Montag, 23. November 2020

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Geplante Steuererhöhung der Papaya ist bürgerfern und verantwortungslos

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Neuwied. Die sogenannte Papaya-Koalition aus CDU, Grünen und Freien Wählern im Stadtrat planen eine massive Erhöhung der Grundsteuer B. Diese Realsteuer wird auf bebaute sowie auf bebaubare Grundstücke erhoben und betrifft fast alle Bürger, da diese entweder selbst Hauseigentümer sind oder diese Steuer über die Mietnebenkosten bezahlen müssen. Bekommt die Mehrheitskoalition die Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes von aktuell 420 auf dann 610 Prozent durch, dann wäre Neuwied im Hebesatz-Vergleich in Rheinland-Pfalz an der Spitze. Der durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer B liegt in Rheinland-Pfalz derzeit bei 402 Prozent. Die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat erteilt dem Vorstoß der Papaya-Koalition eine klare Absage.

„Die Corona-Krise hat bereits viele Deutsche in finanzielle Schwierigkeiten getrieben. Die Menschen haben mit Gehaltseinbußen und Jobverlust zu kämpfen. Corona kommt den Krankenkassen sehr teuer, auch hier müssen die Bürger mit knackigen Beitragserhöhungen rechnen. Als wäre das nicht genug Belastung, beschloss die Bundesregierung in der Krise eine nutzlose CO2-Steuer auf Benzin, Diesel, Heizöl und Gas, die in Deutschland ab Januar 2021 gelten soll. Dass gerade jetzt die Papaya-Koalition die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt noch mehr schröpfen möchte, ist absolut bürgerfern und verantwortungslos.“ hält der Fraktionssprecher der AfD René Bringezu fest.

„Die geplante Erhöhung wird natürlich auch zur Finanzierung von grünen Ideologie-Projekten, wie dem Klimaschutz-Manager sowie für die vorzeitige Mang-Entlassung verwendet. Die Stadtratsfraktion der AfD hatte sich stets gegen widersinnige Entscheidungen, die unsere Stadtkasse unnötig belasten, gestemmt. Jetzt werden die Steuerzahler für die zahlreichen politischen Fehlentscheidungen der Vergangenheit zur Kasse gebeten. Dass Bürger für Ideologie und politisches Missmanagement zahlen sollen, ist für uns nicht akzeptabel.“ so Bringezu abschließend.

AfD-Stadtratsfraktion

Digi Change beweist jungen Unternehmergeist mit Sitz in Neuwied

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Pascal Badziong besucht Digitalisierungsexperten mit großer Heimatverbundenheit

Neuwied. Die beiden Jungunternehmer Boris Kurbashyan und Anas Ouaari kennen sich seit der Schulzeit in Neuwied, haben ihr Studium der Wirtschaftsinformatik und des Wirtschaftsingenieurwesens u.a. in Koblenz, Köln sowie Reutlingen absolviert. Vielseitige Berufserfahrungen sammelten die beiden Geschäftsführer des Unternehmens Digi Change in den Segmenten Automobil, Logistik, öffentliche Institutionen, Unternehmensberatung und Pharmazie. Dabei immer im Fokus des Handelns: Was kann Digitalisierung für den Menschen bewegen?

Anfang des Jahres haben sich die beiden Freunde für die Selbstständigkeit entschieden und sich als Sitz ihres Unternehmens des Neuwieder Stadtteil Feldkirchen ausgewählt. „Wir wollten wieder zurück in unsere Heimat, denn Neuwied liegt uns am Herzen und unsere Tätigkeit läuft zwar deutschlandweit, aber natürlich in weiten Teilen digital ab“, erzählen Boris Kurbashyan und Anas Ouaari. Zu den Aufgabenfeldern des Unternehmens gehören die Entwicklung praxisnaher Digitalisierungsstrategien samt Umsetzung sowie Schulungen zur Vermittlung digitaler Kompetenzen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Landtagskandidat Pascal Badziong bekam im Gespräch einen spannenden Einblick in das Betätigungsfeld des Unternehmens und Einblicke in aktuelle Projekte. „Der Begriff Digitalisierung wird seit Monaten fast schon inflationär verwendet. Ich bin der Meinung, dass wir die Vorzüge der Digitalisierung an konkreten Handlungsfeldern für die Menschen greifbar machen müssen. Genau dieses Ziel haben sich auch die beiden Geschäftsführer von Digi Change auf die Fahne geschrieben“, so Pascal Badziong. „Unser Anliegen ist es, das Potential, welches sich hinter dem Begriff der Digitalisierung versteckt greifbar zu machen und Lösungen zu entwickeln, welche die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nachhaltig verbessern", beschreiben die beiden Unternehmer ihre Mission.

