Dienstag, 20. April 2021

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Beantragung von Briefwahlunterlagen für die Landtagswahl am 14. März ab sofort möglich

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Lahnstein. In den nächsten Tagen werden die Wahlbenachrichtigungen für die Landtagswahl am 14. März 2021 an die wahlberechtigten Lahnsteinerinnen und Lahnsteiner zugestellt.

Ein möglicher Weg, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, ist die Nutzung der Briefwahl, was zu Zeiten einer Pandemie aus gesundheitlicher Sicht die sicherste Variante der Stimmabgabe ist. Wer an der Landtagswahl per Briefwahl teilnehmen möchte, hat ab sofort die Möglichkeit, einen sogenannten Wahlschein (mit Briefwahlunterlagen) zu beantragen.

Die Beantragung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:

  1. schriftlich: durch Ausfüllen des Antrages auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder mittels formlosen Brief an die zuständige Stadtverwaltung Lahnstein,
  2. online: über den auf der Wahlbenachrichtigung abgedruckten QR-Code,
  3. online: über die Webseite www.lahnstein.de
  4. per Fax: an 02621 914 330 oder
  5. durch eine Email: an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Die Beantragung von Briefwahlunterlagen per Telefon ist nicht möglich!

Bei der Beantragung müssen Familienname, die Vornamen, das Geburtsdatum, die vollständige Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort) und –  nach Möglichkeit – die Wählerverzeichnisnummer aus der Wahlbenachrichtigung angegeben werden. Die Briefwahlunterlagen werden grundsätzlich an die Wohnanschrift geschickt. Sofern die Briefwahlunterlagen an eine andere, abweichende Adresse gesendet werden sollen, muss diese abweichende Anschrift genau angegeben werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Unterlagen persönlich im Wahlbüro zu beantragen. Hierzu bitte den gültigen Personalausweis und möglichst die Wahlbenachrichtigung mitbringen. Das Wahlbüro befindet sich den Konferenzräumen der Stadthalle Lahnstein und ist Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und Donnerstag zusätzlich von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Die Verwaltung bittet aber zu berücksichtigen, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Wahlberechtigten nur einzeln eingelassen werden können. Dadurch kann es zu zeitlichen Verzögerungen und Wartezeiten kommen.

Es wird daher gebeten, auch zum Schutz der eigenen Gesundheit möglichst von einer persönlichen Vorsprache im Wahlbüro abzusehen und die vielfältigen digitalen oder schriftlichen Möglichkeiten der Beantragung zu nutzen.

In der Stadthalle gelten zudem die gültigen Abstands- und Hygieneregelungen einschließlich der Verpflichtung zum Tragen einer Maske – medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder eine Maske des Standards KN95/N95 oder FFP2.

Wer für einen anderen Briefwahlunterlagen abholen möchte, braucht dafür eine schriftliche Vollmacht des Wahlberechtigten. Eine General- oder Vorsorgevollmacht sowie eine Betreuungsurkunde reichen für eine Legitimation nicht aus. Das Wahlrecht ist ein höchstpersönliches Recht, das auch die Entscheidung umfasst, ob der Wähler/die Wählerin an der jeweiligen Wahl teilnehmen möchte oder nicht und auf welchem Weg. Insofern ist ein persönlicher Antrag auf Briefwahl erforderlich, der durch eine General- oder Vorsorgevollmacht nicht gegeben ist.

Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen können – unfrankiert – in dem adressierten hellroten Wahlbrief an die Stadtverwaltung Lahnstein geschickt oder unmittelbar in den Briefkasten am Rathaus/Briefwahlbüro eingeworfen werden. Der Wahlbrief muss so rechtzeitig versendet werden, dass er spätestens am Wahltag bis 18.00 Uhr bei der Stadtverwaltung eingeht. Selbstverständlich kann er auch dort bis spätestens 18.00 Uhr abgegeben werden.

Weitere Informationen erteilt die Stadtverwaltung auch telefonisch unter 02621 914-126 oder 02621 914-111.

