Mittwoch, 20. Oktober 2021

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Digitalisierung und Transformation zentrale Themen beim Ministerbesuch

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Sozialminister Alexander Schweitzer im Dialog mit dem Jobcenter MYK

Mayen. Seit der Landtagswahl im vergangenen März steht Alexander Schweitzer an der Spitze des neuen Landesministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Im Zeitalter der Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten ist es Aufgabe der Politik, diesen Wandel zu gestalten.

Das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz ist die erste Station auf der Rundreise des Ministers „Schweitzer im Dialog“. Digitalisierung und Transformation stehen heute auf der Agenda.

Rolf Koch, Geschäftsführer des Jobcenters, begrüßt den Besuch aus Mainz: „Quasi über Nacht mussten wir zu Beginn der Corona-Krise unsere Mitarbeiter ins Homeoffice schicken. Eine technische Herausforderung, mussten doch die Leistungen an die Hilfeempfänger zu jeder Zeit sichergestellt sein.“ Ungefähr 50 Prozent ihrer Arbeit erledigen die Mitarbeiter inzwischen von zu Hause aus, um in Corona-Zeiten die Kontakte im Arbeitsumfeld zu reduzieren. Die bereits vor der Krise geplante Einführung der E-Akte wurde forciert und zeitnah umgesetzt, aktuell wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass Leistungsberechtigte ihren Antrag beim Jobcenter zukünftig auch online stellen können.“ Unterstützt wird dieses Vorhaben auch durch Fördermittel des Landes für das Projekt „JConnectMYK“, bei dem es darum geht, ein digitales Kommunikationsportal zwischen den Hilfeempfängern und den Jobcentermitarbeitern aufzubauen.

Digitalisierungs- und Transformationsminister Schweitzer zeigt sich beeindruckt von der Digitalisierungsstrategie des Jobcenters MYK. „Die Transformation der Arbeitswelt ist in vollem Gange und stellt uns stetig vor neue Herausforderungen. Die größte Herausforderung wird sein, auf diesem Weg alle mitzunehmen,“ stellt er fest.

Um auch sozial benachteiligten Menschen die Teilhabe an der Arbeits- und Lebenswelt von morgen zu ermöglichen, hat das Jobcenter MYK bereits während der Corona-Krise das Projekt „Digital geht besser!“ ins Leben gerufen. Ziel ist der Erwerb von digitalen Grundkompetenzen. „Das Projekt richtet sich an Menschen mit multiplen Problemlagen, die Leistungen vom Jobcenter beziehen und wenig oder keine digitalen Kompetenzen haben,“ erklärt Rolf Koch. Im Austausch mit Projektteilnehmern erfährt Minister Schweitzer viel über deren Erfahrungen mit dem Projekt. Auch wenn in Pandemiezeiten es nicht immer ganz einfach ist, dass Inhalte nur im Onlineformat vermittelt werden, sind die Teilnehmer begeistert davon, wie individuell auf sie eingegangen wird. Auf Wunsch sind sogar Einzelcoachings möglich. Das Jobcenter dankt hier ganz besonders auch Jeannette Mischnick, der zuständigen Abteilungsleiterin im Ministerium, für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Neben der Digitalisierung ist dem Minister vor allem eines wichtig: „Das Thema Arbeit bleibt eines der zentralen Themen im Ressort. Es wird weiterhin darum gehen, die Menschen in Arbeit zu integrieren und sie auf dem Weg dahin zu begleiten und zu unterstützen.“

Das Projekt „Digital geht besser!“ wird gefördert aus Mitteln des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung.