Montag, 26. Oktober 2020

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Kindergeld gibt es auch noch nach dem Abitur

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Viele Jugendliche haben kürzlich mit der Abiturprüfung ihre Schulzeit beendet. Oft sind die Eltern verunsichert wie es mit der Zahlung des Kindergeldes weitergeht. Muss sich mein Kind eventuell sogar arbeitslos melden, bis es mit seiner Ausbil-dung oder seinem Studium beginnt?

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit klärt auf: Eine Meldung bei der Arbeitsagentur ist nur in Einzelfällen notwendig. Eine Meldung ist nicht erforderlich, wenn zum Beispiel der nächste Ausbildungsabschnitt (Berufsausbildung oder Studium) innerhalb von vier Monaten nach Beendigung der Schulzeit beginnt. Aber auch wenn sich die Unterbrechung unverschuldet etwas länger gestaltet, kann für ein Kind weiterhin Kindergeld gezahlt werden.

Dies ist beispielsweise dann möglich, wenn es auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz wartet und die entsprechende Bewerbung für den Ausbildungs- oder Studiengang nachweisen kann. Ist eine Bewerbung derzeit noch nicht möglich, weil beispielsweise das Bewerbungsverfahren an der Hochschule noch nicht eröffnet ist, genügt zunächst eine schriftliche Erklärung des Kindes, sich so bald wie möglich bewerben zu wollen.

Wichtig ist immer, die Pläne des Kindes nach Schulzeitende schriftlich mitzuteilen. Die dafür vorgesehenen Formulare (zum Beispiel Mitteilung über ein Kind ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz) stehen unter www.familienkasse.de online bereit. Selbstverständlich können Eltern sich auch telefonisch informieren: Die Familien-kasse ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 30 erreichbar.

Kinderzuschlag – „Notfall-KiZ“ ab dem 1. April

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Die Familienkasse Rheinland-Pfalz-Saarland informiert

Der Notfall-Kinderzuschlag ist für alle Familien mit Kindern interessant, die jetzt aufgrund der bundesweiten Krise finanzielle Einbußen zum Beispiel durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit haben. Auch Selbständige, die jetzt weniger Einkommen erzielen, können hiervon profitieren.

Der Notfall-KiZ gilt ab 01.04.2020. Dabei kommt es auf das Einkommen des Vormonats an. Wer also im März 2020 weniger Lohn ausgezahlt bekommen hat, kann ab April 2020 den Antrag stellen. Wer seinen Lohn immer erst einen Monat später ausgezahlt bekommt, kann dann ab Mai 2020 beantragen. Relevant ist immer, wann das Geld auf dem Konto eingeht. Ganz unkompliziert ist eine Antragstellung auch online auf www.familienkasse.de möglich.

Zur ersten Orientierung, ob ein Anspruch vorliegt, hilft der KiZ-Lotse, der ebenfalls auf www.familienkasse.de zu finden ist. Mit dieser interaktiven Video-Anwendung lässt sich ermitteln, ob sich ein Anspruch ergibt. Fragen zum Kinderzuschlag können auch einfach in einer persönlichen Videoberatung gestellt werden. Weitere Informationen hierzu sind ebenfalls auf der Internetseite der Familienkasse zu finden.

Zusätzliche hilfreiche Links finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de/kiz und auf der Seite der Agentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/notfall-kiz.

Eine schöne Idee von zwei 9 jährigen

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Minijob-Zentrale hilft Arbeitgebern in der Corona-Krise

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. Stundung der Sozialversicherungsbeiträge möglich
· rund 50.000 Stundungen wurden bereits bewilligt

Die Corona-Krise stürzt zahlreiche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in finanzielle Probleme. Die Minijob-Zentrale unterstützt Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber durch ein einfaches Stundungsverfahren für ihre Sozialversicherungsbeiträge, um die Krise zu überstehen. Als Sofortmaßnahme erhalten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die durch die Coronavirus-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, auf Antrag einen unverzinslichen Zahlungsaufschub bis zum 26. Mai 2020. Der Zahlungsaufschub umfasst die bereits fällig gewordenen und noch fällig werdenden Beiträge bis einschließlich April 2020.

Eine große Zahl an Arbeitgebern hat die Minijob-Zentrale zwischenzeitlich kontaktiert und über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in ihren Betrieben informiert. Die Minijob-Zentrale hat jetzt rund 50.000 Briefe der Post übergeben, mit der sie diese Antragstellerinnen und Antragsteller über die Bewilligung eines Zahlungsaufschubs informiert. Diese Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten also in Kürze ihren Brief von der Minijob-Zentrale.

Der Zahlungsaufschub endet am 26. Mai 2020. Sofern Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt weiterhin wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten sind, sollten sie sich frühzeitig mit der Minijob-Zentrale in Verbindung setzen, um eine verbindliche Absprache über das weitere Vorgehen zu treffen.

Die Bundesregierung hat für Arbeitgeber ein ganzes Maßnahmenbündel zur Bewältigung der Coronakrise umgesetzt. Sofern Minijob-Arbeitgeber zu einem späteren Zeitpunkt anlässlich der Corona-Pandemie Sofort- oder Liquiditätshilfen aus dem Soforthilfeprogramm der Bundesregierung oder aus dem Sonderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau - KfW - erhalten, sind diese vorrangig zur Tilgung der gestundeten Abgaben zu verwenden.

Circa zwei Millionen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen 6,7 Millionen Minijobber allein im gewerblichen Bereich.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer:

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Gemeinsamer Beschluss von Bund und Ländern – auf private Reisen und Verwandtenbesuche verzichten – auch über Ostern

Heute haben die Regierungschefinnen und -chefs der Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin beschlossen, dass die Corona-Schutzmaßnahmen weiter bestehen und eingehalten werden müssen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Die Dynamik der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland ist noch immer zu hoch. Wir müssen daher weiterhin alles dafür tun, die Geschwindigkeit des Infektionsgeschehens zu vermindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Eine entscheidende Rolle kommt dabei weiterhin der Reduzierung von Kontakten zu. Die bereits bestehenden Maßnahmen zur Kontaktvermeidung bleiben daher weiterhin bestehen.“

Mit Blick auf das bevorstehende Osterfest und die in den Ländern anstehenden Osterferien sagte Ministerpräsidentin Dreyer: „Bürgerinnen und Bürger bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Deshalb bleiben die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten.“ Das gelte für das Inland ebenso wie für überregionale tagestouristische Ausflüge.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Ich weiß, dass sich viele gerade nach den letzten beiden Wochen auf die gemeinsamen Ostertage im Kreise der Familie und mit Freunden gefreut haben. Aber es ist eben wichtig, gerade die Älteren unter uns und diejenigen mit gesundheitlichen Vorbelastungen besonders vor Kontakten zu schützen, um ihre Infizierung zu vermeiden. Deshalb wird noch heute von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Rahmen einer Änderungsverordnung zur Corona-Bekämpfungsverordnung ein generelles Besuchs- und Betretungsverbot von Krankenhäusern, Einrichtungen der Pflege und von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen erlassen. Ausnahmen sind im Einzelfall unter Einhaltung hygienischer Auflagen möglich. Das sind große Entbehrungen, die wir den Bürgerinnen und Bürgern und uns allen zumuten müssen. Aber im Interesse der Gesundheit von uns allen kommen wir leider nicht daran vorbei. Ich danke allen, die sich in dieser sehr schwierigen Situation bisher so vorbildlich und diszipliniert an die Maßnahmen gehalten haben.“

Weitere Einzelheiten finden Sie auf corona.rlp.de.

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