Dienstag, 20. April 2021

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NCV trauert um Michael Sturmes

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Der Niederlahnsteiner Carneval Verein (NCV) trauert um seinen langjährigen Aktiven Michael Sturmes, der nach langer schwerer Krankheit leider viel zu früh verstorben ist.

Fast 30 Jahre war Michael Sturmes Mitglied im Niederlahnsteiner Carneval Verein. Geprägt durch seinen Opa Johann und seinen Vater Johannes machte er allerdings schon als Kind im Niederlahnsteiner Karneval u.a. im NCV-Kinderelferrat mit.

Michael Sturmes war in vielen Bereichen des NCV aktiv und sorgte mit dafür, dass die Tradition in „seinem“ Verein weiterlebt. Seit 1996 bekleidete er das Amt des NCV-Zugleiters und organisierte mit Unterstützung seiner Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr den Höhepunkt des NCV in der Karnevalskampagne, die „Kappenfahrt“, die ihm immer sehr am Herzen lag. Ab 2005 kreierte er die NCV-Orden und Pins. Mit seinen Freunden Michael Güls und Günter Groß sang er viele Jahre im Trio „MGM“, war aber jahrelang ebenso aktiv im Bühnenteam. Seit 2011 ging er sozusagen in die Bütt. Mit Robert Maxeiner bildete er das „Synchronschwenkfähnchenschwenker“-Duo und begeisterte in vielen verschiedenen Rollen das karnevalistische Publikum. Erdbeerkönigin oder Burgfräulein waren zwei seiner Lieblingskostüme, wie er selbst in der vergangenen Kampagne sagte. Michael Sturmes hatte einen unverwechselbar trockenen Humor. Der NCV-Karnevalshit „Rud rud rud rud sinn die Fähncher“ wird für immer mit ihm verbunden sein. Der Perfektionist Michael Sturmes, der immer ein Auge für das Detail hatte, war in vielen Bereichen der kreative Kopf im NCV.

Für seine besonderen Verdienste um das Brauchtum Karneval erhielt er im Jahr 2000 bereits die höchste vereinsinterne Auszeichnung: den „Baareschesser“. Der Niederlahnsteiner Carneval Verein wird sein Wirken und seine Arbeit für den NCV stets in ehrendem Andenken bewahren. Das Mitgefühl aller Aktiven und Inaktiven im NCV gilt seiner Frau und unserer Aktiven Melanie und seinen Angehörigen. Michael Sturmes hinterlässt eine große Lücke und wird der NCV-Familie fehlen!

Volksbank Rhein-Lahn-Limburg:

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Geschäftsstelle in Lahnstein am Salhofplatz umfassend erneuert

Die Geschäftsstelle in Lahnstein konnte nach fast 2-jähriger Umbauarbeit nun „in neuem Glanz“ in Betrieb genommen werden.

Gerne hätten die Vorstandsmitglieder Matthias Berkessel und Klaus Merz dem Anlass entsprechend eingeladen und gefeiert. Aufgrund der aktuellen Situation fand die Einweihungsveranstaltung coronabedingt mit nur wenigen Gästen statt.

Die Vorstandsmitglieder Berkessel und Merz begrüßten neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Udo Triesch, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Mayer, dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Lang auch Oberbürgermeister Peter Labonte, Landrat Frank Puchtler sowie den Architekten der ausführenden Firma Noll aus Fachbach Jürgen Keiper.

Der Bankvorstand ließ die Entwicklung des Umbaus, der insgesamt länger als geplant dauerte, Revue passieren. So startete die Baumaßnahme nach vorangegangenen umfangreichen Planungen im April 2019. Da es sich um ein Gebäude handelt, bei dem auch der Denkmalschutz zu involvieren ist, musste eine zweite innenliegende Fassade eingebaut werden. Das Gesamtgebäude - Stadthalle Lahnstein und Volksbank – wurde bereits 2007 als erhaltenswertes Kulturdenkmal der 1970er Jahre eingestuft.

Architekt und Abteilungsleiter Christoph Haas erläuterte, dass durch den Einbau einer Empore, für die rund 25 Tonnen Stahl verwendet wurden, die Nutzfläche um ca. 150 qm auf jetzt 2.000 qm erweitert werden konnte.

Am Bau beteiligt waren ca. 40 verschiedene Handwerksfirmen und Planungsbüros, wovon zeitweise ca. 40-50 Personen gleichzeitig auf der Baustelle anwesend waren. Mit Beginn der Pandemie mussten natürlich auch hier neue Absprachen getroffen werden, die den Baufortschritt nicht gerade beschleunigten. Hinzu kamen nicht geplante Untersuchungen – z.B. auf Asbest – die ebenfalls zu langen Bauverzögerungen führten, wenn auch am Ende glücklicherweise keine Asbestbelastungen festgestellt werden konnten. Da die Stadthalle Lahnstein mittlerweile für Prüfungszwecke genutzt wird (Uni, IHK, HwK etc), konnte während vieler Prüfungen ebenfalls nur eingeschränkt weitergearbeitet werden. Neue Absprachen bezüglich des Ablaufs waren die Folge.

Im Rahmen des Umbaus wurden die aus den 70-er Jahren stammenden Heizungs-, Wasser- und Abwasserleitungen größtenteils ausgetauscht. Das Elektro- und EDV-Leitungsnetz wurde komplett erneuert: Dafür mussten ca. 16 km neue Elektro- und EDV-Kabel verlegt werden, die Hauptzuleitungen in Glasfasertechnik dienen.

Durch den Einbau einer neuen Lüftungsanlage mit ca. 600 laufenden Metern Lüftungsleitungen und 2 Lüftungsgeräten ist diese Anlage nun auf dem neuesten technischen und energetischen Stand. Auch der Brandschutz fordert bei Umbauten neue Regelungen. Eine neue Brandmeldeanlage mit maschineller Entrauchung der Kundenhalle wurde ebenfalls eingebaut. Künftig wird durch neue Beleuchtungstechnik mit LED ca. 60% Strom eingespart werden können.

Alle neuen Arbeitsplätze sind mit ergonomischen Bürodrehstühlen und elektrisch höhenverstellbaren Schreibtischen ausgestattet.

Zukünftig stehen am Standort Lahnstein insgesamt ca. 70 Arbeitsplätze, 10 Beratungsbüros und drei Konferenzräume zur Verfügung mit bis 78 Personenkapazität für Kundenveranstaltungen.

Vorstandsmitglied Matthias Berkessel nutzte die Gelegenheit und ging auf die Solidaritätsaktion für das Lahnsteiner Gewerbe ein, die die Volksbank mit 5.000 € unterstützen wird. Ebenso dankten die Vorstandsmitglieder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Kunden, die knapp zwei Jahre verschiedene Provisorien „erduldet“ haben.

Corona-Testzentrum in Lahnstein nimmt Betrieb auf

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Lahnstein. Um das Infektionsgeschehen weiter zu stabilisieren, gibt es nach dem Bund-Länder-Beschluss vom vergangenen Mittwoch ab sofort für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lahnstein einmal wöchentlich das kostenlose Angebot eines Schnelltests.

Das von der Stadt Lahnstein hierzu eigens eingerichtete Testzentrum befindet sich im unteren Foyer der Stadthalle und nimmt am Donnerstag, 11. März seinen Betrieb auf. Das Testzentrum ist von Montag bis Freitag jeweils von 17.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Allerdings ist im Vorfeld zwingend eine Anmeldung unter der Telefonnummer 02621 914-170 erforderlich. Ohne Termin können keine Testungen erfolgen.

Für alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag im Einsatz sind, gibt es ein zusätzliches Testangebot am Samstagnachmittag.

Die Tests werden von geschultem Personal durchgeführt. Über das Ergebnis erhalten die getesteten Personen eine Bescheinigung.

Bei dem Betrieb des Testzentrums wird die Stadt Lahnstein von dem DRK Ortsverein Lahnstein, der DLRG Ortsgruppe sowie zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt.

Theater Lahnstein plant den Spielbetrieb im April wieder aufzunehmen

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Ersatztermine für „Vertigo - Aus dem Reich der Toten“

Lahnstein. 2012 wurde Alfred Hitchcocks Thriller Vertigo (1958) von der britischen Zeitschrift „Sight & Sound“ von mehr als 800 Filmkritikern zum Spitzenreiter der Bestenliste gekürt. Wer erinnert sich nicht an den dramatischen Schlussplot mit James Stewart und Kim Novak in schwindelnden Höhen auf dem Glockenturm eines Klosters.

Nun ist in Lahnstein Hitchcocks Nervenkitzel als Theaterstück in einer Inszenierung von Friedhelm Hahn zu sehen: Ex-Polizist John Scottie Ferguson hat aufgrund eines traumatischen Erlebnisses den Dienst quittiert. Doch eines Tages taucht Gavin Elster, ein ehemaliger Schulfreund, auf und bittet ihn um Hilfe: Er soll Gavins Ehefrau Madeleine beschatten. Die verhält sich zunehmend seltsam und scheint unter einem fremden Einfluss zu stehen, den Gavin in Madeleines verstorbener Urgroßmutter zu wissen glaubt. Diese hatte sich viele Jahre zuvor im Alter von 26 Jahren getötet. Madeleine kleidet und verhält sich immer öfter wie ihre verstorbene Verwandte und feiert in wenigen Tagen ebenfalls ihren 26. Geburtstag. Gavin und John ahnen das Schlimmste und wollen es um jeden Preis verhindern.

Sofern die Pandemielage es zulässt, werden die Veranstaltungen unter geltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen stattfinden (evtl. auch mit der Möglichkeit zur Corona-Schnelltestung).

Gespielt werden soll an folgenden Tagen: Donnerstag, 08. April; Freitag, 09. April: Samstag, 10. April; Sonntag, 11. April; Donnerstag, 15. April; Freitag, 16. April; Samstag, 17. April; Sonntag, 18. April; Donnerstag, 22. April; Freitag, 23. April; Samstag, 24. April; Sonntag, 25. April jeweils um 20.00 Uhr bzw. sonntags um 18.00 Uhr.

Tickets gibt es unter www.ticket-regional.de.

Wer seine Tickets umbuchen möchte, meldet sich von montags bis freitags im Zeitraum von 09.00 bis 13.00 Uhr im Theaterbüro unter 02621 610645 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

175 Jahre Friedhof an der Allerheiligenbergstraße

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Lahnstein hat Geschichte, Folge 638

Lahnstein. Der älteste, noch in Gebrauch befindliche Gottesacker Lahnsteins darf bereits auf 175 Jahre zurückblicken. Am 02. November 1845 erfolgte die Einweihung des Friedhofs am Wallfahrtsweg zum Allerheiligenberg. An den Wallfahrtsweg erinnern noch die Rosenkranzkapellchen, die 1874 anstelle früherer, zerfallener Gebetsstationen entlang der Straße errichtet wurden.

Zuvor wurden die Niederlahnsteiner rund um die Johanniskirche beerdigt, woran noch einzelne freistehende, aber vor allem später in die Friedhofsmauer eingemauerte Basaltgrabsteinkreuze aus dem 16. und 17. Jahrhundert erinnern. Bei Hochwasser wurden die Toten in Oberlahnstein bestattet. Die dem Wasser so sehr ausgesetzte Lage und der beschränkte Raum an der seit 1794 zur Ruine verkommenen Johanniskirche forderte erst recht nach dem Einsturz des Nordturmes 1844 dringend und unabweislich die Anlage eines neuen Friedhofs, der im Frühjahr 1845 höheren Orts verfügt wurde.

Die Größe des neuen Friedhofs betrug 216 Ruten, das entspricht ca. 5.400 Quadratmeter. Das von der Gemeinde angekaufte Gelände wurde planiert. Am 10. November 1845 erfolgte die erste Beisetzung mit der verstorbenen 16-jährigen Anna Pink.

Der ursprüngliche Friedhof bestand aus den Grabfeldern A bis F. Die östlich anschließenden Grabfelder wurden später angelegt. Die geringe Einwohnerzahl – ca. 2.000 im Jahr 1845 und ca. 5.000 im Jahr 1900 – erklärt, dass der Friedhof in den Jahren von 1845 bis 1922 höchstens zweimal belegt wurde. 1908 wurde der Friedhof ostwärts um 4.185 Quadratmeter (Grabfelder G bis K) vergrößert. Dabei wurde auch eine Treppe aus Basaltlavasteinen als Aufgang zum Hohenrheiner Weg (heutige Straße „Zur Ruppertsklamm“) angelegt.

In den Jahren 1920/22 wurde der ursprüngliche Teil des Friedhofs aufgeschüttet und terrassenförmig neu angelegt. Dadurch wurden die früheren Gräber nicht mehr berührt. Anschließend wurden diese Grabfelder bis 1963 abermals zweimal belegt, jeweils im Abstand von 22 Jahren.

Der Erweiterungsteil wurde um 1940 terrassenförmig neu angelegt. Für die vielen gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs einschließlich der zivilen Kriegsopfer wurde ein Teil des Grabfeldes „H“ oberhalb des Hauptweges und für die vielen Toten vom Luftangriff am 2. Weihnachtstag 1944 ein Teil des Grabfeldes „K“ unterhalb des Hauptweges zur Verfügung gestellt. Ihnen wird nach dem Gesetz ewiges Ruherecht gewährt. Ebenso wurden die ehemaligen Zwangsarbeiter, die während oder kurz nach dem Krieg noch in der Kaserne (Lager für Displaced Persons) gestorben sind, in einer Reihe gemeinschaftlich bestattet, sofern sie nicht in ihre Heimatländer überführt wurden.

Am oberen Ende befinden sich Grüfte, unter anderem eine von der Industriellenfamilie Schmidt (Drahtwerke). In den 1890er Jahren wurden von den Familien Douqué zwei neugotische Friedhofskapellen aus Tuffstein errichtet. In der linken Douqué-Kapelle befinden sich die Ruhestätten der Maria Douqué und des Heimatschriftstellers Tony Müller (1896-1980) sowie seiner Frau Trude. In der rechten sind Daniel Douqué (Kirchenvorsteher und Schulvorstand, 1806-1891) und seine Frau Agnes mit Tochter und Schwiegersohn bestattet. In der Kapelle befindet sich heute auch der Grabstein von Ehrenbürger Geistlicher Rat Johann Baptist Ludwig (1849-1943). Sein Grab wurde inzwischen aufgelöst, ebenso die Priestergräber, deren Grabsteine vor und neben der Kapelle stehen, unter anderem von Johann Friedrich Ries (gestorben 1854), Ehrenbürger Jakob Menges (gestorben 1957) und Karl Schwarz (gestorben 1978), die allesamt in St. Barbara wirkten, sowie von Pfarrer Franz Berg (gestorben 1898), einem gebürtigen Niederlahnsteiner, der als Pensionär auf dem Allerheiligenberg lebte und die von ihm erworbenen Liegenschaften der Kirchengemeinde vermachte. Noch in Reihe befindet sich das Grab von Pfarrer Wilfried Bandel, der 2013 beigesetzt wurde. An der rechten Außenseite der Kapelle steht der selbstgestaltete Grabstein des Altarbildhauers Caspar Weis (1849-1930).

Der Friedhof wurde auch zur letzten Ruhestätte unserer Ehrenbürger Sanitätsrat Dr. Theodor Michel (1847-1932) und Bürgermeister Christoph Strobel (1837-1912) sowie zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, die im öffentlichen Leben Niederlahnsteins eine Rolle gespielt haben. Noch vorhanden sind beispielsweise die Gräber von den Karnevalisten Lorenz Schlösser, genannt Knieles (1901-1990), seinem Sohn Lorenz gen. Lori Schlösser, Ernst Rech (1936-2018) und Ria Hewel (1924-2015), von den Hoteliers Ludwig Kuhlmann (Straßburger Hof) und Peter Satori (Hotel Weißes Ross), von den Kirchenmalern Waldemar Kolb (1898-1975) und Alban Kolb (1900-1982), von den Ärzten Dr. med. Carl Rody, Dr. med. Werner Klinke, Dr. med. Hubert Schulte und Dr. med. Hans-Joachim Neuenfeldt, von Strombaudirektor Eduard Adolph Nobiling (1801-1882), von Amtsgerichtsdirektor Dr. jur. Gustav Krauss (1891-1952), von den Verlegern Dr. Fritz Nohr (1913-1987) und Wolfgang Hopstein (1926-1994), von Drucker Heinz Prinzen (1940-2019), von den Mundartpublizisten Dr. Willi Schwank (1931-2006) und Willi Hoffmann (1896-1980), von Heimatforscher Franz Merfeld (1927-2009), von den Künstlern Willi Britschgi (1932-2014), Ludwig Nett (1934-2016) und Hans-Georg Schleifer (1940-2017), von Musiker Heinrich Geis (1931-2009), vom Gesellschafter der Firma Zschimmer & Schwarz Volker Schwarz (1942- 2018), von Schlossermeister Josef Heimbach, von den Bauunternehmern Peter Neitzer, Hans Engel und Martin Lenz, von den Stadtbaumeistern Franz Lock (1881-1961) und Heinz Hermann (1908-1998). Erwähnt seien auch die Gräber des Reichstagsabgeordneten Dr. Anton Dahlem (1859-1935), des Beigeordneten Leo Freudemann (1930-1997), des Stadtrechners und Schiedsmanns Anton Reetz (1900-1996) und von zahlreichen Stadtratsmitgliedern wie Willy Hewel (1900-1978), Hans Holl (1919-1998), Bernd Wittkemper (1942-1990), Maria Ohms (1919-1998), Toni Becher (1929-2016) oder Edi Wolf (1934-2018). Stellvertretend für die vielen Gewerbetreibenden seien Kaufmann Friedrich Westenberger (1911-2002), Fotografin Inge Maiwald (1925-2007) und Metzger und Hobbyfotograf Emil Simonis (1928-2010) erwähnt.

Manche Grabplatten erinnern an die zahlreichen Vertreter des Schiffergewerbes in Niederlahnstein, zum Beispiel an die Familien Scheer, Unkelbach, Dehe, Hewel, Krauß, Runkel, Rössler und Dasting. Einige ihrer Gräber sind mit einem Anker geschmückt. Zwei besonders markante Grabsteine sind der nahe dem Haupteingang stehende versteinerte Holzstamm von Eberhard Burkard (Holzhandlung) sowie von Toni Born, auf dessen Stein der Turm der Johanniskirche abgebildet ist.

Die letzte Vergrößerung erhielt der Friedhof in den 1950er Jahren mit den Grabfeldern „L“ und „M“. Zwischen diesen wurde die Einsegnungs- und Aufbahrungshalle 1958 errichtet. Bis dahin startete die Beerdigung am Haus des Verstorbenen oder an der Leichenhalle am Krankenhaus Bergstraße. Als der Friedhof Ende der 1960er Jahre abermals erweitert werden sollte, entschied man sich für einen neuen Friedhof oberhalb der Allerheiligenbergsiedlung, der 1971 eingeweiht wurde. Da sich inzwischen die Bestattungskultur in vielerlei Hinsicht geändert hat, bietet der alte Friedhof mit seinen 14.393 Quadratmetern genügend Platz, sodass der obere aus Kostengründen geschlossen wurde.

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