Innenminister Lewentz: Lahnstein wird Modellkommune

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„Initiative: Sicherheitsgefühl in Kommunen stärken“ (InSiKo)

Lahnstein. Die Stadt Lahnstein wird 2021 als Modellkommune an der „Initiative: Sicherheitsgefühl in Kommunen stärken“ (InSiKo) der Leitstelle Kriminalprävention im rheinland-pfälzischen Innenministerium teilnehmen. „Um das Sicherheitsempfinden der Menschen in den Kommunen zu stärken, sind auch lokale Sicherheitsmaßnahmen entscheidend. Als Teil von InSiKo kann Lahnstein nun mit professioneller Unterstützung das lokale Sicherheits- und Präventionsgefüge der Stadt analysieren und ein kriminalpräventives Gremium einrichten“, erläuterte Innenminister Roger Lewentz das Vorhaben bei der Übergabe des Aufnahmeschreibens an Oberbürgermeister Peter Labonte in Lahnstein.

Ende 2020 informierte das Innenministerium alle rheinland-pfälzischen Kommunen, über InSiKo. Insbesondere jene ohne (aktiven) kriminalpräventiven Rat erhielten das Unterstützungsangebot einer Sicherheits- und Präventionsanalyse. Die Durchführung der lokalen Analysen soll durch die im Innenministerium angesiedelte Leitstelle Kriminalprävention sowie dem Sozialpädagogischen Forschungsinstitut Mainz erfolgen. Im ersten Quartal startet die Initiative mit Lahnstein als Modellkommune. Die Erfahrungen des Modells sollen anschließend in die Beratungen und Sicherheitsanalysen anderer teilnehmender Kommunen einfließen. Die Verbandsgemeinden Eich (Landkreis Alzey-Worms) und Höhr-Grenzhausen (Westerwaldkreis) haben sich bereits dafür beworben.

„Mit dieser Initiative kann hier in Lahnstein, als erste Kommune in Rheinland-Pfalz, das neue Sicherheitskonzept gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium und dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz erprobt werden. Damit können nunmehr passgenaue Lösungsansätze für Probleme und Herausforderungen vor Ort entwickelt  werden, wodurch das persönliche Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in der Stadt verbessert und gestärkt werden“, so Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte.

Die „Initiative Sicherheitsgefühl in Kommunen stärken“ (InSiKo) soll die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden in den Kommunen stärken. Dabei können die Kommunen auf eine abgestimmte und persönliche Betreuung vor Ort durch die Leitstelle Kriminalprävention zurückgreifen. Weitere Informationen zu InSiKo und den Beratungsleistungen sind zu finden unter www.kriminalpraevention.rlp.de.

Jecke Dekorationen im Lahnsteiner Stadtgebiet

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Team von „Wir für Lahnstein“ schmückt karnevalistisch

Lahnstein. In diesem Jahr kann auch das in Lahnstein fest verwurzelte Brauchtum Karneval aufgrund der Covid-19-Pandemie leider nicht wie gewohnt gefeiert werden.

Nachdem der Wehrgang am Salhofplatz dennoch wie jedes Jahr geschmückt wurde, hat auch das Team von „Wir für Lahnstein“ für karnevalistische Dekorationen gesorgt, um den Karneval ins Blickfeld der Menschen zu rücken.

Um ein wenig närrische Stimmung zu verbreiten, wurde in Oberlahnstein am Ouahigouya-Platz und in Niederlahnstein am Rheinufer in der Nähe des Hallenbads närrisch geschmückt.

„Dank dieser Aktion“, so hofft Wir-für-Lahnstein-Team, „können wir den Lahnsteinern ein wenig Freude vermitteln.“

Aktuelle Informationen zum Hochwasser an Rhein und Lahn

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Lahnstein. Schneeschmelze, steigende Temperaturen und Dauerregen – in der Region steigen die Flusspegel. In Lahnstein hat das bereits letzte Woche zu intensiven Vorbereitungsmaßnahmen nach dem Alarm- und Einsatzplan für Hochwasser geführt.

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Lahnstein und der Stadtverwaltung Lahnstein haben sich zuletzt am Sonntag, 31. Januar um 08.00 Uhr in einer gemeinsamen Lagebesprechung über die nächsten Schritte und die Koordination der zahlreichen Einzelmaßnahmen im Hochwasserschutz weiter abgestimmt. So wird an folgenden Stellen im Stadtgebiet mit dem Stegebau begonnen bzw. sind entsprechende Maßnahmen bereits abgeschlossen:

  • Bodewigstraße
  • Sophiengasse
  • Heimbachgasse
  • Lahnstraße
  • Klostergasse
  • Martinsschloss

In weiteren gegebenenfalls betroffenen Straßen wird das notwendige Material durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes und der Freiwilligen Feuerwehr Lahnstein bereitgestellt, um bei Bedarf gewappnet zu sein.

Um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihr Fahrzeug im Einzugsbereich Niederlahnstein „trocken“ parken zu können, wurde die Parkraumbewirtschaftung vorübergehend am Marktplatz und am Kirchplatz ausgesetzt.

Ob und gegebenenfalls welche Straßen- oder Parkplatzsperrungen im Stadtgebiet notwendig werden, wird sich in den nächsten Stunden zeigen. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden dringend gebeten, entsprechende Hinweise in der Beschilderung zu beachten und ihr Fahrzeug weiterhin nicht in Ufernähe oder nahegelegenen Straßen von Rhein und Lahn zu parken.

Am Rhein- und Lahnufer haben die Kontrollen der Halteverbotszonen begonnen. Zunächst wird versucht die Halter zu erreichen. Wenn dies nicht gelingt, werden die Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich geschleppt.

Um sich auf die aktuellen Entwicklungen einstellen zu können, wird es regelmäßige Einsatzbesprechungen geben.

Aktuelle Informationen finden sich auf der städtischen Homepage unter www.lahnstein.de/aktuelles/hochwasser sowie in den sozialen Medien über Facebook: Lahnstein.de und Instagram: lahnstein_de.

Vor 60 Jahren starb der Niederlahnsteiner Stadtbaumeister und Ortsbrandmeister Franz Lock

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Lahnstein. Was Johann Zell für Oberlahnstein, war Stadtbaumeister Franz Lock für Niederlahnstein: Als Vorsteher der Bauverwaltung war er über 30 Jahre für die Modernisierung des städtischen Straßen- und Kanalnetzes zuständig. Das städtische Wasserwerk wurde erweitert. Zahlreiche städtische, Behörden- und Privatbauten sind unter seiner Leitung und fachmännischen Beratung entstanden.

Geboren wurde er am 03. Mai 1881 in Oberlahnstein als Sohn von Schmied Burghardt Lock und Anna Maria Schlosser. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Zimmerhandwerk bei der Firma Gebrüder Leikert. Im Anschluss an die Militärzeit studierte Lock an der Baugewerbeschule in Bingen und verließ sie mit dem Prädikat „mit Auszeichnung“. Im April 1910 wurde er Stadtbaumeister von Niederlahnstein und blieb dies bis zum Erreichen der Altersgrenze im Januar 1946.

Franz Lock gehörte auch von 1903 bis 1910 aktiv der Freiwilligen Feuerwehr Oberlahnstein als Zugführer und von 1911 bis 1946 als Brandmeister (Kommandant) der Freiwilligen Feuerwehr Niederlahnstein an. In diesen Jahren erlebte die Wehr einen weiteren Aufschwung, wobei unter anderem im Jahre 1924 der Freiwilligen Feuerwehr eine Wasserwehr angegliedert wurde, da die immer häufiger auftretenden Hochwasserkatastrophen, von denen Niederlahnstein besonders betroffen war, einen organisierten Hochwasserschutz erforderten. 1925 wurde er kommissarischer Kreisbrandmeister, 1932 Mitglied im Luftschutz-Beirat von Ober- und Niederlahnstein. Von 1943 bis Kriegsende war er Führer der Feuerwehr-Bereitschaft St. Goarshausen und leitete damit 300 Mann mit 13 Fahrzeugen. Sie waren auch überregional in Mainz, Koblenz und Frankfurt nach den Luftangriffen im Einsatz. Außerdem teilte er sich die Aufgaben des örtlichen Luftschutz-Leiter mit Polizeimeister Theuner von der städtischen Polizei.

Auch als er mit 65 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausschied, stand er jahrelang als Berater der Wehr zur Seite. Für dieses ehrenvolle Aufgabenfeld wurde ihm das silberne und das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Aus diesem Anlass wurde er auch zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Niederlahnstein ernannt.

Daneben gehörte er seit 1920 dem Verband der Kommunalbeamten und Angestellten an und war Gründungs- und Vorstandsmitglied von dessen Kreisgruppe. Ebenso war er im Vorstand der Volksbank Niederlahnstein vertreten.

Letztlich war er auch Mitbegründer und Vorsitzender der Obst-Absatzgenossenschaft Rhein-Lahn, in einer Zeit als der Erdbeeranbau blühte und Niederlahnstein das größte Erdbeeranbaugebiet Westdeutschlands war.

Am 28. Januar 1961 verstarb er im Alter von fast 80 Jahren.

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