Beim Gedankenaustausch wurde auch deutlich: „Sowohl in der Wirtschaft als auch im Bildungsbereich muss an vielen Stellen auch die Skepsis oder sogar Angst vor Digitalisierungsschritten genommen werden. Dies kann nur durch eine transparente Aufklärung erfolgen“, ist sich Badziong sicher und er ergänzt: „Digitalisierung muss den Menschen dienen und keinen Selbstzweck erfüllen.“ Die Meinung fand in der Gesprächsrunde einen breiten Konsens und deckt sich zudem mit den Unternehmenszielen von Digi Change.

Als Stadtrats- und Kreistagsmitglied in Neuwied zeigt sich Pascal Badziong vom Unternehmergeist begeistert und freut sich sehr, dass sich solch innovative Köpfe in Neuwied ansiedeln. Kurbashyan, Ouaari und Badziong haben einen regelmäßigen Austausch vereinbart und „sobald die Pandemie-Lage es zulässt, werden wir ein Treffen junger Unternehmer initiieren, denn unser Landkreis steckt voller Unternehmergeist und Boris Kurbashyan sowie Anas Ouaari sind bereits bestens vernetzt. Diese Synergien wollen wir für die Zukunft unserer Heimat gemeinsam nutzen“, erklärt Badziong.

Lana Horstmann informierte sich im Jobcenter Landkreis Neuwied

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Lana Horstmann informierte sich im Jobcenter Landkreis Neuwied über die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt

Die Geschäftsführung des Jobcenters, bestehend aus Manfred Plag und Frank Potthast, gab der SPD-Landtagskandidatin Lana Horstmann einen informativen Überblick, insbesondere auch mit Sicht auf die Auswirkungen durch die Corona-Krise.

So erfuhr Horstmann, dass es zu Beginn der Krise stark ansteigende Fallzahlen gab, sich die Situation derzeit jedoch etwas beruhigt habe. Dies gelte auch für den Personenkreis der Solo-Selbständigen. Das Thema Vermittlung in Arbeit und Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen habe außerdem wieder einen größeren Raum in der täglichen Arbeit eingenommen. „Die Pandemie stellt nicht nur die Kunden des Jobcenters vor große Herausforderungen, sondern auch die Verwaltung und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage unter wieder steigenden Corona-Infektionszahlen entwickelt. Ich freue mich, dass wir aber in einem regen Austausch bleiben werden“ bedankt sich die Landtagskandidatin Horstmann bei der Geschäftsführung des Jobcenters.

Digitaltauglich? IT-Amt überprüft Grundschulen

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Aufwendige Messungen für jeden einzelnen Klassenraum

Bund und Länder stellen zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur an Schulen insgesamt rund 5,55 Milliarden Euro zur Verfügung. Nun müssen Kreise und Kommunen schlüssige Konzepte vorlegen, um die Fördergelder abrufen zu kommen. Die Stadt Neuwied hat wichtige vorbereitende Arbeiten bereits erledigt. Das unterstreicht Gerhard Wingender, der Leiter des städtischen IT-Amtes.

„Das Amt für IT hat bereits im vergangenen Jahr ein Konzept erarbeitet, das für jede einzelne der zwölf Grundschulen in der Stadt beschreibt, mit welchem voraussichtlichen Aufwand zu rechnen ist, um eine digitale Mindestausstattung bereitzustellen“, berichtet Wingender. Dazu wurde zunächst der Ist-Zustand der IT-Verkabelung in allen Grundschulen erhoben. Den nächsten Schritt gingen die IT-Experten der Verwaltung nun in Form eines Projekts für Auszubildende, das der externe Anbieter „dtConnect“ unterstützte. Dabei ging es vor allem darum, die Klassenräume sämtlicher Grundschulen auf ihre WLAN-Fähigkeit zu testen.

So machten sich IT-Sachbearbeiter Tim Betz, der nach seinem dualen Studium der Elektrotechnik beste Voraussetzungen zur Begleitung des Projekts besitzt, und seine Kollegen auf eine Zwölf-Schulen-Reise, darunter auch der Auszubildende Daniel Koop. Für ihn eine interessante Erfahrung, lernt er so doch auch Zusammenhänge kennen, die nicht unbedingt Lehrstoff an der Berufsschule sind. „Es macht Spaß, neue Projekte direkt vor Ort begleiten zu können“, freut sich der junge Mann. „Das macht die Ausbildung sehr abwechslungsreich.“

Die Tests waren langwierig, nahmen im Schnitt einen Tag pro Schule in Anspruch. Für die Messungen verwendete man professionelles Messequipment der Firma „dtConnect“ sowie Modelle von Geräten, die später vor Ort auch eingesetzt werden sollen. Geprüft wurde im Einzelnen, wie viele WLAN-Anschlüsse pro Schule und wie viele Steckdosen pro Klassenraum nötig sind, um eine ausreichende digitale Versorgung für Lehrer und Schüler sicherzustellen. Wichtige zu ermittelnde Werte sind dabei unter anderem die Durchlässigkeit von Wänden und das mögliche Auftreten von Interferenzen.

