Montag, 26. Oktober 2020

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Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Stadt Koblenz

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Junge Leute mit Interesse an der Arbeit mit Menschen aus anderen Kulturen, die Integration und ein lebendiges Miteinander in Koblenz aktiv mitgestalten wollen – können sich für den Bundesfreiwilligendienst bei der Stadtverwaltung bewerben.
Zusammen mit den hauptamtlichen Sozialarbeitern und Integrationslotsen unterstützen Bufdis Menschen beim Ankommen in unserer Gesellschaft und leisten einen wichtigen Integrationsbeitrag. Einsatzort sind die städtischen Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber und Flüchtlinge.
Was für Voraussetzungen sollten Bewerberinnen und Bewerber mitbringen?
-        Neugierde und hast Lust gemeinsam etwas zu bewegen,
-        Kreativität,
-        Mindestalter 18 Jahre,
-        Fremdsprachenkenntnis idealerweise mehrere Fremdsprachen, zumindest aber Englisch und
-        wünschenswert Führerscheinbesitz der Klasse B

Fakten zum BFD
·       Vollzeitdienst für 18-27jährige
·       Ziele: Bildung und (berufliche) Orientierung
·       über 27 Jahre alt? Dann ist ein BFD auch in Teilzeit möglich!
·       mindestens 6, im Regelfall 12 Monate
·       der BFD wird als Praxisteil bei der Erlangung der Fachhochschulreife anerkannt
·       eigenständige Projektarbeit
·       flexibler Beginn zum Monatsanfang möglich
·       monatliches Taschengeld
·       5 spannende Bildungsseminare
·       stadtinterne Fortbildungs- und Schulungsmöglichkeiten
·       30 Tage Urlaub
·       volle Sozialversicherung
Interessenten schicken ihre Bewerbung an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Weitere Informationen stehen hier: https://www.soziale-lerndienste.de/

Dramatische Entwicklung: „Flüsterbremsen“ könnten zu noch mehr Bahnlärm führen

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Schienenlärmschutzgesetz wohl wirkungslos

Als die „Flüsterbremsen“ entwickelt wurden, sollte das den Schienenlärm erheblich reduzieren. So wurde es Anwohnern und Lokführern versprochen. Die Deutsche Bahn schrieb 2017: „Zusammen mit einer guten Pflege der Gleise wird so das Rollgeräusch eines Güterwagens um bis zu 10 dB (A) in der Vorbeifahrt reduziert und somit halbiert. Damit wird eine wesentliche Lärmquelle im Schienengüterverkehr bekämpft.“

Im Mai 2020 erklärte die Bundesregierung, dass mit dem Fahrplanwechsel 2020/2021 „nach Schienenlärmschutzgesetz keine lauten Güterwagen auf dem deutschen Schienennetz verkehren“ dürfen. Alles dank der Flüsterbremse.

Doch nun stellt sich heraus: Die Flüsterbremse flüstert vermutlich gar nicht. Schreit sie vielmehr?

1.  Laute Güterwagen

Was sind „laute“ Güterwagen? Schauen wir dazu ins Schienenlärmschutzgesetz. „Laut“ ist nach Paragraph 2 ein Güterwagen, wenn er bei der Inbetriebnahme nicht den Anforderungen gewisser EU-Verordnungen entspricht. Entspricht er den Anforderungen, ist er leise und darf fahren. Das ist gut.

Doch die Ernüchterung kommt in Paragraph 3: Danach werden gewisse Güterwagen diesen leisen Wagen „gleichgestellt“. Wann ist das der Fall? Wenn er von Grauguss-Bremssohlen auf Verbundstoff-Bremssohlen (das sind Kompositwerkstoffe: K- und LL-Sohle) umgerüstet worden ist. Ok – auch das klingt erstmal gut: Leisere Bremsen.

2.  Leise Bremsen und laute Flachstellen

Doch Bremsen sind nicht der einzige Lärmfaktor bei einem Güterwagen. Auch Unebenheiten beim Rad, sogenannte Flachstellen, machen Lärm. Doch der Begriff „Flachstelle“ steht gar nicht im Gesetz. Es handelt sich also gar nicht um ein „Schienenlärmschutzgesetz“, sondern nur um ein „Bremslärmschutzgesetz“.

