Montag, 25. Mai 2020

Letztes Update:01:53:43 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Lahnstein bereitet sich auf mögliche Freibadöffnung vor

Drucken

Lahnstein. Während einige Städte bereits beschlossen haben, die Freibad Saison in diesem Sommer aufgrund der Corona Lage ausfallen zu lassen (zum Beispiel Hanau) geht die Stadt Lahnstein derzeit vorsichtig noch einen anderen Weg.

Im Bewusstsein, dass der Organisations- und Überwachungsaufwand hoch und das Hochfahren der idyllisch gelegenen Badeanlage in der Nähe von Burg Lahneck sicher auch nicht billig sein wird, hat die Stadt Lahnstein einen ersten Entwurf für eine mögliche Freibadöffnung noch in diesem Sommer erarbeitet.

„Eine Öffnung derartiger und auch weiterer Freizeitangebote halte ich gerade in diesen Corona Zeiten für besonders wichtig“, so Oberbürgermeister Peter Labonte. Er macht aber gleichzeitig auch darauf aufmerksam, dass eine solche Freibad-Öffnung wohl überlegt sein muss und nur unter sehr strengen Auflagen möglich sein wird. Labonte: „Was wir zu diesem mutigen Schritt brauchen, ist vor allem aber auch ein eindeutiges Signal von Bund und Land. Das Hochfahren unseres Freibades geht nicht einfach so über Nacht oder von heute auf morgen, insbesondere was die technischen Anlagen und die Sicherstellung der Hygiene von Badewasser und Trinkwasser angeht. Eine Öffnung ist nur unter sehr strengen Auflagen möglich, zum Beispiel benötigen wir entsprechende Hygienemaßnahmen und müssen dafür sorgen, dass die Menschen genug Abstand zueinander halten“. Auch Warteschlangen müssen unbedingt durch veränderte Ein- und Ausgangsregelungen vermieden werden. „Aber was ist denn die Alternative“, fragt sich Lahnsteins Oberbürgermeister. „Wenn man registriert, dass bei vielen Lahnsteiner Bürgern in diesem Jahr die Familienurlaube, aufgrund dieser Corona Pandemie, ausfallen werden, dann müssen diesen Familien mit ihren Kindern aber auch vor Ort entsprechende Freizeitangebote gemacht und angeboten werden. Tut man dies nicht, verlagert man das Problem, zum Beispiel an die Uferbereiche von Rhein, Lahn und Mosel. Das kann weder gewünscht sein noch ist es zu überwachen und zu kontrollieren. Was passiert denn, wenn es wieder einen schönen und warmen Sommer gibt und sich die Menschen abkühlen wollen. Dann zieht es sie ans Wasser. Wenn aber die öffentlichen Bäder in dieser Zeit geschlossen sind, dann wird es an unseren Flüssen zu einem hohen Besucheraufkommen führen und ich befürchte, dass wir dann auch mit einer erhöhten Anzahl an Ertrinkungstod rechnen müssen. Dann ist ein geordneter Regelbetrieb in einem Freibad mit geordneter und kontrollierter Öffnung die für mich viel bessere Alternative. Sollten wir die Möglichkeit bekommen, die Bäder wieder öffnen zu dürfen, dann wird die Stadt Lahnstein entsprechend vorbereitet sein“, so der Labonte abschließend.

Um auf einen möglichen Start der Freibadsaison vorbereitet zu sein, wurde seitens der Stadt ein Konzept zur Öffnung des Bades vorbereitet. Demnach wird in der bevorstehenden Freibadsaison ein möglicher Freibadbetrieb aufgrund der zu beachtenden Abstand- und Hygieneregeln nur in einem sehr eingeschränkten Umfang (max. Gästezahl, Öffnungszeiten, Wasserattraktionen usw.) möglich sein. Das Schwimmbaderlebnis wird für den Badegast daher deutlich verändert sein, insbesondere da die eingeschränkten Kapazitäten es nicht immer zulassen werden, dass tatsächlich für jeden ein Zugang erfolgen kann.

Aus dem Pandemieplan Bäder der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. gehen Orientierungswerte hervor, die maximal 600 Badbesucher zulassen.

Gleichzeitig wird insbesondere personell ein höherer Aufwand (Beaufsichtigung Ein- und Ausgangsbereich, Beaufsichtigung Sanitärbereiche, umfangreichere Beaufsichtigung Liegewiese) erforderlich sein, um die verschiedenen Vorgaben umsetzen und einhalten zu können.

Ggf. sind daher die Öffnungszeiten zu reduzieren. Wirtschaftlich lässt sich dieser Aufwand kaum rechtfertigen, Vorrang hat insoweit die Funktion der Daseinsvorsorge“, so Peter Labonte weiter.

„Sollte die Politik es zulassen, dass die Bäder wieder öffnen können, so steht dem Bäderteam noch einiges an Arbeit bevor. Umfangreiche Beschilderungen sind und Absperrungen sind anzubringen und letztendlich ist auch das große Becken noch zu entleeren, zu reinigen und zu befüllen. Dies wurde aus wirtschaftlichen Gründen bisher unterlassen, da mit Inbetriebnahme gleichzeitig auch die Badewassertechnik in Gang zu setzen ist und Kosten verursacht“, so Werkleiter Thomas Becher.

Lahnstein bleibt Fairtrade-Stadt

Drucken
Förderung des fairen Handels auf lokaler Eben

Lahnstein. Die Stadt Lahnstein erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt somit für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2012 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Peter Labonte freut sich zusammen mit Bürgermeister Adalbert Dornbusch, der das Thema in der Verwaltung federführend betreut, über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes  Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in unserer Stadt. Wir sind stolz, dass Lahnstein zu den über 670 deutschen Städten gehört, die wegen ihres Engagements für den fairen Handel in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit dem weltweit vergebenen Titel einer „Fairtrade Town“ ausgezeichnet wurde.“

Die städtischen Gremien haben die Unterstützung des fairen Handels in mehreren Beschlüssen festgehalten. So verschenkt die Stadtverwaltung ausschließlich Präsentkörbe mit fair gehandelten Produkten und eine eigens gebildete Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten. Nicht nur in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, sondern auch in der städtischen Touristinformation.

Das Engagement in Lahnstein ist vielfältig: Im Rahmen der Fairen Woche findet jedes Jahr ein Coffeestop statt, gemeinsam mit den Schulen wurden bereits mehrere Sponsorenläufe und Benefizkonzerte zugunsten der Einen Welt durchgeführt, eine faire Stadtschokolade wurde entwickelt, fair produzierte Kleidung für eine städtische Veranstaltung gesponsert, Kinderkunstprojekte durchgeführt oder Informationsveranstaltungen organisiert.

„Für uns bedeutet die verlängerte Auszeichnung eine große Motivation für unser weiterführendes Engagement “, erklärt Bürgermeister Dornbusch stolz.

Lahnstein ist eine von über 670 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

Spielplätze in Lahnstein sind wieder geöffnet

Drucken
Abstandsregeln müssen beachtet werden

Lahnstein. Seit dem 03. Mai dürfen die Spielplätze in Rheinland-Pfalz wieder öffnen. Für viele Eltern mit jüngeren Kindern stellt das sicher eine kleine Erleichterung im zurzeit nicht immer einfachen Corona-Alltag dar.

So stand es für Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte und seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung außer Frage, die Lahnsteiner Spielplätze direkt am erstmöglichen Tag wieder zugänglich zu machen. Mitarbeiter des Baubetriebshofs entfernten die Absperrungen, sodass die Kinder am Sonntag gleich wieder auf die Schaukeln, Rutschen und Gerüste konnten.

Wichtig ist, dass der gültige Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird – hier sind vor allem die Eltern gefragt. Schilder mit Hinweisregeln sind an den Plätzen angebracht, die nochmals daran erinnern, dass ein so unbeschwertes Spielen wie vor Corona leider noch nicht möglich ist.

Um sich ein erstes Bild zu machen, unternahm Labonte gleich am ersten Tag der Öffnung zusammen mit den Fachbereichsleitern Winfried Ries (Fachbereich 1 – Zentrale Dienste, Stadtentwicklung und Kultur), Thomas Becher (Fachbereich 4 – Bauen natürliche Lebensgrundlagen und Eigenbetrieb WBL) und Jörg Deutesfeld (Fachbereich 5 – Bürgerdienste, Ordnung und Verkehr) eine „Nachmittagstour“ zu verschiedenen Spielplätzen. Dabei wurden keine größeren Ansammlungen entdeckt, die ein Einschreiten erfordert hätten. Auf den meisten Spielplätzen waren nur sehr wenige Kinder und selbst dort, wo mehr los war, beispielsweise am Johanneskloster, hielten sich alle an die Abstandsregeln.

„Mir ist klar, dass das Einhalten des Mindestabstands gerade bei spielenden Kindern nicht unbedingt leicht ist. Umso mehr freut es mich, dass die Eltern so darauf achten“, zieht Labonte sein Fazit nach der Besichtigung.

Hilfe in Corona-Zeiten: Aktion Herzkissen spendet Masken für die Stadtverwaltung Lahnstein

Drucken
Produktion auf Masken umgestellt

Lahnstein. Für gewöhnlich unterstützt die bei der Verbandsgemeinde Loreley angesiedelte Aktion „Herzkissen Rhein-Mosel-Lahn“ an Brustkrebs erkrankte Frauen und Männer mit selbstgenähten Kissen.

In der Corona-Krise wurde die „Produktion“ bereits Ende März kurzfristig umgestellt: Seitdem nähen in der ganzen Region mehr als 50 Frauen die so genannten Alltagsmasken, die besonders seit der Einführung der Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr dringender denn je benötigt werden.

Diese Masken werden dann an verschiedene Institutionen und Personengruppen gespendet. Auch die Stadtverwaltung Lahnstein konnte eine großzügige Spende entgegen nehmen, um ihre Mitarbeiter mit den Masken auszustatten.

„Ich bin dankbar über dieses tolle ehrenamtliche Engagement und die große Bereitschaft der Näherinnen, anderen Menschen in dieser schwierigen Zeit zu helfen“, sagt Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte. „Besonders möchte ich mich natürlich auch bei meinem Kollegen Werner Groß und Alexandra Weber bedanken, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Lahnstein nun auch mit Masken versorgen. Ich finde es großartig, wie wir in der Corona-Krise eng zusammen stehen und uns gegenseitig unterstützen.“

Baumaßnahme im Lahnsteiner Rheinhöhenweg erfordert Ampelverkehr

Drucken
Erneuerung der Wasserleitungen von der Einmündung „Oberer Charweg“ bis zum Ortsausgang

Die Stadtverwaltung Lahnstein weist darauf hin, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) den Rheinhöhenweg ausbaut. Im Zuge dessen erneuert die Energieversorgung Mittelrhein (evm) als Betriebsführerin der Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein (VWM) dort auch die Trinkwasserleitungen. Die Baumaßnahme wird durch die Energienetze Mittelrhein (enm), die Netzgesellschaft in der evm-Gruppe, ausgeführt.

Die Arbeiten beginnen ab Montag, 04. Mai 2020 und dauern voraussichtlich bis zum 03. Juli 2020. Sie werden in zwei Bauabschnitten durchgeführt: Der erste Abschnitt umfasst den Rheinhöhenweg von der Einmündung Oberer Charweg bis zur Einmündung Am Burgweg. Dem schließt sich der zweite Bauabschnitt an, der den Bereich ab der Einmündung Am Burgweg bis zum Eulenhorst umfasst.

Für die notwendigen Arbeiten muss die Straße Rheinhöhenweg halbseitig gesperrt werden. Hierzu wird der Verkehr im Baustellenbereich durch eine Ampelanlage geregelt.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL