Mittwoch, 15. Juli 2020

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Vom guten alten Buch zur Onleihe

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40 Jahre im Dienst: Barbara Lippok prägte die StadtBibliothek

Als sie erste berufliche Erfahrungen sammelte, drehte sich noch alles um das gute alte Buch. Heute macht Onleihe im Internet ein Großteil ihres Jobs aus: Barbara Lippok, Leiterin der Neuwieder StadtBibliothek, kann auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst zurückblicken. 40 Jahre, in denen sie die Entwicklung der Bibliothek nicht nur begleitet, sondern seit 1993 in leitender Funktion auch geprägt hat.

Genau gesagt sind es 39 Jahre in Neuwied, denn zuvor war Barbara Lippok in der Koblenzer Stadtbibliothek.  Der Wechsel nach Neuwied führte sie zunächst in die Hermannstraße, wo die Bibliothek lange Zeit untergebracht war, 2000 folgte dann der ersehnte Umzug ins Historische Rathaus in der Pfarrstraße.

Vom guten alten Buch bis zur Onleihe und der neuesten Errungenschaft: fast 100 Exemplare der Hörfiguren Tonies. „Allein diese Beispiele machen deutlich“, so betonte Bürgermeister Michael Mang, „dass Barbara Lippok immer wieder bestrebt ist, auf verändertes Nutzerverhalten die richtigen Antworten zu finden und auch neue Zielgruppen anzusprechen. Und zwar mit großem Erfolg“, fügte Mang hinzu. Ein Erfolg, der sich nicht zuletzt in den Ausleihzahlen niederschlägt.

So hat sie zwischenzeitlich die  Bibliothek auch als Veranstaltungsort etabliert - mit Lesungen, Comedy und anderen Angeboten. Bei so viel Engagement klingt es nicht etwa pflichtgemäß, sondern durchaus überzeugend, wenn Barbara Lippok betont, weder seinerzeit den Wechsel nach Neuwied noch die Berufswahl an sich bereut zu  haben. „Es macht noch immer Spaß“, sagt sie.

Und man darf gespannt sein, was ihr noch einfällt, um „ihre“ Bibliothek auch künftig zeitgemäß aufzustellen. An Durchsetzungsvermögen dürfte es jedenfalls nicht mangeln. Denn wie von den Kollegen aus der Amtsleitung während der Gratulation augenzwinkernd zu hören war, muss die Fähigkeit, andere von ihrem Standpunkt zu überzeugen, bei Barbara Lippok wohl recht ausgeprägt sein…

Südöstliche Innenstadt putzt sich wieder raus

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Frühjahrsputz: Am 6. April auf sauberen Pfoten unterwegs

Der Frühling steckt in den Startlöchern. Und bevor es so richtig grünt und blüht, treffen sich in der südöstlichen Neuwieder Innenstadt wieder viele fleißige  Helferinnen und Helfer, um gemeinsam anzupacken und Dreck und Müll zu beseitigen.

Und zwar am Samstag, 6. April, von 11 bis 13 Uhr. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr am Bootshaus an der Rheinbrücke, Rheinstraße 80. Der Frühjahrsputz, der vom Stadtteilbüro in der südöstlichen Innenstadt gemeinsam mit Ehrenamtlichen organisiert wird, geht in diesem Jahr bereits in die vierte Runde.

Unterstützt wird er wieder von der städtischen Sauberkeits-Kampagne „Neuwied auf sauberen Pfoten“. Die Servicebetriebe stellen Warnwesten, Greifzangen und Müllsäcke zur Verfügung. Nach getaner Arbeit gibt`s in den Goethe-Anlagen eine Stärkung und für jeden Helfer eine kleine Überraschung.

