Samstag, 19. Juni 2021

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Neue Vereinsmitglieder des „Heimat schmeckt!“ e. V.

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Regionale Vielfalt statt globalem Einerlei in der Ernährung ist bis heute ein leitendes Motiv der Arbeit des „Heimat schmeckt!“ e. V. Getreu dem Motto „lecker, frisch und regional“ möchten die Vereinsmitglieder bei den Verbrauchern das Vertrauen in die Produkte unserer Heimat stärken und Transparenz bei der Herstellung der Erzeugnisse schaffen. „Heimat schmeckt!“ liefert Produkte für den täglichen Bedarf und leistet über seine Betriebe, die auch in kleineren Gemeinden vertreten sind, einen Beitrag zur regionalen Nahversorgung.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass sich Mama’s PicNic, die Imkerei Heinen sowie die Ölmühle Bertgen uns angeschlossen haben“, so Walter Grambusch, der Vorsitzende des „Heimat schmeckt!“ e. V. „Sie bereichern mit ihren Produkten das Angebot des Vereins. „Heimat schmeckt!“ steht für Regionalität und hochwertige Produkte engagierter Produzenten unserer Heimat sowie für die Verarbeitung dieser Produkte zu leckeren Speisen bei den uns angeschlossenen Gastronomiebetrieben.“

Bereits Ende des letzten Jahres trat Angelika Pflüger aus Neuwied/Niederbieber mit ihrem Betrieb Mama’s PicNic dem Verein bei. Mit der Methode des Einweckens macht sie Eintöpfe, Suppen, Aufstriche und Chutneys ganz ohne Konservierungsstoffe haltbar.

In diesem Jahr entschieden sich der Imker Tobias Heinen aus Hünenfeld sowie Achim Bertgen aus Koblenz/Pfaffendorfer Höhe (Ölmühle Bertgen) für eine Mitgliedschaft beim „Heimat schmeckt!“.

Tobias Heinen betreibt seine Imkerei seit dem Jahr 2009. Er bewirtschaftet 20 Bienenvölker. Seine Bienen produzieren den Honig in Hünenfeld, Boppard und Rhens.

Die im Jahr 2020 gegründete Ölmühle Bertgen aus Koblenz hat sich auf die Herstellung von Bio-Speisölen spezialisiert. Die Öle sind nativ, kaltgepresst, unbehandelt, vegan und in Rohkostqualität.

Weitere Informationen zu den „Heimat schmeckt!“-Betrieben sowie zu Geschenkkörben, Präsentpaketen und Gutscheinen des Vereins gibt es unter www.heimat-schmeckt.de oder in der Vereinsbroschüre, die bei Frau Sabine Borsch (02652/5279411, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) und bei den Mitgliedsbetrieben erhältlich ist.

Bevölkerung steigt auf annähernd 4,1 Millionen

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Bevölkerung steigt auf annähernd 4,1 Millionen

Zum Jahreswechsel 2020/2021 ist die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz auf insgesamt 4.098.391 Menschen angewachsen. Das sind rund 4.500 Menschen mehr als ein Jahr zuvor. Damit ist die Bevölkerungszahl des Landes im nunmehr neunten Jahr in Folge gestiegen und erreicht einen neuen historischen Höchststand.

Grund für den erneuten Anstieg ist, dass auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen über die Landesgrenzen zu- als fortzogen. Der sogenannte Wanderungsüberschuss fiel mit rund 17.300 Personen bei unter anderem pandemiebedingt insgesamt deutlich reduzierter Zahl an Zu- und Fortzügen über die Landesgrenze zwar geringer aus als im Vorjahr (20.400 Personen), konnte allerdings das Geburtendefizit (rund minus 11.500 Personen) erneut mehr als ausgleichen. Wie in den vorangegangenen Jahren auch, lag die Zahl der im Jahr 2020 Gestorbenen (rund 49.200 Personen) deutlich über der Zahl der Lebendgeborenen (rund 37.600 Kinder). Die übrigen Bestandsveränderungen (rund minus 1.300 Personen) sind im Wesentlichen auf Korrekturmeldungen der Meldeämter zurückzuführen, mit denen zu einem früheren Zeitpunkt, das heißt auch in Vorjahren, übermittelte Angaben über Zu- und Fortzüge richtiggestellt wurden.

Ausländerinnen und Ausländer

Die Anzahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer stieg gegenüber dem 31. Dezember 2019 um rund 13.900 und gegenüber dem Stichtag der Volkszählung im Mai 2011 um annähernd 212.100 auf nunmehr etwa 484.100. Ihr Anteil an der Bevölkerung lag damit zum Jahreswechsel 2020/2021 bei 11,8 Prozent. Demnach besitzt deutlich mehr als jede neunte Rheinland-Pfälzerin bzw. mehr als jeder neunte Rheinland-Pfälzer nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Gegenüber dem Vorjahr ist der Ausländeranteil um 0,3 Prozentpunkte und gegenüber dem Stichtag der Volkszählung am 9. Mai 2011 um 5,0 Prozentpunkte gestiegen.

Altersstruktur

Auch die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hat sich zum Teil deutlich verändert. Gegenüber dem 9. Mai 2011 (Zensusstichtag) sank die Zahl der unter 20-Jährigen um ein Prozent auf 749.650. Rund 2.436.400 Personen entfallen aktuell auf die Altersgruppe der 20- bis unter 65-Jährigen; das sind 0,6 Prozent mehr als zum Zeitpunkt der letzten Volkszählung. 65 Jahre und älter sind rund 912.400 Menschen, 12,3 Prozent mehr als am 9. Mai 2011.

Bevölkerungsentwicklung regional

In den vergangenen Jahren ist – in Summe gesehen – die Bevölkerungszahl der kreisfreien Städte deutlich stärker angestiegen als die der Landkreise. Die Bevölkerungszahl der kreisfreien Städte wuchs seit dem Zensus 2011 um 5,6 Prozent. In Ludwigshafen, Mainz und Landau in der Pfalz waren die seitdem zu beobachtenden Bevölkerungszuwächse mit 9,5 Prozent, 8,4 Prozent bzw. 7,7 Prozent am stärksten ausgeprägt. Rückläufig war sie in dem rund neuneinhalb Jahre umfassenden Zeitraum in den kreisfreien Städten Pirmasens und Zweibrücken, die 1,7 Prozent bzw. 0,6 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner verloren. In den Landkreisen lag die Einwohnerzahl im Durchschnitt um 1,7 Prozent höher als am Zensusstichtag. Den stärksten Bevölkerungsgewinn gab es im Landkreis Mainz-Bingen und im Rhein-Pfalz-Kreis mit jeweils 5,4 Prozent sowie dem Landkreis Trier Saarburg (5,1 Prozent), die höchsten Rückgänge waren in den Landkreisen Kusel und Südwestpfalz (minus 3,7 Prozent bzw. minus 3,6 Prozent) zu verzeichnen.

Zahlen zum aktuellen Bevölkerungsstand für alle Kommunen gibt es in den Regionaldatenangeboten Meine Heimat und Geowebdienste. Die Geowebdienste enthalten sortierbare Tabellen unter anderem zum Bevölkerungstand nach Hauptaltersgruppen.

Bevölkerung nach Hauptaltersgruppen am 31.12.2020 (Kreisebene)
Bevölkerung nach Hauptaltersgruppen am 31.12.2020 (Verbandsgemeindeebene)
Bevölkerung nach Hauptaltersgruppen am 31.12.2020 (Gemeindeebene)

Die Zahlen zum 31. Dezember 2020 stammen aus der Statistik der laufenden Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2011. In diese Berechnungen fließen Ergebnisse der Statistiken der Geborenen und Gestorbenen sowie der Wanderungsstatistik ein. Die Zensusergebnisse zum Stichtag 9. Mai 2011 wurden für die hier aufgeführten Regionalvergleiche auf den Gebietsstand zum 31. Dezember 2020 umgerechnet.

Autor:  Gerd Reh (Referatsleiter Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

Trotz Corona erneut Bevölkerungszuwachs durch Zuwanderungen

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Die rheinland-pfälzische Bevölkerung ist auch im Jahr 2020 gewachsen, weil mehr Menschen zu- als fortgezogen sind und dieses Wanderungsplus das Geburtendefizit mehr als ausgeglichen hat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes verlegten rund 129.400 Personen ihren alleinigen bzw. Hauptwohnsitz nach Rheinland-Pfalz, rund 14 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Annähernd 112.100 Personen zogen über die Landesgrenze fort, rund 13 Prozent weniger als 2019. Insgesamt ergibt sich ein Wanderungsplus von rund 17.300 Personen.

Dieses übersteigt das Defizit der Differenz aus Geburten und Sterbefällen von rund 11.500 Personen, sodass die Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz zum 31. Dezember 2020 erneut auf nunmehr annähernd 4.098.400 Menschen anstieg.

