Montag, 23. November 2020

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Wettbewerb „Sterne des Sports“ 2020 in Rheinland-Pfalz

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Applaus für die Turngemeinde Oberlahnstein 1878 e.V., die mit einem Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Verdienter Lohn für sportliche Initiativen mit Vorbildcharakter. Sechs Sportvereine aus Rheinland-Pfalz hatten es beim diesjährigen Wettbewerb der Volksbanken und Raiffeisenbanken um die „Sterne des Sports“ bis zur Endrunde auf Landesebene geschafft. Unter ihnen die TGO Lahnstein, die ihre Bewerbung bei der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG eingereicht hatte und für ihr Projekt mit einem Förderpreis belohnt wurde.

In diesem Jahr musste man allerdings wegen der Corona-Pandemie auf die feierliche Preisverleihung im festlichen Rahmen in der Staatskanzlei und – wie in den Vorjahren – auf die Mitwirkung von Sportminister Roger Lewentz und LSB-Vizepräsident Jochen Borchert verzichten. Sowohl Sportminister Roger Lewentz als auch der Landessportbund Rheinland-Pfalz gratulierten deshalb in einem Grußwort. Der Minister betonte dabei die ausgeprägte Vereinsstruktur in Rheinland-Pfalz. Die Übergabe des Preisgeldes von 500 Euro erfolgte am 20.11.2020 durch Günter Groß, Bereichsleiter der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg.

Seit 2017 bietet die Turngemeinde Oberlahnstein den Kurs „Bewegung trotz(t) Demenz" an. Er richtet sich an Menschen mit beginnender Demenz und findet in kleinen Gruppen mit bis zu zehn Personen statt. Die Übungen sollen gezielt ihre kognitiven Fähigkeiten und Mobilität fördern, damit sie im Alltag möglichst lange selbständig zurechtkommen. Bei diesem Sportangebot arbeitet der Verein eng mit dem Caritasverband und einem Demenz-Netzwerk zusammen, um Betroffene und ihre Familien zu erreichen. Die Stadt Lahnstein übernimmt den Transport. Alle werden zu Hause abgeholt und wieder zurückgebracht. Auch in der Corona-Krise hat der Verein eine kreative Lösung gefunden, wie der Kurs weitergehen kann. Die Übungsleiterinnen verteilten persönlich „Übungskarten Bewegung aktiv", die wie Spielkarten gestaltet sind und Übungen, die man zu Hause nachmachen kann, zeigen.

Für den Landessportbund Reinland-Pfalz gratulierte der kommissarische Hauptgeschäftsführer Christof Palm: „Gerade der Breitensport bietet Möglichkeiten für die gesamte Gesellschaft. Egal ob jung oder alt, unterschiedlicher Herkunft oder sozialem Status. Häufig steht der Leistungssport medial im Fokus und wird wesentlich stärker bezuschusst als Breitensport. Deshalb ist die Förderung des Breitensports und ein Preis wie die Sterne des Sports umso wichtiger. Sportvereine halten unsere Gesellschaft zusammen, bauen Brücken und schaffen soziale Strukturen, die auch außerhalb von Familie oder Schule funktionieren. Gerade in der Corona-Zeit haben Vereine durch ihr vielfältiges soziales Engagement gezeigt, dass Verein mehr ist als nur Sport. Verein steht für Gemeinschaft, für Solidarität, für Miteinander. Großes Engagement des Einzelnen und das Zusammenwirken als Team/Gruppe ist im Breitensport etwas ganz Besonderes. Es zählt das ‚Wir‘ – das verdient Anerkennung und deshalb unterstützen wir die Sterne des Sports nach Kräften.“

Prokurist Günter Groß gratulierte der 1. Vorsitzenden der TGO, Annerose Thörmer herzlich: „Als regional verankerte Volksbank liegen uns die Menschen in unserem Geschäftsgebiet ganz besonders am Herzen. Sportvereine wie die TGO sind wichtige Vorbilder vor Ort und leisten einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Krankenhaus gedenkt Namenspatronin

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Der 19. November steht im Lahnsteiner St. Elisabeth Krankenhaus ganz im Zeichen der Namenspatronin.

Lahnstein. „Den Tag der Heiligen Elisabeth nehmen wir jedes Jahr zum Anlass, im Haus unserer Namenspatronin zu gedenken und ein wenig zu feiern“, erläutert Geschäftsführer Olaf Henrich. „Unter anderem haben wir bis im letzten Jahr eine große Messe gefeiert und sind mit den Mitarbeitern in der Cafeteria zusammen gekommen, um gemeinsam zu frühstücken.“ Im Gespräch erläutert Henrich weiter, dass das Direktorium üblicherweise jeden Patienten persönlich besuche, eine kleine Aufmerksamkeit überreiche und über die Geschichte des Hauses und das Wohlbefinden des Patienten ins Gespräch käme. Für die Patienten sei das eine schöne Abwechslung im Klinikalltag.

