Sonntag, 17. Januar 2021

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Zahlungsunfähigkeit abgewendet

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Erste Auszahlung der Novemberhilfe des Landes wird an den Zoo Neuwied gehen - Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßt bürgerschaftliches Engagement bei Rettung

Mit großer Freude hat die Landesregierung die Mitteilung der Stadt Neuwied aufgenommen, dass die drohende Zahlungsunfähigkeit des Neuwieder Zoos sich nicht bewahrheite. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte alle Beteiligten zu einem Runden Tisch eingeladen, auf den die kommunalen Vertreter angesichts der nunmehr aktualisierten Lage verzichtet haben.

Durch ein herausragendes bürgerschaftliches Engagement, eine überwältigende Spendenbereitschaft und die Finanzhilfen von Land und Bund sei das Liquiditätsproblem des Zoos vorerst gelöst. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Neuwieder Zoo die Pandemie überstehen wird. Ich danke den zahlreichen Spendern und Spenderinnen für die unglaubliche Summe von 250.000 Euro. Das zeigt, wie sehr der Zoo den Menschen in und um Neuwied am Herzen liegt“, sagte die Ministerpräsidentin. Sie kündigte an, der Zoo werde aus Landes- und Bundesmitteln in den kommenden Wochen zusätzlich mit weiteren Mitteln von über 150.000 Euro unterstützt.

Das Umweltministerium hat zudem seine Unterstützung von notleidenden Tierheimen, Zoos und vergleichbaren Einrichtungen bis zum 30. Juni 2021 verlängert. „Mit unserem Nothilfeprogramm helfen wir schnell und unbürokratisch, damit die Einrichtungen die stark angespannte Situation meistern können. In einem Brief an die Einrichtungen im Land habe ich auf diese Unterstützung hingewiesen, damit die verfügbare finanzielle Unterstützung auch abgerufen wird. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, mit der Corona-Futterhilfe alle Zoos, Tierheime und vergleichbaren Einrichtungen im Land zu unterstützen“, so Staatsministerin Anne Spiegel. Mit der Corona-Futterhilfe können bis zu 80 Prozent der während der Schließungstage angefallenen Futter- und Tierarztkosten ersetzt werden. Insgesamt stehen bis zu eine Million Euro für die mehr als 80 Tierheime und fast 30 Zoos zur Verfügung. Davon hat das Ministerium bisher rund 167.000 Euro an Tierheime, Zoos und vergleichbare Einrichtungen ausgezahlt. Der Zoo Neuwied hatte hier in der Vergangenheit rund 8.000 Euro monatlich bekommen; mit dieser Summe kann er nach einem entsprechenden Antrag wieder rechnen.

Sobald die Freischaltung des Bearbeitungssystems durch den Bund erfolgt ist, kann nach bereits erfolgter Abschlagszahlung in Höhe von 10.000 Euro die restliche Auszahlung der Novemberhilfe in Höhe von 89.000 Euro an den Zoo durch das Land veranlasst werden. Dieses Verfahren gilt dann auch für alle anderen berechtigten Antragssteller. Die Erste Auszahlung der Novemberhilfe im Land Rheinland-Pfalz wird an den Zoo Neuwied gehen.

Nach einem Hinweis des Landes hat der Zoo nunmehr auch die Dezemberhilfe in Höhe von 60.000 Euro beantragt. Das Land rechnet mit der Auszahlung eines Abschlages durch den Bund in Höhe von 30.000 Euro. Sobald der Antrag dann auch beim Land eingegangen ist, wird auch dieser zügig bearbeitet, sodass weitere 30.000 Euro fließen können. Sobald eine Antragstellung möglich ist, kann der Zoo voraussichtlich auch mit Mitteln aus der Überbrückungshilfe III rechnen.

„Es ist wichtig, dass der Zoo weiterhin Bestand hat und die Tiere versorgen kann. Der Zoo hat nicht nur eine Naherholungsfunktion für die Bürgerinnen und Bürger, er ist auch ein bedeutendes touristisches Ausflugziel für unsere Gäste. Diese herausfordernden Zeiten können wir nur durch einen starken Zusammenhalt im Land gemeinsam überstehen. Mir ist ebenso wichtig, dass auch alle anderen Unternehmen die beantragten Hilfen nun schnell bewilligt bekommen, um unseren Wirtschaftsstandort, unsere Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten“, betonte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Bei der Dezemberhilfe werden seit 5. Januar Abschläge von bis zu 50.000 Euro ausgezahlt, eine Bewilligung und Bearbeitung durch die Länder ist voraussichtlich noch im Januar möglich.

Wertstoffhöfe bleiben am Samstag 23. Januar geschlossen

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Kreis Neuwied. Wie im Abfuhrkalender bereits veröffentlicht, bleiben die kreiseigenen Wertstoffhöfe an den Standorten Linkenbach, Linz und Neuwied am Samstag, 23. Januar 2021 aus betrieblichen Gründen geschlossen. Infos unter Tel. 02631/803-308 bei der Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und unter https://www.abfall-nr.de/wertstoffhoefe.htm .

Holger Wolf besucht Katzenhilfe Neuwied

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Katze Cleo hatte Glück im Unglück: Die sensible Katzendame verlor ihr Zuhause, da sie mit dem Kleinkind in ihrer Familie nicht zurechtkam und wurde von der Katzenhilfe aufgenommen. Dort konnte die schüchterne Samtpfote zur Ruhe kommen und ist nun bereit für ein ruhiges Zuhause. Anlässlich eines Besuchs im Dezember im Miezhaus in der Neuwieder Rheinstraße berichtete Sabine Stumm, 1. Vorsitzende des Vereins, über das Jahr 2020. Sie bedankte sich für die mitgebrachte Kratztonne sowie die vielseitige Hilfe all derer, die den Verein auch in diesem schwierigen Jahr auf vielerlei Weise unterstützt haben. Auch, wenn das Miezhaus geschlossen war, klingelten viele Menschen, um eine Spende für die Schützlinge abzugeben. „Für das neue Jahr wünschen wir uns, dass wir unser Katzenhaus möglichst bald wieder für Besucher ohne vorherige Terminabsprachen öffnen dürfen und weiterhin vielen Katzen helfen können“, so Stumm. „Auch fehlen uns die freiwilligen Helfer, da wir für die Versorgung unserer Tiere maximal fünf Ehrenamtler je Schicht einteilen dürfen, um niemanden zu gefährden und die weitere Versorgung der Tiere sicherstellen zu können. Manch ein Katzenstreichler kommt nun abends, um unsere Wildlinge zu zähmen und somit deren Chance auf eine Vermittlung zu erhöhen“.

Holger Wolf, Sprecher des Arbeitskreises Tierschutz der Kreisgrünen und selbst aktiver Tierschützer: „Als Mitglied der Katzenhilfe weiß ich, was für eine gute und wichtige Arbeit der Verein leistet. Die Katzenhilfe unterstützte uns ebenso wie das Tierheim Neuwied und der Tierschutzverein Arche Noah auf dem Weg zu einer Katzenschutzverordnung in der Stadt Neuwied und in den Verbandsgemeinden Bad Hönningen und Puderbach. Diese ist landesweit zwingend erforderlich, um die Anzahl der notleidenden Katzen zu reduzieren“. Jeder Katzenbesitzer sollte seine Freigängerkatzen kastrieren und kennzeichnen lassen und sie in einem Haustierzentralregister registrieren. „Dies ist der einzige Weg, das Katzenelend in Städten und Gemeinden einzudämmen. Selbstverständlich werden wir uns auch weiterhin gemeinsam für die Verabschiedung der Verordnung in den anderen Kommunen in unserem Landkreis und darüber hinaus einsetzen. Eine Verordnung alleine reicht aber nicht aus. Sie muss auch gelebt werden“, so Wolf. Er bittet Katzenbesitzer, die ihre Tiere noch nicht haben kastrieren lassen, dies nachzuholen, um so weiteres Tierleid zu verhindern. „Jedes Jahr werden unzählige ungewollte Katzenkinder ausgesetzt. Nicht alle haben das Glück, gefunden und in Tierheimen und Tierschutzvereinen gesund gepflegt zu werden. Katzen sind entgegen der Meinung vieler Menschen nicht in der Lage, alleine in unserer Natur zurechtzukommen. Die meisten sind krank, von Parasiten befallen und kämpfen hungernd um ihr Überleben“, beklagt Wolf. „Dieses Katzenelend ist vermeidbar“.

Die Katzenhilfe beherbergt und versorgt zurzeit 68 Katzen im Miezhaus und in den privaten Pflegestellen des Vereins.

Wer sich für die Schützlinge oder die Arbeit des Vereins interessiert, kann sich auf der Internetseite www.Katzenhilfe-Neuwied.de informieren.

Abgeordneter Sven Lefkowitz (SPD) hilft bei der Online-Terminregistrierung für die Corona-Impfung

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Der Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz unterstützt in den nächsten Tagen Menschen mit der höchsten Impf-Priorität, insbesondere die über 80-Jährigen, bei der Online-Terminregistrierung für die Corona-Impfung: Das Wahlkreisbüro des Abgeordneten Sven Lefkowitz wird die Online-Registrierung über die die offizielle Internetseite des Gesundheitsministeriums „impftermin.rlp.de“ für impfbereite Bürgerinnen und Bürger vornehmen.

Interessierte können dazu im Wahlkreisbüro die Mitarbeiterin Petra Grabis unter der Nummer 0160 95081728 von Montag bis Freitag zwischen 09 und 12 Uhr erreichen. Das Angebot richtet sich vor allem an die Menschen in Stadt und Kreis Neuwied, die keine Möglichkeit haben, selbst einen Termin im lokalen Impfzentrum zu vereinbaren.

Sven Lefkowitz wörtlich: „Die Impfung ist gerade für ältere Menschen in Deutschland und Rheinland-Pfalz ein Lichtblick und ein großer Schritt in der Pandemiebekämpfung. Als Landtagsabgeordneter möchte ich mit diesem Angebot einen Beitrag leisten, damit möglichst viele impfbereite Menschen in Stadt und Kreis Neuwied geimpft werden können und wir als Gesellschaft schnellstmöglich zu mehr Normalität zurückkehren können.“

Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Angebots ist eine vorliegende unterschriebene Bevollmächtigung des zu Impfenden an das Wahlkreisbüro. Das entsprechende Formular wird den Interessenten mit Rückumschlag zugesandt. Weitere Informationen zur Corona-Impfung in Rheinland-Pfalz finden Sie unter: https://corona.rlp.de/de/themen/informationen-zur-corona-impfung-in-rheinland-pfalz/.

Drohende Insolvenz des Neuwieder Zoos:

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Grüne sprechen sich für ein gemeinschaftliches Handeln von Bund, Land und Kommune aus

Am 07.01.2021 besuchten Regine Wilke und Holger Wolf von Bündnis 90 / Die Grünen den Neuwieder Zoo, um sich persönlich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.

Derzeit geistern viele Zahlen, Behauptungen und Schuldzuweisungen durch die Öffentlichkeit. Es wird viel über den Zoo und eher wenig mit dem Zoo geredet und das ist sicherlich nicht der richtige Weg. „Wir möchten uns diese Aussagen und den Schlagabtausch, welcher momentan auf verschiedenen Ebenen stattfindet, keinesfalls zu eigen machen. Wir brauchen Hilfe und das ganz unabhängig, von wem sie kommt oder warum diese bisher vielleicht ausblieb“, so Mirko Thiel. Der Zoodirektor bedauert jedoch, dass sich bisher nur CDU und Grüne bei ihm gemeldet hätten. „Dabei stehen wir gerne allen Parteien Rede und Antwort, die sich für unsere Situation interessieren“.

Im Gespräch berichten Wirtschaftsberater Herr Hans-Dieter Neuer und Herr Thiel ausführlich über die prekäre finanzielle Situation und die Belastung für die Mitarbeiter*innen des Zoos aufgrund der ungewissen Zukunft. „Neben den eigenen Existenzängsten sorgen wir uns besonders um die uns anvertrauten Tiere. Das kann einem schon die eine oder andere schlaflose Nacht bereiten“, beklagt Thiel. Die seitens des Umweltministeriums wiederholt in 2020 als Futterhilfe bereitgestellten Mittel hätten einen helfenden Beitrag geleistet und seien auch allesamt sehr schnell überwiesen worden. „Vom Antrag bis zur Auszahlung vergingen keine zwei Wochen. So schnell haben wir noch von niemandem Fördermittel erhalten“.

Zwischenzeitlich hat das Umweltministerium bekannt gegeben, dass die Futterhilfen auf Januar erweitert werden und somit eine zusätzliche finanzielle Hilfe geleistet werden kann. Sowohl die Futter- als auch die inklusiven Tierarztkosten machen aber nur einen Anteil der laufenden Kosten aus.

Die Gehälter und weitere Betriebskosten müssen ebenso weiterbezahlt werden. „Schließlich brauchen wir auch ohne Besucher die gleiche Zahl an Mitarbeiter*innen, um unsere Tiere versorgen und den Betrieb aufrechterhalten zu können“, so Thiel.

Doch für diese Hilfen sind wiederum die Wirtschaftsministerien im Bund und dann im Land zuständig. „Die finanziellen Verluste des Zoos aufgrund der Lockdowns sind enorm. Wenn diese nicht in ihrer Gesamtheit aufgefangen werden, können punktuelle Hilfen bestenfalls erreichen, dass der Zoo ein paar Wochen oder Monate länger überlebt“, so Holger Wolf, Mitglied des Kreistags und Sprecher des Arbeitskreises Tierschutz der Bündnisgrünen im Kreis Neuwied. „Auch die ins Spiel gebrachte vorzeitige Zahlung der jährlichen Fördermittel würde die drohende Insolvenz nur nach hinten schieben, anstelle sie abzuwenden.

Natürlich würde das jetzt erstmal sehr helfen, aber letztendlich handelt es sich dabei ja nicht um die dringend benötigten zusätzlichen Gelder“. Im Falle einer Insolvenz würden die Tiere einer sehr ungewissen Zukunft entgegensehen. Der zunächst zuständige Kreis könnte die Unterhaltskosten nicht schultern und müsste umgehend neue Plätze für die Tiere suchen. Doch in der derzeitigen Situation belastet sich keine andere Stelle mit zusätzlichen Tieren, zumal der Platz dafür überhaupt erstmal geschaffen werden müsste.

Regine Wilke und Holger Wolf sind sich sicher: Es braucht einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Land und Kommune, um die Versorgung der Tiere und den Erhalt der Arbeitsplätze langfristig sicherstellen zu können. „Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen da nicht. Es gilt, sich parteiübergreifend zusammenzusetzen und das Problem gemeinsam anzupacken. Wenn die kürzlich vom Bund freigegebene Novemberhilfe schnell an den Zoo ausgezahlt würde, wäre das ein guter Anfang“.

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