Samstag, 26. Mai 2018

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Jugendschutzkontrollen durchgeführt

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Kürzlich erfolgten Jugendschutzkontrollen durch Ordnungsamt, Polizei sowie Jugendamt im Koblenzer Stadtgebiet. Im Fokus des „Tages des Jugendschutzes“ waren Einzelhandelsgeschäfte, Kioske sowie Shishabars, in denen die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durch Testkäufer der Berufsbildenden Schule in Lahnstein, Fachrichtung Polizeidienst und Verwaltung kontrolliert wurde.

Vor der Kontrolle wurde die gesamte Klasse der in Frage kommenden Testkäufer auf den Testkauf vorbereitet und belehrt. Diese Schulung orientierte sich an den Vorgaben der Handlungsempfehlungen des Ministeriums für Bildung, Wirtschaft, Jugend und Kultur.

Insgesamt wurden bei 12 Kontrollen in Einzelhandelsgeschäften 6 Verstöße durch den Verkauf von Alkohol, Zigaretten und Videospiele mit Altersfreigabe ab 18 Jahren an Minderjährige festgestellt, d.h. jeder zweite Gewerbebetrieb wurde hier auffällig. In den Shishabars und Shisha-Shops wurde sogar in 5 von 7 Fällen nikotinhaltiger Tabak für den Shishakonsum an Minderjährige verkauft.

Hier werden Verfahren nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz durch das Ordnungsamt eingeleitet.

Die Kontrollen erfolgten weitestgehend ruhig. Der Großteil der Verkäufer zeigte sich einsichtig – lediglich in einem Kiosk musste die Polizei regulierend eingreifen.

Anschließend wurden die szenetypischen Treffpunkte junger Menschen in der Altstadt, insbesondere in den Rheinanlagen und im Schlosspark, verdeckt überwacht.

In 56 Fällen wurden Personenkontrollen durchgeführt. In einigen Fällen wurden mitgeführte Alkoholika und Tabak vernichtet.
Darüber hinaus wurden Personengruppen aufgefordert ihren Abfall zu beseitigen. Die Kontrolle stieß auf überwiegend positive Resonanz.

Rieden siegt im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

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Fünf Gemeinden für Gebietsentscheid qualifiziert

KREIS MYK. Der Kreissieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft 2018“ heißt Rieden. Daneben dürfen sich Wierschem, Mertloch, Kottenheim und Volkesfeld über die Qualifikation zum Gebietsentscheid freuen.

Insgesamt zehn Gemeinden aus dem Landkreis Mayen-Koblenz haben am Wettbewerb teilgenommen. Die Kreiskommission besuchte, begutachtete und bewertete: Wo gibt es die besten Konzepte für die Entwicklung des Dorfs, wo wurden zukunftsweisende Projekte umgesetzt, was wird für das Miteinander der Generationen getan, was trägt zur Lebensqualität bei und wirkt der Landflucht entgegen? Bei dem Rennen um Punkte und Platzierungen ging es auch um Leitbilder für die Dorfentwicklung, bürgerschaftliches Engagement, die bauliche Gestaltung und die Einbindung des Dorfes in die Landschaft.

Der Kreiswettbewerb teilt sich in Haupt- und Sonderklasse, wobei in der Sonderklasse Gemeinden bis 750 (Gruppe A) und 750 bis 3000 Einwohner (Gruppe B) separat von der Jury bewertet wurden. In der Hauptklasse starten Gemeinden, die erstmalig am Wettbewerb teilnehmen oder noch nicht im Gebietsentscheid waren.

In der Hauptklasse landete Wierschem vor Mertloch und Mayen-Kürrenberg. Wierschem überzeugte die Kreiskommission mit einer intakten Dorfgemeinschaft. „Viele Projekte, wie zum Beispiel die Errichtung des Bürgerhauses, wurden durch großes bürgerschaftliches Engagement und eine hohe Eigenleistung umgesetzt“, freut sich Stephan Konzer vom Referat für Kreisentwicklung.

In der Sonderklasse mit Gemeinden, die bereits in den Vorjahren beim Gebietsentscheid dabei waren, landete in der Gruppe A Volkesfeld durch einen vorbildlichen Zusammenhalt im Ort vor Langenfeld und Arft. „Das Leitbild „Das Dorf, das die Gemeinschaft lebt“ nimmt man in Volkesfeld wörtlich. Das optisch ansprechende Dorfgemeinschaftshaus und Jugendtreff werden rege genutzt“, erklärt Stephan Konzer.

In der Gruppe B hatte Rieden die Nase vorn. Kottenheim und Waldesch belegten die Plätze zwei und drei. Rieden erzielte dabei die höchste Gesamtpunktzahl aller Teilnehmer und ist damit Kreissieger. Die Jury rund um Alois Astor, den zuständigen Referatsleiter im Kreishaus, überzeugte die hervorragende Vereinsarbeit, die innovative Homepage und die konsequente Umsetzung des Dorferneuerungskonzeptes: „Es wurden sehr viele private Bauvorhaben durch die Dorferneuerung gefördert, es gibt kaum noch Leerstand. Auch touristisch boomt Rieden. Die von Wald- und Wanderwegen umgebene Ortschaft bietet Touristen und Bürgern tolle Ausflugsmöglichkeiten“, so Astor.

Brut- und Setzzeit bei Wildtieren

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Rücksicht nehmen in Wald und Feld

KREIS MYK. Die Sonnenstrahlen locken bis in die späten Abendstunden nach draußen. Bei angenehmen Temperaturen kann man Aktivitäten in der Natur so richtig genießen. Doch die Menschen sind nicht alleine: Im Frühjahr werden Wald und Flur zur großen Kinderstube. Zahlreiche Wildtiere kommen jetzt auf die Welt und sind besonders schutzbedürftig. Deren Ruhezonen und Ruhezeiten sind unbedingt zu respektieren. Drauf weist die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung hin.

Während der Hauptbrut- und Setzzeit von Anfang April bis Ende Juli brauchen Jungtiere sehr viel Ruhe, um problemlos aufwachsen zu können. Erholungssuchende Naturliebhalter und ganz besonders Hundehalter sollten daher in den nächsten Wochen rücksichtsvoll sein und die Feld- und Waldwege nicht verlassen. Die Eltern- und Jungtiere brauchen störungsfreie Ruhezonen. Das gilt besonders zur Dämmerungs- und Nachtzeit. Auch frei laufende Hunde können eine ernste Gefahr für trächtiges Wild und brütende Vögel sowie deren Nachwuchs darstellen.

Aufgefundene Jungtiere dürfen auf keinen Fall berührt oder vom Hund „beschnuppert“ werden. Scheinbar verwaiste Rehkitze oder Junghasen sind meistens gar nicht so hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Der gut getarnte Nachwuchs wird in den ersten Lebenswochen von den Müttern oft viele Stunden allein gelassen und nur zum Säugen aufgesucht – der beste Schutz vor Fressfeinden. Erst durch Menschen- oder Hundegeruch werden Jungtiere wirklich zu Waisen, weil die Muttertiere ihre Jungen dann nicht mehr annehmen.

Unfall mit Wildtieren

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Jagdbehörde informiert über korrektes Verhalten

KREIS MYK. Wer sich nach einem Wildunfall stillschweigend vom Unfallort entfernt verhält sich rechtswidrig, weil dieses Verhalten sowohl gegen das Tierschutz- als auch gegen das Landesjagdgesetz verstößt und zudem eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat darstellt. Darauf verweist die Untere Jagdbehörde des Landkreises Mayen-Koblenz.

„Bei der Kollision mit einem Wildtier muss der Fahrzeugführer sofort anhalten, die Unfallstelle absichern und die Polizei benachrichtigen“, sagt Michael Erlemann von der Unteren Jagdbehörde der Kreisverwaltung. Wer einige Kilometer weiterfährt oder erst von zu Hause aus tätig wird, verlängert die Leidenszeit des verletzten Tieres, das sich in den meisten Fällen noch einige Meter weiter schleppt und dann außerhalb der Fahrbahn und des Sichtbereiches verharrt. Den Unfallort möglichst genau zu beschreiben ist wichtig, damit zum einen das verletzte Tier von der jagdausübungsberechtigten Person mit einem Jagdhund schnellstmöglich aufgefunden und von seinem Leiden erlöst werden kann und zum anderen, damit sich Polizisten oder Jäger insbesondere bei Dunkelheit nicht unnötig lange zur Suche der Unfallstelle im Fahrbahnbereich aufhalten müssen. Aber auch Unfälle, bei denen das Tier an Ort und Stelle verendet, müssen unverzüglich der Polizei angezeigt werden. Die Verkehrspolizei bittet Beteiligte eines Wildunfalls auch an den nachfolgenden Verkehr zu denken und die Unfallstelle ordentlich abzusichern oder nach Möglichkeit, das auf der Straße liegende verendete Wild beiseite räumen. Das gilt insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, denn es ist schwer, den dunklen Wildkörper auf der Fahrbahn rechtzeitig zu erkennen. Oft sind unnötige Folgeunfälle wegen mangelnder Sicherung zu beklagen. Die Wildunfallbescheinigung kann von der Polizei oder dem zuständigen Jäger nur ausgehändigt werden, wenn der Fahrzeugführer nachweisen kann, dass der Schaden durch ein Wildtier entstanden ist. Dieser Nachweis kann zweifelsfrei nur direkt am Unfallort erbracht werden. Aktuell besetzen die standorttreuen Rehböcke ihre Sommereinstände und liefern sich Rangkämpfe und Verfolgungsjagden mit Artgenossen. Deshalb muss verstärkt mit Wildwechseln, auch am Tage, gerechnet werden.

Im Jahr 2017 wurden rund 5.900 Personen eingebürgert

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Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz 5.881 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert. Dies sind 183 (3 Prozent) weniger als im Jahr zuvor. Von den 2.542 Männern und 3.339 Frauen lebte die Hälfte bereits 15 Jahre oder länger in Deutschland. Im Schnitt waren die eingebürgerten Personen 34 Jahre alt.

Die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten wird, wie schon seit Jahren, von türkischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern (822) angeführt. Es folgen Polen (426), Briten (378), Italiener (357) und Kosovaren (243). Damit erhielten auch ein Jahr nach dem Brexit-Referendum deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreiches die deutsche Staatsbürgerschaft als in den Jahren und Jahrzehnten zuvor. Diese behielten allerdings allesamt auch ihren britischen Pass. Dies gilt auch für die Angehörigen der EU-Mitgliedsstaaten Polen und Italien, wohingegen von den eingebürgerten Türken lediglich rund 29 Prozent und von den Kosovaren 11 Prozent ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufrecht erhielten bzw. aufrecht erhalten konnten.

Bezogen auf die hier lebenden Ausländerinnen sowie Ausländer und dabei beschränkt auf Nationalitäten, die im Jahresdurchschnitt 2016 landesweit mit mindestens 150 Personen vertreten waren, ergibt sich die höchste Einbürgerungsneigung bei Briten (8,6 Prozent), Kamerunern (7,4 Prozent), Togoern (7 Prozent), Irakern (6,9 Prozent) sowie Kongolesen (6,6 Prozent). Türken belegen – unter Bezugnahme auf die jeweilige Zahl hier lebender Landsleute – mit 1,4 Prozent lediglich Rang 52.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die mit Abstand höchste Zahl von Einbürgerungsurkunden in den kreisfreien Städten Ludwigshafen (866) und Mainz (570) ausgehändigt. Die wenigsten Einbürgerungen erfolgten im Landkreis Cochem-Zell (13) und in der kreisfreien Stadt Zweibrücken (16). Stellt man die Zahl der Einbürgerungen je Kreis in Bezug zur Zahl der im Jahresdurchschnitt 2016 im Ausländerzentralregister jeweils registrierten Personen, belegten der Landkreis Ahrweiler sowie die kreisfreien Städte Ludwigshafen und Koblenz die Spitzenplätze. In Ahrweiler erhielten 2,1 Prozent der dort lebenden Ausländerinnen und Ausländer einen deutschen Pass, in Ludwigshafen und Koblenz waren es jeweils zwei Prozent. Relativ gesehen die wenigsten Einbürgerungen gab es im Landkreis Cochem-Zell (0,3 Prozent) sowie im Eifelkreis Bitburg-Prüm (0,4 Prozent).

Die Zahlen stammen aus der Einbürgerungsstatistik. Sie werden den statistischen Landesämtern von den Einbürgerungsbehörden übermittelt. Einbürgerungsbehörden sind in Rheinland-Pfalz die Verwaltungen der kreisfreien Städte und Landkreise. Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben insbesondere Personen, die mindestens acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen. Durch die Einbürgerung werden die Betroffenen gleichberechtigte deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger mit allen Rechten und Pflichten. Bei Mehrstaatlern wurde lediglich die bis zur Einbürgerung jeweils erste bisherige bzw. fortbestehende ausländische Staatsangehörigkeit ausgewertet.

Autorin: Andrea Heßberger (Referat Bevölkerung, Gebiet, Zensus)

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