Samstag, 23. Oktober 2021

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SPD: „Wann ist mit einem verbesserten ÖPNV zu rechnen?“

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NEUWIED. Immer wieder wird an die SPD-Stadtratsfraktion Neuwied der Unmut von Bürgerinnen und Bürger mit der Frage herangetragen, wann mit einer verbesserten Struktur des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu rechnen sei.

Deshalb und gerade vor dem Hintergrund der im Sommer von der Verwaltung durchgeführten Onlinebefragung zum Verkehr in der Stadt Neuwied sowie des in Auftrag gegebenen Verkehrsentwicklungsplans baten die Sozialdemokraten nun Oberbürgermeister Jan Einig um Auskunft zu wichtigen Fragen.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Neuwieder Stadtrat, Sven Lefkowitz, führt hierzu aus: „Wir erwarten, dass die Ergebnisse der Onlinebefragung, bei welcher die Neuwiederinnen und Neuwieder ihre Meinung über den bestehenden Verkehr und Vorschläge für einen verbesserten Verkehr äußern konnte, nun auch so schnell wie möglich genutzt werden. Daher interessiert uns, für welchen Zeitpunkt erste praktische Maßnahmen vonseiten der Verwaltung angedacht sind, die diese Ergebnisse berücksichtigen und insbesondere auf den Bereich ÖPNV mit seinen Linienführungen und -Taktungen eingehen“.

Dass vor allem auch die angelegten Liniennetze und Zeitfenster eine wichtige Rolle spielen, in denen die Menschen den ÖPNV für ihre Bedürfnisse sinnvoll und bedarfsgerecht nutzen können, haben die Genossen in Neuwied schon oft betont. Wie Fraktionsgeschäftsführer Janick Helmut Schmitz zudem ausführt, komme es nun aber auch darauf an, dass die Stadt möglichst eng mit dem Kreis Neuwied zusammenarbeite: „Der Kreis Neuwied ist als Träger der Aufgabe des öffentlichen Nahverkehrs dafür zuständig, dass den Menschen ein ÖPNV-Angebot gemacht wird und dieses vor allem auch funktioniert. Das klappt aber nur, wenn die Stadt ihren Beitrag hierzu leistet. Daher möchten wir gerne wissen, welchen Stellenwert die Nahverkehrsplanung des Kreises für die städtische Verwaltung einnimmt und wie man sich hier die Zusammenarbeit in der Praxis im Sinne einer wirklichen Verbesserung nun genau vorstellt“. Denn der ÖPNV sei schon lange genug verbesserungswürdig, nun dürfe auch endlich etwas passieren, so die Sozialdemokraten.

„Uns interessiert außerdem, ob es schon konkrete Pläne gibt, ob und wenn ja, auch kurzfristige Neustrukturierungen und Maßnahmen im Bereich der generellen Verkehrs- und dadurch auch in der ÖPNV-Planung möglich sind. Wann ist endlich mit einem verbesserten ÖPNV zu rechnen?“, ergänzt Lefkowitz abschließend.

Die Sozialdemokraten erwarten die Antworten auf diese Fragen von Oberbürgermeister Jan Einig in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 07. Oktober.

Gut gewappnet sein für mögliche Katastrophen

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Hochwasserpartnerschaft Wied-Holzbach beschäftigt sich mit Ahrkatastrophe - Landrat Achim Hallerbach fordert Gefahrenkarten für die Wied

dem Ahr-, sondern über dem Wied- oder Sayntal heruntergegangen wäre? So hypothetisch diese Frage auch ist, so einfach ist doch die Antwort: Es hätte auch dort fatale Zerstörungen und Tote gegeben. Und deshalb wollen die Verantwortlichen im Kreis Neuwied ihre – schon lange gelaufenen - Bemühungen im Katastrophenschutz weiter intensivieren, um möglichst gut gewappnet zu sein für das, was da möglicherweise einmal kommen wird. Am Workshop „Überflutungsvorsorge“ der   Hochwasserpartnerschaft Wied-Holzbach nahmen folglich mit Landrat Achim Hallerbach und dem 1. Kreisbeigeordneter Michael Mahlert gleich beide Spitzenleute der Kreisverwaltung teil. Ein deutliches Zeichen. Und gerade der Landrat fand in seiner ausführlichen Ansprache deutliche Worte: „Alle Szenarien, die wir bisher in der Theorie beleuchtet haben, und alle Maßnahmen, die wir bisher getroffen habe, müssen auf den Prüfstand“, fordert er. Denn Ahrweiler hat die bisher durchgespielten Extreme deutlich übertroffen.

Dabei sind für Achim Hallerbach drei Dinge besonders wichtig:

  1. Die Gefahrabwehr und der Katastrophenschutz müssen weiter optimiert werden.
  2. Die Bauleitplanung muss zukünftig mehr an den Klimawandel und seine negativen Folgen für den Wasserhaushalt angepasst werden.
  3. Die potentiell betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssen für die neuen Hoch-wassergefahren sensibilisiert werden.

