Donnerstag, 02. Dezember 2021

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Auf ein Wort mit Jan Einig in Feldkirchen

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Oberbürgermeister Jan Einig hat stets ein offenes Ohr für Neuwieds Bürgerinnen und Bürger. Bei den Bürgersprechstunden unter dem Titel „Auf ein Wort mit Jan Einig“ können sie ihre Anliegen persönlich. So ist Jan Einig am Donnerstag, 25. November, von 17 bis 19 Uhr in Feldkirchen in der AWO-Begegnungsstätte, Felidkirchener Straße 37. Anmeldungen dazu sind noch möglich unter www.neuwied.de/buergersprechstunde.html, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch unter 02631 802 261. Zur Planung der Einzelgespräche ist es hilfreich, bei der Anmeldung kurz das Anliegen zu schildern.

Ganztags-Kitas:

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Umstellung im Kreis Neuwied hat insgesamt gut funktioniert

Landrat Achim Hallerbach und Sachbearbeiterin Kerstin Neckel geben im Jugendhilfeausschuss eine erste Zwischenbilanz zur Novelle ab

Kreis Neuwied. Seit dem 1. Juli ist die Kita-Novelle in Kraft, nach der in Rheinland-Pfalz allen Kindern im entsprechende Alter eine siebenstündige Am-Stück-Betreuung inklusive Mittagessen angeboten werden soll. Doch wie hat die Umsetzung dieser vom Land angeordnete Vorgabe an der Basis funktioniert? Im Jugendpflegeausschuss zogen Landrat Achim Hallerbach und Sachbearbeiterin Kerstin Neckel jetzt eine erste Zwischenbilanz – und die war durchaus positiv. „Man hat da mit leichter Hand eine große Aufgabe an uns herunterdelegiert, aber die Umstellung hat insgesamt trotzdem gut funktioniert“, fasste Hallerbach zusammen und dankte seinen Kollegen in der Kreisverwaltung für ihre gute Arbeit.

2080 alte Teilzeitplätze sind bereits zum Start auf Ganztagsbetreuung umgestellt worden. Von den 5300 Kita-Plätzen, die der Kreis Neuwied in den sieben Verbandsgemeinden vorhält – die Stadt Neuwied mit ihrem eigenen Jugendamt ist selbstständig – erfüllten somit am 1. Juli bereits 4670 den Rechtsanspruch. Für die angepeilte Umstellung aller Plätze gibt es laut Gesetz noch eine siebenjährige Übergangszeit.

„In 20 Kitas besteht noch Handlungsbedarf“, sagte Neckel und wies auf nötige räumliche Anpassungen hin, teilweise auch in Kitas, die bereits umgestellt haben. „Das ist Sache der Bauträger, also in der Praxis dann oft der Kommunen“, ergänzte sie.

Eine große Baustelle ist und bleibt die Stellenbesetzung. Ohnehin schwierig zu finden, ist der Personalbedarf durch die Novelle im Kreis Neuwied noch einmal um rund 60 Stellen gestiegen. „Da kommt noch einiges auf uns zu“, wusste Hallerbach und seufzte: „Das Land bestellt und wir müssen umsetzen.“

Mann und Männlichkeit – wie aus Jungen Männer werden

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Die Fortbildungsreihe „Know How“ der Kreisjugendpflege für Vertreterinnen und Vertreter der Jugendhilfe widmete sich dem Thema der Männlichkeit und dem Mann-sein in der heutigen Zeit.

Kreis Neuwied. Wann ist der Mann ein Mann? fragte 1984 schon Herbert Grönemeyer in einem Lied und die Beantwortung sei nicht einfacher geworden in Zeiten von Social Media und Influencer, stellte gleich zu Beginn der Fortbildung Franlin Toma von der Kreisjugendpflege Neuwied fest. Nahezu alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten aus der täglichen Arbeit, dass gerade Jungen häufig massive Anpassungsprobleme in der Schule oder der Familie hätten, unkontrolliert aggressiv auf ihre Umwelt reagieren doch gleichzeitig auch eine große Verunsicherung ausstrahlten würden.

Der Referent, Darius Dahlmann, Heilpraktiker (Psychotherapie) stellte zunächst drei Erklärungsansätze über die Persönlichkeitsentwicklung dar: aus der Psychoanalyse, der Bindungstheorie und Bioenergetik. Dabei betonte er, dass die Komplexität des heutigen Menschen mehr als nur eine Theorierichtung brauche, um menschliches Verhalten und damit auch männliches Verhalten zu verstehen.

Allen Theorien sei gemeinsam, das Sicherheit bezogen auf die Befriedigung der Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit, Geschlechtlichkeit und Liebe, aber auch nach Distanz und Unabhängigkeit zentral für die Persönlichkeitsentwicklung seien.

