Montag, 26. Oktober 2020

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Einwohnerzahl stieg 2019 zum achten Mal in Folge

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Zum Ende des Jahres 2019 lebten in Rheinland-Pfalz rund 4.093.300 Personen. Nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Landesamtes ist die Einwohnerzahl damit zum achten Mal in Folge gestiegen. Zwar dürfte der Bevölkerungszuwachs mit plus 8.500 Personen gegenüber dem Vorjahr etwas schwächer ausgefallen sein, gleichwohl bedeutet dies für die Einwohnerzahl des Landes einen neuen Rekordwert.

Wie in den Jahren zuvor geht der Anstieg der Bevölkerungszahl einzig auf die räumliche Bevölkerungsbewegung zurück, das heißt, es zogen abermals deutlich mehr Personen nach Rheinland-Pfalz als das Land verließen. Der Wanderungsüberschuss belief sich auf schätzungsweise 20.000 Personen. Die natürliche Bevölkerungsbewegung weist dagegen trotz zuletzt etwas höherer Geburtenzahlen voraussichtlich ein Defizit aus. So dürfte die Zahl der Gestorbenen um mehr als 10.000 Personen über der Zahl der Geborenen gelegen haben.

Um den Bevölkerungsstand zum Jahresende 2019 zu ermitteln, wurden die Bestandsdaten der rheinland-pfälzischen Meldebehörden herangezogen, die Angaben zum Geschlecht, zum Alter sowie zur Staatsangehörigkeit der Einwohnerinnen und Einwohner beinhalten. Genauere Angaben zu den Zu- und Fortzügen sowie zu den Geburten und Sterbefällen, mit denen der Bevölkerungsstand amtlich fortgeschrieben wird, liegen erst in einigen Monaten vor.

Jede/r Neunte hat nicht die deutsche Staatsangehörigkeit

Nach vorläufigen Ergebnissen ist die Zahl der in Rheinland-Pfalz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gegenüber dem 31. Dezember 2018 um rund 16.300 und gegenüber dem Zensus 2011 um rund 197.000 auf etwa 469.000 Personen gewachsen. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von gut elf Prozent. Mehr als jede neunte Rheinland-Pfälzerin bzw. jeder neunte Rheinland-Pfälzer verfügt somit nicht über die deutsche Staatsangehörigkeit. Im Vergleich zum Ende des Jahres 2018 ist der Ausländeranteil um 0,4 Prozentpunkte und gegenüber der Volkszählung vom 9. Mai 2011 um 4,6 Prozentpunkte gestiegen.

Gesellschaftliche Alterung schreitet weiter voran

Die steigende Lebenserwartung und die vergleichsweise niedrigen Geburtenzahlen der vergangenen Jahrzehnte tragen dazu bei, dass sich die Altersstruktur der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer kontinuierlich wandelt. So leben heute ca. 747.100 Personen in Rheinland-Pfalz, die das zwanzigste Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Das waren 9.900 bzw. 1,3 Prozent weniger als zum Stichtag des Zensus im Mai 2011. Rund 2.149.100 Personen waren Ende 2019 mindestens 20 aber noch keine 60 Jahre alt. Auch ihre Zahl hat sich seit der Volkszählung verringert, und zwar um rund 32.700 bzw. 1,5 Prozent. Stark gestiegen ist dagegen die Zahl der 60-Jährigen und Älteren auf nunmehr etwa 1.197.100. Am 9. Mai 2011 zählten hingegen noch 146.100 Personen weniger zu dieser Altersgruppe. Insgesamt hat sich die Zahl der 60-Jährigen und Älteren seitdem um knapp 14 Prozent erhöht. Allein im vergangenen Jahr stieg ihre Zahl um 21.500 bzw. 1,8 Prozent.

Bevölkerung wächst in den kreisfreien Städten stärker als in den Landkreisen

Wird die Bevölkerungsentwicklung regional betrachtet, so zeigt sich, dass die Einwohnerzahl seit dem Zensus 2011 in den kreisfreien Städten stärker gestiegen ist als in den Landkreisen. Während sich der Bevölkerungsstand bis Ende 2019 in den kreisfreien Städten schätzungsweise um 5,9 Prozent bzw. um 60.100 Personen erhöht hat, dürfte der Bevölkerungszuwachs in den Landkreisen lediglich bei 1,5 Prozent bzw. 43.400 Personen gelegen haben.
Mit Ludwigshafen und Mainz verbuchten zwei Städte am Rhein die höchsten Zugewinne (plus 9,3 bzw. plus 9,1 Prozent). Dagegen stellt sich in der kreisfreien Stadt Zweibrücken gegenüber dem Zensusstichtag nahezu keine Veränderung ein, während die Bevölkerungszahl in Pirmasens rückläufig war (minus 1,7 Prozent). Von den 24 Landkreisen verzeichnen insgesamt 15 Zugewinne, neun müssen hingegen Einwohnerverluste hinnehmen. In Mainz-Bingen und im Rhein-Pfalz-Kreis hat die Einwohnerzahl im Vergleich der Landkreise prozentual am stärksten zugenommen (jeweils plus 5,3 Prozent). Am schwächsten entwickelte sie sich in den Kreisen Kusel und Südwestpfalz (jeweils minus 3,6 Prozent).

Die vorläufigen Ergebnisse in dieser Pressemeldung zum Bevölkerungsstand am 31. Dezember 2019 wurden auf der Grundlage einer Schätzung ermittelt. Die Basis dieser Berechnungen bilden die Ergebnisse der laufenden Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2018. Diese Ausgangsbasis wurde mit den Bestandsveränderungen aus der kommunalen Melderegisterstatistik für das Jahr 2019 nach Geschlecht, Altersgruppen und Staatsangehörigkeit fortgeschrieben. Regionalergebnisse der Schätzung liegen bis auf Ebene der verbandfreien Gemeinden und Verbandsgemeinden vor.
Endgültige Jahresergebnisse der laufenden Bevölkerungsstatistiken 2019 werden in den kommenden Monaten unmittelbar nach Abschluss der noch andauernden Aufbereitungsarbeiten veröffentlicht. Fachlich und regional tief gegliederte Ergebnisse der im Jahresverlauf erfolgten Zu- und Fortzüge liegen voraussichtlich Ende Mai 2020 vor. Die Aufbereitung der Geburten- und Sterbefallstatistik 2019 ist aus heutiger Sicht in der Jahresmitte 2020 abgeschlossen. Endgültige Jahresergebnisse zu Geburten, Sterbefällen und Eheschließungen sowie zu den sich im Zuge der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ergebenden Bevölkerungsständen und -strukturen am 31.12.2019 sind aus heutiger Sicht Anfang des dritten Quartals 2020 zu erwarten.

Autor: Sebastian Fückel (Referatsleiter Analysen Staat, Soziales)

"Sabine" zieht an Trier zunächst ohne große Schäden vorüber

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(mic) Das Sturmtief "Sabine" ist an Trier trotz hoher Windgeschwindigkeiten auch im Stadtgebiet zunächst ohne große Schäden vorübergezogen. Die Einsatzkräfte, die auf größere Einsatzmaßnahmen vorbereitet waren, mussten nicht zu großen Schadenslagen ausrücken. In der Berufsfeuerwehr Trier war zusätzlich zur Leitstelle das Lagezentrum von Mitternacht bis 3.30 Uhr besetzt. Bis dahin gab es von 18 Uhr an sechs Einsätze. In den frühen Morgenstunden folgten drei weitere aufgrund von kleineren Sturmschäden. Auf der K-24 zwischen Trier-Biewer und  Beßlich musste ein umgestürzter Baum entfernt werden, der die Straße blockierte. An der Ecke Gartenfeldstraße/Kreuzweg bracht ein größerer Ast ab und landete auf der Straße. Die Fahrbahn der B 53 zwischen Pallien und Biewer war zeitweise überflutet.

Orkan kommt voraussichtlich mitten in der Nacht in Trier an

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(mic) Die Berufsfeuerwehr Trier rechnet nach den neuesten Wettervorhersagen vom Abend mit dem Ankommen des Orkans „Sabine“ zwischen 1 und 4 Uhr in der Nacht zum Montag. Erwartet werden dann Windstärken von bis zu 130 Kilometern pro Stunde auch in tieferen Lagen, Gewitter und größere Regenmengen. Auch in den frühen Morgenstunden kann es noch heftig stürmen und Gewittern. Die Feuerwehr rät: Vermeiden Sie in diesen Stunden dringend den Aufenthalt im Freien.

Die Einsatzkräfte des Amtes für Amt für Brand-, Zivilschutz und Rettungsdienst der Stadt Trier sind auf das angekündigte Unwetter vorbereitet. Unter anderem wird bei einer großen Zahl von Einsätzen sehr kurzfristig der Stabsraum für den Krisenstab in den Räumen der Feuerwache am Barbaraufer vorbereitet, die Integrierte Leitstelle, in der alle Notrufe aus dem Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks auflaufen, ist voll besetzt und so genannte Erkunder-Teams stehen bereit, um vor Ort die Lage schnell sondieren zu können. Material wie Sandsäcke und weitere Einsatzfahrzeuge stehen in den Feuerwachen bereit. Ebenso ist der Höhenrettungszug der Berufsfeuerwehr einsatzbereit, um bei Bedarf sofort ausrücken zu können. Die freiwilligen Löschzüge der Stadt Trier sowie die Katastrophenschutz-Einheiten werden ebenfalls über die aktuelle Lage informiert.

Die Stadt informiert in der Nacht weiterhin auf dem Twitterkanal www.twitter.com/Stadt_Trier

Wussten Sie schon, dass die SGD Nord fast 100 Pegelanlagen an Oberflächengewässern unterhält?

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Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat die Gewässer im nördlichen Rheinland-Pfalz im Blick: Denn der gewässerkundliche Dienst der SGD Nord unterhält an fast allen größeren Fließgewässern im Norden von Rheinland-Pfalz ein flächendeckendes Netz von Pegeln.

Diese Pegel dienen der Erfassung und der Aufzeichnung von Wasserständen und Abflüssen in den Gewässern. Darüber hinaus überwacht die SGD Nord die Wasserstände von rund 80 Grundwassermessstellen. All diese Daten sind eine wichtige Grundlage für viele wasserwirtschaftliche Planungen und Entscheidungen sowie für Modelle zur Abschätzung der regionalen Auswirkungen des Klimawandels. Von besonderer Bedeutung sind die Anlagen für die Hochwasservorhersage an Mosel, Nahe, Lahn und Sieg. Deshalb wird großer Wert auf eine hohe Ausfallsicherheit der Pegel gelegt.

Alle Pegel sind mit einer Datenfernübertragung (DFÜ) ausgestattet und senden die Wasserstände alle 15 Minuten an das Landesamt für Umwelt. Über die Auskunftssysteme im Internet erhalten alle Interessierten detaillierte und aktuelle Informationen und Daten von den Messstationen über Niederschlag, Wasserstand, Abfluss und Grundwasser sowie über die chemisch-physikalischen Gewässeruntersuchung.

Unter www.geoportal-wasser.rlp.de können Sie die Daten jederzeit abrufen.

Bäume und Hecken bis Ende Februar schneiden

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Mitarbeiter im Kreishaus beraten

KREIS MYK. Wer Bäume fällen bzw. roden oder andere Gehölze beseitigen, abschneiden oder massiv zurückschneiden möchte, sollte damit rechtzeitig beginnen. Die Arbeiten müssen bis 28. Februar beendet sein. Eine Verlängerung dieser Frist auf Grund der Witterungsverhältnisse oder des Vegetationsstandes kann von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als untere Naturschutzbehörde nicht erteilt werden.

Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass vom 1. März bis 30. September das Fällen und Roden von Bäumen sowie das Beseitigen und Abschneiden von Hecken selbst in der Feldflur nicht zulässig ist. In diesem Zeitraum dürfen nur noch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses erfolgen.

Die gesetzlichen Verbote gelten jedoch nicht für Bäume im Wald oder auf gärtnerisch genutzten Grundflächen, wozu auch der private Hausgarten zählt. Doch auch in diesen Fällen können artenschutzrechtliche Gründe die Beseitigung eines Baumes verbieten. Die Beseitigung von Gehölzen aller Art kann zudem einen Eingriff in Natur und Landschaft darstellen, der einer behördlichen Zulassung bedarf. Die Kreisverwaltung empfiehlt, vor der Beseitigung von Gehölzen mit den zuständigen Mitarbeitern der unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufzunehmen.

Das Gesetz dient unter anderem dem Schutz von Vögeln. Die Tierwelt bezieht nach dem Winter ihre Brut- und Niststätten, um für Nachwuchs zu sorgen. Die heimischen Vögel richten sich in Hecken, Gebüschen und Bäumen ein.

Für Fragen zum Thema „Gehölzbeseitigung“ stehen Monika Ridder 0261/108-349 und Oliver Reinshagen 0261/108-105 zur Verfügung.

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