Sonntag, 17. Januar 2021

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Lana Horstmann und Sven Lefkowitz: Weihnachtsspende statt Karten

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Die SPD-Politikerin Lana Horstmann und der Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz blicken gemeinsam auf ein bewegtes und Corona-geprägtes Jahr zurück. Dabei standen zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit Organisationen, Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden, stets Corona-konform und meist digital, auf der Tagesordnung.

NEUWIED. Weihnachtsgrüße an Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbände zu versenden ist alljährlich ein guter Brauch. Der diesjährige Weihnachtsgruß soll aber wieder praktisch helfen, wie Horstmann und Lefkowitz gemeinsam wissen lassen: „Wir sind davon überzeugt, dass man dem Engagement der Menschen, die sich alltäglich für die Allgemeinheit in unserer Gesellschaft einsetzen, nicht genug danken kann. Das gilt insbesondere für die Situation unter Corona, die für alle gleichermaßen neue Herausforderungen bedeutete. Anlässlich des Weihnachtsfestes ist aber ein Leichtes, ein kleines Zeichen zu setzen. Vor allem die ehrenamtlich Aktiven sind der Motor unseres friedlichen Gesellschaftsklimas, das uns alle zusammenhält“.

Empfänger dieser Spende ist in diesem Jahr an die Caritas Neuwied, das „Schöppche – Tagesstätte für Menschen in Not. Ein Ort für Menschen, die es schwer haben im Leben und die Begegnungsmöglichkeiten, Kontakte und Gespräche suchen. Die ehrenamtliche Arbeit zum Wohle vieler Sozialschwachen und Obdachlosen in der Tagesstätte soll damit unterstützt werden. So zeigte sich Frau Maibach, Ansprechpartnerin für das „Schöppche“, erfreut über die Spendenbereitschaft der Sozialdemokraten und dankte ihnen für die hilfreiche Unterstützung.

Zur Aktion „Weihnachtsspende statt Karten“ erklärt Lana Horstmann abschließend: „Eine Möglichkeit wäre es, den für unsere Gesellschaft so wertvollen Einsatz mit einem postalischen Weihnachtsgruß zu würdigen. Ebenso angebracht ist es aber auch, einen hilfreichen Betrag stellvertretend für die viele ehrenamtliche Arbeit einem wohltätigen Zweck zukommen lassen zu können. Damit übermitteln wir allen gesellschaftlich Aktiven die besten Wünsche und alles Gute“.

Stärkung des Stadtverkehrs in Neuwied

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Badziong: „Stärkung des Stadtverkehrs in Neuwied ist Chance für mehr Klima- und Bürgerfreundlichkeit“

Nahverkehrsgesetz der Landesregierung lässt Fragen und Finanzierung offen

Neuwied. „Der Stadtverkehr in der Stadt Neuwied muss bürgerfreundlicher und moderner werden“, erklärt CDU-Landtagskandidat Pascal Badziong, der zugleich die Bemühungen von Stadt und Kreis Neuwied zur Bewältigung der zurückliegenden Herausforderungen im ÖPNV lobt. Gemeinsam mit Landrat Achim Hallerbach und Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig hat Badziong seine Vorstellungen eines ÖPNVs der Zukunft skizziert.

Eine versprochene Entlastung der Kommunen durch das Land sei auch mit dem neuen Nahverkehrsgesetz der Landesregierung nicht sichergestellt. „Die Finanzierung bleibt ungeklärt. Dies liegt vor allem an dem von der Landesregierung neu geschaffenen Begriffs ‚Pflichtaufgabe im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit’“, zeigt sich Pascal Badziong über die Windungskünste verwundert.

Die Zukunft im Neuwieder Stadtverkehr liege nach Auffassung des Neuwieder Stadtrats- und Kreistagsmitgliedes in klimafreundlichen Lösungen, wie beispielsweise Bussen mit der neusten Dieselabgasreinigungstechnik euro 6d-temp, Hybrid- oder gar Elektrobussen: „Besonders im Neuwieder Becken muss uns die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ein Anliegen sein.“ In anderen Städten seien auch Elektrobusse im Einsatz. Dies sei mit erheblichen Investitionen verbunden. Landtagskandidat Badziong fordert vom Land ein Förderprogramm für Hybrid- und Elektrobusse. „Nur mit einer umfassenden Landesförderung kann diese kommunale Herausforderung gestemmt werden“, so Badziong.

