Dienstag, 02. März 2021

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Homeschooling 2021

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Anke Beilstein: Wut, Verzweiflung und Frustration –Fehlstart in den Fernunterricht

„Dieses Chaos war vorprogrammiert: Statt reibungslosem Distanzunterricht sind Eltern wĂŒtend, SchĂŒlerinnen und SchĂŒler verzweifelt und Lehrerinnen und Lehrer frustriert – seit dem Morgen ist der Bildungsserver des Landes nicht erreichbar. Homeschooling via Moodle ist nicht möglich“, erklĂ€rt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anke Beilstein. „Ein Fehlstart in den Fernunterricht, den die Landesregierung zu verantworten hat. Der nĂ€chste Fauxpas nach der unwirksamen Beruhigungspille, die MinisterprĂ€sidentin Dreyer gestern verteilt hat, als sie ankĂŒndigte, dass sich Kitapersonal bis zum 18. Januar einmal anlasslos auf Corona testen lassen kann.“

„MinisterprĂ€sidentin Dreyer und Bildungsministerin Hubig mĂŒssen erklĂ€ren, wie es zu dieser Panne kommen konnte. Unterricht wird in den nĂ€chsten Wochen ausschließlich auf Distanz stattfinden können, dann muss die Technik funktionieren und einsatzbereit sein. Ich erwarte, dass die Landesregierung die Fehler findet, benennt und behebt.“

Frau Hubig hĂ€tte die letzten drei Tage vor den Ferien nutzen sollen, um die Systeme zu testen. Stattdessen habe sie die Lehrerinnen und Lehrer in PrĂ€senz in die Schulen geschickt, um in leeren KlassensĂ€len die nicht vorhandenen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler zu unterrichten.

Anke Beilstein konkretisiert: „Wir brauchen endlich ein tragfĂ€higes Konzept fĂŒr Kitas und Schulen, das wissenschaftsbasiert ist und dem Gesundheitsschutz optimal Rechnung trĂ€gt. Das Durchlavieren der Landesregierung muss 2021 ein Ende haben, denn Fakt ist: Es wird an Kitas ebenso wenig ein verantwortbarer Regelbetrieb geben, wie an Schulen ein durchgĂ€ngiger PrĂ€senzunterricht.“ Beilstein entlarvt die AnkĂŒndigung der MinisterprĂ€sidentin, dass sich Kitapersonal bis zum 18. Januar einmal anlasslos auf Corona testen lassen kann, als „unwirksame Beruhigungspille“. „Und was passiert nach dem 18. Januar?“, fragt die Bildungspolitikerin. „Verkaufen Sie Erzieherinnen und Erzieher nicht fĂŒr dumm, Frau Dreyer!“

„Alle am Schulbetrieb Beteiligten fragen sich, wie lange noch ihr berechtigtes Interesse auf Gesundheitsschutz derart unterlaufen wird. Mit dem Hubig-Mantra ‚PrĂ€senzunterricht ĂŒber alles‘ hat zu keinem Zeitpunkt eine echte AbwĂ€gung zwischen dem Anspruch auf Bildung und dem Anspruch auf Gesundheitsschutz stattgefunden. Es muss jetzt aber endlich Schluss sein mit ‚Abwarten statt AbwĂ€gen‘.