Sonntag, 17. Januar 2021

Letztes Update:09:40:41 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Zoo-Insolvenz droht: Ohne Hilfe gehen im Februar im Zoo die Lichter aus

Drucken

Hahn und Badziong (CDU): „Wir müssen kurzfristig einen tragfähigen Rettungsschirm aufspannen!"

Neuwied. „Für unseren Zoo ist es fünf vor zwölf." In einem kurzfristig von der CDU-Fraktion im Neuwieder Stadtrat initiierten Gespräch mit den beiden Geschäftsführern der Zoo Neuwied gGmbH Wirtschaftsberater Hans-Dieter Neuer und Zoodirektor Mirko Thiel, machten die beiden Zoo-Verantwortlichen unmissverständlich deutlich, „dass wir ohne eine kurzfristige nachhaltige Hilfe seitens der Landesregierung durch die enormen Einnahmeverluste während der beiden Lockdowns im Frühjahr und Winter 2020 sowie die nicht zu reduzierenden Fix-Kosten des Zoos, spätestens im Februar 2021 nicht mehr in der Lage sind unsere finanziellen Verpflichtungen für Löhne, Versorgung der mehr als 1.800 Tiere und die laufenden Kosten zu erfüllen." Thiel und Neuer erläuterten CDU-Fraktionschef Martin Hahn und Geschäftsführer Pascal Badziong, dass alleine durch entgangene Eintrittsgelder mehr als 700.000 Euro in 2020 auf den Konten des Zoos fehlen. „Wir sind begeistert, dass wir durch private Spenden mehr als 320.000 Euro einnehmen konnten und durch diese großartige Unterstützung der Zoo-Gemeinde unseren Betrieb aufrechterhalten und finanzieren konnten", so die beiden Zoo-Verantwortlichen und Pascal Badziong ergänzt: „Dieses Spendenaufkommen ist ein gewaltiges Zeichen der Wertschätzung seitens der Bevölkerung. Die Menschen wollen den Zoo und dann muss jetzt auch endlich die Politik Farbe bekennen.“ Auch die Zooleitung zeigt sich von der mangelhaften Unterstützung der Mainzer Landesregierung enttäuscht: „Außer einer zweimaligen Sofort- und Futterhilfe in Höhe von insgesamt rund 32.000 Euro, sowie einer Abschlagszahlung für den November-Lockdown von 10.000 Euro, haben wir bis zum heutigen Tag zwar vielen Landespolitikern die Problematik erläutern dürfen und immer wieder Unterstützung signalisiert bekommen, tatsächlich ist aber bisher keine konkrete Hilfszusage, geschweige denn eine finanzielle Zuwendung bei uns eingegangen." Zudem fehle seit nahezu zwei Jahren eine Restzahlung von 50.000 Euro des Landes, die für den Neubau der Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle zugesagt, aber bisher nicht geflossen sei.

„Wir sind entsetzt darüber, dass die SPD-geführte Mainzer Landesregierung den größten Zoo mit rund 260.000 Besuchern im Jahr sehenden Auges gegen die Wand fahren lässt. Dass Innenminister Roger Lewentz (SPD) dann auch noch die Frechheit besitzt, sich mit einer Zuschussbewilligung von 536.000 Euro, die der Zoo in seiner momentanen Situation niemals im Jahr 2021 verbauen kann, zu brüsten, ist eine beispiellose Brüskierung der zahlreichen Menschen, die sich ehrenamtlich im Förderverein des Zoos engagieren", machen  Martin Hahn und Pascal Badziong aus ihrer großen Verärgerung keinen Hehl. Hahn und Badziong wollen einen Rettungsschirm mit einem Volumen von 500.000 Euro für die „für unsere Stadt enorm wichtige Einrichtung" spannen. „Wir können uns vorstellen, dass wir uns als Stadt und Kreis analog zu anderen Landesinstitutionen mit 100.000 Euro beteiligen, wenn das Land den Löwenanteil von 400.000 Euro bereitstellt“, so Stadtrats- und Kreistagsmitglied Pascal Badziong. Auch ein Vorziehen des jährlichen städtischen Zuschusses von 150.000 Euro zur Aufrechterhaltung der Liquidität wäre für die beiden Kommunalpolitiker eine weitere Möglichkeit die Insolvenz zumindest bis zu einer Entscheidung in Mainz zu verhindern. „Wir erwarten jetzt kurzfristig und ganz konkrete Hilfe aus Mainz, die bis Ende Januar fließen muss, damit der Zoo vor der Insolvenz gerettet werden kann. Wir werden Ministerpräsidentin Dreyer persönlich für das Schicksal der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die um ihre Arbeitsplätze bangen und der 1.800 Tiere, deren Versorgung bei einer Insolvenz zu 100 Prozent auf Staatskosten gesichert werden muss, verantwortlich machen", zeigen sich Hahn und Badziong entschlossen, den Bestand des Zoos nachhaltig zu sichern.

„Wir sind sicher, dass wir in einem gemeinsamen Kraftakt von Zoo, Stadt, Landkreis und Land unseren Zoo für die Menschen in der Region erhalten können und hoffen auf ein breites kommunalpolitisches Bündnis aller Fraktionen und Parteien", zeigen sich Hahn, Badziong, Neuer und Thiel davon überzeugt, dass „wir mit Zusammenhalt, entschlossenem und gemeinsamen Handeln unseren Zoo retten können."

Stabile Werte auf dem Arbeitsmarkt

Drucken
  • Folgen des zweiten Lockdowns werden noch erwartet
  • Arbeitslosenquote bleibt bei 5,3 Prozent
  • Überraschend viele neue Stellen gemeldet

Der harte Lockdown zeigt im Dezember vorerst nur geringe Auswirkungen auf die monatliche Statistik der Arbeitsagentur Neuwied. Ende Dezember waren im Agenturbezirk 9.131 Menschen arbeitslos – lediglich 10 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote bleibt auf 5,3 Prozent. Im Vorjahr gab es 1.685 Arbeitslose weniger bei einer Quote von 4,4 Prozent (+0,9 Prozentpunkte). Positiv daran ist, dass der Abstand zu den Werten der Arbeitslosigkeit im Vorjahr bereits seit vier Monaten kontinuierlich kleiner wird. Das bedeutet: „Nach dem großen krisenbedingten Einbruch zur Jahresmitte hin hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten Monaten langsam erholt“, so Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Arbeitsagentur Neuwied.

Allerdings sind die Folgen des verschärften Lockdowns ab 16. Dezember, der die Schließung zahlreicher Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe mit sich bringt, in den aktuellen Zahlen noch nicht erkennbar. „Wir erwarten, dass die Werte sich ab Januar wieder verschlechtern“, so Starfeld. Dafür sprechen die Zahlen der Kurzarbeit-Anzeigen. „Im Dezember sind 161 Erstanzeigen bei uns eingereicht worden, das ist der vierthöchste Wert seit Pandemiebeginn. Diese Zahl erfasst nur die Arbeitgeber, die bislang noch keine Kurzarbeit angezeigt haben“, erklärt Karl-Ernst Starfeld.

Auch in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung schlägt sich die Krise nieder. Zum Stichtag 30. Juni 2020 (der Wert wird aufgrund von Nachmeldefristen stets mit 6 Monaten Verzögerung herausgegeben) waren 101.340 Männer und Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; das ist ein Minus von genau 900 Personen bzw. 0,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Es ist auch seit Jahren das erste Mal, dass der Wert gegenüber dem ersten Quartal nicht gestiegen, sondern zurückgegangen ist. Dennoch: „Dank Kurzarbeit haben wir immer noch einen der höchsten Beschäftigungsstände der letzten Dekade“, sagt Karl-Ernst Starfeld.

Ein weiterer Trend der letzten Monate bestätigt sich auch im Dezember: Im Vorjahresvergleich ist die Zahl der direkten Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit rückläufig (-134), während die Abgänge in Erwerbstätigkeit steigen (+98). Die Zahl der arbeitslosen Personen, die von der Arbeitsagentur betreut werden und meist nicht länger als 1 Jahr ohne Job sind, ist in den letzten vier Wochen um 63 Personen auf 4.305 (47,1%) gesunken, während die Zahl der Personen, die beim Jobcenter geführt werden und ihren Lebensunterhalt aus der Grundsicherung bestreiten, um 73 Personen auf 4.826 (52,9%) gestiegen ist.

Und auch der Stellenmarkt lässt Hoffnungen zu. Dem Arbeitgeberservice wurden in den vergangenen vier Wochen 480 neue Stellen von den regionalen Betrieben gemeldet, immerhin 36 (8,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit liegt der Wert erstmals seit Februar 2020 wieder über dem Vorjahreswert. Der Bestand der Stellenangebote sinkt im Vorjahresvergleich um 623 auf 2.071 Stellen.

Und dies sind die Werte in den beiden Landkreisen des Agenturbezirks: Im Kreis Altenkirchen haben derzeit 3.813 Personen keine Beschäftigung, somit nur 2 mehr als im November, aber 741 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 5,3 Prozent und liegt 1,0 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Im Kreis Neuwied sind derzeit 5.318 Menschen arbeitslos und damit 8 mehr als vor einem Monat und 944 mehr als vor einem Jahr. Die Quote bleibt auch hier gleich bei 5,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 0,9 Prozentpunkte.

 

Übersicht Arbeitsmarkt

aktueller

Monat

Dez. 2020

Veränderung zum Vormonat

Veränderung zum Vorjahresmonat

gesamter Agenturbezirk

Arbeitslose insgesamt

9.131

10

1.685

Arbeitslose SGB III**

4.305

-63

1.104

Arbeitslose SGB II*

4.826

73

581

Arbeitslosenquote insgesamt

5,3

-

0,9

Zugang Arbeitsstellen

480

-16

36

Bestand Arbeitsstellen

2.071

-17

-623

Landkreis Altenkirchen

Arbeitslose insgesamt

3.813

2

741

Arbeitslose SGB III**

1.970

-36

499

Arbeitslose SGB II*

1.843

38

242

Arbeitslosenquote insgesamt

5,3

-

1,0

Zugang Arbeitsstellen

172

-13

-16

Bestand Arbeitsstellen

768

37

-129

Landkreis Neuwied

Arbeitslose insgesamt

5.318

8

944

Arbeitslose SGB III**

2.335

-27

605

Arbeitslose SGB II*

2.983

35

339

Arbeitslosenquote insgesamt

5,3

-

0,9

Zugang Arbeitsstellen

308

-3

52

Bestand Arbeitsstellen

1.303

-54

-494

**Arbeitsagentur

*Jobcenter

 

Neues KiTa-Gesetz stellt alle vor große Herausforderungen

Drucken

Informationsveranstaltung fand großen Anklang

In einer gemeinsamen virtuellen Veranstaltung für die Kita-Leitungen, Träger und Verwaltungsstellen mit Informationen zur Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes, das zum 01. Juli 2021 in Kraft tritt, konnten Landes- und Kreisjugendamt über 80 Teilnehmer/innen begrüßen.

Landrat Achim Hallerbach, zugleich zuständiger Dezernent der Abteilung Jugend und Familie, betonte: „Es ist uns ein großes Anliegen, das zukünftige Angebot in den Kitas an den konkreten Anforderungen der Familien vor Ort auszurichten und dies gemeinsam im Austausch mit Ihnen, den Experten vor Ort, zu erarbeiten. Nur so ist es möglich, das Angebot so bedarfsgerecht wie möglich auszugestalten.“

In verschiedenen Kindertagesstätten im Landkreis Neuwied haben bereits seit Anfang 2020 Begehungstermine zur Beurteilung der örtlichen Situation und Umsetzungsmöglichkeiten des zukünftigen Rechtsanspruchs auf eine Betreuung von sieben Stunden am Stück mit Mittagessen, stattgefunden. Für andere Tageseinrichtungen erfolgte aufgrund der aktuellen Situation zunächst nur ein virtueller Termin und wiederrum ein anderer Teil der Kitas kann aufgrund der knappen zeitlichen Ressourcen erst im nächsten Jahr besucht werden.

Diese unbefriedigende Situation sowie verschiedene Neuerungen haben das Kreisjugendamt Neuwied und das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) zum Anlass genommen, eine gemeinsame Informationsveranstaltung zu initiieren. Ziel war es, alle Beteiligten über den bisherigen Stand der Umsetzung zu informieren. Die Rechtsverordnungen zum KiTaG lagen zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch nicht vor und werden ggf. zur weiteren Konkretisierung beitragen.

Jürgen Hahn, Referent des LSJV Koblenz für das Referat Kindertagestätten, informiert in seinem Vortrag ausführlich über die Personalbemessung und die Vorgaben zur Zusammensetzung von Betreuungsangeboten nach dem neuen KiTaG sowie der daraus resultierenden Ermittlung von Personalschlüsseln. Weitere Themen waren eine neue Datenbank, über die zukünftig das Verfahren zur Beantragung einer Betriebserlaubnis administriert wird und die neue Verwaltungsvorschrift des Landes Rheinland-Pfalz zur Förderung der Schaffung neuer Kita-Plätze.

