Dienstag, 02. Juni 2020

Letztes Update:04:19:53 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Das 41. Deichstadtfest geht erst 2021 über die Bühne

Drucken

Corona-Krise: Stadtverwaltung sagt einige Großereignisse ab

Im Sommer wird es etwas ruhiger in der Neuwieder Innenstadt zugehen: Das ursprünglich für den 9. bis 12. Juli angesetzte Deichstadtfest muss wegen der Einschränkungen ausfallen, die für das Eindämmen der Corona-Epidemie gelten. Das heißt: ein Jahr Pause für eines der beliebtesten Großereignisse in der gesamten Region.

Wie allgemein bekannt haben Bund und Länder zur Eindämmung des Corona-Virus Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 untersagt. Auch wenn eine definitive  Klärung, ab welcher Größe oder Zuschnitt ein Event als „Großveranstaltung“ zählt, noch aussteht, hat sich die Stadtverwaltung  Neuwied dazu entschieden, folgende beliebte Veranstaltungen abzusagen: Kreuzgangkonzerte (bis 25. Mai) Heddesdorfer Pfingstkirmes (29. Mai bis 2. Juni), Rommersdorf Festspiele (19. Juni bis 16. Juli), Deichstadtfest (9. bis 12. Juli), Französischer Markt (25./26. Juli) und „creole_sommer“ (28. bis 30. August). Zudem fallen die monatlichen Schlemmertreffs am Historischen Rathaus, der Flohmarkt und der Stoff- und Tuchmarkt (beide 16. Mai) aus. Auch die Kirmesveranstaltungen in den Stadtteilen können nicht über die Bühne gehen. Betroffen ist ebenfalls der Sport: Der für das dritte August-Wochenende geplante Raiffeisen-Triathlon findet nicht statt.

„Die Veranstaltungsabsagen tun uns im Herzen weh, aber sie sind leider unumgänglich, denn der Gesundheitsschutz der Bevölkerung hat natürlich Vorrang“, erklärt dazu Petra Neuendorf, die Leiterin des Amts für Stadtmarketing.  „Es ist nicht nur schade für die vielen Fans und Besucher, die jedes Jahr mit uns feiern. Jede abgesagte Veranstaltung ist auch ein weiterer Schlag für die Branche der Event-Dienstleister, Musiker, Künstler, Schausteller und Einzelhändler, unter denen wir viele langjährige Partner haben. Sie alle durchleiden in Corona-Zeiten wirklich Existenzängste.“

Das Amt für Stadtmarketing hat auch erste Ideen für alternative Veranstaltungsformate entwickelt. „Bei aller Belastung muss man eine Krise auch nutzen, um kreative Kräfte freizusetzen“, betont Neuendorf. „Wir wollen, dass Menschen aus der Region die Stadt Neuwied und ihre Feste auch trotz Einschränkungen erleben können.“ So überlegt man beispielsweise, Live-Auftritte von Bands, die für das Deichstadtfest verpflichtet worden waren, mittels Videoclips zugänglich zu machen. So ließe sich immerhin ein virtuelles Deichstadtfest feiern.

Bei den Kreuzgang-Konzerten gelang es, das vier Termine umfassende Programm komplett ins kommende Jahr zu verschieben. Ähnliches schwebt dem städtischen Kulturbüro auch für die Rommersdorf-Festspiele vor. „Uns ist klar, dass wir nicht das für 2020 geplante Komplettprogramm 2021 präsentieren können, wir versuchen jedoch so viele Veranstaltungen wie möglich hinüberzuziehen“, erläutert Petra Neuendorf. „Erste Gespräche mit Künstlern und Managern  gab es bereits.“

Auch für die Schlemmertreffs und den Französischen Markt gibt es Gedankenspiele. So könnte man einen thematisch passenden Picknickkorb packen, der gegen einen Obolus am Historischen Rathaus  abgeholt werden kann. Und auch für die Standbetreiber, die während der Pfingstkirmes ihre Waren anbieten, arbeitet das Amt für Stadtmarketing an einer Lösung.

Kita Rommersdorf: Neue Wege des Kontakts

Drucken

Eltern und Kinder erhalten regelmäßige E-Mails

Schon seit einigen Wochen ist auch in der Kindertagesstätte Rommersdorf alles anders. In der Notbetreuung spielen nur wenige Kinder, daher ist es ruhig in den Räumen und Fluren der Kita. Um den Kontakt zu allen Familien aufrecht zu erhalten, probiert das Team nun neue Wege aus.

„Wenn ihr unsere Lieder und Spiele egal wo ihr seid, ob im Wohnzimmer, in der Küche oder im Kinderzimmer singt und spielt, stellen wir uns einfach vor, wir wären alle zusammen. So vermissen wir uns ein bisschen weniger“: So steht es in der Einladung zur Spielekreis-Mail, die nun zweimal wöchentlich an alle Familien der Kita Rommersdorf versandt wird. Die Mail beinhaltet Texte und Spielanleitungen der Spiellieder aus den Morgenkreisen. Zum Start bekam jedes Kind auch eine Vorlage mit dem Logo der Kita geschickt, mit der Bitte, dieses bunt ausgemalt wieder im Briefkasten der Kita einzuwerfen. Alle Bilder aneinandergereiht werden als lange „Kinder-Kette“ in den Fenstern der Kita aufgehängt. Mit  weiteren Mal- und Bastelvorschlägen kann so eine bunte, gemeinschaftliche Galerie entstehen.

Im Verlauf der wöchentlichen Mails können auch Rezeptideen aus den Kochbüchern zu Kita-isst-besser und Anregungen zu Aktionstabletts oder kleinen Experimenten, die die Kinder aus dem Forscherraum kennen, verschickt werden. Neuigkeiten aus der Kita, Fotos vom neuen Garten, Grüße der Erzieherinnen und Infos für die Eltern runden das Angebot ab. Und natürlich dürfen die Kinder auch ihre Wünsche äußern.

Natürlich setzt sich das Team der Kita Rommersdorf zurzeit auch intensiv mit den möglichen Rahmenbedingungen einer erweiterten Notbetreuung auseinander. Es hofft, bald wieder mehr Kinder und Eltern in der Kita begrüßen zu können.

Ausbau des Kita-Platzangebots im Landkreis Neuwied geht weiter

Drucken

Kindertagesstätten-Bedarfsplan 2020 sieht 5.310 Kita-Plätze an 61 Standorten vor

Kreis Neuwied – Die Beratung und Verabschiedung des Kindertagesstätten-Bedarfsplanes 2020 sowie die Entscheidung über Investitionskostenzuschüsse des Landeskreises Neuwied für weitere Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen im Kita-Bereich sollten eigentlich in den April-Sitzungen des Jugendhilfeausschusses und Kreistages erfolgen. Da diese Sitzungen aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht stattfinden konnten, wurde über die diesjährige Fortschreibung im Rahmen einer Eilentscheidung durch Landrat Achim Hallerbach mit Zustimmung des Kreisvorstandes und im Einvernehmen mit dem Ältestenrat entschieden.

„Die Kindertagesstätten, Träger und Kommunen brauchen eine verlässliche Planungsgrundlage. Mit Blick auf den weiteren notwendigen Ausbau des Betreuungsangebots in den Kindertagesstätten wäre eine Zurückstellung der Entscheidung über die Fortschreibung des Kindertagesstätten-Bedarfsplans mit den aktuellen statistischen Auswertungen nicht sinnvoll gewesen. Dies auch vor dem Hintergrund der Umstellung des Kita-Systems in Rheinland-Pfalz durch das Kita-Zukunftsgesetz zum 01.07.2021 und die damit verbundenen notwendigen umfangreichen Planungen aller Beteiligten“, erläutert Landrat Achim Hallerbach.

Die Kinderzahlen im Landkreis sind in Folge einer konstant hohen Geburtenrate sowie eines starken Zuzugs junger Familien in den Landkreis Neuwied weiter angestiegen. So hat sich die Zahl der Kita-Kinder kreisweit auf rd. 6.730 erhöht, was innerhalb eines Jahres ein erneutes „Plus“ von rd. 260 Kindern bedeutet. Diese Entwicklung zeigt deutlich, die Notwenigkeit für einen weiteren Ausbau des Platzangebots in den Kindertagesstätten.