Nach dem Landrat erläuterte Dr. Margret Johst von Landesamt für Umwelt dem Fachpublikum die Details der Hochwasserfrühwarnung erläuterte, ehe Neuwieds Brand- und Katastrophenschutzinspekteuer (BKI) Holger Kurz ausführte, dass bei der Interpretation dieser Frühwarnungen durch die zuständigen Dienststellen Optimierungsbedarf besteht. Er sprach sich ganz klar dafür aus, dass zumindest den Katastrophenschutzbehörden dem Ahrereignis entsprechende Gefahrenkarten zur Verfügung gestellt werden.

Der frühere Neuwieder Feuerwehrchef und langjährige Leiter des Hochwasserschutzamtes der Stadt Neuwied, Wilfried Hausmann, konnte dem nur zustimmen. „Für eine gründliche Evakuierungsplanung brauchen die Feuerwehren Gefahrenkarten, in denen die ungefähren Wasserstände einer der Ahrkatastrophe vergleichbaren Regenintensität eingezeichnet sind“, machte er deutlich.

Michael Mahlert schließlich appellierte an die Teilnehmer, sich auch weiterhin in den Arbeitsgruppen der Hochwasserpartnerschaft einzubringen. Weitere Unterstützung haben Dr. Ute Eifler vom Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz (IBH) und Corinna Becker vom Kompetenzzentrum Hochwasserrisikomanagement und Hochwasservorsorge (KHH) signalisiert.

Freude über Neustart des Generationenkinos

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Nach langer Corona-Pause Jung und Alt den ersten Film gezeigt

Der Neustart des Generationenkinos, der „Filmreihe mit Herz“, ist vollauf gelungen: Mehr als 40 jüngere und ältere Filmfans waren ins Metropol-Kino gekommen, um nach fast einjähriger, Corona-bedingter Pause wieder in gemütlicher Atmosphäre einen beeindruckenden Film zu schauen („Die Vergesslichkeit des Eichhörnchens“)  – und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen.

Auch Neuwieds Bürgermeister Peter Jung war zugegen und richtete einige Worte an die Anwesenden. Er wies darauf hin, dass sich im September 2015 erstmals der Vorhang für die vom Seniorenbeirat der Stadt Neuwied und dem Filmtheaterbetrieb Weiler ins Leben gerufene Reihe gehoben hatte. Darin, dass das Generationenkino alle Altersstufen anspreche, liege der besondere Reiz, betonte Jung. „Kino wird so zur Brücke zwischen den Generationen“, sagte er. „Begegnungen wie beim Generationenkino können Impulse setzen für das Miteinander und können dazu beitragen, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.“ Jungs Dank galt den Organisatoren, damals wie heute der Seniorenbeirat und der Filmtheaterbetrieb Weiler.

Waltraud Becker, Vorstandsmitglied des Seniorenbeirates, begrüßte die Filmfreunde zur aktuellen Vorführung und wies auf den nächsten Termin hin: Am Dienstag, 26. Oktober, zeigt das Generationenkino die skurrile Komödie „Kaiserschmarrndrama".

Neuwieder steht ab 2022 an der Spitze des Diözesan-Caritasverbands

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Dechant Benedikt Welter folgt auf Weihbischof Franz Josef Gebert

Trier – Benedikt Welter, bisher Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken St. Jakob (mit den Pfarreien St. Jakob und Christkönig) und Dechant (Leiter) des Dekanates Saarbrücken, wird 2022 neuer Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes (DiCV) Trier. Er folgt auf Weihbischof Franz Josef Gebert, der dieses Amt nach 22 Jahren abgibt. Zudem wird Welter zum 1. Januar 2022 Pfarrverwalter der Pfarreiengemeinschaft Trier-Heiligkreuz.

Mit Benedikt Welter übernehme das Amt des DiCV-Vorsitzenden ein Mann, der in den vielen Jahren in der Pfarrseelsorge immer einen Blick für Fragen der sozialen Gerechtigkeit gezeigt habe. Sozialräumliches Arbeiten sei ihm durch seine Tätigkeit in der Landeshauptstadt des Saarlandes und ihren umliegenden Kommunen mit ihren vielfältigen Milieus und Quartieren nicht fremd. „Benedikt Welter hat das Anliegen der Bistumssynode gefördert, die Kirche von Trier noch näher zu den Menschen zu bringen, für sie da zu sein“, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann anlässlich der Bekanntgabe der Ernennung. Gleichzeitig dankte er Weihbischof Gebert für den jahrzehntelangen Dienst im Caritasverband. „Franz Josef Gebert hat den DiCV Trier geprägt. Dass er das Amt auch nach seiner Bischofsweihe beibehalten hat, zeugt von seiner engen Verbundenheit mit der Arbeit und den Anliegen der Caritas.“

Benedikt Welter (*1965 in Neuwied-Engers) wurde 1991 von Bischof Dr. Hermann Josef Spital zum Priester geweiht. Nach der Kaplanszeit bis 1994 in Saarbrücken-Dudweiler St. Marien arbeitete Welter zwei Jahre als Assistent am Deutschen Liturgischen Institut in Trier. Von 1996 bis 2002 war er als Hochschulpfarrer für die Universität Trier, die Theologische Fakultät Trier und die Fachhochschule Rheinland-Pfalz (Abteilung Trier) eingesetzt. Zwischen Mai 2000 und Juni 2006 war er zusätzlich Präses der Marianischen Bürgersodalität e. V. 1610 Trier und Rektor der Welschnonnenkirche Trier. Nach einer Freistellungszeit für Studien übernahm Welter am 1. Oktober 2005 die Pfarrei Saarbrücken St. Jakob. 2010 ernannte Bischof Ackermann ihn zum Dechanten des Dekanates Saarbrücken (das 2013 mit dem Dekanat Sulzbach zusammengeführt wurde); diese Funktion übt Welter bis heute aus. Immer wieder übernahm Welter auch Pfarrverwaltungen; etwa in Scheidt, Schafbrücke und Rentrisch (2011/2012), in Quierschied (2013/2014 und 2020), Sulzbach (2015/2016), Altenkessel (2016/2017) oder Kleinblittersdorf (2017/2018). Seit 2011 gehört auch die Pfarrei Saarbrücken Christkönig zu seinem Aufgabengebiet. Welter ist seit 2013 Mitglied des Aufsichtsrats der caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts). Von 2013 bis 2016 war er Mitglied der Bistumssynode und hat in der Redaktionsgruppe für das Abschlussdokument mitgearbeitet. Welter ist seit Januar 2016 Sprecher im Team vom „Wort zum Sonntag“ (ARD).

Franz Josef Gebert (*1949 in Schweich) absolvierte nach der Volksschule eine Weinküferlehre in Trier. Er machte auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und studierte ab 1971 Theologie zunächst in Trier, danach an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Die Priesterweihe empfing Gebert im Oktober 1977 ebenfalls in Rom durch den Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner. Nach der Kaplanszeit in Sinzig war Gebert Bischofskaplan bei Bischof Dr. Hermann Josef Spital, Subregens am Trierer Priesterseminar und ab 1991 Leiter der damaligen Hauptabteilung Pastorale Dienste im Bischöflichen Generalvikariat. Seit dem Jahr 2000 ist er Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier. 2001 verlieh ihm der heilige Papst Johannes Paul II. den Titel „Päpstlicher Ehrenprälat“. Dem Trierer Domkapitel gehört er seit Ende 2002 an. Seit Juni 2004 ist Gebert außerdem Domdechant und damit verantwortlich für die Feier der Gottesdienste im Dom. Seit Januar 2016 ist er auch stellvertretender Generalvikar des Bistums. Am 3. September 2017 empfing Gebert die Bischofsweihe und ist seitdem als Weihbischof im Visitationsbezirk Trier tätig.

Gemeinsam. Einheit. Leben.

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3. Kartoffelfest zum Tag der Deutschen Einheit der CDU Oberbieber zugunsten der Flutopferhilfe an der Ahr

Die CDU Oberbieber richtet ihr drittes Kartoffelfest zum Tag der Deutschen Einheit auch in diesem Jahr aus. Unter dem Motto „Gemeinsam. Einheit. Leben“ wollen die Oberbieberer mit dem Fest am 03. Oktober die Flutopferhilfe an der Ahr unterstützen.

„Wir wollen am Tag der Deutschen Einheit nicht nur zurückschauen und den Tag als Gedenktag begehen. Wir sollten die Deutsche Einheit mit Leben füllen und vor allem an diesem Tag zeigen, dass wir zusammenstehen und Einheit leben. Daher haben wir uns trotz noch geltender Corona-Einschränkungen dazu entschieden, gerade in diesem Jahr der furchtbaren Katastrophe an der Ahr das Fest zu einem guten Zweck auszurichten“, so CDU-Vorsitzender Jörg Röder.

Einige Änderungen waren aber notwendig: Das Fest findet am 03. Oktober von 11.00 bis 15.00 Uhr auf dem Dorfplatz „Lila Platz“ (Wallbachstraße) in Oberbieber statt. Es gibt ein verringertes Speisenangebot, das zum Mitnehmen ausgegeben wird („Walk-in- und Drive-in-Möglichkeit“). Zur Müllvermeidung können auch eigene Behältnisse mitgebracht werden. Allerdings gibt es unter den derzeit geltenden Corona-Bestimmungen auch Verweilmöglichkeiten vor Ort. Viele freiwillige Helfer der CDU Oberbieber freuen sich auf ein schönes Fest zu einem guten Zweck bei hoffentlich schönem Wetter.

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