Dienstag, 26. Oktober 2021

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Der Lappen geht, die Karte kommt!

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Alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, müssen in den nächsten Jahren in einen neuen, fälschungssicheren EU-Führerschein umgetauscht werden.

Alle Papierführerscheine und älteren Kartenführerscheine ohne Gültigkeitsdatum (Feld 4b auf der Vorderseite des Führerscheines) werden ersetzt.

Seit dem 19. Januar 2013 werden nur noch befristete Kartenführerscheine ausgestellt. Diese sind für 15 Jahre gültig und müssen dann erneuert werden. Eine erneute Prüfung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich, es findet lediglich ein Dokumentenumtausch statt.

Wenn Sie einen Papierführerschein (rosa oder grau) besitzen, richtet sich die Umtauschfrist nach Ihrem Geburtsjahr.

Geburtsjahr

Umtausch bis:

Vor 1953

19.Januar 2033

1953 - 1958

19.Januar 2022

1959 - 1964

19.Januar 2023

1965 - 1970

19.Januar 2024

1971 oder später

19.Januar 2025

Wenn Sie einen Kartenführerschein besitzen, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, richtet sich die Umtauschfrist nach dem Ausstellungsjahr (Feld 4a auf der Vorderseite Ihres Führerscheines).

Ausstellungsjahr

Umtausch bis:

1999 - 2001

19.Januar 2026

2002 - 2004

19.Januar 2027

2005 - 2007

19.Januar 2028

2008

19.Januar 2029

2009

19.Januar 2030

2010

19.Januar 2031

2011

19.Januar 2032

2012 - 18.01.2013

19.Januar 2033

Erforderliche Unterlagen für den Umtausch:

-       Aktuelles biometrisches Passbild

-       Gültiges Ausweisdokument

-       Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde, wenn der Führerschein nicht von der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück ausgestellt wurde (gilt nur bei rosa oder grauen Führerscheinen)

Umtauschen können Sie Ihren Führerschein bei der Kreisverwaltung RheinHunsrück-Kreis oder bei der Stadtverwaltung Boppard.

Grundsicherung: Zahl der unterstützen Personen steigt um 1.500

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Zum Jahresende 2020 erhielten in Rheinland-Pfalz rund 48.700 Personen staatliche Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, ist die Anzahl der Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher gegenüber dem Vorjahr um knapp 1.500 bzw. 3,1 Prozent angestiegen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Empfängerkreis nahezu kontinuierlich um rund 13.000 Frauen und Männer bzw. 36,4 Prozent ausgedehnt.

In etwa der Hälfte der Fälle (49,7 Prozent bzw. 24.200 Personen) handelte es sich um Personen, die dem Arbeitsmarkt wegen einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr um gut 1.200 Personen bzw. 5,3 Prozent gewachsen; seit 2010 hat deren Zahl um knapp 6.900 Personen bzw. 39,5 Prozent zugelegt. Männer sind mit einem Anteil von 55,4 Prozent häufiger vertreten als Frauen. Insgesamt wird knapp ein Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 18 Jahren und der Regelaltersgrenze durch solche Leistungen unterstützt.

Zum anderen erhielten rund 24.500 Personen oberhalb der Regelaltersgrenze Grundsicherung im Alter; das waren knapp 250 Personen bzw. 1,0 Prozent mehr als im Dezember 2019. Frauen (Anteil: 57,6 Prozent) nehmen diese Leistung häufiger in Anspruch als Männer. Diese Relation hat sich im Zeitverlauf verschoben: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Fallzahl der Männer um 3,3 Prozent bzw. 330 Personen, während bei den Frauen ein Rückgang um 0,6 Prozent bzw. 80 Personen zu verzeichnen war. In der längerfristigen Betrachtung gegenüber 2010 stieg die Fallzahl bei den Männern (plus 70 Prozent bzw. 4.300) wesentlich stärker als bei den Frauen (plus 15 Prozent bzw. 1.700).

Der Anteil der Personen mit Grundsicherungsbezug an der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren lag zuletzt bei 1,4 Prozent. Regional zeigen sich große Unterschiede. So kamen in den kreisfreien Städten auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner im Durchschnitt 21 Leistungsempfängerinnen und -empfänger, in den Landkreisen waren es dagegen nur 12. Werden ausschließlich Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter betrachtet, so fallen die regionalen Unterschiede noch größer aus: Während in der Südwestpfalz lediglich 11,5 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb der Regelaltersgrenze die staatliche Leistung in Anspruch nahmen, waren dies in der Stadt Kaiserslautern 72,2 Personen. Im Mittel aller Landkreise lag dieser Wert bei 21,4; in den kreisfreien Städten bezogen hingegen rund 50,9 Personen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner oberhalb der Regelaltersgrenze Grundsicherungsleistungen.

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die ab dem Berichtsjahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und seitdem für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wird. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Anspruch auf Grundsicherungsleistungen nach dem 4. Kapitel SGB XII haben Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahre alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind.

Die im Jahre 2012 eingeführte Regelaltersgrenze findet seit Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik im Jahr 2015 Berücksichtigung in der Statistik. Nach § 41 Absatz 2 SGB XII wird die Altersgrenze seit 2012 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 sukzessive von bisher 65 auf 67 Jahre angehoben. Im Erhebungszeitraum Dezember 2019 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und acht Monaten.

Ab dem Berichtsjahr 2020 erfolgt die Veröffentlichung der Ergebnisse der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung unter Einsatz des Geheimhaltungsverfahrens der 5er-Rundung. Bei der 5er-Rundung werden alle absoluten Werte einer Tabelle mit Empfängerzahlen auf den nächsten durch 5 teilbaren Wert auf- oder abgerundet. Die maximale Abweichung zu den jeweiligen Originalwerten beträgt dadurch für jeden Wert höchstens 2.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

In 2020 rund 37.600 Neugeborene, 49.200 Gestorbene, 18.900 Eheschließungen

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Im Jahr 2020 wurden 37.632 rheinland-pfälzische Kinder geboren, 49.169 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer starben. Insgesamt 18.909 Paare, darunter 474 gleichgeschlechtliche, gingen in Rheinland-Pfalz den Bund fürs Leben ein. Teilweise spiegeln sich in diesen Zahlen die Folgen der Corona-Pandemie wider.

Die Zahl der Sterbefälle nahm im Vorjahresvergleich um 1.550 bzw. 3,3 Prozent zu. In dem beim Statistischen Landesamt geführten Mortalitätsregister wurden insgesamt 1.600 unmittelbar an einer COVID-19-Erkrankung verstorbene Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer registriert. Die Zahl der Neugeborenen lag etwas höher als 2019 (plus 459 bzw. plus 1,2 Prozent). In der Summe überstieg die Zahl der Sterbefälle die der im Jahresverlauf Geborenen um rund 11.500. Das Geburtendefizit erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um annähernd 1.100.

Insbesondere bedingt durch die verfügten Beschränkungen privater Zusammenkünfte sank die Zahl der Eheschließungen gegenüber dem Vorjahr deutlich um mehr als 1.900 (minus 9,2 Prozent). Es ist zu erwarten, dass das Gros der in 2020 „aufgeschobenen“ Trauungen nach Abklingen der Bedrohung und damit einhergehenden Lockerungen nachgeholt werden.

Im Regionalvergleich der kreisfreien Städte wurden lediglich in Mainz mehr Kinder geboren als Menschen starben. Dort lag der Geburtenüberschuss bei 292. Alle übrigen kreisfreien Städte sowie auch sämtliche Landkreise wiesen ein Geburtendefizit auf.

Bezogen auf je 1.000 Einwohner starben landesweit 2,8 Personen mehr als geboren wurden. In den kreisfreien Städten fällt dieser relative Saldo der natürlichen Bevölkerungsbewegung mit minus 1,4 Personen je 1.000 Einwohner deutlich günstiger aus als in den Landkreisen (minus 3,3 Personen je 1.000 Einwohner). Ausschlaggebend hierfür ist nicht zuletzt, dass die Wohnbevölkerung in den kreisfreien Städten im Schnitt mehr als zwei Jahre jünger ist. Für die Landeshauptstadt Mainz ergibt sich ein relativer Geburtenüberschuss von 1,3 Personen je 1.000 Einwohner. Hingegen zeigen sich in der kreisfreien Stadt Pirmasens sowie im Landkreis Vulkaneifel die höchsten relativen Geburtendefizite von minus 8,4 bzw. minus 6,6 Personen je 1.000 Einwohner.

Die Statistischen Ämter der Länder erhalten Angaben zu den Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen monatlich von den Standesämtern und bereiten die Geburten und Sterbefälle wohnortbezogen sowie die Eheschließungen ereignisortbezogen auf. Im Mortalitätsregister werden sämtliche in Rheinland-Pfalz beurkundeten Sterbefälle nebst den jeweiligen Todesursachen und Begleiterkrankungen erfasst. Die obige Aussage bezieht sich lediglich auf die von rheinland-pfälzischen Standesämtern beurkundete Sterbefälle mit alleinigem bzw. Erstwohnsitz in einer der hiesigen Gemeinden.

Autor: Gerd Reh (Referatsleiter Bevölkerung, Zensus, Verwaltungsstelle Mortalität)

Nicht querfeldein durchs Naturschutzgebiet

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Untere Naturschutzbehörde bittet um sorgsamen Umgang mit der Natur

KREIS MYK. In den Wäldern und Naturschutzgebieten in Mayen-Koblenz ist viel los. Wanderer, Forstarbeiter, Jäger, Mountainbiker, GeoCacher, Reiter und eine ganze Reihe von Wildtieren teilen sich hier einen Nutzungs- und Lebensraum. Wald, das bedeutet für jeden etwas Anderes – Wirtschaftsgut, Erholungsgebiet, Spaßbringer oder schlicht Lebensgrundlage. Auch wenn alle Funktionen ihre Daseinsberechtigung haben, gibt es Grenzen, die zu beachten sind. Eine dieser Grenzen ist das Befahren oder Bewandern des Waldes abseits der Waldwege. Auch in den Naturschutzgebieten am Hochstein, am Laacher See, am Karmelenberg und im Nettetal sind in den vergangenen Jahren illegalen Mountainbike-Trails entstanden, deren Nutzung einen schweren Eingriff in die Natur darstellt.

„Wir geben diesen Hinweis nicht, um die Radfahrer zu ärgern. Vielmehr geht es um den Schutz der Natur. Wir brauchen Räume, in denen sich Flora und Fauna ohne Eingriff des Menschen entwickeln können“, erklärt Tanja Stromberg, die Referatsleiterin der Unteren Naturschutzbehörde. „Durch eine Missachtung des Naturschutzes werden die Tiere gestört, Altholzbestände – Rückzugsort und Lebensstätte für unzählige Lebewesen – zerstört und der Waldboden zerfahren, so dass sich keine waldtypische Krautschicht mehr bilden kann“, beschreibt sie die Auswirkungen. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz weist daher auf einen sorgsamen Umgang mit der Natur hin und bittet darum, die künstlich geschaffenen illegalen Trails der Natur zuliebe nicht zu nutzen.

Jugendfeuerwehr Koblenz-Bubenheim bietet Corona-Pandemie die Stirn

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Landesfeuerwehrverband und Unfallkasse Rheinland-Pfalz prämierten Engagement für den Feuerwehrnachwuchs - Pfiffige Ideen und tolle Konzepte bei der Challenge „Aktiv und kreativ in besonderen Zeiten“

„Wir sind weiterhin für euch da!“ Dieses Gemeinschaftsgefühl ist nicht nur für Kinder und Jugendliche gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig. Aus diesem Grund initiierten der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz (LFV RLP) und die Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) Ende 2020 einen Wettbewerb für die Betreuerinnen und Betreuer des Feuerwehrnachwuchses. Bambini- und Jugendfeuerwehrleitungen aus allen Teilen des Landes beteiligten sich mit tollen Konzepten und pfiffigen Ideen an der Challenge „Aktiv und kreativ in besonderen Zeiten“. Gefragt waren gute Einfälle, mit denen Feuerwehren in dieser Zeit die Kinder- und Jugendarbeit gestalten.

Insgesamt wurden 19 Bambini- und Jugendfeuerwehren ausgezeichnet.

Auch Günther Menne, Einheitsführer der Feuerwehr Koblenz-Bubenheim, wurde für das eingereichte Konzept für die Nachwuchsarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie belohnt. Zu den Aktionen zählte ein Film der Jugendfeuerwehr, in dem die unterschiedlichen Aufgaben der Feuerwehr mit praktischen Einblicken gezeigt wurden. Weiter wurde ein Malwettbewerb für Kinder gestartet, bei dem abgegebene Bilder ans Tor beim Feuerwehrgerätehaus gehangen wurden, und die herausragenden Bilder prämiert wurde.

Begeistert von den Ideen, der Vielfalt der Konzepte und der eingesetzten Medien zeigte sich in der digitalen Preisverleihung auch Randolf Stich, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport. Der Staatssekretär dankte allen Beteiligten für ihr Engagement in diesen außergewöhnlichen Zeiten. „Kinder und Jugendliche von heute sind die Feuerwehrmänner und -frauen von morgen. Umso wichtiger ist es, dass das novellierte rheinland-pfälzische Brand- und Katastrophenschutzgesetz (LBKG) zum Jahresbeginn in Kraft getreten ist. Denn es stärkt einerseits die Rolle der Bambini- und Jugendfeuerwehr und gleichzeitig ermöglicht es gravierende Erleichterungen für die Vereinbarkeit von Feuerwehr und Beruf“, so Stich.

„Diese Challenge hat gezeigt, dass Bambini- und Jugendfeuerwehren in der Lage sind, unter Nutzung der Neuen Medien den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen aufrechtzuerhalten. Die Kreativität und Originalität der Betreuenden waren beispiellos“, betonte Landesfeuerwehr-Präsident Frank Hachemer. „Großartig auch, dass die vielseitigen Konzepte und Ideen teils kreisweit zur Verfügung gestellt und virtuelle Gruppenstunden über Social-Media-Kanäle auch anderen Gruppen zugänglich gemacht wurden.“

„Ihnen ist es gelungen, den Kindern und Jugendlichen in dieser schwierigen Zeit ein Lächeln zu entlocken!“, lobte „Hausherr“ Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. „Nur so kann das Ehrenamt funktionieren, wenn Menschen wie Sie besonders engagiert sind, sich einbringen und andere begeistern“, so Breitbach.

„Für die Zukunft der Feuerwehr müssen wir Kinder und Jugendliche frühzeitig für dieses wichtige Ehrenamt gewinnen und begeistern. Und wir sind auf einem guten Weg. Das zeigen auch die Konzepte der Bambini-Gruppen“, erläuterte LFV-RLP-Geschäftsführer Michael Klein.

Onlineübungen aus dem Gerätehaus, Fahrzeugkunde, digitale Öffentlichkeitsarbeit: „Eine Vielfalt an kurzweiliger Wissensvermittlung in verschiedenen Formaten hatten auch die Jugendfeuerwehren im Repertoire“, stellte Jörg Michel, stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart beeindruckt fest.

Einen herzlichen Dank für den großartigen Einsatz richteten auch Heike Stanowski, Challenge-Initiatorin und Referatsleiterin der UK RLP und ihr Kollege Christian Sowieja an die Teilnehmenden.

„Sie gehen als gute Beispiele voran. Auch Dank Ihres Engagements ist der Feuerwehrnachwuchs in Rheinland-Pfalz der größte Jugend-Verband des Landes und zählt etwa 1100 Jugendfeuerwehren und weit über 300 Bambini-Gruppen“, sagte Manfred Breitbach abschießend. Umso mehr freue sich die Unfallkasse, solche Aktionen für die Bambini- und Jugendfeuerwehren unterstützen zu können.

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