Freitag, 26. Februar 2021

Letztes Update:04:26:11 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Vallendar: Kita-Erweiterung in Betrieb

Drucken
Vallendar baut Zukunft

Der Erweiterungsbau des städtischen Kindergartens in Vallendar ist seit der letzten Woche in Betrieb. Trotz Corona wurde der Zeit- und Kostenrahmen eingehalten, so die Architekten Prof. Henner Herrmanns und Holger Zimmermann von Mplus Architekten, die den Anbau auf einem schmalen Areal zwischen dem Altbau und der Höhrer Straße errichtet haben.

Durch die typologische Lage war es erforderlich, den Anbau höhenversetzt zum Bestandsgebäude an zu ordnen. Die kleine Grundstücksfläche führte zu einem kompakten, dreigeschossigen Bau, der in Holzbauweise realisiert wurde.

Der weiche Kern erhielt eine harte Schale aus Klinker-Riemchen, nicht zuletzt auch deswegen, weil der Altbau eine Klinker-Fassade besitzt. Die dunklen, farblich changierenden Verblendsteine kreieren ein schönes, lebendiges Fassadenbild.
Beim Grundriss wurde viel Wert auf Übersichtlichkeit und Großzügigkeit gelegt.

Prof. Herrmanns erläutert, dass die Kita-Erweiterung nicht nur räumlich-funktional ihr Potential entfalten sollte, sondern auch ein unprätentiöses, identitätsstiftendes Gebäude sein muss. Die linear strukturierte Raumfolge mit zwei Gruppenräumen öffnet sich mit großen Fenstern nach außen.

Die tageslichtdurchfluteten Räume bieten den Kindern und dem Personal eine angenehme Lern-, Spiel- und Arbeits-Atmosphäre. Hierfür spricht Stadtbürgermeister Wolfgang Heitmann Prof. Herrmanns ein großes Lob aus.

Über die Fragen der Gestaltakzeptanz hinaus haben wir - so Prof. Herrmanns - bei der Planung berücksichtigt, dass Kindergärten zugleich auch die Arbeitsstätte der ErzieherInnen sind, deren Bedürfnisse ebenso beachtet werden müssen. Nun gehört der Bau aber ganz den Kindern und wird sicherlich mit Freude und Kinderlachen erfüllt werden. 

Fotos: Marcel Kohnen


Coronafolgen verursachen Existenzangst bei Unternehmern

Drucken

Hilfsappell nach Mainz soll auf Ungleichbehandlung hinweisen

Westerwälder Landräte fordern Nachbesserungen

Die Landräte der drei Westerwälder Kreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis, Dr. Peter Enders, Achim Hallerbach und Achim Schwickert, fordern Gleichbehandlung und Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen. Sie wenden sich deshalb mit einem offenen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer und senden eine deutliche Forderung nach Mainz.

„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die aufgrund von täglichen Beratungsgesprächen die Nöte der heimischen Unternehmen aus erster Hand erfahren. Wir müssen Ihnen mitteilen, dass in „vorderster Reihe“ ein anderer, weniger diplomatischer, Ton von den Unternehmensvertretern angeschlagen wird. Es herrscht Unmut, Enttäuschung, Verzweiflung, Angst und das Gefühl von Ungleichbehandlung. Bei einem nicht unerheblichen Teil scheint die Situation so schlecht zu sein, dass sie als existenzbedrohend eingestuft wird. Reserven, mit dem der erste Lockdown noch überbrückt werden konnte, sind bei vielen Soloselbstständigen und UnternehmerInnen mittlerweile aufgebraucht. Zuschüsse zur Deckung von Fixkosten sind oftmals der viel zitierte „Tropfen auf den heißen Stein“. Maßnahmen wie Stundungen führen in der Regel nur zu einer zeitlichen Verlagerung der Probleme“, heißt es u.a. in dem Brief der drei Landräte.

„Aus Erfahrungen vieler persönlicher Gespräche mit Vertretern der heimischen Wirtschaft und den eigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaften wissen wir, dass Nachbesserungen der Corona-Hilfen dringend erforderlich sind“, teilt der Neuwieder Landrat Achim Hallerbach mit.

In dem offenen Brief, der sich zeitgleich auch an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Wirtschaftsminister RLP Dr. Volker Wissing sowie an Bundestags- und Landtagsabgeordnete der Region richtet, werden die Ungleichbehandlung und die damit einhergehende Gefahr der Wettbewerbsverzerrung durch unterschiedliche Regeln und Programme in den Bundesländern angemahnt. Zudem führen die Landräte vorhandene Digitalisierungsdefizite an und bemängeln die Komplexität der Hilfen einerseits und die unzureichende Kommunikation sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene andererseits.

Gleichwohl sehen sie den Brief nicht als Vorwurf, sondern Weckruf. Mit konkreten Anpassungsvorschlägen und aus ihrer Sicht notwendige Änderungen bei den laufenden Corona-Hilfen wollen die Verfasser des Briefs Anregungen liefern. So führen sie beispielsweise Fälle auf, in denen Unternehmen im Vergleichsmonat durch vielerlei Gründe weniger oder gar keinen Umsatz nachweisen konnten und deshalb nicht in den Genuss von Hilfen gelangen konnten. Auch ein Betrieb, der selbst Eigentümer der genutzten Immobilie ist, könne noch nicht einmal die Miete ansetzen. Ferner schreiben sie: "Wie erklären Sie dem Inhaber / der Inhaberin eines Friseursalons, warum er / sie lediglich laufende Kosten gelten machen kann, während die Gastronomen ihre Hilfe auf Basis von Vorjahresumsatzzahlen erhalten?"

Neue Klinikstandorte sind nicht die Lösung für die medizinische Versorgung in der ländlichen Region

Drucken

CDU-Politiker: „Vorhandene Krankenhaus-Standorte sichern und stärken!“

Region. „Das Krankenhaus in Dierdorf ist ein wichtiger Standort für die medizinische Versorgung in der Region, der gesichert und weiter gestärkt werden muss“, betont CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Neuwied/Dierdorf/Puderbach Pascal Badziong und ergänzt: „Das Evangelische Krankenhaus Dierdorf-Selters hat in den letzten Jahren durch intelligentes Management sowie die Nutzung vieler Synergien die Weichen für die Zukunft sinnvoll gestellt und eine tolle Entwicklung absolviert. Diese dezentralen Standorte für die ländliche Region müssen wir sichern!“

Unterstützung erhält Badziong vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, der mit Blick auf die Krankenhausstruktur festhält: „Die Aussagen des Geschäftsführers der DRK Trägergesellschaft, Bernd Decker, für die Krankenhäuser in Altenkirchen und Hachenburg, in Bezug auf den geplanten zentralen Krankenhausneubau in Müschenbach lassen tief blicken. Wer im eigenen Unternehmen Doppelstrukturen öffentlich anprangert, sollte diesen Vorwurf nicht an die Politik richten, sondern diese Managementherausforderungen selbst lösen.“

Der Christdemokrat empfiehlt, falls in diesem Zusammenhang Knowhow im eigenen Unternehmen fehlt, sich einmal beim Evangelischen Krankenhaus Dierdorf-Selters umzusehen. „Hier wird seit Jahren erfolgreich ein Krankenhaus an zwei Standorten geführt. Bevor nun das Land viel Geld in ein neues Projekt in Müschenbach steckt, sollte man sicher sein, dass alle notwendigen Managementaufgaben für die jetzigen Standorte vollumfänglich erledigt wurden“, mahnt Rüddel.

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und Landtagskandidat Pascal Badziong wollen von der Ministerpräsidentin eine Bestandsgarantie für die bestehenden Krankenhäuser in der Region, wenn dann der Neubau in Müschenbach realisiert wird. Rüddel weist explizit darauf hin, dass der Neubau nur eine Realisierungschance hat, wenn das Land mindestens 40 Prozent der Kosten übernimmt und für die 50 Prozent Bundesanteil die Erklärung abgibt, dass für gut zwei Jahre kein anderes Krankenhaus in Rheinland-Pfalz Geld aus diesem Bundestopf erhalten kann.

„Entsetzt bin ich über die unprofessionellen Planungsvorgaben durch das Land. Wenn man 50 Millionen Euro vom Bund als Hauptfinanzier erwartet, dann muss man auch eine regionale Versorgungsplanung vorlegen, die nicht am Ende mehr Krankenhäuser in Gefahr bringt, als sie rettet“, fordert Erwin Rüddel, der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vorsitzt.

„Mit dem Neubau in Müschenbach will man eine wirtschaftliche Baustelle überwinden und schafft stattdessen jedoch mehrere neue. Hingegen müsste aber gerade bei einer Investition von 100 Millionen Euro, mit der man zwei Millionen jährliche Defizite beseitigen will, eine langfristige Perspektive gegeben sein“, kritisiert Rüddel „die kurzsichtige Planung aus Mainz“.

Die derzeitige Planung entspricht nach Meinung des erfahrenen Gesundheitspolitikers auch nicht den aktuellen Standards für ein gestuftes System von notwendigen Notfallstrukturen: „Hiernach braucht ein Krankenhaus in dieser Lage neben der Inneren Medizin, Chirurgie und Anästhesie zusätzlich weitere Fachabteilungen. Für die Vereinbarung von gestaffelten Zuschlägen für diese Kliniken sind besondere Mindestanforderungen zu erfüllen.“

Rüddel und Badziong befürchten, dass sich das 100-Millionen-Projekt mit einer 262-Bettenplanung nicht nur selbst mittelfristig in Gefahr bringt sondern darüber hinaus durch die Doppelstrukturen auch die anderen Kliniken in der Region gefährdet. Stattdessen raten die Unionspolitiker dringend dazu, mit den anderen Krankenhausträgern in der Region einvernehmliche Projekt- und Zukunftslösungen zu finden oder aber sich auf die Sanierung der beiden Standorte in Altenkirchen und Hachenburg zu konzentrieren. „Hier unterstütze ich den Krankenhausträger gerne“, betont Erwin Rüddel.

„Der Ausbau der ambulanten Bereiche und ein Medizinisches Versorgungszentrum vor Ort, sind unterstützenswerte Projekte für die Menschen“, ist sich Pascal Badziong sicher, der sich ausdrücklich für die Stärkung heimatnaher medizinischer Versorgung einsetzt. „Zentrale medizinische Großstandorte alleine, werden unsere ländliche Region abhängen und wenig attraktiv machen“, gibt Badziong zu bedenken.

Der Westerwald sei nicht vergleichbar mit Köln oder Berlin. Einen Kahlschlag in der regionalen Kliniklandschaft dürfe es auf keinen Fall geben. „Deshalb müssen auch für kleinere Krankenhäuser Perspektiven eröffnet werden. Ein Zentralkrankenhaus zur Versorgung der gesamten Region halten wir für äußerst fahrlässig, da dadurch die Gesundheitsversorgung im Westerwald gefährdet wird“, konstatieren beide Politiker.

Dr. Matthias Reuber und Landtagsabgeordneter Michael Wäschenbach, die Kandidaten aus dem Landkreis Altenkirchen, verweisen auf das Regierungsprogramm der CDU-Landtagsfraktion und die notwendige flächendeckende Gesundheitsversorgung in ländlicher Region. Die Zusagen zum Standort Altenkirchen müssten gehalten werden. Auch das Krankenhaus in Kirchen dürfe in dieser Debatte nicht aus dem Blick geraten und es sollten auch keine Doppelstrukturen im neuen Haus zu Lasten von Kirchen errichtet werden.

„Geprüft werden muss ebenfalls kleinere Krankenhäuser unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zu multifunktionalen Versorgungszentren weiterzuentwickeln, damit der Standort, die Versorgung und die Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben. Diese Versorgungszentren können ambulante und stationäre Versorgung bieten, aber auch Angebote der Kurz-und Langzeitpflege – besonders im Bereich der Intensivpflege von Wachkoma- und Beatmungspatienten – zur Verfügung stellen“, bekräftigen Erwin Rüddel, Pascal Badziong, Michael Wäschenbach und Dr. Matthias Reuber.

Stadtwerke führen Kanalarbeiten in Heinzenweg und Hellenpfad durch

Drucken

Maßnahme soll Ende August abgeschlossen sein

Bendorf-Sayn. Im vergangenen Jahr gaben Werkausschuss und Stadtrat der Stadt Bendorf grünes Licht für die erstmalige Kanalisierung eines Teils des unteren Heinzenwegs und des Hellenpfads in Richtung Alt-Sayn bis zum Haus Hellenpfad 108.

In diesen Tagen beginnt die Firma Kolle mit der Ausführung der Baumaßnahme.

Auf einer Länge von 430 Metern werden die Kanalrohre verlegt. Im Zuge der Kanalbaumaßnahme muss im Heinzenweg auch eine neue Wasserleitung verlegt werden.

Im Heinzenweg befinden sich sehr viele Leitungen und Kabel. Von daher galt es lange Zeit als unmöglich, hier eine ausreichend dimensionierte Abwasserleitung verlegen zu können. Die größte Herausforderung stellt dabei eine Hochdruck-Ferngasleitung der Firma Open Grid Europe dar, die in den 1950er Jahren verlegt wurde. Es gibt von der Achse der Leitung nach jeder Seite einen Schutzstreifen von fünf Metern, in dem ohne die Zustimmung des Eigentümers keine Eingriffe ins Erdreich durchgeführt werden können.

Aufgrund dieser Ausgangslage ist eine gute Zusammenarbeit der Stadtwerke Bendorf mit Open Grid erforderlich: „Durch einen regen Austausch konnten bereits größere Ausbauprobleme gelöst werden“, berichtete der stellvertretende Werkleiter Siegfried Pösch bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Christoph Mohr und dem Ersten Beigeordneten Bernhard Wiemer.

Die Stadtwerke Bendorf investieren rund 650.000 Euro in die Baumaßname, die bis Ende August abgeschlossen sein soll.

Im Laufe der Arbeiten müssen die Anlieger mit erheblichen Einschränkungen rechnen, denn es ist nicht möglich, bei den engen örtlichen Verhältnissen Wasser- und Abwasserleitungen zu verlegen und gleichzeitig den Fahrzeugverkehr in vollem Umfang aufrecht zu erhalten. Die Stadtwerke Bendorf danken den Anwohnerinnen und Anwohnern daher für ihr Verständnis.

Petition: Keine Schließung der Geburtshilfe in Bad Honnef!

Drucken

Grundversorgung muss gewährleistet bleiben Landrat fordert Zeitkorridor für Gespräche

Kreis Neuwied/Stadt Bad Honnef – „Die Geburtshilfe im Bad Honnefer Cura-Krankenhaus muss erhalten bleiben!“, so der dringende Appell der Landräte des Rhein-Sieg-Kreises und des Nachbarlandkreises Neuwied, Sebastian Schuster und Achim Hallerbach, dem Bürgermeister der Stadt Bad Honnef, Otto Neuhoff, den benachbarten rheinland-pfälzischen Kommunen des Kreises Neuwied und den regionalen Landtagsabgeordneten aus Rheinland-Pfalz und NRW. Der Sprecher der Initiative „Rettet die Geburtshilfestation in Bad Honnef“, Carsten Krause, überreichte am Freitag in Bad Honnef der Geschäftsführung des Krankenhauses eine Petition mit hunderten von Unterstützerunterschriften für den Erhalt der Geburtsstation.

Bürgermeister Otto Neuhoff betonte die zentrale Bedeutung des Bad Honnefer Krankenhauses und die Rolle der Geburtshilfe. Auch in Zukunft müssten frühzeitig Gespräche geführt und Entwicklungen beleuchtet werden.

Unterstützung und großen Zuspruch erhalten die Initiatoren der Petition auch von Achim Hallerbach, Landrat des Nachbarkreises Neuwied: „In Zeiten wo wir die Menschen darin unterstützen wollen, nicht nur in Ballungsräume zu ziehen und wieder die Liebe zum Wohnen in ländlichen Regionen entwickeln sollen, kann es nicht angehen, die dezentrale medizinische Versorgung abzubauen. Gerade jungen Familien müssen wir Anreize schaffen, hierhin zu kommen und zu bleiben. Wir brauchen deshalb die Geburtshilfestation des Cura-Krankenhauses in Bad Honnef. Er forderte eine mindestens zweijährige Fortsetzung der Geburtshilfe, um in der Zeitschiene Gespräche mit NRW und Rheinland-Pfalz zu führen, damit eine Kostendeckung in den Krankenhausbedarfsplänen erzielt werden könne. Ferner forderte er für kleinere Krankenhäuser eine geänderte Finanzierungsstruktur von Bund und Länder, damit die Grundversorgungsstruktur in der Fläche erhalten bleiben könne. „Wer gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum skizziere und in den Mittelpunkt des politischen Handelns stelle, der muss auch für die Finanzausstattung sorgen,“ so Landrat Hallerbach.

Die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Ellen Demuth appellierte ebenfalls für einen Erhalt der Geburtshilfe. „Der Kostendruck und die Optimierung scheinen das vordringliche Ziel zu sein für die Schließung. Wenn das so weiter geht, gibt es nur noch wenige Geburtskliniken mit sehr hohem Umschlag,“ so Ellen Demuth. Sie stellte die Frage in den Raum, ob die Gesellschaft überhaupt diesen Kulturwandel für zentrale Entbindungen möchte. Sie sehe darin einen falschen Ansatz und forderte ein Umdenken in der Gesundheitspolitik. Der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen überreichte ebenfalls eine Resolution und warb dringend für den Erhalt.

Die Geburtsstation in Bad Honnef ist seit „Generationen“ auch für viele werdende Eltern aus dem nördlichen Teil des Landkreises Neuwied eine wichtige Anlaufstelle. "Viele Kinder aus unserem Landkreis sind dort geboren. Unsere beiden Kinder wurden ebenfalls in Bad Honnef geboren. Beste Betreuung und eine hervorragende medizinische Qualität., die fast familiäre Atmosphäre sind ein besondere Qualitätsmerkmale dieses Krankenhauses,“ betont Landrat Achim Hallerbach.

Der Standort dient darüber hinaus der Versorgung des gesamten rechtsrheinischen Bereiches zwischen Bonn und Neuwied mit einem enormen Umland von Siebengebirge und Rheinischem Westerwald.

Und Hallerbach argumentiert weiter: "Es ist unseren jungen Menschen nicht zuzumuten, gerade bei der Geburt ihrer Kinder derart große Strecken nach Bonn oder Neuwied zurückzulegen. Und da dürfen ökonomische Gründe wahrlich keine Rolle spielen. So kann keine sozial verantwortungsbewusste Bevölkerungspolitik gelingen. Hier geht es nicht um ein Wohlfühlgefühl, sondern um einen wichtigen medizinischen Versorgungsfaktor. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, sich dieser Verantwortung zu stellen und die Station unbedingt zu erhalten."

"Und auch der Bund muss gerade und insbesondere aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie die künftigen Strukturen der Gesundheitspolitik überprüfen. Gerade jetzt haben sich auch die kleineren Krankenhäuser als Grundversorger bewährt. „Neben den hochspezialisierten Kliniken brauchen wir die medizinische Grundversorgung in der Fläche. Da sind die Häuser in Bad Honnef, Linz, Asbach und Dierdorf wichtige Satelliten und Anlaufstellen. Es kann nicht das alleinige Ziel sein, alles unter das Diktat der Ökonomie zu stellen. Gesundheit und Pflege ist auch ein Bestandteil der Daseinsvorsorge. Hier erwarte ich klare Signale und neue Konzepte, um gleichwertige Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu gewährleisten,“ betont Landrat Achim Hallerbach.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL