Montag, 10. August 2020

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Sperrung der B 49 wegen Vorarbeiten zur Fischwechselanlage Lehmen kann planmäßig aufgehoben werden

Die Vollsperrung der Bundesstraße 49 zwischen Niederfell und Oberfell hat bald ein Ende: Wie die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mitteilt, können die Vorarbeiten zum Bau der Fischwechselanlage an der Staustufe in Lehmen bei anhaltender guter Witterung planmäßig bis zum 10. Juli beendet und die Strecke ab dem 11. Juli wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Seit Beginn der Sperrung im April wurde eine Vielzahl an Aufgaben erledigt: Der Zweckverband RheinHunsrück-Wasser hat die in die Jahre gekommene Trinkwasserleitung zwischen Niederfell und Oberfell erneuert und im Auftrag der SGD Nord wurden Glasfaserkabel der NGN Fiber Network KG sowie Stromleitungen der Westnetz GmbH  verlegt. Alle Kabel und Leitungen mussten so verlegt werden, dass sie nicht mehr ins Baufeld der späteren Fischwechselanlage ragen. Zudem musste auch die Straßenentwässerung im Bereich der Fischwechselanlage angepasst und ein neuer Straßenentwässerungskanal mit Einleitungsbauwerk in die Mosel gebaut werden. Aktuell stehen nur noch Asphaltarbeiten an, um die Straßenoberfläche wiederherzustellen.

„Gerade weil so viele Firmen beteiligt waren, war eine präzise Abstimmung nötig, damit Arbeitsabläufe nicht ins Stocken geraten und Zeitpläne eingehalten werden können“, erklärte SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann, der sich bei den erwähnten Firmen sowie der bauausführenden Firma EUROVIA Teerbau GmbH und insbesondere auch bei der Kraftwagen-Verkehr Koblenz GmbH bedankte. Letztere hatte den öffentlichen Personennahverkehr mit zusätzlichen Pendelbussen sichergestellt. Auch die Zusammenarbeit mit der Verkehrsbehörde der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Verbandsgemeindeverwaltung Rhein-Mosel und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz hätte vorbildlich funktioniert. Durch die Verlegung der eigentlich zeitgleich geplanten Sanierung der Kreisstraße 71 auf einen späteren Zeitpunkt hätten LBM und Kreisverwaltung dafür gesorgt, dass die Bürger nicht zusätzlich belastet werden, lobte Dr. Kleemann.

Durch das planmäßige Ende der Baumaßnahme geht auch der Plan der SGD Nord auf, die Arbeiten aufgrund der Corona-Pandemie vorzuziehen, um die Tourismus-, Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe in Niederfell, Oberfell und Alken nicht doppelt zu belasten. Denn die Bauarbeiten wurden zu einem großen Teil in der Zeit durchgeführt, in der Corona-bedingt ohnehin weniger los war. „Wenn jetzt in den Sommerferien wegen der Sperrung noch der komplette Durchgangsverkehr weggefallen wäre, hätte sich das sicher negativ auf viele Betriebe ausgewirkt. Durch das Vorziehen der Baustelle konnten wir das verhindern“, sagt Dr. Kleemann, der sich im Namen der SGD Nord bei der betroffenen Bevölkerung der Moselgemeinden für das entgegen gebrachte Verständnis bedankt.

Hintergrund: Die Vorarbeiten zum Bau der Fischwechselanlage haben bereits 2019 begonnen. Die Kosten für die aktuelle Baumaßnahme belaufen sich auf etwas mehr als 2 Millionen Euro. Davon werden etwa 750.000 Euro vom Land und rund 1,4 Millionen Euro vom Zweckverband RheinHunsrück-Wasser getragen. Die Arbeiten zum eigentlich Bau der Fischtreppe sollen 2021 beginnen.

Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de