Der Name des Gesetzes ist irreführend. Wenn es heißt, „der Einsatz lauter Güterwagen ist auf dem deutschen Streckennetz verboten“, umfasst das nur laute Güterwagen nach der Definition des Gesetzes. Das ist das durchschaubares Manöver des Gesetzgebers: Er definiert einfach, was seiner Meinung nach laut ist, und beschränkt die Lautstärke auf die Bremsen.

In den Ohren der Anwohner bemisst sich die Lautstärke eines Güterwagens aber nach seiner tatsächlichen Emission, nicht nach dem, was in einem Gesetz steht.

3.  Wieso bleiben die Güterwagen laut?

Grund sind die genannten Radunebenheiten, die Flachstellen. Bisher heißt es dazu beschwichtigend, Flachstellen seien zu vernachlässigen. Das betreffe nur 6 Prozent der Waggons. Allerdings bedeutet das, dass ein Zug mit 200 Achsen immerhin 12 Flachstellen hat! Hört man die?

Lassen wir das die Experten beschreiben, die kaum verdächtig sind, den Güterverkehr madig machen zu wollen, nämlich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (Ortsgruppe Bebra). Sie schreibt im Juli 2020:

Flachstellen verursachen „laut polternde, klopfende oder schlagende Geräusche bei der Vorbeifahrt eines Zuges.“

Da fällt uns etwas auf: Das erste Wort der Definition ist „laut“. Aber solche Güterwagen sollen doch gar nicht mehr unterwegs sein dürfen ab Dezember 2020?

4.  Wie viele Flachstellen gibt es?

Die Zahl der Flachstellen wird massiv steigen. Zum einen soll der Schienengüterverkehr deutlich wachsen.

Das hat der „Schienenpakt“ im Sommer 2020 beschlossen. Das ist aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes auch gut. Doch ein Wachstum um das Doppelte erhöht auch die Flachstellen um das Doppelte.

Und damit nicht genug. Ausgerechnet die neuen Bremsen, die alles leiser machen sollen, führen nun zu mehr Flachstellen. Lassen wir wieder die Experten der Gewerkschaft GdL zu Wort kommen, die den Grund für den steigenden Lärm nennen:

„Ursache sind die sogenannten neuen Flüsterbremsen, welche aus speziellen Kunststoffen bestehen und im Vergleich zu den alten Stahlbremsklötzen die Lauffläche des Rades nicht mehr aufrauen.

Diese bleibt also glatt, wodurch sich das Rollgeräusch erheblich reduziert. Bei starken oder Bremsungen unter ungünstigen Witterungsumständen, kommt es nun allerdings leider öfter zu einem Blockieren der Räder.

Ein weiterer Nachteil: Während ein Bremsklotz aus Stahl bei einer Bremsung in der Lage war eventuelle Materialauftragungen durch die Drehbewegung des Rades zu beseitigen können dies die neuen Bremssohlen in dieser Form nicht mehr.“

Ergebnis aus unserer Sicht: Flüsterbremsen reduzieren Lärm, schaffen aber auch neuen Lärm.

Das berichtete auch die Fachzeitung „RailBusiness“ am 20. Juli 2020:

„Bei einer Zunahme des Schienengüterverkehrs auf 25 % Marktanteil werde es daher lauter statt leiser.“

Das Schienenlärmschutzgesetz hätte man sich aus Anwohnersicht also sparen können!

5.  Was kann man gegen Flachstellen tun?

Sie reparieren. Aber das geschieht oft viel zu spät. Manchmal fahren Güterwagen mit Flachstellen tagelang, monatelang durch die Gegend. Immer wieder Lärm, immer wieder, immer mehr …

6.  Aber muss der Wagenhalter nichts gegen Flachstellen tun?

Doch. Es gibt eine rechtliche Regelung gegen Flachstellen.

Problem: Sie greift nur ein, wenn die Flachstelle eine gewisse Länge hat. Doch auch kürzere – und breitere – Flachstellen können eine immense Lärmquelle darstellen.

Man kann nachweisen, dass die Länge der Flachstelle gemäß Allgemeinen Vertrag für die Verwendung von Güterwagen (AVV), Anlage 9 nichts mit der Intensität der Schlagwirkung auf die Schiene zu tun hat.

„Die Schläge von kurzen breiten Flachstellen wirken häufig viel stärker auf Rad, Achslager und Ladung als lange dünne Flachstellen. Daher hat die Intensität des Schlages nichts mit der Länge der Flachstelle gemäß AVV zu tun“, heißt es in der RailBusiness, die die Erkenntnisse eines Bonner Datenunternehmens zitiert.

Aufgrund der heutigen Regelwerke, die erst ab 40 mm Länge (bei 840-mm-Radsätzen) oder 60 mm Länge (bei 920-mm-Radsätzen) greifen, werde es daher nicht leiser.

„Anrainer von Schienenwegen würden weiterhin durch Flachstellen unter 40 mm Länge gestört, die breit sind und dadurch eine besondere Schlagintensität haben“, heißt es in der RailBusiness.

Dies wird vom Umweltbundesamt bestätigt. Am 15. Juli 2020 schrieb es der „Deutschen Schienenhilfe“:

„Es hat sich gezeigt, dass „kleine“ Flachstellen akustisch auffällig und „große“ Flachstellen akustisch unauffällig sein können.“

7. Was tun gegen Wagenhalter, die Flachstellen nicht reparieren?

Die GDL aus Bebra hat sich unserer Forderung angeschlossen, Flachstellen als Ordnungswidrigkeit zu behandeln. Doch die Verantwortung für Flachstellen bei einem Wagen dürfen nicht Lokführern oder den Menschen in der Zugvorbereitung angelastet werden. Gefragt sind die Wagenhalter.

Sie können durch Messungen erkennen, welche Wagen welche Flachstellen haben und den Wagen reparieren. Damit würden sie einer Ordnungswidrigkeit entgehen, den Lärm reduzieren, die Umwelt schützen und zugleich Geld sparen, weil die Wartungsintervalle auf die tatsächliche Wagensituation angepasst werden.

Doch die Schaffung einer Ordnungswidrigkeit hilft nur sekundär.

Deshalb schlägt die GdL (Bebra) vor:

„Aus unserer Sicht ist es notwendig ein Netz von Überwachungs- und Messtellen aufzubauen, welches in der Lage ist die Lärmbelastung eines Zuges nicht nur zu erfassen, sondern eventuelle „Übeltäter“ gleich zu identifizieren.“

Das wäre in der Tat der passende und am schnellsten greifende – und zudem heute schon technisch mögliche Lösungsansatz!

8. Was tut die Bundesregierung?

Doch die Bundesregierung wartet lieber ab. Sie verweist auf eine Studie, die das Umweltbundesamt durchführt. Die Ergebnisse werden „voraussichtlich 2022 veröffentlicht“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann im Juli 2020 auf eine Anfrage der Abgeordneten Tabea Rößner (Grüne).

Der Schienengüterverkehr hat in der Zukunft nur dann eine Chance auf Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn er leise ist. Das geht nur OHNE Flachstellen. Und zwar ab sofort – nicht erst in einigen Jahren, bis Studien veröffentlicht, diskutiert und Gesetze überlegt, entworfen und verworfen, diskutiert und vielleicht erst 2030 beschlossen werden, um 2033 in Kraft zu treten. Das ist zu spät.

Bis dahin hätte der aus Klimaschutzgründen notwendige Schienengüterverkehr viel Akzeptanz in der Bevölkerung verloren.

SGD Nord gibt weitere Ergebnisse zum Absturz des Kampfflugzeuges F 16 bei Zemmer-Rodt bekannt

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Im Oktober des vergangenen Jahres stürzte ein F-16-Kampfjet in einem Waldgebiet bei Zemmer-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) ab. Die zuständige Kreisverwaltung Trier Saarburg beauftragte daraufhin die SGD Nord als Obere Bodenschutz- und Wasserschutzbehörde beratend aktiv zu werden.

