Dienstag, 02. März 2021

Letztes Update:08:03:57 AM GMT

region-rhein.de

Medienausschuss befasst sich mit Fehlstart in den Fernunterricht

Drucken

Anke Beilstein / Josef Dötsch: Keine HĂ€rtetests fĂŒr Lernplattformen des Landes

Der Medienausschuss des rheinland-pfĂ€lzischen Landtags hat sich in seiner jĂŒngsten Sitzung mit der technischen Panne zum Auftakt des Fernunterrichts nach den Weihnachtsferien beschĂ€ftigt. Dabei kam heraus, dass die Landesregierung offensichtlich nur mangelhaft die technische StabilitĂ€t der Plattformen ‚Moodle‘ und ‚BigBlueBotton‘ im Vorfeld getestet hat.

Bitte beachten Sie dazu folgende AusfĂŒhrungen des medienpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Josef Dötsch, sowie der bildungspolitischen Sprecherin und stellvertretenden Vorsitzenden Anke Beilstein:

„Die Landesregierung hat es versĂ€umt, die Lernplattformen einem echten HĂ€rtetest unter realen Zugriffs- und Echtzeitbedingungen zu unterziehen, bevor die Systeme an den Start gingen. Das ist maximal unprofessionell und war zum Scheitern verurteilt“, erklĂ€rt Josef Dötsch. „Tests hĂ€tten vor Weihnachten geschehen mĂŒssen, um technische Probleme frĂŒhzeitig zu beheben. Auch die Einbeziehung externer Spezialisten, hĂ€tte den professionell notwendigen Maßnahmen vor Systemstart entsprochen. Leichtfertig hat die Landesregierung die Schulen, Lehrerinnen und Lehrer sowie SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nach Ferienende zur ‚Testgruppe‘ gemacht – ein Versuch, der deutlich schiefgelaufen ist.“

Im Medienausschuss wurde deutlich, dass die massiven Zugriffe die aufgabengemĂ€ĂŸ durch SchĂŒlerinnen und SchĂŒler erfolgten das System lahmgelegt haben und somit wahrscheinlich doch die Hauptursache darstellen könnten.

Anke Beilstein ergĂ€nzt: „Es gibt professionelle Systeme und professionelle Anbieter. Sowohl Verwaltungen wie Wirtschaftsbetriebe nutzen diese und mĂŒssen dabei datenschutzrechtlich einwandfrei arbeiten. Warum soll das fĂŒr Schulen nicht möglich sein? Die Ableitung, dass der Server der Uni Mainz angesichts 32.000 Studierender auch fĂŒr die zusĂ€tzliche GrĂ¶ĂŸenordnung von landesweit 565.000 SchĂŒler und LehrkrĂ€fte ausreicht, ist nicht nachvollziehbar.“