Dienstag, 02. März 2021

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Dr. Jan Bollinger (AfD) fordert Corona-Strategiewechsel:

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Risikogruppen wirksam schĂŒtzen, Lockdown-Kahlschlag beenden!

Seit MĂ€rz vergangenen Jahres versucht die Regierung unter Beratung von Medizinexperten die Corona-Pandemie mit immer hĂ€rteren Maßnahmen zu bekĂ€mpfen. Außer Acht gelassen wurde hierbei die Gruppe der besonders stark gefĂ€hrdeten Menschen in Alten- und Pflegeheimen, in denen trotz Lockdown die höchsten Infektionszahlen und TodesfĂ€lle zu beklagen sind.

Der Neuwieder Landtagsabgeordnete und Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz Dr. Jan Bollinger Ă€ußert sich zur Impfstrategie und zu den aktuellen Corona-Maßnahmen wie folgt: „Risiko-Gruppen mĂŒssen ins Zentrum der PandemiebekĂ€mpfung gerĂŒckt werden. Insbesondere in den Alten- und Pflegeheimen gibt es viel zu wenige Testungen, verletzliche Personen werden nicht ausreichend geschĂŒtzt. Die erschreckenden Todeszahlen bei den ĂŒber 70-jĂ€hrigen sprechen hier eine eindeutige Sprache. Wir fordern daher flĂ€chendeckende, lĂŒckenlose und tĂ€gliche Tests fĂŒr alle, die ein solches Heim betreten. Geschieht dies nicht, besteht die permanente Gefahr, dass das Virus von Personen außerhalb eingeschleppt wird. Leider ist auch die neue Landesverordnung nicht dazu geeignet, den notwendigen Schutz sicherzustellen. Selbst die Impfung wird das Problem kurzfristig nicht lösen könne, weil zu wenig Impfstoff vorhanden ist und nach aktuellem Stand eine Weitergabe der Infektion trotz Impfung nicht sicher ausgeschlossen werden kann."

„Um fĂŒr zu Hause lebende Senioren eine grĂ¶ĂŸtmögliche Sicherheit zu gewĂ€hren, fordern wir zudem Taxi-Gutscheine fĂŒr notwendige Fahrten zum Arzt oder zum Einkaufen. DarĂŒber hinaus sollte der Einzelhandel eigene GeschĂ€ftszeiten fĂŒr Ă€ltere und vorerkrankte Menschen einrichten, so wie das in manchen Kommunen bereits jetzt praktiziert wird.“

Dr. Bollinger weiter: „Ich mache die MinisterprĂ€sidentin persönlich dafĂŒr verantwortlich, dass in unseren Alten- und Pflegeheimen hunderte von Menschen gestorben sind. Die von ihr gefĂŒhrte Landesregierung hat unsere Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen und insbesondere einer lĂŒckenlosen Testung nicht umgesetzt. Stattdessen hat man sich mit der ausschließlichen Fokussierung auf die willkĂŒrlich festgelegten Inzidenzwerte in eine Sackgasse manövriert, aus der man jetzt nicht mehr herausfindet.“

„Um den Herausforderungen wirklich gerecht zu werden, muss das komplexe Problem Corona ganzheitlich in den Blick genommen werden. Hierzu gehören auch die katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des nun schon fast dreimonatigen Lockdowns: Vereinsamung vor allem bei Kindern und Senioren, ĂŒberlastete Familien, massive Bildungsverluste fĂŒr die SchĂŒler. Betriebe aus der Gastronomie, dem Einzelhandel und vielen weiteren Bereiche stehen am Rande des finanziellen Abgrunds. DEHOGA-PrĂ€sident Gereon Haumann warnt vor einem ‚Tsunami an Insolvenzen‘ in seiner Branche, auch weil die Novemberhilfen immer noch nicht vollstĂ€ndig ausgezahlt sind. Von einem erfolgreichen Corona-Management kann also in keiner Weise die Rede sein. FĂŒr den Misserfolg mĂŒssen nun die BĂŒrger geradestehen.“

Dr. Bollinger abschließend: „Nur wenn es gelingt, die besonders gefĂ€hrdeten Gruppen endlich effektiv zu schĂŒtzen, können wir Leben retten und gleichzeitig den mit hohen KollateralschĂ€den verbundenen Lockdown aufheben, ohne damit unser Gesundheitssystem zu ĂŒberlasten. Das ist die einzige rationale und zielfĂŒhrende Strategie, die zusammen mit einer hoffentlich erfolgreichen Impfung den Weg aus der Corona-Krise weist. Eine VerlĂ€ngerung des Lockdowns bis Ostern muss mit allen Mitteln vermieden werden.“