Konsens sei auch, dass die ersten Lebensjahre entscheidend seien, so gehen die Theorien davon aus, das mit dem 6. / 7. Lebensjahr der Charakter ausgebildet sei. Gleichzeitig sei das Männerbild in der heutigen Zeit vielfältiger denn je. Der ehemals starke Mann als Beschützer, Ernährer der Familie und Bestimmer müsse heute zusätzlich viele vermeintlich weibliche Eigenschaften, wie Verständnis und Zärtlichkeit etc. haben, was oft zu Verunsicherungen oder gar Überforderung führe, auch weil nicht selten positive Vorbilder fehlten.

„Aus dem kleinen Klassentyrann wird nicht selten der mächtige Familientyrann. Das Ergebnis kennen wir als toxische Männlichkeit und Gewalt in engen sozialen Beziehungen“, so die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreise Neuwied, Doris Eyl-Müller „die Befähigung Konflikte gewaltfrei zu regeln, die Befriedigung eigener Bedürfnisse im sozialen Umfeld auszuloten, seinen Mitmenschen emphatisch gegenüber zu treten, kann auch noch spät im Leben erlernt werden, die Frage ist, ob man das will und die Verantwortung für sein Fehlverhalten übernimmt“.

Eine der nächsten „Know-How“-Fortbildungen wird sich mit pädagogischen Konzepten für die Arbeit mit Jungen befassen.

Zudem veranstaltet der Runde Tisch gegen Gewalt gegen Frauen im Rahmen des Rheinland-Pfälzischen Interventionsprojektes gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen am 17. November eine Online-Fortbildung zum Thema „Gewaltmotivationen“, Beginn 14.00 Uhr. Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Tel.: 0 26 31 – 803 410.

Standesamt: Urkundenportal wird vorübergehend abgeschaltet

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Wie das Standesamt der Stadt Neuwied mitteilt, wird aufgrund von landesweiten Software-Umstellungsarbeiten das xSta-Urkundenportal ab Freitag, 22. Oktober, 12 Uhr, für die Dauer von zehn Tagen abgeschaltet. Dies bedeutet, dass eine Online-Bestellung von Personenstandsurkunden bis zum 2. November nicht möglich ist. In dringenden Fällen können Urkunden während dieser Zeit per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt werden. Ab Dienstag, 2. November, steht das Portal dann wieder zur Verfügung.

Stadt Neuwied trauert um Bürgermeister a.D. Rudolf Borgdorf

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Der Neuwieder Bürgermeister a.D. Rudolf Borgdorf ist tot. Er verstarb im Alter von 88 Jahren.

1979 kam der gebürtige Westfale Borgdorf nach Neuwied, um dort das Amt des Bürgermeisters der Stadt anzutreten. Dazu konnte er sich auf reichhaltige Erfahrungen stützen, die er zuvor unter anderem als Dezernent für Planung und Entwicklung an der Universität Paderborn und als Stadtdirektor in Versmold gesammelt hatte. In Neuwied war der Jurist Borgdorf verantwortlich für das damalige Stadtentwicklungsamt, das Rechtsamt, Ordnungsamt, Standesamt und den Feuer-, Hochwasser- und Katastrophenschutz. Seine zehnjährige Amtszeit endete am 31. Januar 1989.

Der CDU-Politiker Rudolf Borgdorf blieb in Neuwied und engagierte sich auch weiterhin in der Kommunalpolitik. So gehörte er von 1989 bis 2004 dem Stadtrat an, wo er unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied in zahlreichen Gremien war – zum Beispiel im Hauptausschuss, Stadtentwicklungsausschuss, Liegenschaftsausschuss,   Personalausschuss und im  Aufsichtsrat der Stadtwerke war. Auch war er Mitglied im Neuwieder Kreistag.

Neben seinem politischen Engagement schätzten Weggefährten Borgdorfs Beharrlichkeit und den ihm eigenen Humor. In der Freizeit war er sportlich sehr aktiv, ein versierter Fußballer im Betriebssport der Stadtverwaltung und leidenschaftlicher Tennisspieler.

„Der Verstorbene hat sich Verdienste erworben um die Entwicklung unserer Stadt, sein Engagement war geprägt von ausgewiesener Kompetenz und Erfahrung, sein Handeln von innerer Überzeugung. Wir werden Bürgermeister a.D. Rudolf Borgdorf ein ehrendes Andenken bewahren“, erklärt Oberbürgermeister Jan Einig. Als einen Meilenstein aus der Amtszeit Borgdorfs nennt OB Einig den Flächennutzungsplan, der 1983 rechtskräftig wurde und damit die erste Grundlage dieser Art für die Zukunft der neuen größeren Stadt Neuwied bildete.

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