Montag, 25. Mai 2020

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Stadtverwaltung Lahnstein informiert zu den Öffnungen an Grundschulen

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Notbetreuung für andere Klassenstufen und Kindertagesstätten

Lahnstein. Ab Montag, 04. Mai 2020 werden die Grundschulen stufenweise auch in Lahnstein wieder geöffnet. Zunächst starten die Viertklässler an der Schillerschule, Goetheschule und an der Grundschule in Friedrichssegen.

Damit Schulen trotz der derzeit geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie schrittweise wieder geöffnet werden können, sind besondere Vorkehrungen erforderlich. Hierzu wurde seitens des Ministeriums für Bildung in Abstimmung mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie der „Hygieneplan Corona“ erarbeitet, der in Ergänzung zu den schulischen Hygieneplänen besondere Regelungen der Pandemiebekämpfung beinhaltet. Die Umsetzung dieser Regelungen wird für die Lahnsteiner Grundschulen durch das Gesundheitsamt des Rhein-Lahn-Kreises begleitet und abgestimmt. Bei jeder Grundschule erfolgt eine Begehung durch Vertreter der Stadtverwaltung und zum Teil auch durch Vertreter der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit den Schulleitungen wird die Reinigung der Schulen, die Bereitstellung ausreichender Mengen an Seife, Papierhandtüchern und Desinfektionsmitteln sowie die Planung und Organisation der Nutzung der Unterrichtsräume besprochen.

Zudem dürfen maximal 15 Kinder in einem Klassenraum unterrichtet werden.

Das macht es erforderlich, die Klassen in Lerngruppen zu teilen. Somit startet der Präsenzunterricht am 04. Mai 2020 für die erste Lerngruppe und am 11. Mai 2020 für die zweite Lerngruppe der 4. Klassen. Somit findet der Unterricht für die betroffenen Schülerinnen und Schüler dann im wöchentlichen Wechsel zwischen Unterricht in der Schule und pädagogischem Lernen zu Hause statt.

Alle anderen Klassenstufen sowie den Viertklässlerinnen und Viertklässlern, die aus persönlichen Gründen nicht an der Präsenzbeschulung teilnehmen können, wird durch die Schule weiterhin ein pädagogisches Lernangebot für Zuhause zur Verfügung gestellt.

Auch wenn die Schulen hier eine Notreserve vorhalten, ist es wichtig und nötig, dass Eltern ihren Kindern für die Pausen und den Schülertransport einen Mund-Nasen-Schutz mitgeben. Dabei kann es sich um eine sogenannte Alltagsmaske, aber auch um einen Schal oder ein Tuch handeln.

Die Notbetreuung in den Schulen findet zusätzlich zur regulären Unterrichtszeit nun auch während den Nachmittagsstunden an den Ganztagsschulen statt. Die Notbetreuung kann von Familien, die einem sogenannten systemrelevanten Beruf nachgehen, aber  auch von Familien, die in nun wieder anlaufenden Wirtschaftsunternehmen beschäftigt sind, genutzt werden. Auch Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf haben die Möglichkeit erhalten, die Notbetreuung in Anspruch zu nehmen.

Grundsätzlich gilt: Wer keine Kinderbetreuung organisieren kann, aber dringend eine benötigt, kann von der Notbetreuung Gebrauch machen. Hierbei bittet die Stadtverwaltung die Eltern, verantwortlich mit diesem Angebot umzugehen.

Die Kindertagesstätten bleiben mit Ausnahme der Notbetreuungsgruppen im Gegensatz zu den Schulen bis auf Weiteres noch geschlossen.

Für die Notbetreuung in den Kindertagestätten gelten ähnliche Kriterien wie bei den Schulen. Konkret ist hier die Notbetreuung für folgende Kinder vorgesehen:

Kinder in Kindertagesstätten mit heilpädagogischem Angebot, soweit deren Betrieb für die Betreuung und Versorgung besonders beeinträchtigter Kinder und Jugendlicher unverzichtbar ist; Kinder, deren Eltern zu Berufsgruppen gehören, deren Tätigkeit zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, unabhängig davon, ob ein oder beide Elternteile diesen Berufsgruppen angehören; Kinder berufstätiger Alleinerziehender und anderer Sorgeberechtigter, die auf eine Betreuung angewiesen sind und keinerlei andere Betreuungslösung finden; Kinder in Familien, die sozialpädagogische Familienhilfe oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung erhalten; Kinder, bei denen der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes dies für zweckmäßig erachtet, auch wenn die Familie keine Individualleitung erhält sowie Kinder, bei den die Einrichtungsleitung zu dem Schluss kommt, dass die Betreuung im Sinne des Kindeswohls geboten ist.

Die Notbetreuung, der in Trägerschaft der Stadt Lahnstein stehenden Kindertagestätten und Schulen wurde in den vergangenen Wochen nur geringfügig von den Eltern in Anspruch genommen. Allerdings belegen die aktuellen Anmeldungen für die Notbetreuung nun einen langsamen Anstieg.

Erkennen Sie Lahnstein? (Folge 38)

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Wer rät mit?

Lahnstein. Bei dem Rätselfoto der letzten Folge im März handelte es sich um das ehemalige Kutscherhaus von Haus Jungfried in der Ortslage Ahl.

Der Industrielle Paul Multhaupt ließ es Anfang der 1920er Jahre nach Plänen des Krefelder Architekten Karl Buschhüter errichten. Der zweigeschossige Bau hat ein hohes Krüppelwalmdach, das an einer Seite „abgeschleppt“ ist. An der linken Giebelseite befinden sich im Erdgeschoss zwei parabelbogige Tore. Neben seinem Hauptzweck als Garage beheimatete es ab 1928 den von Paul Multhaupt gegründeten Folkwang-Auriga-Verlag und diente im Obergeschoss seinem Schriftleiter Ernst Fuhrmann als Wohnung.

Der Verlag wurde 1933 durch die Nationalsozialisten verboten, Fuhrmann emigrierte ins Ausland.

Ab 1935 wurden auf den Wiesen vor dem Garagenhaus „Jungenschafts-Führerlager“ der Hitlerjugend durchgeführt. Dabei dienten die Unterstellplätze in dem Garagenhaus als Verwaltungsraum und Kochküche. Dazu wurde eigens die abgebildete Ansichtskarte aufgelegt.

Nach dem Krieg diente es zunächst als Unterkunft der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichssegen, dann kurze Zeit als Autowerkstatt, wie sich Nachbarn erinnern können.

Von 1950 bis 2010 hatte die Neuapostolische Kirchengemeinde Friedrichssegen hierin ihren Gottesdienstversammlungsraum. Heute dient das Gebäude als Wohnhaus. Ein Dank gilt Elmar Witt für das aktuelle Vergleichsfoto.

Das neue Rätselbild wurde 1972 aufgenommen, aber wo? Wer mitraten will, mailt bitte ein aktuelles Foto an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder sendet es postalisch an das Stadtarchiv Lahnstein, Kirchstraße 1, 56112 Lahnstein.

Die beste Vergleichsaufnahme wird mit der Auflösung in vier Wochen veröffentlicht. Weitere Bildvorschläge sind wie immer sehr willkommen.

Weiterhin viel Solidarität und Zusammenhalt in Lahnstein

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Rekordergebnis bei Corona-Spendenaktion

Lahnstein. Die Corona-Pandemie fordert nicht nur einen gesundheitlichen, sondern auch einen wirtschaftlichen Tribut. Viele Menschen geraten unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten, bei denen die Beseitigung der Notlage durch staatliche Hilfen aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht zulässig ist. Für genau diese Personengruppe wurde Ende März ein Spendenaufruf gestartet: Die in Lahnstein bereits seit 1999 bestehende Initiative „Nachbarn in Not“ wurde entsprechend ausgeweitet.

Nach einem Monat zogen die Stadtverwaltung Lahnstein und der Initiator des Aufrufs, Stefan Mross von der Firma „Stefan Mross Erben- und Ahnenforschung GmbH“ in Lahnstein, nun ein erstes Zwischenfazit. 32 Spender haben insgesamt einen Betrag von rund 30.000 Euro gespendet. Ein schöner Anlass, um ihn – mit gebührendem Abstand – ins Rathaus einzuladen.

„Ich bin sehr dankbar über diese Initiative, die Herr Mross selbst mit einer sehr großzügigen, nämlich fünfstelligen, Spende unterstützt“, sagt Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte. „In diesen schwierigen Zeiten halten wir zwar alle Abstand, aber gedanklich rücken wir näher zusammen und stellen eines unserer höchsten Güter wieder in den Mittelpunkt: die (Zwischen-)Menschlichkeit.“

Auch Stefan Mross spricht nochmal allen seinen Dank aus, die bisher mitgemacht und eine Summe gespendet haben: „Ich bin überwältigt von der großen Spenden und -hilfsbereitschaft der Lahnsteiner Bürgerinnen und Bürger und bedanke mich aus tiefsten Herzen für dieses tolle bisherige Spendenergebnis. Bitte spenden Sie weiter – jeder Euro zählt in dieser Krise!“

Wer in finanzielle Schieflage geraten ist und keinen Anspruch auf staatliche Hilfen hat, kann sich gerne bei den zuständigen Kolleginnen in der Stadtverwaltung Lahnstein melden.

Selbstverständlich kann auch gerne weiter fleißig gespendet werden. Wer also auch etwas geben und damit anderen Menschen helfen kann, kann ebenfalls mit den Ansprechpartnerinnen bei der Verwaltung in Kontakt treten.

Sowohl für Spender, als auch für Hilfsbedürftige sind Frau Höh oder Frau Strack unter der Telefonnummer 02621 914-302 oder per Email ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) erreichbar.

Die Bankverbindungen der Stadtverwaltung Lahnstein für Spenden lauten:

Nassauische Sparkasse, IBAN: DE31 5105 0015 0656 0628 00, BIC: NASSDE55XXX.

Volksbank Rhein-Lahn eG, IBAN: DE39 5709 2800 0200 1681 00, BIC: GENODE51DIE.

Als Stichwort bei der Überweisung soll bitte "Nachbarn in Not" angegeben werden.

Maskenpflicht ab dem 27. April

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Unternehmen nähen Alltagsmasken

Lahnstein. Im Sinne eines gemeinsamen Vorgehens hat die Landesregierung beschlossen ab dem 27. April 2020 die bisherige dringende Empfehlung, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen, in eine Pflicht zu überführen.

„Derzeit kann die Beschaffung der Masken schon mal schwieriger sein. Umso mehr freut es mich, dass es bei uns in Lahnstein einige Unternehmen gibt, die mittlerweile auch Masken herstellen“, sagt Oberbürgermeister Peter Labonte.

Diese Unternehmen finden sich unter dem Menüpunkt „Lahnstein liefert“ auf der städtischen Homepage, wo auch geöffnete Geschäfte und Betriebe oder solche mit Lieferservice aufgeführt sind.

Wer auch noch dort mit aufgeführt werden möchte, kann sich per Mail unter Angabe des Betriebsnamen, der Adresse, Kontaktdaten sowie Öffnungszeiten an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wenden.

Auswirkungen der Coronapandemie-Krise auf die Finanzsituation der Stadt Lahnstein

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Lahnstein. Seit dem 13. März 2020 hat der Ausbruch des Coronavirus zu nachhaltigen Verschlechterungen der städtischen Finanzsituation geführt. Die Krise hat sich im Wesentlichen auf zwei Weisen ausgewirkt:

Zum einen durch unmittelbar zahlungswirksame Aufwendungen und Auszahlungen für die Beschaffung von krisenrelevantem Material zum Betrieb von Verwaltung inklusive Außenstellen und Feuerwehr. Hierzu gehört die Beschaffung von Desinfektionsmitteln, Spuckschutzscheiben und Schutzausrüstung. Weitere Aufträge in mittlerer fünfstelliger Höhe (Masken, Desinfektionsmittel, Schutzausrüstung) stehen für Verwaltung und Feuerwehr im Hinblick auf eine Lockerung der Restriktionen ab dem 04. Mai 2020 noch aus. Mit Öffnung der Schulen werden auch in diesen Bereichen deutlich erhöhte Reinigungs- und Hygienestandards zur Anwendung kommen müssen, die wiederum zu intensiveren und damit auch kostenträchtigeren Reinigungsleistungen führen werden.

Zum anderen wurde durch den Shutdown des öffentlichen Lebens die Existenzgrundlage einer Vielzahl von Betrieben bis ins Mark getroffen, die entweder vollständig schließen oder ihren Betrieb massiv einschränken mussten. Betroffen sind vor allem nichtlebensmittelrelevante Einzelhandelsbetriebe, Betriebe aus Gastronomie, Hotellerie und Beherbergungsgewerbe sowie Handwerksbetriebe. Zur Unterstützung dieser Betriebe besteht die Möglichkeit, städtische Forderungen, vor allem im Bereich der Gewerbesteuer zu stunden oder Vorauszahlungen herabzusetzen.

Somit macht sich der stärkste Einfluss der Krise auf den städtischen Haushalt bei der Gewerbesteuer bemerkbar. Die Erträge aus der Gewerbesteuer sind neben dem Aufkommen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer regelmäßig die wichtigste Einnahmequelle der Stadt Lahnstein.  Dadurch, dass Betriebe die Forderungen stunden können, wird die an sich fällige Steuerforderung auf einen späteren Fälligkeitstermin verschoben wird. Die Steuerzahlung erfolgt, letztlich aber zu einem späteren Zeitpunkt. Zudem kann zur Sofortentlastung die Höhe der Vorauszahlungen der voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung angepasst werden, um eine Überzahlung zu vermeiden.

Auch bei der Vergnügungssteuer sowie den Miet- und Pachterträgen ist mit Einbußen zu rechnen. Weitere Ausfälle könnten z. B. bei Gebühren für Genehmigungen entstehen, bei denen die zu Grunde liegenden Veranstaltungen aufgrund der Restriktionen nicht stattfinden können (z. B. Gebühren für Plakatierung im öffentlichen Verkehrsraum).

Derzeit ist es noch sehr schwer abzusehen, wie sich die Krise auf die einzelnen Unternehmen auswirkt. Viele Unternehmen sind Glieder in globalen Wertschöfpungsketten. Der Einbruch der internationalen Märkte wirkt sich teilweise erst im zweiten Quartal aus und fällt je nach Art des Betriebes unterschiedlich stark aus. Viele Maßnahmen stehen noch aus und wurden bisher entweder noch nicht beauftragt oder noch nicht abgerechnet, sodass die zu erwartenden finanziellen Belastungen für die Stadt Lahnstein noch lange nicht endgültig abzusehen sind.

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