Montag, 25. Mai 2020

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Stormy-Monday-Special am 14. März im Jukz fällt aus

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Nachholtermin 2021 geplant

Lahnstein. Aufgrund der aktuell angespannten Gesundheitslage fällt das Stormy-Monday-Special mit der Rolling-Stones-Tribute-Band „Fingerprint File“, das am 14. März im Lahnsteiner Jugendkulturzentrum stattfinden sollte, aus.

Das Konzert wird in Absprache mit der Band auf das Frühjahr 2021 verschoben. Die erworbenen Eintrittskarten können während der Öffnungszeiten des Jugendkulturzentrums zurückgegeben werden.

Diese sind: montags bis donnerstags von 09.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 09.00 bis 12.00 Uhr.

Besuch im künftigen Kur- und Heilwald

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Ministerin Höfken informierte sich über den aktuellen Stand und würdigt Pionierleistung der Stadt Lahnstein

Lahnstein. Seit nunmehr zwei Jahren verfolgt die Stadt Lahnstein, einer der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz, die Ausweisung eines Kur- und Heilwaldes zur Nutzung für gezielte Therapiezwecke.

In dieser Zeit wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Forstamt Lahnstein schon weit vorangetrieben: Für die geplante Gesamtfläche von ca. 240 Hektar wurde ein Waldgutachten erstellt, die medizinische Konzeption befindet sich derzeit in Arbeit.

Am Montag informierte sich die rheinland-pfälzische Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken gemeinsam mit Initiatoren aus Stadtverwaltung und Forstamt sowie Vertretern der Lahnsteiner Fraktionen vor Ort über den Stand des Projekts. Dass dieses so konstruktiv verfolgt werden kann, ist auch der Offenheit und Zustimmung der Fraktionen zu verdanken – die Beschlüsse in den verschiedenen Gremien erfolgten stets einstimmig.

Um einen Wald zu einem Kur- und Heilwald erklären zu können, ist eine Anpassung des Landeswaldgesetzes notwendig, die voraussichtlich in der kommenden Plenarsitzung des Landtages Mitte März erfolgt und von den Fraktionen unterstützt wird. In einer darauf basierenden Landesverordnung wird festgelegt, welche Kriterien ein entsprechendes Waldstück aufweisen muss und welche Anforderungen an das medizinische Fachkonzept gestellt werden. Beispiele für solche Kriterien sind unter anderem eine naturnahe Waldbewirtschaftung, das Vorliegen eines medizinisch-therapeutischen Konzepts sowie eine enge Partnerschaft zwischen medizinisch-therapeutischen Einrichtungen und den Waldbesitzenden. So ist gewährleistet, dass ein Kur- und Heilwald definierten Qualitätsanforderungen entspricht.

„Unsere Wälder sind ein für uns alle bedeutendes Ökosystem. Sie sind wichtig für den Klimaschutz und als Erholungsraum für viele Menschen. Die Stadt Lahnstein gehört in Deutschland zu den Pionieren, Wälder mit ihren positiven Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu nutzen", sagte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken.

Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte bedankte sich ausdrücklich bei Ministerin Höfken für das Engagement und die Unterstützung ihres Hauses.

Anschließend übergab er das Wort an Forstamtsleiter Andreas Nick, der die Hintergründe sowie den aktuellen Stand der Entwicklung erläuterte und dabei auch darauf einging, wieso man sich für diesen Teil des Lahnsteiner Waldes entschieden hat: „Das für den Kur- und Heilwald ausgewählte Waldgebiet eignet sich aufgrund seines Reichtums an alten Eichen und Buchen sowie seiner abwechslungsreichen Vegetation hervorragend. Dies ist dem seit nun schon 30 Jahren währenden Bekenntnis der Stadt zu einer naturnahen Waldbewirtschaftung zu verdanken“.

Forstamtsleiter i.R. Hans-Leo Cremer, der das Projekt ebenfalls betreut, übernahm nachfolgend das Wort, um näher auf die gesundheitlichen Aspekte eines Kur- und Heilwaldes einzugehen. Auf Grundlage von anerkannten medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien soll Menschen geholfen werden, gesund zu bleiben und wieder zu gesunden. In Lahnstein soll dabei die Kindergesundheit ein besonderer Projektschwerpunkt sein. „Heilen im Stadtwald Lahnstein wird konkret. Dank der Vorarbeiten von Herrn Dr. Henning und der Mitwirkung des medizinischen Zentrums Lahnhöhe, der Malberg-Kliniken, des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses und der Gesellschaft für Gesundheitsberatung. Aufgrund der Eignung des Waldes und der Schwerpunkte der beteiligten medizinischen Partner bieten sich die Therapiecluster Psychiatrie, Psychosomatik, Orthopädie, Pulmonologie, Schmerztherapie, Onkologie,  Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hals-, Nasen- Ohrenerkrankungen, Immunologie, Adipositas, Kindermedizin und Ernährungsmedizin an. Hiermit würde der Stadtwald in einem hohen Maße zum Wohl der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit beitragen. Dies wäre dann auch ganz im Sinne der einstimmigen Beschlüsse der Gremien der Stadt Lahnstein“.

Besonders erfreut waren die Vertreter von Verwaltung und Forstamt auch darüber, dass Jagdpächter Dr. Wolfgang Schnabl ebenfalls mit am Termin teilnahm. „Nach anfänglichem Misstrauen glaube ich, dass das Heilwaldprojekt spannend ist, weil hier gute Leute mit hoher Professionalität und Herzblut zusammenarbeiten und damit die Themen Wild, Wald und Patient unter einen Hut zu bringen sind“, unterstrich er seine Befürwortung für das Projekt.

Der Gedanke, Wälder mit ihrem hohen Reichtum an Naturschätzen zielgerichtet in gesundheitstherapeutische Konzepte einzubinden, ist in Deutschland eher neu. Daher betonte Oberbürgermeister Peter Labonte nochmal besonders, wie sehr ihn die übergreifende Zusammenarbeit verschiedener Stellen, Ministerien und Fraktionen beeindrucke, um etwas so Positives zu schaffen.

Stadtarchiv Lahnstein nahm am Tag der Archive teil

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Lahnstein. Beim Tag der Archive präsentieren sich Archive in der ganzen Bundesrepublik Deutschland der Öffentlichkeit. Auch das Lahnsteiner Stadtarchiv nahm daran teil und hatte Bürger aus ganz Rheinland-Pfalz zu Gast in Lahnstein. Stadtarchivar Bernd Geil präsentierte die Bestände und Räumlichkeiten am Kaiserplatz, wo das Stadtarchiv seit fünf Jahren beheimatet ist.

Einige besondere Stücke aus sieben Jahrhunderten waren einsehbar, darunter die älteste Urkunde von1332 und das Schöffenbuch, das ab 1367 geführt wurde, sowie Akten aus dem Dritten Reich.

Aufgaben und Bestände des Archivs wurden vorgestellt. Was sind Stockbücher, Hypothekenbücher oder Brandkataster und wie erfährt man, wer das eigene Haus ursprünglich errichten ließ? Wie ermittelt man seine Vorfahren – auch diese Fragen wurden exemplarisch beantwortet. Nicht allen Besuchern war bewusst, dass das Archiv auch Unterlagen von Lahnsteiner Persönlichkeiten und Vereinen übernimmt, um die Stadtgeschichte einmal auch aus weiteren Blickwinkeln betrachten zu können, wenn die Schutzfristen abgelaufen sind.

Auch einige der 13 Stellwände zur Ausstellung „Bomben auf Lahnstein – Auswirkungen des Luftkriegs vor 75 Jahren“ waren bereits ausgestellt, um für den Besuch der Ausstellung zu werben, die vom 12. bis 29. März in der Hospitalkapelle zu sehen sein wird.

Vor 100 Jahren wurde Ehrenbürger Dr. Hans Nohr geboren

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Lahnstein. Weltweit engagiert war der Lahnsteiner Kinderarzt Dr. Hans Nohr. Als Sohn des Verlegers Karl Friedrich Nohr (1888-1957), genannt Fritz, und seiner Frau Margarete wurde er am 8. März 1920 in Oberlahnstein als Johann Heinrich Nohr geboren. Sein älterer Bruder Fritz jun. (1913-1987) übernahm den Verlag und gab u.a. die „Rhein-Post“ heraus.

Hans hingegen promovierte zum Doktor der Medizin und praktizierte viele Jahre als Kinderarzt in Lahnstein. Darüber hinaus engagierte er sich in kirchlichen und schulischen Bereichen. So war der Vater von vier Kindern Elternbeiratsvorsitzender an der Goethe-Schule und am Staatlichen Gymnasium und hielt 40 Jahre lang Kurse für Brautleute im Rahmen der Familienbildungsarbeit.

Insbesondere hatte er sich jedoch der humanitären Hilfe verschrieben. Als Arzt verpflichtete er sich im Behindertensport; besonders jedoch hervorzuheben ist sein Engagement für die Menschen in der Dritten Welt. Zu einem Zeitpunkt, wo viele den Ruhestand genießen, fühlte er sich als Arzt und Mensch verpflichtet, karitative Aufgaben zu übernehmen. Nach seiner Pensionierung reiste er beispielsweise immer wieder in die Slums von Manila auf den Philippinen, wo er den Ärmsten der Armen mit seinem medizinischen Wissen zur Seite stand und half, die größte Not zu lindern. Seine Frau Maria war stets an seiner Seite, begleite ihn bei seinen Einsätzen in den sogenannten „smoky mountains“, dem Stadtteil von Manila, in dem rund 28.000 Menschen inmitten von Müllbergen leben. Das Lachen der Kinder, die trotz ihrer Not jedem freundlich begegnen, ließ den Arzt nicht mehr los – jedes Jahr kehrte er zurück.

Mit seiner beachtenswerten Hilfeleistung hat das Ehepaar Nohr viel dazu beigetragen, dass sich die Lebensbedingungen der Menschen in den Elendsvierteln Manilas verbesserten

Dr. Hans Nohr wurde für sein beispielhaftes Engagement auf dem Gebiet der humanitären Hilfe für die Menschen in der Dritten Welt, den hohen persönlichen Einsatz als praktizierender Arzt in den Elendsvierteln unter schwierigsten Bedingungen, für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Komitees „Ärzte für die Dritte Welt“ und seine unermüdlichen Aufrufe zur Hilfeleistung für die Ärmsten am 8. Mai 1989 die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Lahnstein verliehen. Darüber hinaus wurden am 25. März 1991 seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt.

Am 6. Februar 2005, kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres, verstarb er. „Sein selbstloses, unermüdliches und beispielhaftes Engagement zum Wohl der Menschen hier wie in der Dritten Welt wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben“, schrieb Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte in der Traueranzeige. Seit März 2009 trägt die Kinderkrippe im Pfarrzentrum am Europaplatz den Namen „Dr.-Hans-Nohr-Haus“.

Partnerschaftskreis Lahnstein-Kettering e.V.

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Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

Äußerst harmonisch war der Verlauf der Jahreshauptversammlung des Partnerschaftskreises Lahnstein-Kettering. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Axel Happe ließ dieser das Vereinsjahr Revue passieren. Neben den Vorstandssitzungen, Debbedotzabend, Heringsessen sowie der Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Stadtjubiläum war der Besuch der Ketteringer im Herbst 2019 der Höhepunkt des Vereinsgeschehens.

Vorsitzender Happe übermittelte den Dank der englischen Freunde für das sehr gelungene Programm, bei dem erstmals die Kirmes in Lahnstein auf dem Programm stand. Beim „Brückenschlag“ - dem Höhepunkt der letztjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten – beteiligte sich der Partnerschaftskreis mit einem Musikbeitrag des aus Kettering stammenden James Sexton und seiner Frau Diane, die seit vielen Jahren im Westerwald leben.

Die stellv. Vorsitzende Ute Groß berichtete über den "Berufs-/ und Praktikantenaustausch". So konnten zwei Ketteringerinnen zu einem Berufspraktikum am Rhein-Lahn-Eck im Hotel Wyndham-Garden  begrüßt werden und eine Lahnsteinerin schnupperte „Berufsluft“ in der englischen Partnerstadt. Geschäftsführer Robert Feller ging auf die immer am Donnerstag in ungeraden Wochen stattfindenden Englischkurse ein, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Schatzmeister Rüdiger Mevius gab seinen Rechenschaftsbericht, der sehr erfreulich ausfiel. Auf Antrag der Kassenprüfer – Wolfgang Thomas und Gerd Haase - wurde der Schatzmeister entlastet.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorschau auf den bevorstehenden Besuch in Kettering Mitte Juni. Mit 30 Personen werden sich die Lahnsteiner nach England aufmachen. Axel Happe stellte das bereits erarbeitete Rahmenprogramm vor, bei dem u.a. eine Fahrt nach Sandringham und an die Ostküste – dort bekannt als „Sunny Huny“ – sowie ein Besuch eines Hunderennens vorgesehen ist.

Auf Beschluss der Versammlung wurde der Beitrag für das Geschäftsjahr 2019/2020 auf wiederum 12 € (Familienmitgliedschaft) festgelegt.

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