Es wurde erneut deutlich, dass die gesetzlichen Vorgaben alle Beteiligten in der praktischen Umsetzung vor Herausforderungen stellen. Vielerorts ist es notwendig zum 1.7.2021 mit Übergangslösungen zu beginnen, da die räumlichen Voraussetzungen für die Sicherstellung des siebenstündigen Rechtsanspruchs nicht gegeben sind. Es fehlt an Kapazitäten in der Küche, Räumen für die Einnahme des Mittagessens oder Orten für Schlafen, Ruhe und Rückzug der Kinder.

Landrat Hallerbach machte deutlich: „Es ist wichtig, dass wir in engem Kontakt bleiben, gemeinsam unsere Erfahrungen sammeln und dort wo es notwendig ist, die Konzepte ggf. nochmals anpassen. Gemeinsam werden wir tragfähige Lösungen finden.“ Einen ausdrücklichen und herzlichen Dank richtet Landrat Hallerbach an die Kita-Leiterinnen und Kita-Leitern sowie deren Teams, für die tägliche und aktuell noch anspruchsvollere Arbeit vor Ort.

Woche für pflegende Angehörige

Drucken

Als gelernter Altenpfleger und ehemaliger Leiter einer Pflegeeinrichtung sind dem SPD-Landtagsabgeordneten Sven Lefkowitz die Themen Pflege und Gesundheitsversorgung besonders wichtig. Dafür sucht der Abgeordnete immer wieder den Kontakt zu den Betroffenen.

NEUWIED. „In diesem Fachgebiet gibt es weiterhin große Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigen müssen. Vor allem die Zeit in der Corona-Pandemie hat die allgemeine Situation für die von Pflege betroffenen Menschen nicht erleichtert. So befinden sich bundesweit ca. 2,6 Mio. Menschen in der häuslichen Pflege, wovon mehr als Zwei-Drittel alleine durch Angehörige versorgt werden. Die vor allem im familiären Umfeld mit der Betreuung verantwortlichen Menschen leisten eine enorm wichtige Arbeit, die für die Pflegebedürftigen aber auch unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist. Ich möchte mit dieser Woche insbesondere Fragen und Probleme aus der Praxis dieser Gruppe in den Blick nehmen und in den politischen Prozess einbinden. Wie kann man als Politiker den Bürgerinnen und Bürgern bei ihren Anliegen rund um das Thema Pflege helfen? Was sind die aktuellen Herausforderungen? Wie kann der Beitrag der aussehen, damit sich die Situation nachhaltig verbessert? Damit diese und weitere Fragen intensiv besprochen werden können, bin ich in der zweiten Januarwoche an zwei kompletten Tagen ansprechbar und erreichbar“, so Lefkowitz.
Die Sprechstunden am 12. und 15. Januar richten sich an alle selbst von Pflege Betroffenen und deren Angehörigen sowie alle weiteren Interessierten. „Der Bedarf von Pflege und damit auch die Belastungen für die Angehörigen steigen kontinuierlich, so auch bei uns in der Region Neuwied. Ich würde mich daher freuen, wenn ich mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern sprechen darf, um mich mit ihnen auszutauschen und versuchen kann, ihnen zu helfen“, so der Abgeordnete Sven Lefkowitz.
Für die Anmeldung sowie für weitere Informationen oder Rückfragen steht Ihnen das Wahlkreisbüro per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder unter der Rufnummer 02631-873 9007 zur Verfügung.

Auf ein Wort mit Jan Einig weiterhin per Telefon

Drucken

Wegen der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten notwendigen Einschränkungen bietet die Stadt Neuwied die Bürgersprechstunde mit Oberbürgermeister Jan Einig nicht als persönliches Gespräch, sondern weiterhin als Telefongespräch an. Das gilt für die „Auf ein Wort“-Veranstaltungen am Dienstag, 19. Januar, für den Stadtteil Oberbieber und am Dienstag, 9. Februar, für den Stadtteil Rodenbach jeweils von 17 bis 19 Uhr. Interessenten können sich anmelden im Internet unter www.neuwied.de/buergersprechstunde.html, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Telefon 02631 802 261. Nach erfolgter Terminvergabe werden die Bürger am Sprechstundentag dann von OB Einig angerufen. Für den 23. März, ebenfalls von 17 bis 19 Uhr, ist die Sprechstunde für Segendorf vorgesehen - in welcher Form ist jedoch noch offen.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL