Montag, 25. Mai 2020

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Stadt Lahnstein unterstützt von der Coronavirus-Krise betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende

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Maßnahmen zu Zahlungserleichterungen für städtische Steuer- und Gebührenforderungen laufen an

Lahnstein. Für viele Privatpersonen, Gewerbetreibende und Unternehmen führt die aktuelle Corona-Pandemie zu existentiellen finanziellen Schwierigkeiten. Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte bietet diesen Personen ab sofort entsprechende Hilfe an und weist darauf hin, dass Unternehmen und Gewerbetreibende bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge der Corona-Pandemie verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Stadtverwaltung nutzen können.

Die erforderlichen Maßnahmen hat die Stadtverwaltung bereits eingeleitet und wird die eingehenden Stundungsanträge unter großzügiger Auslegung prüfen.

„Neben den Hilfen, die Bund und Land gewähren, sind auch die Kommunen gefordert, die Folgen des Corona-Virus‘ zu bekämpfen. Betroffenen bietet die Stadtverwaltung Lahnstein daher ab sofort einfache und schnelle Hilfe an, um die Folgen der Krise abzufedern. Die Hilfen beziehen sich dabei sowohl auf schon fällige Steuerforderungen als auch auf Forderungen, die erst in Zukunft auf die Betroffenen zukommen“, erläutert Fachbereichsleiter Peter Ring die Maßnahmen.

Fällige Forderungen aus Gewerbesteuervorauszahlungen für 2020 und künftiger Vergnügungssteuer können ab sofort zinslos gestundet werden.

Ein bewusst einfach gehaltenes Antragsformular für die Steuerstundung findet sich auf Homepage der Stadt Lahnstein www.lahnstein.de. Anträge können an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gerichtet werden. Gerne erfolgt auch eine telefonische Beratung unter der Rufnummer 02621 914-153.

Um drohende Vollstreckungsmaßnahmen abzuwenden, können Zahlungspflichtige auch die Aussetzung von Forderungen beantragen, die bereits gemahnt wurden. Hierzu sollen sie sich möglichst frühzeitig über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. an die Stadtkasse wenden.

Eine wichtige weitere Hilfe ist eine Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen. Für die grundsätzliche Entscheidung bleiben jedoch weiterhin die Finanzämter zuständig. Die Kommunen sind bei der Erhebung der Gewerbesteuervorauszahlungen an die von den Finanzämtern festgesetzten Gewerbesteuermessbeträge gebunden. Die Stadtverwaltung Lahnstein empfiehlt daher den Gewerbetreibenden, sich hierzu direkt an das für sie zuständige Finanzamt wenden.

Ein entsprechendes Antragsformular wurde ebenfalls auf der städtischen Internetseite zur Verfügung gestellt. Um eine zeitnahe Bearbeitung sicher zu stellen, können Anträge auf Anpassung von Vorauszahlungen zudem online unter https://www.elster.de/eportal/formulare-leistungen/alleformulare/eingvorauszlg gestellt werden.

Die Stadt Lahnstein wird in diesen Fällen bis zur Entscheidung des Finanzamtes keine Maßnahmen ergreifen. Zusätzliche Kosten oder Zinsen entstehen in diesem Fall nicht.

Für die vom Finanzamt erhobenen Steuern, wie die Einkommens-, Körperschafts-, Umsatz-, Grunderwerbs- und Erbschaftssteuer, wenden sich Betroffene bitte unmittelbar an das dafür zuständige Finanzamt.

Kanalarbeiten in der Sebastianusstraße

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Straße wird abschnittsweise gesperrt

Lahnstein. Der Mischwasserkanal in der Sebastianusstraße wird in offener Bauweise erneuert. Voraussichtlich am 06. April 2020 beginnen die Arbeiten auf dem Teilstück zwischen der Gartenstraße und der Straße „Grenbach“. Im Anschluss wird der Kanal auf dem Abschnitt zwischen dem Steinkauterweg und der Schulstraße erneuert. Während der Bauzeit, die nach heutigem Wissensstand rund zehn Monate betragen wird, ist die Sebastianusstraße abschnittsweise für den Kraftverkehr gesperrt. Fußgänger können die Baustelle weiterhin passieren. Die Stadtverwaltung Lahnstein bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese dringend notwendigen Maßnahmen.

Auch die Wanderwege leiden mit dem Wald

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Wegen Borkenkäferbefall müssen kranke Fichten geerntet werden

Lahnstein. Überall im Land stemmen sich Waldbesitzer und Forstleute gegen einen vernichtenden Borkenkäferbefall von historischem Ausmaß.

Auch im Stadtwald Lahnstein führt dies dazu, dass im vergangenen Jahr 2019 mit fast 32.000 Festmetern Fichten-Käferholz die zehnfache Menge dessen notgeerntet werden musste, was in einem Normaljahr an Fichte eingeschlagen wird. Die damit verbundenen Maschineneinsätze machen sich trotz sorgfältiger Planung am Wegenetz bemerkbar: Wirtschafts- und Wanderwege sind in einem teils desolaten Zustand.

„Es ist leider nicht möglich, eine Katastrophe zu meistern – und um nichts weniger handelt es sich bei der Borkenkäferplage – und keine Spuren zu hinterlassen“, erklärt der Leiter des Forstamts Lahnstein, Andreas Nick. „Dabei möchte ich betonen, dass hier keinesfalls einfach drauflos gearbeitet wird und Schäden in Kauf genommen werden.“

Die Waldarbeit ist in ein vielfältiges Wirkungsgefüge eingebettet. Dazu gehören ein sehr nasser, regenreicher Winter ohne  jeglichen Frost und ein Holzmarkt, der auch angesichts der Entwicklungen um das Coronavirus nunmehr endgültig in die Knie zu gehen droht.

In diesem Spannungsfeld gilt es für die Mitarbeiter des Forstamts täglich betriebliche Entscheidungen zu fällen, um allen Zielen gerecht zu werden. Dazu zählen vorranging die Sicherheit der Waldbesucher, die Vermeidung der Ausbreitung der Borkenkäfer, das Erreichen der ökonomischen Ziele des Betriebes und das Schonen der Infrastruktur.

Da diese Ziele einander teilweise entgegenstehen, muss es zwangsläufig immer wieder zu Kompromissen kommen. Aus diesem Grund sind Waldwege teilweise in einem durch Maschineneinsatz verursachten desolaten Zustand.

„Ich darf Ihnen versichern, dass die verantwortlichen Förster ihr Möglichstes tun, um den Wald schonend zu bewirtschaften. Wir müssen aber erkennen, dass nicht alles gleichzeitig möglich ist“, so Nick weiter.

Selbstverständlich werden die in Mitleidenschaft gezogenen Wege nach dem Abebben der Kalamität wieder repariert. Dies ist meist mit geringem Aufwand, beispielsweise durch das Abziehen mittels Schlepper, möglich. In der derzeitigen Nässephase ist dies jedoch noch ein sinnloses Unterfangen. Vielmehr muss das Abtrocknen der Wege abgewartet werden.

Auch Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte kann möglichen Unmut von Wald-Spaziergängern hinsichtlich der in Mitleidenschaft gezogenen Wegestrukturen verstehen, betont aber auch, dass ein Ende mit Einsetzen wärmeren Wetters in Sicht sei. „In erster Linie möchte ich mich aber bei den Mitarbeitern des Forstamts für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Arbeit im Wald bedanken. Ohne sie hätten wir uns über viel mehr zu beklagen als nur die Wege.“

 

Lahnsteins Kulturfestival „Lahneck Live“ fällt in diesem Jahr leider aus

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Lahnstein. Aufgrund der momentanen Corona-Krise und der Überlegung, kontaktreduzierende Maßnahmen zu verfügen, um die weitere Verbreitung des Virus‘ einzudämmen, haben die Kommunen im Rhein-Lahn-Kreis am 12. März 2020 entschieden, bis zum 31. Mai 2020 in eigener Trägerschaft geplante Veranstaltungen abzusagen. Davon betroffen ist auch das Festival „Lahneck Live“, welches vom 22. bis 24. Mai 2020 in den Oberlahnsteiner Rheinanlagen stattfinden sollte.

Ebenso wie die Stadt bedauert die für Planung und Durchführung zuständige Lahnsteiner Musikszene e.V. die Absage zutiefst „Auch wenn es uns im Herzen trifft, haben wir dennoch völliges Verständnis für diesen Schritt“, erläutert der erste Vorsitzende des Vereins, Walter Nouvortne. „Monatelange Planung und Vorbereitung unseres rein ehrenamtlich organisierten Festivals sind damit hinfällig, doch die Eindämmung der Corona-Pandemie hat jetzt oberste Priorität“, so Nouvortne weiter.

Im Wissen darum, dass viele weitere Absagen von unterschiedlichsten Veranstaltungen besonders die Künstler*innen, Bands, Agenturen und Dienstleister*innen im Sektor hart und existenziell trifft, weisen die Stadt Lahnstein sowie die Lahnsteiner Musikszene auf die Spendenaktion „Rettet die Popkultur RLP“ hin. Über www.rettetdiepopkultur.de kann gespendet und Betroffenen unkompliziert geholfen werden.

„Der Schritt war auch für uns als Stadt sehr schwer, doch angesichts der derzeitigen Lage leider unumgänglich“, bedauert auch Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte die Absage des seit drei Jahrzehnten stattfindenden Festivals. Dieses lockt an drei Tagen mehr als zehntausend Besucher nach Lahnstein und zeichnet sich durch seine stil- und spartenübergreifende Kombination aus Rock und Pop, Jazz und Soul, Kabarett und Comedy, Chören, Theater, Spielaktionen aus. „Aber natürlich steht die Gesundheit jedes Einzelnen an erster Stelle und daher bitten wir um Verständnis für diese Entscheidung“, so Labonte weiter.

Stadt Lahnstein und Lahnsteiner Musikszene sind zuversichtlich, dass im Jahr 2021 wieder ein vielfältiges und fröhliches „Lahneck Live“ in den Lahnsteiner Rheinanlagen gefeiert werden kann.

Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte appelliert: Bitte bleiben Sie zu Hause!

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Solidarität ist jetzt gefordert!

Lahnstein. Das Coronavirus hat alle in eine vollkommen neue Situation und Realität versetzt, wie sie in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie vorgekommen ist. Die aktuelle Situation und die verordneten, aktuellen harten Regeln verändern tiefgreifend das Leben aller.

Diese Maßnahmen haben aber nur ein einziges Ziel: Weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland, in Rheinland-Pfalz und auch in Lahnstein zu verhindern. „Das aber wird nur erfolgreich sein können, wenn Sie, wenn ich, wenn jeder von uns, wenn also wir alle uns an diese Regelungen halten. Und daher liegt es jetzt an jedem Einzelnen von uns, mit dafür zu sorgen, die Verbreitung des Coronavirus' zu verringern und gerade unsere älteren Menschen zu schützen! Wir alle können ganz entscheidend dabei mithelfen, die Verbreitung des Virus' zu verlangsamen und einzudämmen“, appelliert Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und richtet sich direkt an „seine“ Stadt:

„Liebe Lahnsteiner*innen, ich appelliere daher an Sie alle, halten Sie sich bitte zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Mitmenschen strengstens an die staatlich verordneten Regelungen und Vorgaben der Allgemeinverfügungen. Beachten Sie hierzu dringend die aktuellen Vorgaben des Landes sowie des Kreises und beachten Sie unbedingt die Anweisungen der Polizei und des Ordnungsamtes!

Auch wenn es uns manchmal schwer fallen mag, wir müssen uns jetzt zwingend an diese Vorgaben halten. Das kann buchstäblich Leben retten!

Bleiben Sie möglichst zu Hause, vermeiden Sie soziale Kontakte, wo es nur geht, erledigen Sie nur das Nötigste, vermeiden Sie bitte alle Gruppenbildungen und halten Sie am besten zwei Meter Abstand zu anderen, auch im privaten Bereich.

Nur so kann eine Eindämmung der Corona-Pandemie noch erfolgreich  erreicht werden und nur so werden wir diese Krise überstehen: Mit Abstand geht es auch hier am besten! Es kommt nun wirklich auf uns alle, auf jeden Einzelnen von uns an!

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt aber auch all den Menschen in unserer Stadt und in unserer Gesellschaft, die sich in diesen schweren, belastenden und fordernden Zeiten in vielfältiger Form einbringen und mit ihrem Einsatz helfen, die aktuelle Lage zu bewältigen. Konkret denke ich an die Menschen, die bei der Polizei, der Feuerwehr, dem THW und allen Rettungsdiensten arbeiten, den Apothekern, den Ärzten, dem Pflegepersonal und allen Verantwortlichen in den Krankenhäusern, Arztpraxen sowie den sonstigen medizinischen Einrichtungen, den Beschäftigten in den noch geöffneten Lebensmittelgeschäften, die allesamt Großartiges leisten und die – wie es die Kanzlerin zu Recht sagte – für uns da sind und buchstäblich „den Laden am Laufen“ halten.

Ihnen allen gebührt angesichts der Herausforderungen durch das Coronavirus unser aller Dank, unser Respekt und unsere Solidarität!

Dies ist eine Zeit, die wir uns wahrlich nicht ausgesucht haben. Und gerade jetzt ist es die Zeit, zu zeigen, dass wir Lahnsteiner zusammenhalten und solidarisch zusammenstehen. Nur gemeinsam werden wir diese Krise überwinden. Die zahlreichen Hilfsangebote in unsere Stadt für besonders gefährdete Menschen geben Zuversicht, dass wir nicht allein sind und sie machen vor allem Mut!

Allen Menschen, die in dieser schwierigen Zeit für uns alle in ganz besonderer Weise gefordert sind, wünsche ich einen klaren Kopf, Gelassenheit zum Bedenken der notwendigen Entscheidungen und eine glückliche, erfolgreiche Hand für ihr Handeln. In dieser schweren Zeit denken wir an Sie und uns ist bewusst, was Sie und Ihre Mitarbeiter*innen in diesen Tagen zu leisten haben.

Daher möchte ich Ihnen allen auf diesem Wege sagen: Wenn wir als Stadtverwaltung oder auch ich persönlich in meiner Funktion als Oberbürgermeister an der einen oder anderen Stelle hilfreich sein können, zögern Sie nicht, mich anzusprechen!

Liebe Lahnsteiner*innen, passen Sie bitte alle auf sich und Ihre Liebsten auf und bleiben Sie gesund!“

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