In diesem Jahr war all dies coronabedingt nicht möglich. Der Gottesdienst konnte nicht in gewohnter Form stattfinden, ein Zusammenkommen war nicht möglich und ein Rundgang durch’s gesamte Haus auch nicht angeraten.

Um trotzdem der Heiligen Elisabeth zu gedenken, haben alle Patienten des Hauses einen Gruß des Direktoriums, eine Postkarte mit der Geschichte der Namenspatronin und einen Kühlschrankmagnet mit den ihr zugesprochenen Worten „Lasst uns die Menschen froh machen“ erhalten. Die Mitarbeitenden wurden in den Frühstückspausen mit einem Coffee-to-go-Becher überrascht.

„Fürs nächste Jahr hoffen wir aber, dass wir wieder in gewohnter Weise miteinander den Tag unsere Namenspatronin feiern können“, meint Henrich abschließend.

Die Heilige Elisabeth und das Rosenwunder
Die 1207 geborene Tochter des ungarischen Königs Andreas II. wurde bereits als Kleinkind mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt. Als Vierzehnjährige heiratete sie ihn und brachte in den folgenden Jahren drei Kinder zur Welt.

Die Großzügigkeit Elisabeths sowie ihr Einsatz für arme und kranke Menschen wurden von der Familie Ludwigs nicht gern gesehen. Als sie wieder einmal mit einem mit Brot gefüllten Deckelkorb die Burg verließ, hielt ihr Mann sie auf Druck seiner Familie auf, um zu sehen, was sie bei sich hatte. Elisabeth öffnete den Korb und darin waren Rosen statt Brot zu finden. Dies ist als Rosenwunder in die Geschichte eingegangen.

Sechs Jahre nach der Hochzeit starb Ludwig IV. Der neue Landgraf, Ludwigs Bruder, forderte umgehend, dass sie sich nun endlich den höfischen Gepflogenheiten anpassen oder ohne ihr Erbteil die Wartburg verlassen müsse. Elisabeth zog daraufhin nach Marburg und gründete dort mit einer kleinen Abfindung ein Hospital, indem sie vor allem Patienten betreute, die aufgrund von Armut oder der Art der Krankheit in anderen Krankenhäusern nicht behandelt wurden.

Am 17. November 1231 starb sie mit nur 24 Jahren und wurde bereits vier Jahre später heiliggesprochen.

Schienenhilfe sammelt 10000 Euro für Klage gegen Bahn nach Unglück in Niederlahnstein

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Koblenz, 17.11.2020. - Die Deutsche Schienenhilfe will eine mögliche Schadenersatzklage der Stadt Lahnstein wegen des Zugunglücks am 30. August 2020, bei dem es zu starken Umweltverschmutzungen kam, finanziell unterstützen. Dafür hat die Deutsche Schienenhilfe 10000 (zehntausend) Euro bei Anwohnern des Mittelrheintals gesammelt. Die Summe wird der Stadt bei rechtskräftigem Prozessende als Schenkung nach Paragraph 516 des Bürgerlichen Gesetzbuches angeboten.

„Die Verantwortlichkeiten müssen in einem möglichen Zivilprozess klar benannt werden“, sagte Jochen Zenthöfer, Sprecher der Deutschen Schienenhilfe in Koblenz. Sollten sich im Prozess die Parteien einigen (sogenannter Vergleich), wird die Schienenhilfe die Summe nicht zur Verfügung stellen: „Ein Vergleich ist kein Urteil. Ein Urteil wäre aber wichtig als Maßstab, falls es künftig wieder zu Unglücken kommen sollte. Das Mittelrheintal ist tagtäglich gefährdet, Tag und Nacht können noch viel schlimmere Unglücke geschehen.“

Die Stadt Lahnstein hat nach dem schweren Güterzugunfall Ende August einen Rechtsanwalt beauftragt. Nach Angaben des SWR soll er mögliche Schadensersatzansprüche gegen die Bahn prüfen und durchsetzen. Die Stadt fordert außerdem, dass die Bahn in den kommenden 30 Jahren für Folgeschäden aufkommt.

Zum Hintergrund:
Am 30. August 2020 entgleiste ein Güterzug in Höhe des Bahnhofs Niederlahnstein. 180.000 Liter Diesel liefen aus. Der Schaden für die Umwelt ist enorm. Auf 2.400 Quadratmetern wurden schon Erde und Gestein ausgetauscht. Die Sanierungsarbeiten erweisen sich wegen der topographischen Gegebenheiten als schwierig.

Hinweis:
Sollte die Bahn (oder ein anderer Prozessgegner) den Prozess verlieren, und die Kosten der Klägerin, der Stadt Lahnstein, übernehmen müssen, wird die Schienenhilfe nicht spenden. Die Summe wird dann einem anderen Projekt zur Verfügung gestellt, vorzugsweise einem, das Lokführer*innen hilft. Dieses Vorgehen ist mit den Spender*innen abgestimmt.

CDU-FRaktion im Rat der Stadt Lahnstein

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Lahnsteiner CDU- Fraktion hat den Haushalt im Blick

Kämmerer Peter Ring erläutert die Eckpunkte

In ihrer am letzten Wochenende durchgeführten Fraktionssitzung beriet die CDU Stadtratsfraktion den Haushalt für das kommende Haushaltsjahr.
Stadtkämmerer Peter Ring startete dabei mit einem Rückblick auf das Jahr 2020, da dies für die Betrachtung des Haushalts 2021 von hoher Bedeutung ist.

Nach einer sehr schwierigen Haushaltsgenehmigung durch die ADD, war und ist das aktuelle Haushaltsjahr durch die COVID-19-Pandemie gekennzeichnet. Dies hat natürlich finanzielle Auswirkungen auf der Einnahmeseite (Gewerbesteuermindereinnahmen in Höhe von rd. 3 Mio €) aber auch auf der Ausgabeseite u.a. durch erhöhte Mehraufwendungen durch Hygienemaßnahmen.

Die Ausgangslage für 2021 ist somit alles andere als günstig: neben einer hohen Liquiditätsverschuldung ist der Haushaltsentwurf durch einen Fehlbedarf in Höhe von 5,6 Mio € belastet. Einen Hoffnungsschimmer sehen die Lahnsteiner Christdemokraten durch aktuell anhängige Gerichtsverfahren zur kommunalen Finanzausstattung. Gerade in Rheinland-Pfalz – 11 von 20 der höchsten verschuldeten Gemeinden kommen aus RLP! – ist die Finanzausstattung besonders schlecht.

Die CDU Fraktion hat dennoch einige Schwerpunkte herausgearbeitet. Neben bereits in den Ausschüssen beratenen investiven Projekten wie der Verkehrsanbindung in Niederlahnstein, dem Kur- und Heilwald, der Generalsanierung des Alten Rathauses, der innerörtlichen Entlastungsstraße und der Lahnufergestaltung mit einer Lahnquerung für Fahrradfahrer im Hinblick auf die BUGA sollen nach dem Wunsch der CDU folgende Themen umgesetzt werden:

1.)    Öffentliche Sicherheit:

  • Personelle Verstärkung und Verbesserung der Ausstattung des Ordnungsamtes und

2.)    Verkehrspolitik

  • Verbesserung der Radwegenetzes
  • Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone in der Stauffenbergstraße

3.)    Ehrenamt, Tourismus und Kultur

  • Neukonzeption der Schutzhütte Ruppertsklamm (die Entschärfung der Verkehrssituation an der B 260 sowie die Schaffung von Parkplätzen hat der zuständige Ausschuss bereits einstimmig befürwortet)
  • Einrichtung eines Fonds für durch die Krise in Not geratene Vereine und Kulturtreibende

4.)    Wirtschaftspolitik

  • Keine kommunalen Steuererhöhungen – keine Erhöhung von Hebesätzen

Privates Laub gehört nicht in städtische Laubkörbe

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Lahnstein. Im Stadtgebiet von Lahnstein werden alljährlich über den Herbst insgesamt 100 Laubkörbe aufgestellt. Sie sind dazu gedacht, dass die reinigungspflichtigen Anlieger das anfallende Laub der städtischen Bäume, die im öffentlichen Verkehrsraum stehen, darin sammeln können. Die Körbe werden vom Baubetriebshof regelmäßig geleert.

Immer wieder erreichen die Verwaltung Informationen, wonach Anlieger Laub und Grünschnitt aus den privaten Gärten in den Laubkörben der Stadt entsorgen. Aus diesem Grund weist die Stadtverwaltung Lahnstein noch einmal darauf hin, dass das nicht erlaubt ist. Wer privaten Müll – gleich welcher Art – im öffentlichen Bereich entsorgt, begeht eine illegale Abfallentsorgung, die als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.

Da das Aufstellen der Laubkörbe eine freiwillige, nicht verpflichtende Angelegenheit der Stadt darstellt, sollten die Körbe auch nur zum angedachten Zweck genutzt werden.

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