„Ausbildung Jetzt“: IHK und Wirtschaftsministerium stellen gemeinsame Kampagne vor

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Boppard, 28. Juli 2020

Am Dienstag, 28. Juli 2020, haben Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, und Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, über die Ausbildungssituation in 2020 gesprochen – denn Vieles ist durch die Corona-Krise anders: Viele Lehrstellen sind noch unbesetzt, IHK und Wirtschaftsministerium setzen sich dafür ein, suchende junge Menschen und verfügbare Ausbildungsplätze zusammenzubringen.

Offizieller Ausbildungsstart ist in Rheinland-Pfalz zwar der 1.8., jedoch ging es in dem Gespräch auch darum, wie man sich als Ausbildungsbetrieb positionieren kann und wie man freie Stellen noch in diesem Jahr – zum 1.8., 1.9. oder auch 1.10. – besetzen kann.

„Unsere Mitgliedsunternehmen spiegeln uns wider, dass trotz der schwierigen Situation durch die Corona-Pandemie die Verringerung der Ausbildungsplätze keine Option ist“, bekräftigt IHK-Hauptgeschäftsführer Rössel. „Ganz im Gegenteil: Es gibt keine Branche, die aktuell nicht sucht.“

Gerade die Tourismus-Branche hat durch die Corona-bedingten Schließungen besonders gelitten. Wie sich das auch auf die Gewinnung oder Sicherstellung von Ausbildungsplätzen ausgewirkt hat, skizziert Marek Gawel, Inhaber des Rheinhotel Bellevue in Boppard, wo das Gespräch zwischen IHK und Wirtschaftsministerium stattfand. Gawel machte deutlich, es ginge nicht nur um die Gewinnung, sondern auch um die Bindung und Weiterqualifizierung von jungen Menschen.

Die besondere Schwierigkeit in diesem Jahr: Lokale Berufsinfomessen oder die Berufsorientierung an den Schulen sind durch den „Lockdown“ fast gänzlich ausgefallen. Hier will die IHK Abhilfe schaffen. „Wir stehen vor Ort in den Regionen wortwörtlich bereit, um junge Menschen bei der Findung eines Ausbildungsplatzes zu unterstützen“, so Rössel. Gemeint sind die sogenannten „AzubiSpots“, also eine Art „Vor-Ort-Azubi-Orientierung“ – die zum Beispiel wieder stattfindet in Neuwied, Montabaur, Altenkirchen, Koblenz und Bad Kreuznach am 15. August in Kooperation mit der Handwerkskammer und der Agentur für Arbeit.

Neben dem Angebot „vor Ort“ können sich Betriebe und suchende Menschen auch „online“ auf die Suche machen, etwa in den sozialen Netzwerken oder auf der Plattform www.ausbildung-koblenz.jetzt. Diese Internetseite ist Bestandteil der Initiative des Wirtschaftsministeriums „Ausbildung kennt keine Auszeit“. Sie wurde gemeinsam mit der IHK und anderen Partnern ins Leben gerufen. „Ich freue mich, dass wir hier mit den Partnern aus der Wirtschaft nochmal ein starkes Signal für die Berufsausbildung setzen.

Durch die Initiative sollen noch letzte freie Ausbildungsplätze vermittelt werden. Auszubildende von heute sind die Fachkräfte von Morgen und die Betriebe bieten großartige Chancen für den Berufsstart“, so Staatssekretärin Schmitt.