Freitag, 26. Februar 2021

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Badziong: „City und Handel mit konkretem Maßnahmenbündel nach Ende des Lockdowns stützen.“

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CDU-Fraktion fordert 250.000 Euro für Sofort-Programm „Neuwied macht auf“

Neuwied. Mit einem Bündel von konkreten Maßnahmen will die CDU-Stadtratsfraktion für die Neuwieder Innenstadt, nach den absehbaren Lockerungen und der schrittweisen Öffnung des Einzelhandels sowie der Gastronomie, mit einem Sofort-Programm zur Wiederbelebung der Innenstadt ein starkes Zeichen setzen.

„Unser Ziel ist es auf das Ende des Lockdowns vorbereitet zu sein und unter dem Motto ‚Neuwied macht auf‘ Menschen in die City und damit in Einzelhandel und Gastronomie zu bringen“, zeigt Landtagskandidat und Fraktionsgeschäftsführer Pascal Badziong auf, „dass wir uns jetzt schnell und unbürokratisch auf den Weg machen müssen unsere City pragmatisch und zielführend wieder mit Leben zu füllen.“ Voraussetzung dafür bleibe natürlich eine positive Gesamtentwicklung der Pandemie und an oberste Stelle stehe auch weiterhin der Schutz der Menschen.

Die Neuwieder CDU sieht neben der Stadt auch das Land in der Pflicht: „Ich empfinde es als beispiellosen Schlag ins Gesicht aller großen kreisangehörigen Städte, dass die Ministerpräsidentin den fünf SPD-geführten Oberzentren 2,5 Millionen Euro an Soforthilfemaßnahmen zur freien Verfügung für die Wiederbelebung ihrer Innenstädte bereitstellt und die mittelgroßen Städte wie Neuwied knallhart im Regen stehen lässt. Wie beim verfassungswidrigen Finanzausgleich, werden wir, aber vor allem unsere Unternehmen, Einzelhändler, Gastronomen und unsere City einmal mehr massiv benachteiligt“, sieht CDU-Fraktionschef Martin Hahn auch aus diesem Grund dringenden Handlungsbedarf von Rat und Stadt.

„Unser Einzelhandel in der Innenstadt hat ohnehin durch den gesellschaftlichen Wandel erhebliche strukturelle Nachteile erfahren, die durch Fehlentscheidungen der Landesebene noch verstärkt wurden. Durch die Corona-Krise sind viele Unternehmen in eine äußerst prekäre wirtschaftliche Situation geraten. Wir werden alles dafür tun, damit unsere Innenstadt ihre zentrale Rolle als Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens wieder zurückgewinnen kann“, erläutert Pascal Badziong die Motivation der CDU-Initiative. „Nirgendwo anders liegt der Mix aus Wohnen, Kultur, Arbeit, Einkaufen und Erholung so eng beieinander wie in unserer Fußgängerzone. Wir wollen mit unserer Initiative konkrete Anreize für die Menschen leisten.“

Die CDU-Fraktion schlägt ein konkretes Maßnahmenpaket zur Stärkung und Wiederbelebung der City vor, das im Zusammenspiel aller Handelnden kurzfristig vorbereitet und umgesetzt werden soll: Zentrale Marketing-Offensive von u.a. Deichstadtfreunden und Stadtverwaltung, Organisation und Durchführung von wöchentlichen Aktionen (z.B. Late-Night-Shopping, Ladies Night, Neuwieder Kneipen-Nacht etc.), zusätzliche Märkte und Kulturangeboten, Verzicht auf Parkgebühren und kostenfreier ÖPNV in die City an Wochenenden und zu Aktionstagen, Ausweitung der Flächen für Außengastronomie, unbürokratische und gebührenfreie Genehmigung von Freiluft-Events des Handels und der Gastronomie, Unterstützung der bereits gestarteten Initiativen zentraler Onlineplattformen für unsere Einzelhändler sowie Gastronomie und vielleicht aufgrund der pandemiebedingten Ausfälle in den zurückliegenden Monaten zwei weitere verkaufsoffene Sonntage.

„Wir wollen die Innenstadt als Herz unserer Stadtgesellschaft und Mittelpunkt urbanen Lebens durch diese Maßnahmen nachhaltig wiederbeleben. Hierfür werden wir in der nächsten Ratssitzung einen entsprechenden Initiativ-Antrag einbringen und einen außerplanmäßigen Haushaltsansatz von 250.000 Euro beantragen. Mit diesen kurzfristig zur Verfügung gestellten Mitteln versprechen wir uns wichtige Impulse, die zusammen mit den bereits beschlossenen infrastrukturellen Maßnahmen für mehr Flair und Ambiente der City, zu einer nachhaltigen Attraktivitätssteigerung dieses Herzes führen“, zeigt Pascal Badziong die nächsten Schritte auf. Zur Finanzierung könnten zurückgestellte Finanzmittel verwendet werden, die aufgrund der ausgefallenen Märkte sowie Events in der Stadt nicht zum Einsatz gekommen seien.