„Wir wollen ja jede Klasse optimal mit digitalen Lernmöglichkeiten versorgen“, unterstreicht Beigeordneter Ralf Seemann, der für die Grundschulen zuständig ist.

„Daher sind wir auf solche Daten angewiesen.“ Ihre Ergebnisse hat das IT-Amt in umfangreichen Dokumentationen festgehalten, die pro Schule bis zu 90 Seiten umfassen.

Die Datensammlungen dienen wiederum dem städtischen Immobilienmanagement als wertvolle Basis für weitere Schritte bei der Realisierung des Digital-Paktes.  „Ich denke, seitens der IT sind wir schon sehr weit, wir haben unsere Hausaufgaben vorausschauend gemacht und sind nun in Lauerstellung, hoffen, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, damit wir die nächsten notwendigen Schritte gehen können“, bilanziert Wingender. „Vielleicht auch wieder als Projekt mit Azubis und Sachbearbeitern. Denn so konnten wir einen fünfstelligen Betrag einsparen.“

Für den Amtsleiter sind Projekte dieser Art auch ein Anreiz für eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung. „Wir sind derzeit wieder auf der Suche nach geeigneten Bewerbern“, betont er. „Ein Blick auf die städtische Homepage lohnt sich daher.“

Beirat für Migration und Integration im Landkreis Neuwied

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Bildung ist zentrales Thema der Sitzung des Beirats für Migration und Integration im Landkreis Neuwied

Beirat unterstützt MINT-Bewerbung des Landkreises

Neuwied. Nach 6-monatiger Corona-bedingter Sitzungspause traf sich nun der Beirat für Migration und Integration im Landkreis Neuwied im Beisein von Landrat Achim Hallerbach zu einer Sitzung im Kreishaus. Die hatte ein zentrales, abendfüllendes, Thema: Bildung.

Auf Einladung der Vorsitzenden, Violeta Jasiqi, stellte sich im Kreishaus das Bildungsbüro des Landkreises vor. Dort sind Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring „unter einem Dach“ zusammengeführt, ergänzt durch die Bildungskoordination für Neuzugewanderte.

Hinter dem Bildungsbüro stehen Laura Schaaf und Andrea Oosterdyk. Beide berichteten dem Beirat über die Aufgaben des Bildungsbüros und besondere Projekte:

FUNK – das ist Fachsprachlicher Förderunterricht, der an der Universität Koblenz für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende angeboten wird. Im Rahmen eines Generationenvertrags findet an der Heinrich-Heine-Realschule+ die Lernförderung mit „Chancenwerk“ statt. Der Integration Point im Jobcenter Landkreis Neuwied und Ferienfreizeiten für bildungsbenachteiligte Kinder sind weitere Angebote, die das Bildungsbüro des Landkreises begleitet. Für mehr Transparenz in der Schullandschaft sollen der digitale Schulwegweiser und der geplante Wegweiser für die Grundschule „Willkommen in der Schule“ in einfacher Sprache sorgen.

Im Mittelpunkt der Vorstellung des Bildungsbüros stand die Bewerbung des Landkreises als MINT-Region. Bereits heute ist jeder 4. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis Neuwied im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik beschäftigt.

„Der Landkreis weist damit landesweit die 4. höchste Beschäftigungsdichte in diesem Sektor auf. Eine Branche mit hohem Fachkräftebedarf und Wachstumspotential“, so Landrat Achim Hallerbach.

Ein Baustein der Bewerbung soll die Muttersprachliche Elternfortbildung durch Multiplikator*innen sein. Für diese Aufgabe können Mitglieder des Beirates und andere Multiplikator*innen in bis zu 8 unterschiedlichen Modulen geschult werden, u.a. zum rheinland-pfälzischen Schulsystem, zur Rolle der Eltern, zum Übergang von der Kita in die Grundschule oder von der Grundschule in die Weiterführende Schule. So vorbereitet können die Mitglieder des Beirates als wichtige Multiplikatoren über das Bildungssystem informieren, Bildungsgänge erläutern – und das bei Bedarf sogar in der Herkunftssprache.

Überzeugt von dieser Projektidee sprachen sich die Mitglieder des Kreis-Beirates einstimmig für die Unterstützung und Beteiligung am Projekt aus.

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