Regelmäßig haben sich viele Bürgerinnen und Bürger, Kindertagesstätten, Vereine und Gruppen aus dem Stadtteil an der Aktion beteiligt. Um besser planen zu können, bittet das Quartiermanagement auch diesmal um Anmeldung bis 1. April unter 02631 863070 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

SWN-Energiescouts fahren nach Landessieg nach Berlin

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Erster Platz beim Landesentscheid der IHK – Erklärvideo überzeugte die Jury

Neuwied. Ein Erklärvideo? Das war neu für die Jury. Der damit verbundene Appell an alle Mitarbeiter, das Augenmerk auf unnötigen Energieverbrauch zu richten? Ebenfalls. Doch gerade damit sicherten sich die Azubis der Stadtwerke Neuwied (SWN) den ersten Platz bei der landesweiten Endrunde des IHK-Energiescout-Projekts. Jetzt geht es nach Berlin zum Bundesentscheid.

Ana Elisa Polo López, Marc Tarsia und Jan Fries gingen als Energiescouts auf die Suche nach Einsparmöglichkeiten. Der einfache wie klare Ansatz: Auch im eigenen Betrieb ist die günstigste Energie die, die man gar nicht erst verbraucht. Das verarbeiteten sie in einem Erklärvideo.

„Ein sparsamer Umgang mit Ressourcen ist für Betriebe heute wichtiger denn je“, kommentierte Karina Szwede, Leiterin Unternehmensservice der IHK Koblenz. Insgesamt 109 Auszubildende aus 39 Unternehmen waren ins Rennen gegangen. Die acht besten Projekte fuhren nach Mainz.

Ana Elisa Polo López stellte dort den Projektansatz für die SWN in wenigen Minuten vor. Dabei wurde auch ein kurzer Ausschnitt des Videos gezeigt, in dem längere Außentermine thematisiert werden mit dem Aufruf, dann das Licht und Computer aus-, die Heizung runterzuschalten und in der kalten Jahreszeit natürlich nicht das Fenster geöffnet zu lassen. Besonders wichtig: „Jeder sollte mit offenen Augen durch den Betrieb gehen, um zu schauen, wo unnötig Energie verbraucht wird.“  Weitere Teilprojekte, die in die Bewertung eingingen, waren der Austausch von ineffizienten Leuchtstoffröhren durch moderne LED-Leuchten, ein Konzept für die Nutzung von Photovoltaik zur Unterstützung der Pumpen an einem Wasser-Hochbehälter sowie eine Pumpe als Turbine, die in der Trinkwasserversorgung Energie zurückgewinnt. Das war auch für die Jury überzeugend. Initiiert und begleitet hatten das Projekt die beiden Energiemanager David Meurer und Johannes Süß. „Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und das Schonen von Ressourcen: Das wird im eigenen Betrieb jetzt und in der Zukunft immer wichtiger“, so Meurer.

SWN-Personalchef Dirk Reuschenbach betont, dass in der Ausbildung stets die ganze Bandbreite eines Energieversorgers thematisiert wird: „Wenn wir uns als Betrieb weiterentwickeln wollen, brauchen wir neue Ansätze und Ideen. Unsere Azubis sind angehende Fachkräfte, daher ist es für uns selbstverständlich, die jungen Leute direkt einzubinden.“ Für Sarah Schmitz als Ausbilderin ist ein weiterer Aspekt wichtig: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine angehende Industriekauffrau, ein Geomatiker und ein Elektroniker gemeinsam ein Projekt bearbeiten. Diese fachübergreifende Arbeit stärkt das Bewusstsein für das Team sowie den Gedanken, dass jeder seinen Beitrag für den gemeinsamen Unternehmenserfolg leisten kann und muss.“ Und nicht zuletzt dürfen sich die drei das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro teilen.

SWN überprüfen Wasserrohrnetz

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Aktueller Check von knapp 130 Kilometern des Netzes – Prüfer auch nachts unterwegs

Neuwied. Die Stadtwerke Neuwied (SWN) überprüfen ihr Wasserrohrnetz.  Ab Montag, 25. März, kann es dabei auch nachts zu geringfügigen Lärmbelästigungen kommen.