„Da uns die SPD-geführte Landesregierung hierbei offenkundig nicht unterstützt, werden wir als Stadt selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen und wir tun das aus voller Überzeugung, um unseren Unternehmen, Einzelhändlern und Gastronomen eine bestmögliche Unterstützung beim Weg aus der Krise zu ermöglichen. Dies wollen und werden wir unbürokratisch, schnell und flexibel mit allen Handelnden unserer Stadtgesellschaft umsetzen“, fasst Pascal Badziong für die CDU-Fraktion die Zielsetzung der Initiative zusammen.

Agatha Puderbach wird zum 100.Geburtstag geimpft und erhält Blumen vom Landrat

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Ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk bekam Agatha Puderbach zu ihrem 100. Geburtstag im Impfzentrum Oberhonnefeld.

Sicherlich sah der ursprüngliche Plan für den Ehrentag anders aus, aber dann erhielt die betagte Melsbacherin die Einladung zu Impfung.

Getreu dem Motto: besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, nahm Agatha Puderbach ihren Impftermin wahr und wurde von Landrat Achim Hallerbach und Impfkoordinator Werner Böcking mit einem Blumenstrauß und der Glückwunschurkunde der Landesregierung begrüßt. Den Piks gab es natürlich auch, eine gute Voraussetzung dafür, dass sie die Wünsche des 1. FC Köln-Fans erfüllen: ein langes Leben und den Klassenerhalt ihres Lieblingsvereins.

Kreisausschuss beschloss Unterstützung für Kitas

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Hallerbach: „Schaffen bedarfsgerechtes Kindertagesstättenangebot“

Kreis Neuwied – Eine ganze Reihe von Auszahlungen von Zuwendungen zu Neu-, Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen in Kindertagesstätten hat der Neuwieder Kreisausschuss beschlossen. Landrat Achim Hallerbach betonte: „Ich freue mich, dass wir unserem Anspruch, im Kreisjugendamtsbezirk ein bedarfsgerechtes Kindertagesstättenangebot zu schaffen, gerecht werden – und danke den politischen Gremien für die richtungsweisenden Beschlüsse.“ Insgesamt standen zur Auszahlung für die Investitionskostenzuschüsse für Kindertageseinrichtungen im Jahr 2020 Haushaltsmittel in Höhe von 442.500 Euro zur Verfügung.

Dieser Betrag verteilt sich wie folgt: Vollständige Auszahlung der Kreiszuwendungen für elf Baumaßnahmen im Kreis- und Stadtjugendamtsbezirk Neuwied bis zu einem Betrag in Höhe von 56.000 Euro: HTZ-Kita Asbach, Erweiterung um drei Gruppen 56.000 Euro; Kath. Kita Neustadt, Erweiterung um eine Gruppe 13.500 Euro; Kath. Kita Bad Hönningen, Erweiterung um eine Gruppe 22.600 Euro; Zweckverband Kita Rheinbrohl, Erweiterung um eine Gruppe 13.500 Euro; Kommunale Kita Raubach, Erweiterung um eine Gruppe 13.500 Euro; Ev. Kita Raiffeisenring Neuwied, Erweiterung um zwei Gruppen 20.500 Euro; Städt. Kita Heddesdorf Kinderburg, Erweiterung um 12 Plätze    5.600 Euro; Städt. Kita Villa Regenbogen Neuwied, Erweiterung um 20 Plätze 16.000 Euro; Ev. Kita St. Michael Neuwied, Erweiterung um 10 Plätze 47.932 Euro.

Ferner gibt es Teilzahlungen in Höhe von jeweils 21.215 Euro an alle übrigen Maßnahmen im Kreis- und Stadtjugendamtsbezirk, die abgeschlossen und schlussgerechnet wurden: Kommunale Kita Windhagen, Erweiterung um eine Gruppe; Zweckverband Kita Rheinbrohl „Casa Feliz“, Neubau vier Gruppen; HTZ Kita Linz „Roniger Hof“, Neubau drei Gruppen; Kommunale Kita Dürrholz-Daufenbach, Erweiterung um zwei Gruppen; Ev. Kita Sonnenstraße Neuwied Innenstadt, vier Gruppen; Ev. Kita Pusteblume Neuwied Heddesdorf, eine Gruppe; Kath. Kita St. Bonifatius Neuwied Niederbieber, drei Gruppen; Kath. Kita St. Martin Neuwied Engers, zwei Gruppen; Städt. Kita Kinderplanet Neuwied Heimbach-Weis, vier Gruppen; Städt. Kita Wunderland Neuwied Irlich, drei Gruppen; Städt. Kita Rheintalwiese Neuwied Innenstadt, drei Gruppen.

Außerdem wurden folgende weitere Bewilligungen vorgenommen:

Erweiterung der Ev. Kita Rengsdorf (Sonnenland) um zwei Gruppen plus Nebenraumangebot; Kreisförderung: 200.000 Euro, Landesförderung: 300.000 Euro, geschätzte Gesamtkosten: 1.545.400 Euro.

Erweiterung der Kommunalen Kita Buchholz Kölsch-Büllesbach (Löwenzahn) um eine Gruppe plus Nebenraumangebot sowie Umbau des Küchenbereichs, Kreisförderung: 105.000 Euro, Landesförderung: 172.500 Euro, geschätzte Gesamtkosten: 965.800 Euro.

Erweiterung der Kommunalen Kita Niederbreitbach (Regenbogenland) um eine Gruppe plus Nebenraumangebot und Sanierung im Bestand, Kreisförderung: 105.000 Euro (zusätzliche Gruppe) und 57.980 Euro (Sanierungszuschuss), Landesförderung: 150.000 Euro, geschätzte Gesamtkosten: 1.730.900 Euro, mit Kostenbeteiligung der Ortsgemeinde Datzeroth.

„Für den Landkreis Neuwied ergeben sich für die Gewährung von Baukostenzuschüssen zu Neu-, Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen in Kindertagesstätten im Zeitraum 2011 bis 2020 finanzielle Verpflichtungen in einer Größenordnung von insgesamt rund 7,5 Millionen Euro – allein aus dem Bereich des Kreisjugendamtsbezirk Neuwied ohne die Maßnahmen im Bereich des Stadtjugendamtsbezirks Neuwied. Dies ist für unseren Kreishaushalt für die nächsten Jahre eine erhebliche Herausforderung“, betont Landrat Achim Hallerbach.

Nach der Vereinbarung über die Beteiligung des Landkreises Neuwied an den Kosten für das Stadtjugendamt Neuwied sind die Baumaßnahmen im Stadtjugendamtsbezirk in gleicher Weise zu fördern, wie entsprechende Maßnahmen im Kreisjugendamtsbezirk. Hier kommen weitere finanzielle Verpflichtungen in einer Größenordnung von ca. 2,988 Millionen Euro hinzu.

Landrat Hallerbach unterstreicht: „Aufgrund des weiterhin notwendigen quantitativen Ausbaus des Kita-Platzangebots im Kreisjugendamtsbezirk Neuwied werden in den kommenden Monaten bzw. Jahren weitere Anträge der Kita-Träger auf Gewährung einer Kreiszuwendung erwartet, sodass sich hier nach derzeitigem Stand weitere finanzielle Verpflichtungen in einer Größenordnung zwischen 1,5 - 2,0 Millionen Euro ergeben können.“

Langendorfer Straße: Loch entstand durch abgesackte Leitung

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Das große Loch in der Langendorfer Straße in Höhe LaPorte ist vermutlich durch eine abgerissene Straßenablaufleitung entstanden, die ursprünglich mit einem dort verlaufenden Hauptkanal verbunden war. Das ist das Ergebnis erster Untersuchungen zur Ursache des Einsackens der Straßendecke. „Diese Ablaufleitung war um einen halben Meter abgesackt“, berichtet Manfred Reitz, Abteilungsleiter im Stadtbauamt. „Durch die fehlende Verbindung  hat nachlaufendes Wasser alles in der Nähe Liegende freigespült.“ So ist ein Hohlraum von immerhin acht Kubikmeter entstanden. Den gilt es nun aufzufüllen.

Zunächst müssen die Arbeiter allerdings eine neue Ablaufleitung am in sechs Meter Tiefe liegenden Hauptkanal anbringen. Die Arbeiten werden erschwert durch bisher unbekannte und in Plänen nicht verzeichnete Leitungen. Falls aber keine weiteren Komplikationen auftauchen, ist mit einem Ende der Bauarbeiten gegen Ende nächster Woche zu rechnen. So lange muss die Sperrung der Langendorfer Straße noch aufrechterhalten bleiben.

Sprachlicher Reichtum ist kultureller Reichtum

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Erwin Rüddel: „Dialekte pflegen und fördern, um Sprachverlust zu verhindern.“

Berlin / Region. „Die Bewahrung des Dialektes, als mit in die Wiege gelegter Bestandteil der Muttersprache, ist ein einzigartiger Kulturschatz, der verdient gepflegt und gefördert zu werden. Da die gebietstypischen Dialekte zu den regionalen Sprachvarietäten gehören, die zu Land und Leuten passen, dürfen sie nicht aussterben oder verlorengehen, sondern sind vielmehr zu schützen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Wie der Politiker ergänzt, ist Sprache nicht nur ein Mittel, sich zu verständigen. Sie spiegelt auch das Denken in einer Gesellschaft wider. „Sprache ist Heimat und ein wichtiger Teil unserer Identität, die nicht nur ein Mittel der Verständigung ist, sondern die Menschen überhaupt erst befähigt, in vollem Umfang aktiv an unserer Gesellschaft teilzunehmen“, konstatiert Rüddel, der selbst ein begeisterter Verfechter des auch „Platt“ oder „Mundart“ genannten Dialektes ist.

So lag es nahe, dass er als Verfechter der Mundart Mitautor eines im Dialekt verfassten Heimatbuches wurde. „Der von mir gepflegte Dialekt betrifft das in einem weiten Umkreis von Bonn und Köln herum gesprochene ‚Ripuarisch‘“, so Rüddel, der sogleich ein Beispiel nachschiebt: „Dä jode ahle Mann öß met dämm Perd durch et Is jebroche on än dat kahle Wasser jefalle.“ (Der gute alte Mann ist mit dem Pferd durch das Eis gebrochen und in das kalte Wasser gefallen.)

Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete anmerkt, ist die immer wiederkehrende Diskussion über die Folgen abnehmender Deutscher Sprachkompetenz, über die Überproportionierung des Englischen und die schleichende Verdrängung des Deutschen eine anhaltende aktuelle Thematik. Rüddel: „Das Beherrschen der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung für Bildung und Ausbildung, für Integration in den Beruf, für Partizipation und sozialen Aufstieg.“

Dem gerade bei jungen Leuten zunehmend in Vergessenheit zu geratenden Dialekten müsse entgegengewirkt werden. Allein in Deutschland sind derzeit 13 Sprachen gefährdet. Bairisch, Alemannisch, Sorbisch, Jiddisch oder Nord- und Saterfriesisch werden immer weniger gesprochen. „Das Verschwinden von Sprachen bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust – von Kulturschätzen und kultureller Vielfalt“, bedauert Rüddel.

Dieser drohende Sprachverlust dürfe nicht zugelassen werden. Deshalb fördere der Bund die Stiftung für das Sorbische Volk, die Friesische Volksgruppe und die niederdeutsche Sprache. Wichtig seien zudem die zahlreichen Aktivitäten der für Bildung und Schulcurricula zuständigen Bundesländer. Auch der Öffentlich-rechtliche Rundfunk trage Verantwortung: „In seinem Programm müssen die Minderheiten- und Regionalsprachen einen festen Platz haben.“

Der Parlamentarier tritt dafür ein, dass die Bewahrung des Dialektes neben der Dialektik in deutschen Schulen ein Unterrichtsbestandteil sein sollte. Er regt dazu an, in Projektwochen, bei Schulprojekten oder Arbeitsgemeinschaften den Dialekt zu thematisieren. So böten sich Theatervorführungen, Elternabende und Tage der offenen Tür an, um Szenen und Ereignisse im Dialekt vorzutragen oder Revue passieren zu lassen.

Damit könnten einmal mehr und bewusster heimatkundliche, gebietstypische Schwerpunkte an Schulen gesetzt werden. Nicht jedes Projekt müsse bei null beginnen. Einige Schulen seien mit viel Engagement in die Förderung des Dialektes eingestiegen. Die Pflege und Förderung der Standardsprache sei zwar primäre Aufgabe der Schule, im Fach Deutsch sollten die Schülerinnen und Schüler aber auch mit den Wurzeln des gebietstypischen Dialektes in Berührung kommen.

„Dialekt ist etwas sehr Dynamisches. Ganze Regionen bleiben Dialektfamilien verbunden. Dies muss gefördert werden und darf nicht verlorengehen. Schließlich gehören zur Sprache eben ganz besonders regionale Dialekte, wobei ich neben Ripuarisch beispielgebend ferner auf das Wäller und Siegerländer Platt, die beide der moselfränkischen Dialektgruppe angehören, hinweise. Es liegt in unserer aller Hand, unsere Sprachen und damit unsere Kultur für künftige Generationen zu schützen“, bekräftigt Erwin Rüddel.

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