Eine höhere Akzeptanz entstehe zudem durch eine bessere Anbindung der Stadtteile. Bürgerfreundlich und klimaneutral seien die Leitgedanken für einen ÖPNV der Zukunft.


„Die Nähe zu Koblenz erfordert auch eine kontinuierliche Verbindung in die Nachbarstadt“, so Badziong mit Blick auf den Hochschulstandort Koblenz. „Neuwied ist eine beliebte Wohnstadt, die auch für Studenten erschwinglichen Wohnraum bietet. Damit diese zu uns kommen, brauchen wir neben einem intelligenten Wohnungsbau, aber auch flexible Mobilitäts-Anbindungen in die Region“, ist sich Pascal Badziong sicher. Dabei sehe er nicht nur den Bus als Fortbewegungsmittel, sondern auch die Bahn oder moderne E-Mobilitätskonzepte gefragt. „In der Innenstadt sind mit E-Rollern und E-Mietwagen die richtigen Schritt gemacht“, lobt Badziong.

Entscheidend bleibe bei allen Bemühungen zur Schaffung eines zukunftsfesten ÖPNVs die Ausfinanzierung des Nahverkehrsgesetzes durch das Land.

Ein wahrhaft ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb

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Stadtverwaltung: Zum zehnten Mal IHK-Auszeichnung erhalten

Wenn das kein Jubiläum ist: Bereits zum zehnten Mal hat die IHK Koblenz die Behörde für ihre gute Ausbildung ausgezeichnet, weil ihre Informatik-Auszubildenden mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen haben und zu den besten Prüflingen des Kammerbezirkes gehören. Eine Auszeichnung, die das Rathaus allgemein, das IT-Amt jedoch ganz besonders freut.

„Sie beweist, dass die Ausbildung bei der Verwaltung eine hoch qualifizierte ist“, betont Oberbürgermeister Jan Einig. „Die Auszubildenden profitieren davon, dass das IT-Team ihnen rasch praxisnahe Aufgaben überträgt.“ Und Amtsleiter Gerhard Wingender betont: „Wir wollen die jungen Leute gleich einbinden in die alltägliche Arbeit. Es stärkt ihr Selbstvertrauen, wenn wir sie mit eigenen Projekten beauftragen.“

Seit 1999 bildet das IT-Amt aus, die erste Prüfung erfolgte im Jahr 2002. Seither haben 23 junge Leute ihren Abschluss gemacht. Elf davon erreichten einen Notenschnitt von 2, zehn gar eine 1. Immer beliebter wird das Duale Studium. So war es in diesem Jahr Björn Böckling, der zunächst seine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei der IHK mit Bestnoten abschloss, 100 Prozent in der mündlichen Prüfung erreichte und insgesamt mit „sehr gut“ abschloss. Nun studiert Böckling und steht kurz vor dem Bachelor-Abschluss. OB Einig gratulierte ihm für seine hervorragenden Leistungen.

Böcklings Vorgänger war Tim Betz, der 2019 seine IHK-Ausbildung bei der Stadtverwaltung mit „sehr gut“ abschloss. Für seine Bachelor-Arbeit erhielt er eine 2,0. Betz hat sich nun für einen Master-Studiengang entschieden. Den absolviert er ebenso wie Böckling seinen Bachelor-Studiengang „nebenbei“, denn die Verwaltung konnte sich die beiden hellen Köpfe als Mitarbeiter im Amt für IT sichern. Dort kümmern sie sich derzeit um die Digitalisierung der Grundschulen. Amtsleiter Gerhard Wingender ist stolz auf sein gesamtes Team: „Ein Grund für die hervorragenden Ergebnisse ist das hohe Engagement aller Mitarbeiter, die ihr großes Fachwissen stets an die Auszubildenden weitergeben.“

Wer Interesse an einer Ausbildung bei der Stadtverwaltung hat, kann sich bei Ausbildungsleiterin Patricia Bresgen melden, Telefon 02631 802 213, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Fieberambulanz ist eine wichtige Maßnahme bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie

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Erwin Rüddel traf sich mit Leitung und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes

Neuwied. „Im Blick auf Corona weist der Inzidenzwert jetzt mit über 200 einen neuen Höchststand in meinem Heimatkreis und der Region auf. Das beschäftigt insbesondere das Kreisgesundheitsamt Neuwied unter Leitung von Frau Dr. Corinna Trapp. Die Bediensteten des Gesundheitsamtes setzen weit über ihre originären Aufgaben hinaus Zeichen und Maßnahmen der Corona-Pandemie wirkungsvoll entgegenzuwirken, unter anderem mit der Fieberambulanz“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Informationsgespräch in der Fieberambulanz des Kreises im ehemaligen Gebäude der Kreisabfallwirtschaft im Neuwieder Industriegebiet Friedrichshof.

Auch als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag war es Rüddel wichtig kompetente Informationen von den Betroffenen vor Ort zu erhalten. Darüber freute sich Landrat Achim Hallerbach, der den Gesundheitspolitiker begrüßte und ihm für sein Engagement dankte, bevor die Gesundheitsdienstler über ihre Arbeit zur Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie im Kreis Neuwied informierten. Ihr Appell an die zuständige Landesregierung: „Wir fordern eine einheitliche Strategie!“

Es könne und dürfe nicht sein, dass innerhalb von Deutschland unterschiedliche Strategien angewandt werden. „Was für ein Bundesland gilt, das muss auch für die anderen gelten! Die Richtlinien, die Regelungen müssen für alle gleich sein“, argumentierte das Personal des Kreisgesundheitsamtes. Frau Dr. Trapp beklagte, dass der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) in der Vergangenheit von der Politik oft etwas nachlässig behandelt worden sei. Hier bestehe Nachholbedarf.

„Mit mehr Personal, besserer Bezahlung und deutlich mehr Digitalisierung werden wir dem ÖGD einen neuen Stellenwert in der Pandemie und im Gesundheitsschutz, aber auch dauerhaft für die Zukunft geben. Hierfür haben wir über 4 Mrd. Euro im Bundestag beschlossen“, konstatierte der Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel, der sich dafür einsetzen wird, dass schnell auch weitere technische Erleichterungen und Hilfestellungen im Gesundheitsamt und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ankommen werden.

Meist laute die erste Frage: „Wie wird’s vergütet?“ Ein weiteres erhebliches Problem stelle die Kontaktnachverfolgung dar. „Unser klares Ziel ist es, die Infektionsketten zu unterbrechen“; so die Amtsärztin mit der Anmerkung, dass es dazu notwendig sei sich organisatorisch anders und besser aufzustellen.

Kritisiert wurde, dass die von den Ländern finanziell eng gehaltenen Kommunen kaum in der Lage sind zur Bekämpfung der Pandemie selbst einen effektiven finanziellen Beitrag zu leisten. Da sei, neben dem Bund, einmal mehr das Land gefordert. Eine grundsätzliche Frage laute: „Was ist uns Gesundheitsschutz wert?“ Hierbei gehe es auch um die Diskussion Gesundheitsschutz versus Datenschutz. „Datenschutz“ werde über „Gesundheitsschutz“ gestellt.

Die gut gewachsenen digitalen Strukturen könnten vieles vereinfachen durch bessere Vernetzung. „Der Föderalismus zeigt hier durch Reibungsverluste auch Nachteile auf. Es bedarf einheitlich geltender Vorgaben. Ein Großteil des Tages muss bislang damit verbracht werden, Informationen hinterher zu laufen“, befand das Personal des Kreisgesundheitsamtes.

„Wir tun alles, was wir tun können, um den Auswirkungen der Pandemie in unserem Landkreis entgegenzuwirken. Dafür sind wir quasi rund um die Uhr im Einsatz. Unser Ziel heißt ‚Gesundheit‘! Als irreführend erweisen sich unterschiedliche Angaben und Meinungen zur Dauer von Quarantäne und Inkubationszeit. Es bedarf einer absolut verlässlichen einheitlichen Strategie“, wurde konstatiert.