Die SWN checken regelmäßig ihr Wasserrohrnetz. Dabei wird es auf mögliche Leckstellen untersucht. Die Prüfung erfolgt – vereinfacht gesagt – mittels eines elektroakustischen Signals. Dabei werden die Schieber- und Hydrantenkappen in den Straßen geöffnet und mit einem „Bodenmikrofon“ abgehorcht. Größtenteils erfolgt dies am Tag. Teilweise erfolgt diese Prüfung nachts, wie SWN-Bereichsleiter Peter Dunkel erklärt. „Am Tag gibt es an einigen Stellen zu viele Nebengeräusche, die die Arbeiten stören.“

Die aktuelle Prüfung finden in den Stadtteilen Rodenbach, Segendorf, Niederbieber, Irlich, Feldkirchen, Torney und Altwied statt. Dabei werden knapp 130 Kilometer Leitungsnetz überprüft.

In Wasserrohrnetzen entstehen hin und wieder Wasserverluste. Meist sind die Ursachen hierfür Rohrbrüche oder kleinere Lecks an Leitungen oder Armaturen. Da die Wasserleitungen unter der Erde liegen, ist das austretende Wasser meistens nicht sichtbar. Werden diese Wasserverluste nicht erkannt und behoben, entstehen erhebliche Kosten. Es kann auch zu Schäden an Gebäuden und Straßen kommen. Um dies zu vermeiden, checken die SWN regelmäßig ihre Leitungen. Die Versorgung ist nicht beeinträchtigt. Die Arbeiten werden voraussichtlich vier Wochen andauern.

Engagement als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer:

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Gute Gelegenheit, Demokratieverständnis vorzuleben

Landrat Achim Hallerbach wirbt um Freiwillige

Neuwied: „Wahlhelfer bedroht – Angriffe und Chaos bei der Parlamentswahl in Afghanistan“ „Nigeria – Angriffe auf Wahleinrichtungen bei Gouverneurswahlen“ titelte die dpa am 20. Oktober 2018 bzw. am 09. März 2019. Hiervon ließen sich viele Menschen in diesen Ländern aber nicht davon abbringen, sich für die Demokratie in ihrem Land einzusetzen. Sie nahmen dennoch an den Abstimmungen teil.

Von diesen Geschehnissen sind wir – glücklicherweise - weit entfernt.

Sie machen uns aber bewusst, dass Demokratie und freie Wahlen keine Selbstverständlichkeit sind. Auch unsere Generationen zuvor haben sich für Freiheit und Demokratie stark gemacht und waren stolz darauf, sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges in der politischen Arbeit vor Ort und bei Wahlen einbringen zu können. Nach über 70 Jahren des Friedens dürfen wir die Geschichte nicht vergessen und freie Wahlen nicht als selbstverständlich ansehen, sondern immer noch als Errungenschaft und als Privileg verstehen.

„Demokratische Wahlen sind elementarer Bestandteil unseres Zusammenlebens und eine entscheidende Basis dafür, dass wir seit vielen Jahrzehnten in einer friedvollen Zeitspanne leben dürfen. Dieses Demokratieverständnis muss auch unseren Kindern vermittelt und weitergegeben werden; am besten in dem wir es ihnen vorleben“, macht Landrat Achim Hallerbach deutlich und wirbt auch gleich dafür, sich bei den diesjährigen Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai als Wahlhelferin/Wahlhelfer einzubringen: „Demokratie beginnt bereits hier bei uns vor der Haustür - in den Kommunen. Sie sind die Basis, unser Lebensmittelpunkt. Wahlhelfer nehmen eine interessante und verantwortungsvolle Rolle zum Wohle der Allgemeinheit ein. Sie überprüfen die Wahlberechtigung, geben Stimmzettel aus, vermerken die Wahlteilnahme und unterstützen bei der Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses.“

Insgesamt werden für die Durchführung der Kommunal- und Europawahlen im Landkreis Neuwied rund 2.400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt.

Wer Interesse hat und sich angesprochen fühlt eine Wahl einmal hinter den Kulissen zu erleben, kann sich bei den Wahlämtern der Stadt Neuwied und bei den Verbandsgemeindeverwaltungen im Landkreis informieren.

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