Mittwoch, 15. Juli 2020

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Kreativität und Vielfalt ergänzen einander

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Auch in diesem Jahr öffnete der bunte Kunsttreff „Die Brücke“ im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus seine Ateliertüren. Bereits seit zwei Jahren treffen sich im Werksraum der Neuwieder Volkshochschule (VHS) Kunstinteressierte mit und ohne Migrationshintergrund oder Neuzugewanderte, um kreativ zu sein. Fachliche unterstützt werden sie dabei von der Künstlerin Marlene Leal da Silva Quabeck.

Den interessierten Besuchern wurden sowohl fertige als noch in Arbeit befindliche Werke präsentiert und von den Künstlern erläutert. Neben dem Austausch gab es aber auch die Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden und ein eigenes Bild zu malen oder zu zeichnen. Jutta Günther, kommissarische Leiterin der VHS Neuwied, und Dilorom Jacka, städtische Integrationsbeauftragte, waren von den Ergebnissen sehr beeindruckt: „Hier wird die Vielfalt kreativ gelebt. Ganz gleich, ob es sich um vielfältige Kunsttechniken, heterogene Kulturkreise der Kunstschaffenden oder buntes Farbenreichtum handelt – gemeinsam werden sie zu einem harmonischen Ganzen geführt und ergänzen dabei einander“, waren sich beide einig.

Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne auch mit Menschen unterschiedlicher Herkunft kreativ werden möchte, kann den bunten Kunsttreff „Die Brücke“ montags von 16 bis 17.30 Uhr in der VHS Neuwied besuchen. Das Angebot ist kostenfrei und wird vom Programm „Dialogbotschafter“ der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz gefördert. Ansprechpartnerin hierfür ist die städtische Integrationsbeauftragte Dilorom Jacka, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , 02631 802 284.

SPD Heimbach-Weis: Altwerden im eigenen Dorf ermöglichen

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60 Minuten SPD im Dialog – Reger Austausch von Politik und Interessierten

HEIMBACH-WEIS. Am vergangenen Donnerstag, dem 27.03.19, luden die Heimbach-Weiser Genossinnen und Genossinnen zu einem Informationsabend rund um das Thema der Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten im eigenen Ort ein. Gastredner und fachliche Ansprechpartner dieses Abends war das Team der Ambulanten Krankenpflege Riehl GmbH Neuwied/Block sowie Sven Lefkowitz, designiertes Mitglied des Landtages und Einrichtungsleiter der Senioren-Residenz Linz GmbH Sankt Antonius.

In den vergangenen Wochen hat die SPD Heimbach-Weis mehrfach öffentlich dargestellt, dass sie sich unter der Betrachtung einer stetig alternden Gesellschaft und den damit aufkommenden Lebensveränderungen jenen annehmen möchte, die in fortgeschrittenem Alter besonderer Betreuung und täglicher Pflegeleistungen bedürfen. Für die SPD Heimbach-Weis ist klar, dass das „Altwerden im eigenen Dorf“ ganz besonders gefördert und langfristig ermöglicht werden muss.

Erfreut zeigte man sich über die große Resonanz und die zahlreichen Gäste an diesem Abend, darunter auch der Neuwieder Bürgermeister Michael Mang sowie die SPD-Kreisfraktionsvorsitzende Petra Jonas. Der Ortsvereinsvorsitzende und SPD-Ortsvorsteher-Kandidat für Heimbach-Weis, Uwe Siebenmorgen, machte deutlich, dass „Heimbach-Weis als größter Stadtteil Neuwieds über keine eigene Pflegeeinrichtung verfügt. Die Bürgerinnen und Bürger sind im Bedarfsfall von Einrichtungen außerhalb deren Heimatdorfs abhängig. Wir wollen uns diesem Problem widmen und ich möchte mit allen Beteiligten eine Lösung für die Zukunft unseres Heimatdorfes finden“. Diese Umstände aufgreifend, referierten die Gastredner der Ambulanten Krankenpflege Riehl GmbH an diesem Abend unter anderem über die Entwicklung des Pflegebedarfs vor Ort, die aktuellen Problematiken des Pflegebereichs sowie über dessen potenziellen Bedarf in der Zukunft und ebenso über Verbesserungsmöglichkeiten sowohl für die Pflegeunternehmen, als auch für die Betroffenen. So war für die Anwesenden und die Heimbach-Weiser SPD eindrücklich zu erfahren, dass sich der heimische Pflegebedarf seit 2011 bis heute mehr als verdoppelt habe und dieser auch zukünftig höher ausfallen werde, als er nur durch ambulante Pflegedienste alleine zu bewältigen sei. Der stellvertretende Ortsvereins-Vorsitzende und SPD-Stadtratskandidat Janick Helmut Schmitz konstatiert diese Lage: „Der demographische Wandel geht auch an Heimbach-Weis nicht spurlos vorüber. Der Bedarf ist schon jetzt höher als man zu glauben vermag und dieser wird sich in Zukunft nicht reduzieren. Den pflegebedürftigen Menschen in unserem Dorf gilt es Rechnung zu tragen und deren Wohlergehen ganz speziell hier vor Ort abzusichern. Jedem muss ermöglicht werden in seinem Heimatort altwerden zu können. Und dies werde ich im zukünftigen Stadtrat auch einfordern wollen.“

Sven Lefkowitz begrüßte das Engagement der Heimbach-Weiser Genossinnen und Genossinnen und machte zugleich auf die infrastrukturellen Herausforderung aufmerksam: „Wir brauchen den Gedanken für stationäre Pflegemöglichkeiten in Heimbach-Weis und dieser muss bei allen potenziellen Akteuren ein Bewusstsein für die Lösung des Ist-Zustandes ausbilden. Heimbach-Weis kann hier ein wegweisendes Vorbild für die weiteren Stadtteile Neuwieds werden. Weiterhin gilt es sich aber auch den Engpässen der vor Ort unzureichend nutzbaren Mobilität für Menschen in höherem Alter anzunehmen. Die SPD plädiert hier für das bereits erfolgreich eingesetzte Modell des Bürgerbusses.“ Kreistags-Kandidatin Silke Dietl meint daran anknüpfend: „Für Menschen mit Pflegebedürftigkeit und die Verbesserung deren Alltagslebens gibt es auf Kreisebene gewinnbringende Ansätze, wie beispielsweise das ‚Anhausener-Modell‘ oder die Forderung nach einem für jedermann zugänglichen Bürgertaxi. Diese Ansätze müssen wir übertragen.“ Ortsvorsteher-Kandidat Uwe Siebenmorgen untermauerte den Einsatz für die erläuterten Problemlagen: „Als Ortsvorsteher und Stadtratsmitglied werde ich mich für die notwendige Vermittlung der Bedürfnislage starkmachen und die benötigten Rahmenbedingungen für die Verbesserung des Lebens im Alter bei uns vor Ort ermöglichen.“
Die SPD Heimbach-Weis nimmt sich dem „Altwerden im eigenen Dorf“ als zentraler Zukunftsgestaltung weiter an und wird hierfür Folgeveranstaltungen anbieten, bei denen sich Interessierte und Politik dem Thema weiter ergebnisorientiert zuwenden können.

Kreistag stimmt Kindertagesstätten-Bedarfsplan einstimmig zu

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5.029 Kita-Plätze an 61 Standorten

Landrat bemängelt Stopp der Landesförderung zu Kita-Baumaßnahmen

„Die Fortschreibung unseres Kindertagesstättenbedarfsplanes 2019 bricht erneut Rekorde – ganz nach dem Motto ´höher, schneller, weiter´“, fasste der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach die Fakten des in der Kreistagssitzung vorgelegten Planes zusammen. Mit 5.029 Kita-Plätzen an zukünftig 61 Standorten - davon 1.339 Plätze für Kinder unter drei Jahren und 2.406 Ganztagsplätze erzielt der Plan wieder einmal einen vorläufigen Höchststand. Und Hallerbach betont stolz: „Nie zuvor gab es so viele Plätze in Kindertagesstätten im Kreisjugendamtsbezirk und nie zuvor haben wir das Angebot an Plätzen in einer vergleichbaren Dynamik ausbauen können.“

Innerhalb der zurückliegenden Wahlperiode seit der Fortschreibung 2015 konnten mehr als 820 zusätzliche Plätze, davon allein 320 seit der letzten Fortschreibung geschaffen werden. Rund 340 weitere Ganztagsplätze und sechs Kindertagesstätten (u. a. die Zweckverbands-Kita Rheinbrohl, HTZ-Kita Linz Roniger Hof und die im Sommer eröffnende Kath. Kita Neustadt-Fernthal) entstanden bzw. entstehen.

Diese Gesamtleistung liege, so der Landrat, auf vielen Schultern und er bedankte sich bei allen Trägern, Gemeinden, Verwaltungsstellen, Kita-Leitungen und deren Teams, die zum Teil auch sehr kurzfristig Lösungen erarbeitet haben, um ein möglichst passgenaues und bedarfsgerechtes Angebot auf die Beine zu stellen.

Erkennbar ist jedoch, so Hallerbach: „Das aktuell geplante Platzangebot wird nach übereinstimmender Auffassung Aller, wohl wieder nur einen vorläufigen Höchststand darstellen. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist kreisweit ungebrochen hoch. Kontinuierlich steigende Kinderzahlen aufgrund geburtenstarker Elternjahrgänge sowie hoher Geburtenrate und ein verstärkt früheres Zugangsverhalten zu den Kitas sorgen für Höchststände. Der Kita-Besuch ab dem 1. Lebensjahr wird immer selbstverständlicher. Deshalb müssen wir an manchen Standorten mit bis zu fünf Jahrgängen planen.“

Ungebrochen hoher Zuzug junger Familien, insbesondere in den Grenzbereichen zu Nordrhein-Westfalen sorgen für weiteren „Umsatz“. Anfang 2017 bestand ein Einschulungsjahrgang im KJA-Bezirk (ohne die Stadt Neuwied) noch aus durchschnittlich 1.000 Kindern, heute sind es rd. 1.100 Kinder – Tendenz steigend.

„Unsere Pflicht, den Rechtsanspruch der Kinder auf eine frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung so zügig und so bedarfsgerecht wie möglich sicherzustellen, wollen und werden wir weiterhin nachkommen. Der weitere Angebotsausbau erfordert auch in Zukunft unseren vollen Einsatz; in guter, konstruktiver Zusammenarbeit wird uns das gemeinsam gelingen.“

Die Investitionskostenzuschüsse für den Kita-Ausbau seit 2008 im Landkreis Neuwied (inkl. neuer Maßnahmen) betragen lt. Hallerbach rd. 6,4 Mio. Euro: „Und obwohl wir in den zurückliegenden Jahren viele Zahlungsverpflichtungen abschmelzen konnten, hat der Landkreis wieder rd. 3,24 Mio. Euro ´vor der Brust´. Hinzu kommen nach unserem letzten Stand noch 2,4 Mio. für den Stadtjugendamts-Bezirk Neuwied.“

Umso härter habe die Nachricht aus Mainz über die Einstellung der Landesförderung zu den Kita-Baumaßnahmen Ende 2019 eingeschlagen. Das Resultat sei eine ungesicherte Förderkulisse, da das Förderprogramm des Bundes, mit dem die Landesförderung finanziert wird, Ende 2019 auslaufe. Zudem habe das Land in seinem Haushalt keine eigenen Mittel eingestellt.

Letzte Möglichkeit zur Beantragung von Fördermitteln ist daher nach aktuellem Stand der Stichtag 15.10.2019. Ob der „Fördertopf aus Bundesmitteln“ für alle eingereichten Baumaßnahmen ausreichen wird ist fraglich. Außerdem, so der Landrat: „warten wir  bis heute auf die Bewilligung der Maßnahmen, die wir im April und Oktober 2018 vorgelegt haben!“

„In der aktuellen Wahlperiode wurde in unserer Kita-Landschaft viel erreicht und in die Wege geleitet. Mein Dank gilt nochmals ausdrücklich allen Trägern und Kommunen und dem Kreistag sowie dem Jugendhilfeausschuss, die sich in beispielhafter Weise für den Kita-Ausbau engagieren um ein gutes, bedarfsgerechtes Angebot an Kita-Plätzen zu schaffen und eine gesicherte Betreuung für die Eltern und Kinder in unserem Landkreis zu gewährleisten“, resümierte Landrat Hallerbach.

Der Kreistag stimmte dem Plan einstimmig zu.

Müllabfuhr in der Karwoche vorgezogen

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Wertstoffhöfe Karsamstag und Ostermontag geschlossen

Kreis Neuwied. Wie im Abfuhrkalender bereits veröffentlicht, wird die Müllabfuhr in der Karwoche vorverlegt, in der Osterwoche wird nachgefahren. Diese Regelung ist auch in der Müllwecker-App und den online-Abfuhrkalendern berücksichtigt. An Karsamstag und Ostermontag bleiben die Wertstoffhöfe im Landkreis Neuwied geschlossen.

Für die Karwoche bedeutet das: die reguläre Montagsabfuhr wird von Mo 15. April auf Sa 13. April vorverlegt und alle weiteren Abfuhren in der Karwoche finden einen Tag früher statt. Die reguläre Dienstagsabfuhr erfolgt somit bereits am Mo 15. April, die reguläre Mittwochsabfuhr bereits Di  16. April  usw. In der Osterwoche, von Mo 22. April bis einschließlich Fr 26. April, verschieben sich alle Abholtermine auf den jeweils nachfolgenden Tag. Nur die Aufstellung des  Schadstoffmobils wird nicht verschoben sondern verbleibt bei  Mittwoch 24.April: 8 Uhr bis 10.30 Uhr am Wertstoffhof Linkenbach,  12 Uhr bis 15.30 Uhr am Wertstoffhof Neuwied. Alle Terminverschiebungen sind auch bereits in der App Müllwecker und in den Online-Abfuhrkalendern unter www.abfall-nr.de berücksichtigt. Infos unter Tel. 02631 803-308 (Bürgertelefon der Abfallberatung) oder unter www.abfall-nr.de.

Vortrag "Herausforderung Islam"

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Islam - Allein das Wort scheint heute schon auszureichen, um die Gemüter zu erhitzen.

Eine Religion, die den meisten fremd ist, mit Terror und Gewalt assoziiert wird und man meist nur aus den Medien kennt. Trotz der fehlenden Kenntnisse, scheint man oft genau zu wissen, dass der Islam eine Religion sei, die mit den gesellschaftlichen Werten und Normen der westlichen Welt keineswegs vereinbar ist.

Zu diesem Zweck versucht die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Neuwied mit ihren Mitmenschen im Dialog zu bleiben um den gängigen Vorurteilen zuvorzukommen und so das gemeinsame Miteinander, den gegenseitigen Respekt und die Toleranz hier in Neuwied zu fördern.

Dazu möchten wir Sie auch diesmal wieder bei unserem Programm "Herausforderung Islam" am 31.03.2019 um 16 Uhr in der Bait-ur-Raheem Moschee auf der Matthias-Erzberger-Straße 18, in Neuwied willkommen heißen.

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