Zuzüge aus dem Ausland

Die Zahl der Zuwanderungen aus dem Ausland (60.552) ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel zurückgegangen (minus 21 Prozent). Rund 83 Prozent dieses Personenkreises (50.128 Personen) entfielen auf Personen nicht deutscher Staatsangehörigkeit, insbesondere aus mittel- und osteuropäischen EU-Staaten, für die seit 2011 bzw. 2014 die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt. Die größte ausländische Zuwanderungsgruppe stellten dabei Rumänen (10.700 Zuzüge). Am zweit- bzw. dritthäufigsten waren Bulgaren (5.064) bzw. Polen (4.783) vertreten. Im Jahresverlauf zogen insgesamt 33.896 ausländische Personen über die Bundesgrenze fort. Im Saldo wanderten damit 16.232 Ausländerinnen und Ausländer mehr aus dem Ausland zu als dorthin fortzogen.

Wanderung zwischen den Bundesländern

Aus anderen Regionen Deutschlands zog es 68.837 Personen nach Rheinland-Pfalz, das sind knapp sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor. Annähernd 66.700 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer verlegten ihren alleinigen bzw. Hauptwohnsitz in eines der anderen Bundesländer (minus 5,4 Prozent). Daraus resultiert – bei sicherlich auch pandemiebedingt merklich reduziertem deutschlandweitem Wanderungsvolumen – ein leichtes Zuwanderungsplus von 2.156 Personen. Aus den angrenzenden Ländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen wanderten wie schon in den Vorjahren wieder mehr Personen zu als dorthin fortzogen; insgesamt ergibt sich mit diesen unmittelbaren benachbarten Bundesländern ein Wanderungsplus in Höhe von 3.777 Personen.

Höchster Wanderungsüberschuss in der kreisfreien Stadt Trier

In den kreisfreien Städten sind im Hinblick auf die Wanderungen über die Landesgrenzen bis auf die Städte Mainz (minus 826 Personen), Landau (minus 140 Personen) und Zweibrücken (minus 27 Personen) positive Bilanzen zu verzeichnen. Die höchsten Überschüsse ergeben sich für die kreisfreien Städte Trier (2.490 Personen), Ludwigshafen (1.463 Personen) und Speyer (1.394 Personen). In sämtlichen Landkreisen außer Kusel (minus 65 Personen) übersteigen die Zuwanderungen aus anderen Bundesländern, aus dem Ausland und von Unbekannt die Abwanderungen nach dort. Die deutlichsten Zugewinne verzeichnen der Eifelkreis Bitburg-Prüm (1.164 Personen) und der Landkreis Trier-Saarburg (1.054 Personen).

Die Daten der Wanderungsstatistik stellen die Einwohnermeldebehörden dem Statistischen Landesamt zur Verfügung gestellt. Einwohnermeldebehörden sind in Rheinland-Pfalz die 170 Verwaltungen der kreisfreien Städte, verbandsfreien Gemeinden sowie der Verbandsgemeinden. Die Zahlen der Zu- und Fortzüge über die Bundesgrenzen umfassen auch Wanderungsbewegungen mit unbekannten Gebieten.
Die Bevölkerungszahlen stammen aus der Statistik der laufenden Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2011. In diese Fortschreibung fließen sowohl die Ergebnisse der Wanderungsstatistik als auch die Ergebnisse der Statistiken der Geborenen und Gestorbenen ein.

Autor: Gerd Reh (Referatsleiter Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

Der Lappen geht, die Karte kommt!

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Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen in den nächsten Jahren in einen neuen, fälschungssicheren EU-Führerschein umgetauscht werden.

Alle Papierführerscheine und älteren Kartenführerscheine ohne Gültigkeitsdatum (Feld 4b auf der Vorderseite des Führerscheines) werden ersetzt.

Seit dem 19. Januar 2013 werden nur noch befristete Kartenführerscheine ausgestellt. Diese sind für 15 Jahre gültig und müssen dann erneuert werden. Eine erneute Prüfung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich, es findet lediglich ein Dokumentenumtausch statt.

Wenn Sie einen Papierführerschein (rosa oder grau) besitzen, richtet sich die Umtauschfrist nach Ihrem Geburtsjahr.

Geburtsjahr

Umtausch bis:

Vor 1953

19.Januar 2033

1953 - 1958

19.Januar 2022

1959 - 1964

19.Januar 2023

1965 - 1970

19.Januar 2024

1971 oder später

19.Januar 2025

Wenn Sie einen Kartenführerschein besitzen, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, richtet sich die Umtauschfrist nach dem Ausstellungsjahr (Feld 4a auf der Vorderseite Ihres Führerscheines).

Ausstellungsjahr

Umtausch bis:

1999 - 2001

19.Januar 2026

2002 - 2004

19.Januar 2027

2005 - 2007

19.Januar 2028

2008

19.Januar 2029

2009

19.Januar 2030

2010

19.Januar 2031

2011

19.Januar 2032

2012 - 18.01.2013

19.Januar 2033

Erforderliche Unterlagen für den Umtausch:

-       Aktuelles biometrisches Passbild

-       Gültiges Ausweisdokument

-       Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde, wenn der Führerschein nicht von der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück ausgestellt wurde (gilt nur bei rosa oder grauen Führerscheinen)

Umtauschen können Sie Ihren Führerschein bei der Kreisverwaltung RheinHunsrück-Kreis oder bei der Stadtverwaltung Boppard.

Grundsicherung: Zahl der unterstützen Personen steigt um 1.500

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Zum Jahresende 2020 erhielten in Rheinland-Pfalz rund 48.700 Personen staatliche Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Anzahl der Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher gegenüber dem Vorjahr um knapp 1.500 bzw. 3,1 Prozent angestiegen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Empfängerkreis nahezu kontinuierlich um rund 13.000 Frauen und Männer bzw. 36,4 Prozent ausgedehnt.

In etwa der Hälfte der Fälle (49,7 Prozent bzw. 24.200 Personen) handelte es sich um Personen, die dem Arbeitsmarkt wegen einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr um gut 1.200 Personen bzw. 5,3 Prozent gewachsen; seit 2010 hat deren Zahl um knapp 6.900 Personen bzw. 39,5 Prozent zugelegt. Männer sind mit einem Anteil von 55,4 Prozent häufiger vertreten als Frauen. Insgesamt wird knapp ein Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 Jahren und der Regelaltersgrenze durch solche Leistungen unterstützt.

Zum anderen erhielten rund 24.500 Personen oberhalb der Regelaltersgrenze Grundsicherung im Alter; das waren knapp 250 Personen bzw. 1,0 Prozent mehr als im Dezember 2019. Frauen (Anteil: 57,6 Prozent) nehmen diese Leistung häufiger in Anspruch als Männer. Diese Relation hat sich im Zeitverlauf verschoben: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Fallzahl der Männer um 3,3 Prozent bzw. 330 Personen, während bei den Frauen ein Rückgang um 0,6 Prozent bzw. 80 Personen zu verzeichnen war. In der längerfristigen Betrachtung gegenüber 2010 stieg die Fallzahl bei den Männern (plus 70 Prozent bzw. 4.300) wesentlich stärker als bei den Frauen (plus 15 Prozent bzw. 1.700).

Der Anteil der Personen mit Grundsicherungsbezug an der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren lag zuletzt bei 1,4 Prozent. Regional zeigen sich große Unterschiede. So kamen in den kreisfreien Städten auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner im Durchschnitt 21 Leistungsempfängerinnen und -empfänger, in den Landkreisen waren es dagegen nur 12. Werden ausschließlich Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter betrachtet, so fallen die regionalen Unterschiede noch größer aus: Während in der Südwestpfalz lediglich 11,5 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb der Regelaltersgrenze die staatliche Leistung in Anspruch nahmen, waren dies in der Stadt Kaiserslautern 72,2 Personen. Im Mittel aller Landkreise lag dieser Wert bei 21,4; in den kreisfreien Städten bezogen hingegen rund 50,9 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb der Regelaltersgrenze Grundsicherungsleistungen.

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die ab dem Berichtsjahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und seitdem für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wird. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Anspruch auf Grundsicherungsleistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII haben Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahre alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind.

Die im Jahre 2012 eingeführte Regelaltersgrenze findet seit Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik im Jahr 2015 Berücksichtigung in der Statistik. Nach § 41 Absatz 2 SGB XII wird die Altersgrenze seit 2012 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 sukzessive von bisher 65 auf 67 Jahre angehoben. Im Erhebungszeitraum Dezember 2019 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und acht Monaten.

Ab dem Berichtsjahr 2020 erfolgt die Veröffentlichung der Ergebnisse der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung unter Einsatz des Geheimhaltungsverfahrens der 5er-Rundung. Bei der 5er-Rundung werden alle absoluten Werte einer Tabelle mit Empfängerzahlen auf den nächsten durch 5 teilbaren Wert auf- oder abgerundet. Die maximale Abweichung zu den jeweiligen Originalwerten beträgt dadurch für jeden Wert höchstens 2.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

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