Weiterlesen...

Dr. Jan Bollinger (AfD) lädt interessierte Bürger zum telefonischen Gespräch am 15.05.2020.

Drucken

Der Neuwieder Landtagsabgeordnete Dr. Jan Bollinger lädt interessierte Bürger zu einer „telefonischen Bürgersprechstunde“ am Freitag, dem 15.05.2020, ein.

Dr. Bollinger erklärt: „Das Angebot meiner Bürgersprechstunde wurde in der Vergangenheit sehr gut angenommen. Auch im Hinblick auf die beschränkten Kontaktmöglichkeiten infolge der Corona-Krise, möchte ich den Bürgern weiterhin die Möglichkeit bieten, sich im persönlichen Telefongespräch einen Überblick über meine und die Arbeit der AfD-Fraktion im Landtag und die Ziele der AfD zu verschaffen. Ob Fragen, Anregungen oder Kritik:

„Wir sind auch in Krisenzeiten für Sie da, nutzen Sie die Gelegenheit und kontaktieren uns.“

Zeit: Freitag, den 15.05.2020, 14.30 bis 16.00 Uhr unter der Telefonnummer: 02631-9390715.

Flächendeckende Corona-Tests in den Alten- und Pflegeheimen

Drucken

Erwin Rüddel: „Der Beschluss ergeht diese Woche im Gesundheitsausschuss“

Kreisgebiet. „Im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages wird in dieser Woche der Beschluss ergehen, dass auch in unserer Region flächendeckende Corona-Tests in den Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden können“, berichtet aktuell der Ausschussvorsitzende und heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der Gesundheitspolitiker weist darauf hin, dass ausreichende Testkapazitäten vorhanden sind, die aber derzeit nur zur Hälfte genutzt werden. „Wir verpflichten die Krankenkassen diese Tests zu bezahlen. So können die Gesundheitsämter diese Tests auf Kosten der Krankenkassen durchführen. Sollten die Gesundheitsämter das nicht bewältigt bekommen, dann können sie diese Aufgabe an Ärztinnen und Ärzte in der Region delegieren, die diese Tests dann auch abrechnen können“, konkretisiert Rüddel.

Alles in allem handle es sich hier um einen längst überfälligen Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit von Bewohnern und Mitarbeitern in den Pflegeeinrichtungen. Die dadurch verursachte logistische Herausforderung sei zum Schutz von Leben dringend erforderlich. „Finanzielle Aspekte dürfen hierbei keinesfalls eine Rolle spielen“, konstatiert der Parlamentarier.

Vielmehr gehe es darum, Infektionen frühzeitig zu erkennen, um eine Ausbreitung einzudämmen oder besser noch zu verhindern. Klar festzustellen sei, dass jede Person, die vor einem Klinikaufenthalt bewahrt wird, insbesondere Pflegepersonal, dass in vorderster Front bei der Bekämpfung steht, zur Stabilität des Gesundheitssystems beiträgt.

Auch deshalb hat sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete vehement dafür eingesetzt, dass künftig noch mehr Corona-Tests möglich werden sollen. Dies auch bei Verlegungen von Kliniken in Pflegeeinrichtungen. Dazu werden Tests standardmäßig empfohlen. Im Umfeld besonders gefährdeter Personen – etwa in Pflegeheimen – soll verstärkt auf Corona-Infektionen getestet werden. Es gelte Infektionen früh zu erkennen und Infektionsketten effektiv zu unterbrechen.

„Mit dem in dieser Woche zum Beschluss anstehenden Gesetz schaffen wir die Voraussetzungen für eine wesentliche Verbessrung bei den Corona-Tests. Denn künftig sollen noch mehr Corona-Tests möglich werden, die die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen – auch ohne, dass jemand Symptome zeigt. Vor allem im Umfeld gefährdeter Menschen wie in Pflegeheimen soll mehr getestet werden. In der zurückliegenden Woche hat es schon einen Höchststand von insgesamt 467.000 Tests gegeben. Theoretisch möglich wären bis zu 900.000 Corona-Tests pro Woche“, bekräftigt Erwin Rüddel.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL