Samstag, 23. Oktober 2021

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Probleme mit der Schulverwaltungssoftware

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Jenny Groß: Kurzfristig bei Schulverwaltungssoftware edoo.sys nachbessern

„Das Schulverwaltungsprogramm edoo.sys ist eine einzige digitale Baustelle – in der praktischen Anwendung werden die Fehler deutlich:

  • Schulleitungen müssen Einzeldaten jedes Jahr aufs Neue eingeben.
  • Datenscheiben zu erstellen, ist äußerst kompliziert und zeitaufwendig.
  • edoo.sys ist wenig selbsterklärend, schneller Support und Unterstützung durch das Bildungsministerium bleiben aus.

Die landesweite Umstellung auf das System droht zu scheitern“, befürchtet die Obfrau der CDU-Landtagsfraktion im Bildungsausschuss, Jenny Groß.

Auch gegenüber der CDU-Landtagsfraktion äußern Schulleitungen vermehrt ihren Unmut über die Software, so die CDU-Bildungsexpertin. „Viele Schulleiterinnen und Schulleiter verzweifeln an edoo.sys, weil es offensichtlich nicht möglich ist, einfach und schnell Schulstatistiken zu erstellen und zu übermitteln. Zwangsläufig entstehen keine oder fehlerhafte Statistiken.“ Beispielsweise würden falsche Zahlen an das Ministerium übermittelt, da in der Software die Eingabe für doppelt gesteckte Lehrerinnen und Lehrer, Referendare etc. oder betreutes Frühstück etc. nicht eingeben werden könnten. Stattdessen würde oft einfachheitshalber Förderunterricht eingegeben, der aber faktisch nicht stattfinde.

Groß weiter: „Es kann nicht sein, dass eine Software, die dazu gedacht war, die Schulleitungen zu entlasten, nun dazu beiträgt, dass Fehler übermittelt und zusätzlich noch die Arbeitsbelastung der Verantwortlichen zunimmt – und das zum Nachteil der Schülerschaft. Die edoo.sys-Einführung fand geplant statt, das Bildungsministerium hätte die Software auf ihre Tauglichkeit prüfen müssen. Mehrstunden, die für Schulleitungen für die Handhabung von edoo.sys anfallen, hätten im Vorfeld einkalkuliert werden müssen. Zusätzlich zu den Corona-Herausforderungen müssen sich Schulleitungen auch noch mit einem nicht funktionierenden Schulverwaltungsprogramm herumschlagen.“

Groß kündigt an, die Probleme um edoo.sys im nächsten Bildungsausschuss des Landtages anzusprechen. Kurzfristig müsse die Schulverwaltungssoftware nachgebessert werden, damit die neue Frist tatsächlich eingehalten werden kann. Zudem müsse auch der technische Support für Schulleitungen schnell hochgefahren werden. „Langfristig führt sicher kein Weg daran vorbei, dass Schulleitungen mehr Entlastungsstunden für statistische Aufgaben erhalten und zusätzliche Verwaltungsstellen an Schulen für solche Aufgaben geschaffen werden – viele kleine Grundschulen haben schlichtweg keine entsprechende Schulverwaltung in diesem Ausmaß“, so Jenny Groß.

Deutscher Pflegetag 2021

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Michael Wäschenbach: Gute Pflege braucht gute Bedingungen

Heute und morgen, am 13. und 14. Oktober treffen sich Pflegeexperten in Berlin zum Deutschen Pflegetag. Es ist der führende Fachkongress für die beruflich Pflegenden. „Besonders in einer Zeit der Pandemie ist es wichtiger denn je, aktuelle Herausforderungen und Belange der Pflegefachkräfte zu besprechen und zu diskutieren“, sagt der Leiter des Zukunftsfeldes Zusammenhalt der Gesellschaft, Michael Wäschenbach.

„Pflegebedürftige Menschen verdienen die beste Pflege, das geht nur mit gut ausgebildeten Pflegekräften und ausreichend Personal. Pflege wird immer anspruchsvoller, weil Pflegebedürftigkeit differenzierter wird und der Fachkräftemangel zu großen Belastungen führt. Das Selbstbewusstsein des Berufsstandes ist gewachsen, Erwartungen und Anforderungen haben sich verändert.

Der Deutsche Pflegetag ist ein wichtiges Sprachrohr für die Forderungen, Wünsche und Nöte der Pflegenden in Richtung Politik und Gesellschaft. Durch die Corona-Pandemie wurde deutlich, wie wichtig es ist, gut ausgebildete Pflegekräfte in unseren Krankenhäusern und Seniorenheimen zu haben. Dementsprechend muss es unser aller Ziel sein, die Attraktivität der pflegerischen Ausbildung und auch die Qualität der Ausbildung zu halten.

Gelingen kann gute Pflege nur, wenn wir in allen Pflegebereichen, stationär und ambulant, ausreichend Pflegekräfte haben, die deutlich besser bezahlt werden und in gute Arbeitsbedingungen eingebunden sind. Dazu gehört auch die Situation der pflegenden Angehörigen und der 24-Stunden Pflege. Für all das setzen wir uns als CDU-Fraktion weiter ein“, so Wäschenbach.

Inklusive Bildung /Studie des WZB

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Jenny Groß:Schwerpunktschulen materiell und personell besser ausstetten

Eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) beschäftigt sich mit dem Thema „Inklusive Bildung“. Rheinland-Pfalz gehört zusammen mit Baden-Württemberg und Bayern zu den Bundesländern, in denen der Zustand der schulischen Inklusion am schlechtesten ist – diese faktisch nicht stattfindet. Die Wissenschaftler sprechen von einem Verstoß gegen Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention. Diese verpflichte Deutschland unter anderem, Menschen mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Schulsystem auszuschließen und in gesonderte Strukturen zu drängen. Dazu äußert sich die Obfrau des Bildungsausschusses Jenny Groß:

„Eltern stehen vor einem Dilemma: Entweder der Besuch des Kindes auf einer Förderschule, mit zu wenig personeller Ausstattung oder eine Beschulung auf einer Schwerpunktschule, die ebenso über mangelndes Personal klagt und der gewünschte inklusive Unterricht nicht gelingt.

Seit Jahren wird das Modell der Schwerpunktschule in Rheinland-Pfalz geführt, spätestens jetzt muss die Frage gestellt werden, ob das Land wirklich alles dafür Notwendige getan hat, um es erfolgreich für die Kinder, Eltern und alle Lehrkräfte zu führen. Das Resultat ist ernüchternd, wie so vieles in der Bildungspolitik im Land.“ Es mangele wie so oft an einer Personaloffensive für Lehrer und Inklusionskräfte sowie für Schulsozialarbeit. Wenn das Land hier nicht endlich seine Hausaufgaben mache, verkomme diese Schulform und ist ein Modell auf dem Abstellgleis, wie es auch die Studie belegt, so Groß weiter. „Es hilft das beste Konzept für inklusiven Unterricht nichts, wenn das Gerüst nicht steht.

Wir müssen genauso unsere Förderschulen stärken, denn sie werden benötigt. Aber auch hier mit der entsprechend personellen wie materiellen Ausstattung, sonst gilt auch hier, dass diese benötigte Schulform der Schließung geweiht ist. Jedes Kind benötigt entsprechend seiner Fähigkeit eine Schulform, ebenso müssen dafür alle notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen sein und hier attestieren wir der Landesregierung ein ungenügendes Arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und im Sinne der Bildung unserer Kinder zu handeln.

Die Landesregierung verkennt auch in dieser Situation die Lage vollkommen. Inklusion kann und wird nur funktionieren, wenn die Schulen dementsprechend ausgestattet sind und das Personal geschult ist – andere Bundesländer machen es vor. Auch der Vorschlag, eine Fakultät für Sonderpädagogik in Koblenz zu installieren, löst dieses Problem nicht alleine, denn bis hier Entscheidungen getroffen sind, dauert es lange. Es ist dringend notwendig, dass die bereits vorhandenen Schwerpunktschulen, reformiert und sowohl personell als auch materiell besser ausgestattet werden. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung verdienen die bestmögliche Bildung.

Digitalisierung der Verwaltung / Onlinezugangsgesetz (OZG)

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Peter Moskopp:
Ampel-Regierung hat kommunale Verwaltungen bei Digitalisierung zu lange alleine gelassen

„Bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes hätten wir uns definitiv mehr Tempo und mehr Gemeinsinn gewünscht“, erklärt der Obmann der CDU-Landtagsfraktion im Ausschuss für Digitalisierung, Peter Moskopp. Er hält fest, dass das näher rückende Fristende (Ende 2022) besonders vielen kommunalen Behördenverantwortlichen im Land schlaflose Nächte bereite.

„Die Ampel-Regierung hat die Kommunen in Rheinland-Pfalz mit der Umsetzung der Verwaltungsdigitalisierung zu lange alleine gelassen. Das hat Digitalisierungsminister Schweitzer nun auch erkannt – allerdings zu spät. Während der Bund mit seinem Zukunftspaket die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes mit insgesamt drei Milliarden Euro finanziell unterstützt hat, blieben Kommunen in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung auf sich alleine gestellt – mit dem wahrscheinlichen Ergebnis, dass die Zielmarke Ende 2022 nun nicht zu halten ist. Wir haben oft darauf hingewiesen, dass kommunale Verwaltungen besonders personelle Unterstützung benötigen, um die Mammutaufgabe der Behörden-Digitalisierung zu stemmen.“

Peter Moskopp zeigt sich verwundert, dass der rheinland-pfälzische Digitalisierungsminister zur Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes auf den Bund blickt. Moskopp fragt: „Wo ist der rheinland-pfälzische Plan, wie Verwaltungen im Land digitaler werden sollen? Wie möchte die Ampel-Regierung kommunale Behörden bei der Digitalisierung konkret unterstützen? Gibt es einen aktualisierten Zeitplan, wenn Herrn Schweitzer bekannt ist, dass das Fristende nicht einzuhalten ist?“

Die CDU-Fraktion habe diese Problematik in verschiedenen Anfragen der vergangenen Monate immer wieder thematisiert, so Moskopp.

Joachim Paul (AfD): SWR hat moralische Verpflichtung für das Ahrtalradio

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Am Freitag, dem 8. Oktober 2021 wurde im Ausschuss für Digitalisierung, digitale Infrastruktur und Medien des Landtags Rheinland-Pfalz der AfD-Antrag „Ungewisse Finanzierung des Ahrtalradios“ behandelt. In ihrem Bericht teilte die Landesregierung mit, dass sie aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit der Unterstützung sieht. Begründung: Privat betriebener Rundfunk könne nicht mit staatlichen Mitteln gefördert werden. Zuvor hatte Joachim Paul (AfD) vorgeschlagen, das Ahrtalradio entweder aus dem Acht-Milliarden-Euro-Topf der Rundfunkbeiträge oder mit Mitteln aus dem Fluthilfefonds zu unterstützen.

Joachim Paul, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz und für die AfD-Fraktion im Ausschuss für Digitalisierung, digitale Infrastruktur und Medien, zum Bericht der Landesregierung: „Die ablehnende Antwort der Landesregierung erstaunt insofern, als im Ahrtal faktisch weiterhin der Ausnahmezustand herrscht. Die Folgen der Flutkatastrophe sind so einschneidend, dass es irritiert, wenn das Ahrtalradio als gewöhnlicher privater Radiosender eingestuft wird. Das Ahrtalradio bietet Lebenshilfe und leistet eine Grundversorgung, zu welcher der SWR offenkundig nicht in der Lage ist. Deshalb hätte ich mir von der Landesregierung mehr Kreativität gewünscht. Ich sehe hier aber auch den SWR in der moralischen Verpflichtung, wenigstens ein kleines Stückchen von seinen riesigen Zwangsrundfunkbeiträgen zur Verfügung zu stellen, damit die Finanzierung des Ahrtalradios gesichert werden kann.“

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