, die normalerweise über die Haltestellen „Cottbuser Str.“ und „Am Flugfeld“ geführt werden, werden ab der Haltestelle „Zeisigstraße“ über die Zeisigstraße zu den genannten Haltestellen geleitet. Ab dort erfolgt der übliche Linienweg. Zurück werden die Busse in umgekehrter Richtung umgeleitet.

Die Haltestellen „Hüberlingsweg“, „Friedhof Süd“, „Friedhofskapelle“, „Am Vogelschutzpark“ und „Kuckucksweg“ können in dieser Zeit nicht angefahren werden.

Mach mit! – Trenne Bio-logisch

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Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel setzt mit neuer Aufklärungskampagne ein Zeichen gegen Plastik und andere Fremdstoffe im Bioabfall

REGION. In unserem Müll schlummert ein oft verkanntes Potential, nicht zuletzt der Bioabfall stellt einen wertvollen Rohstoff dar. Doch nur sauber sortierter Bioabfall ohne Verunreinigungen kann sinnvoll weiterverarbeitet werden. Daher ist es besonders wichtig, dass keine Fremdstoffe, wie etwa Metall, Glas oder Plastik – dazu zählen übrigens auch kompostierbare Plastiktüten – in der Biotonne landen. „Mit der verbandsweiten Informations- und Aufklärungskampagne ,Mach mit! Trenne Bio-Logisch‘ möchten wir als Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel die Bürger in den zugehörigen Kommunen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Koblenz für das Potential ihres Bioabfalls und eine höhere Bio-Qualität sensibilisieren“, sagt AZV-Verbandsvorsteher und Erster Beigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz, Burkhard Nauroth. Denn nur gemeinsam lassen sich Verunreinigungen minimieren, um wertvollen Dünger durch Kompostierung oder geeignete Biomasse für Biogasanlagen oder Heizkraftwerke gewinnen zu können. Dies ist gerade bei den aktuellen gesetzlichen Entwicklungen im Bioabfall- und Düngemittelbereich sehr wichtig.

Viele Bürger nutzen die braune Tonne bereits gut und richtig, um ihre Bioabfälle getrennt zu entsorgen und sie auf diese Weise werterhaltend dem Stoffkreislauf wieder zuzuführen. Bei der Frage, was genau alles in der Biotonne landen darf, gibt es erfahrungsgemäß aber oft Unklarheiten:

Bereits kleinste Mengen an Plastik, Metall, Glas oder anderen Fremdstoffen im Bioabfall machen sich deutlich bemerkbar und haben negative Auswirkungen. So verschmutzt beispielsweise ein einziger Zigarettenstummel im Bioabfall rund 40 Liter Grundwasser. Keramik und Glas wiederum, benötigen etwa 1 Million Jahre, bis sie biologisch abgebaut sind und landen aus der Biotonne letztlich als Partikel im Kompost gegebenenfalls wieder im eignen Garten. Idealerweise werden die Bioabfälle im Haushalt lose in einem dafür vorgesehenen Behälter gesammelt oder landen direkt in der Biotonne. Alternativ lassen sich auch kompostierbare, unbeschichtete Papiertüten nutzen, die zu 100 Prozent aus Papier bestehen müssen. Oder die Bioabfälle werden ganz einfach in ein bis zwei Lagen Zeitungspapier eingewickelt und anschließend in der Biotonne entsorgt. Nicht zugelassen sind hingegen vermeintlich kompostierbare Plastiktüten. Da konventionelle und biologisch abbaubare Plastiktüten in einer technischen Anlage nicht unterschieden werden können, müssen sie vorab ausgesiebt oder händisch nachsortiert werden. So geht wertvolles organisches Material verloren. Und im Fall der Vergärung oder Kompostierung von Bioabfällen reicht die Zeit nicht aus, um die derzeit auf dem Markt angebotenen kompostierbaren Plastiktüten zu zersetzen. Die Folge: Mikroplastik in sichtbaren, aber schwer erkennbaren Fragmenten landet letztlich auf den Feldern der Region, wird ins Grundwasser und die Weltmeere gespült und gelangt so unweigerlich in unsere Nahrungskette.

Sollte sich eine Sammlung in einer Plastiktüte dennoch nicht vermeiden lassen, gehört am Ende nur der Tüteninhalt lose in die Biotonne. Die Plastiktüte selbst – ob kompostierbar oder nicht – wandert in den Restmüll.

Der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel setzt gemeinsam mit den kommunalen Verwaltungen in Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Koblenz daher einmal mehr auf Aufklärung in der Bevölkerung. Der AZV verfolgt dabei die Zielsetzung nach noch weniger Fremdstoffen im Bioabfall, um damit eine hochwertige Verwertung zu ermöglichen. Mit Anzeigen und großformatigen Plakaten der aktuellen „Mach mit! Trenne Bio-logisch“-Kampagne, werden die Bürger gezielt angesprochen und für das Thema sensibilisiert. Stichprobenartige Sichtkontrollen des Tonneninhalts auf nicht-organische Fremdstoffe werden ja bereits seit 2016 durchgeführt. Um Störstoffe wie Metalle im Bioabfall finden zu können, setzt der AZV ergänzend auf Fahrzeuge mit elektronischen Detektoren. Diese scannen die Biotonnen vor der Leerung und prüfen den Inhalt auf Verunreinigungen. Bei einer gewissen Menge an Störstoffen schlägt der Detektor an und die fehlerhaft befüllte Tonne wird nicht geleert. Natürlich besteht die Möglichkeit, diese Tonne im Zuge der nächsten Restmüllleerung kostenpflichtig leeren zu lassen, aber das Ziel der neuen Kampagne ist es, die Bürger so gut zu informieren und aufzuklären, dass es erst gar nicht mehr zu derartigen Fehlbefüllungen der Biotonne kommt.

Wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann es gelingen, den Bioabfall aus der Region frei von Fremdstoffen zu halten, um ihn nachhaltig und wertschöpfend für die Region weiterverwerten zu können“, diesbezüglich ist sich der gesamte AZV-Vorstand in Person von Burkhard Nauroth, Manfred Schnur, Landrat des Landkreises Cochem-Zell, sowie Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, sicher und dankt schon jetzt allen Bürgern für ihre Mithilfe.

Das neue KiTa-Gesetz Rheinland-Pfalz nutzen

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Arbeitstagung thematisierte die Mittelverteilung des Sozialraumbudgets

KOBLENZ. Das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland – Pfalz (IBEB) und das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism) haben zu einer landesweiten digitalen Arbeitstagung eingeladen. Während der vierstündigen digitalen Veranstaltung tauschten sich insgesamt 21 Stadt- und Kreisvertretungen mit großem Interesse und Engagement darüber aus, wie sich die Konzeption zur Mittelverteilung des Sozialraumbudgets entwickelt hat.

Nach der Begrüßung standen zwei Themen im Fokus, in die zwei je 90minütige Impulsvorträge einführten:

Im virtuellen Raum des IBEB ermöglichte IBEB-Direktor Prof. Dr. Armin Schneider einen Einblick in das Thema „Dynamik von Veränderungen nutzen“. Dies könne gelingen, so Schneider, wenn „mögliche Widerstände angenommen werden, die Aufbruchsstimmung genutzt wird und die freigesetzten Kräfte wiederum für die Veränderung konstruktiv und positiv genutzt werden“. Einen zum Thema passenden Praxisinput lieferte Marc Fröhlich, Jugendhilfebedarfsplaner aus dem Jugendamt der Stadt Neuwied.

Dr. Svenja Peters und Madeleine Jung vom ism informierten über „Das System der Kindertagesbetreuung in der Kinder- und Jugendhilfe“. Sie bezogen sich hierbei auf Präventivangebote von Seiten der Kinder- und Jugendhilfe, die es besonders im Bereich Kindertagesbetreuung zu initiieren gilt, da „nahezu keine andere Institution außerhalb des deutschen Bildungssystems so eine große Anzahl an Kindern und Familien erreicht und somit die Kitas ein zentraler Ort für präventive Hilfsangebote darstellen“. Dazu berichteten Michael Schweizer; Leiter des Jugendamtes Idar-Oberstein, und Sabine Dalheimer-Mayer als Fachberaterin im Kitareferat Kirchenkreis Obere Nahe aus der Praxis.

Nach einem regen Austausch zu beiden Themen und einer kleinen Pause erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut die Möglichkeit zum Diskurs. Diesmal standen die Themen „Multiprofessionelle Teams“ und „Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung“ im Mittelpunkt. Der Ablauf glich dem des Vormittages.

Dr. Marina Swat vom IBEB führte zum Thema „Multiprofessionelle Teams“ ein und fokussierte hier besonders die Kita-Sozialarbeit. Eine besondere Chance sieht Swat, wenn das Kita-Team, sensibilisiert für den Sozialraum, „die darin liegenden Ressourcen und Bedarfe erkennt und nutzen kann“. Einen Einblick in ihre Praxis gewährten zu diesem Thema Hannah Werner und Desiree Tobe (Fachberaterinnen) des Jugendamtes Mainz-Bingen sowie Monika Degen – zuständig für Jugendhilfe- und Sozialplanung / Spielplätze – aus dem Jugendamt Stadt Bad Kreuznach und Claudia Bauer als Vertreterin der freien Träger der Stadt Bad Kreuznach.

Von Seiten des ism legte Heinz Müller das Thema „Integrierte Sozial- und Jugendhilfeplanung“ dar. Er bezog sich in seinen Ausführungen ebenfalls auf die Vorteile von multiprofessionellen Teams und frühzeitigen Präventivangeboten und sieht im Sozialraumbudget die „Chance zur Überwindung struktureller Benachteiligung von Kindertagesstäten mit besonderen Bedarfen“. Bianka Thut (Sozialplanung) und Klaus Cartus (Jugendhilfeplanung) aus der Stadt Mainz teilten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Erfahrungen aus der Praxis. Auch diese beiden Themenblöcke erfreuten sich eines regen Austauschs.

Sissi Westrich, Referentin in der Abteilung Frühkindliche Bildung des Ministeriums für Bildung RLP, nahm an der gesamten Veranstaltung teil. Sie hörte dem Austausch gespannt zu und ging direkt auf einige Nachfragen ein. Abschließend rahmte sie die Arbeitstagung anhand von sechs Begriffen: Vision, Gemeinsamkeit, Konsens, Dynamik, Zeit und Prozess. „Der Konsens, der uns eint“, so Westrich, „ist der soziale Ausgleich“. Notwendig sei jedoch eine Erprobungszeit, „um zu überprüfen, ob die Entwicklungen an den Bedarfen der Kinder und ihrer Familien orientiert sind und die Weiterentwicklungen in den Kitas wirken“.

Eine ausführliche Dokumentation der Zwischenbilanz ist auf der Homepage des IBEB (www.ibeb-rlp.de) zugänglich.

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