Gleichwohl galt ein Appell der Selbstverantwortung. Der Gesundheitspolitiker sprach von einer zwar guten Durchimpfung, die aber noch besser werden kann. Hier sieht er auch zukünftig ein bedeutendes Aufgabenfeld für den ÖGD. Den Bediensteten und Helfern der Gesundheitsämter sei durch die Corona-Pandemie Dank und Anerkennung geschuldet, denn sie trügen wesentlich zu einem besseren und effektiveren bürgernahen Gesundheitsschutz bei. „Die Arbeit und Maßnahmen der Gesundheitsämter, wie hier in Neuwied mit der Fieberambulanz, sind absolut wertvoll und unverzichtbar“, bekräftigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Statt Weihnachtskarten: Spende für Neuwieder Hospiz-Verein

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Wertvolle Arbeit für sterbende Menschen und ihre Angehörigen

Neuwied. Die Stadtwerke Neuwied (SWN) verzichten erneut auf den Versand von Weihnachtsgrüßen. Stattdessen wird ein Betrag von 750 Euro gespendet, der dieses Mal an den Neuwieder Hospiz-Verein geht. „Wir sagen immer, dass wir als kommunales Unternehmen an der Seite der Stadt und der Menschen in Neuwied stehen. Aber im Vergleich dazu macht es demütig, wenn man sieht, was ehrenamtlich geleistet wird, um Menschen beim Sterben zu begleiten“, sagt SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach.

1997 wurde der Neuwieder Hospiz-Verein gegründet und wuchs von zunächst 20 engagierten Menschen auf rund 400 Mitglieder, darunter über 100 ehrenamtlich Aktive. „Jeder wünscht sich, zu Hause oder wie zu Hause zu sterben. Wir möchten diesen Wunsch unterstützen und wollen dem Leben sterbenskranker Menschen bis zum letzten Augenblick Würde geben“, erklärt der Vorsitzende, Hans-Peter Knossalla.

2019 erbrachten die ehrenamtlichen Hospizbegleiter fast 4000 Stunden auf, um Sterbenden und deren Angehörigen zur Seite zu stehen. Diese Arbeit ist ohne fachliches Fundament nicht möglich. „Wir bieten Weiterbildung, Supervision und die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs an, um den Männern und Frauen das nötige Rüstzeug für ihr ganz besonderes Ehrenamt mitzugeben “, so Knossalla.

Darüber hinaus ist der Neuwieder Hospizverein einer von vier Trägern, die den Bau eines stationären Hospizes verwirklichen wollen. Für Herschbach ein Projekt, das zukunftsweisend ist: „Die demographischen Zahlen sind unmissverständlich. Die Gesellschaft wird älter, darauf müssen wir uns einstellen. Der Hospiz-Verein leistet einen herausragenden Beitrag, die oft tabuisierten Themen Sterben und Tod ins Licht zu setzen. Auch ein stationäres Hospiz gehört dazu.“

Der Verein begleitet nicht nur Sterbende, sondern auch Trauernde, damit diese sich dem Gedanken öffnen können, dass das Leben zwar nie mehr so wird, wie es war, dass es jedoch wieder ein gutes und erfülltes Leben werden kann. „Deshalb war es in diesem Jahr ein besonderer Lichtblick, dass trotz der Pandemie zwölf Teilnehmende den Kurs ´Befähigung zur Trauerbegleitung im Ehrenamt´ erfolgreich abgeschlossen haben“, so Knossalla.

Auch die Begleitung trauernder Kinder ist seit 2017 ein wichtiges Anliegen des Vereins. In Gemeinschaft können die Mädchen und Jungen Rituale zur Stärkung und Trost finden und miteinander ihre Trauer annehmen und ins Leben integrieren lernen. „Die wichtigste Botschaft für die Kleinen ist: Ich bin nicht allein“, so der Vereinsvorsitzende. Dieses Angebot wird durch einzelne Projekte für Kinder und künftig auch für Familien ergänzt.

Man werde nachdenklich, sagt Stefan Herschbach: „Keine Frage. Ich kann die Traurigkeit verstehen, wenn man Weihnachten wegen Corona nicht feiern kann wie gewohnt. Aber die Arbeit des Vereins macht doch klar: Die meisten von uns haben Weihnachten und – hoffnungsvoll - das kommende Jahr und eine Zukunft vor Augen. Sterbende Menschen dagegen müssen mit ihren Angehörigen dem Ende des irdischen Lebens ins Auge schauen und Trauerarbeit leisten.“

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