Die vom Zentrum für Geoinformation der Bundeswehr Ende 2019 durchgeführten Untersuchungen ergaben keine erhöhten Schadstoffwerte in Boden- und Wasserproben.

Flüssigkeiten, wie Treibstoff und andere Mineralölprodukte vermutlich größtenteils beim Absturz des Flugzeugs in die Baumwipfel verbrannt bzw. verdampft sind.

Aktuell hat die SGD Nord weiter Beprobungen rund um die Absturzstelle des F16-Kampfjets im Waldstück bei Zemmer durchgeführt. Grund dafür war, dass der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) mehrere eigene Messungen in Auftrag gegeben und  Belastungen mit PFT festgestellt hatte. Um die Belastbarkeit der vorgelegten Analyse abzuklären, hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord ein Fachbüro mit zusätzlichen Bodenuntersuchungen beauftragt, um Klarheit zu erhalten.

Im Ergebnis: Die am 1. Juli gezogenen Bodenproben zeigen hinsichtlich der Schadstoffgruppe PFT keine Auffälligkeiten. Weder im Bereich der 2019 vom BUND beprobten Stelle, noch an weiteren Untersuchungspunkten konnten erhöhte PFT-Werte festgestellt werden.

Auf Hinweis eines Grundstückseigentümers wurde gleichzeitig an einer weiteren Stelle dem Verdacht einer Belastung mit Treibstoffrückständen nachgegangen. Die Analysen ergaben hier punktuell erhöhte Konzentrationen an Mineralöl-Kohlenwasserstoffen in der oberen Bodenschicht. Im Hinblick auf eine Einordnung dieses Befundes wird die SGD Nord noch ergänzende Informationen bei dem beauftragten Fachbüro einholen. Alle weiteren untersuchten Stellen zeigen nur geringe Gehalte an Kohlenwasserstoffen und somit keinen weiteren Handlungsbedarf.

Vor Ort wurden einige optische Auffälligkeiten auf Wasserpfützen festgestellt, was nicht automatisch bedeutet, dass hier Belastungen mit Schadstoffen (Motoröl oder ähnliches) vorliegen, denn auch in der Natur vorkommende Stoffe wie Stoffe des Humusbodens oder auch Eisenoxidverbindungen können sich in einer natürlichen Schlierenbildung oder farblichen Auffälligkeiten zeigen.

Die SGD Nord wird die vorliegenden Ergebnisse ergänzen und an die zuständige Kreisverwaltung Trier-Saarburg abgeben.

Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

Im Jahr 2019 rund 37.200 Neugeborene sowie 47.600 Gestorbene

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Im Jahr 2019 wurden 37.173 rheinland-pfälzische Kinder geboren, etwa 18.200 Mädchen und 19.000 Jungen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag die Zahl der Neugeborenen um rund 500 unter der von 2018 (minus 1,3 Prozent).

Landesweit starben im vergangenen Jahr 47.619 Menschen und damit rund 700 weniger als 2018 (minus 1,4 Prozent). Folglich überstieg die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geborenen um rund 10.400. Das Geburtendefizit verminderte sich damit gegenüber dem Vorjahr um etwa 200 Personen.

Im Vergleich der kreisfreien Städte wurden lediglich in Mainz und Ludwigshafen mehr Kinder geboren als Menschen starben. In Mainz lag der Geburtenüberschuss bei 318, in Ludwigshafen bei 62 Personen. Alle übrigen kreisfreien Städte und auch die Landkreise mit Ausnahme des Landkreises Kaiserslautern (plus 1) wiesen ein Geburtendefizit auf.

Bezogen auf je 1.000 Einwohner starben wie bereits im Vorjahr landesweit 2,6 Personen mehr als geboren wurden. In den kreisfreien Städten fällt dieser relative Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung mit minus 1,3 Personen je 1.000 Einwohner erneut deutlich günstiger aus als in den Landkreisen (minus 3,0 Personen je 1.000 Einwohner). Grund hierfür ist nicht zuletzt, dass die Wohnbevölkerung in den kreisfreien Städten im Schnitt rund sechs Jahre jünger ist. Für die Landeshauptstadt Mainz ergibt sich ein relativer Geburtenüberschuss von 1,5 Personen je 1.000 Einwohner. Hingegen zeigen sich in der kreisfreien Stadt Pirmasens sowie im Landkreis Südwestpfalz die höchsten relativen Geburtendefizite mit minus 8,1 bzw. minus 6,5 Personen je 1.000 Einwohner.

Die Statistischen Ämter der Länder erhalten Angaben zu den Geburten und Sterbefällen monatlich von den Standesämtern und bereiten diese regelmäßig wohnortbezogen auf.

Autorin: Andrea Heßberger (Referat Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

SGD Nord:

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Land unterstützte den Naturschutz im Rhein-Hunsrück-Kreis 2019 mit rund 331.000 Euro

Der Klimawandel, die Umweltverschmutzung, die Ausweitung der menschlichen Lebensräume und das Wegfallen landwirtschaftlicher Nutzflächen haben ihre Folgen: Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht. Ohne die Mithilfe des Menschen könnten sie nicht überleben. Der Landesregierung ist dies bewusst. Daher versucht sie, dieser ungünstigen Entwicklung entgegenzuwirken und die Natur zu schützen. „Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord hat dabei als Obere Naturschutzbehörde eine wichtige Rolle, denn sie begleitet viele Projekte nicht nur fachlich, sie hilft auch dabei, diese finanziell umzusetzen“, erklärt Dr. Ulrich Kleemann, der Präsident der SGD Nord. So auch im Rhein-Hunsrück-Kreis.

Im vergangenen Jahr 2019 sind durch die SGD Nord und im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Fördermittel in Höhe von rund 331.000 Euro für Naturschutzmaßnahmen im Landkreis Rhein-Hunsrück ausgezahlt worden. „Durch die vielseitigen Maßnahmen tragen wir zum Erhalt von Ökosystemen bei und stellen sogar einzelne Lebensräume wieder her“, so Kleemann.

So wurden in Naturschutzgebiet „Hintere Dick-Eisenbolz“ zum Beispiel Ziegen eingesetzt, die entbuschte Streuobstflächen freihalten. Bei den Flächen, die noch bis in den angrenzenden Bereich „Vordere Dick“ sowie bis nach Weiler und Hausbay reichen, handelt es sich um das größte zusammenhängende Streuobstgebiet des Rhein-Hunsrück-Kreises. „Hier sind für den Lebensraum typische Vogelarten wie Wendehals und Neuntöter zu finden“, erklärt SGD-Nord-Vizepräsidentin Nicole Morsblech, die auch der Abteilung Raumordnung, Naturschutz und Bauwesen vorsteht. „Durch den Einsatz der Ziegen können wir die Lebensräume der dort lebenden Arten sichern.“ Diese Maßnahme stellt daher schon seit vielen Jahren einen Schwerpunkt der Biotopbetreuung und der „Aktion Grün“ dar.

Ein weiteres Beispiel sind die Schutzmaßnahmen für den gewöhnlichen Diptam (Dictamnus albus). Das wegen seiner entzündlichen ätherischen Öle auch „Brennender Busch“ genannte Rautengewächs steht schon seit Jahrzehnten unter Naturschutz und kommt im Rhein-Hunsrück-Kreis nur noch in einem „Natura 2000“-Gebiet bei Oberwesel vor. Die bedrohte Art hat in Rheinland-Pfalz ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze. Im Rahmen der Biotopbetreuung wurde der Lebensraum bei Oberwesel soweit von Gestrüpp und Büschen befreit, dass der Diptam weiter die nötigten Bedingungen vorfindet, um zu wachsen.

Zusätzlich zu den erwähnten 331.000 Euro flossen auch noch Fördergelder in den Naturpark Soonwald-Nahe, der auch auf dem Gebiet des Landkreises liegt. 2019 waren es etwa 113.000 Euro.

Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

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