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Barmer-Analyse zu Schlafstörungen - Teenager liegen nachts immer häufiger wach

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Mainz, 18.09.2020 – Immer mehr Teenager in Deutschland schlafen schlecht. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer hervor. Während Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 bei 9.167 Personen im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Schlafstörung diagnostizierten, waren in 2018 bereits 25.116 junge Leute betroffen. Das entspricht einer Steigerung von 174 Prozent. Ein massives Plus um 168 Prozent von 17.042 auf 45.597 Betroffene gab es auch bei den jungen Erwachsenen zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr. Erst ab dem 40. Lebensjahr flacht dieser Trend leicht ab. „Auch jüngere Menschen dürfen anhaltende Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind unangenehm und machen krank. Dabei wird nicht nur die Leistungsfähigkeit im Beruf und beim Sport eingeschränkt, sondern sie können auch erste Hinweise auf psychische Erkrankungen sein“, erklärt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der Barmer. Daher sollten Schlafstörungen beim nächsten Arztbesuch angesprochen werden.

Schlafstörungen vor allem im Westen und Süden der Republik

Wie aus der Barmer-Analyse weiter hervorgeht, wurden im Jahr 2018 bundesweit bei etwa 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme diagnostiziert. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Vor allem im Westen und Süden liegen die Menschen nachts wach. In Nordrhein-Westfalen gab es beispielsweise knapp 430.000 Betroffene, gefolgt von Bayern mit knapp 325.000 und Baden-Württemberg mit rund 219.000 Personen. Gemessen an der Einwohnerzahl sind die häufigsten Schlafstörungen im Saarland, in Bayern und in Rheinland-Pfalz zu beobachten. In diesen drei Bundesländern waren 29,8 beziehungsweise 24,7 und 24,5 Menschen je 1.000 Einwohner von unruhigem oder fehlendem Schlaf betroffen. Ruhigere Nächte hatte man hingegen in Sachsen-Anhalt, wo nur 14,9 von 1.000 Einwohner nachweislich Schlafprobleme hatten. „Zwischen den Bundesländern gibt es massive regionale Unterschiede bei der Anzahl der Personen, die Schlafstörungen haben. Diese Ergebnisse sind rein medizinisch nicht erklärbar. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich“, sagt Kleis.

Stabile Seitenlage ist keine Yoga-Übung

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Welt-Erste-Hilfe-Tag am 12. September 2020: DRK in Koblenz rät zu Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre

Im Notfall Erste Hilfe zu leisten, kann Leben retten. Doch die Kenntnisse vieler Menschen über mögliche Hilfsmaßnahmen sind oft veraltet. „Viele absolvieren zur Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs und beschäftigen sich dann nie wieder mit dem Thema. Das reicht jedoch nicht aus und die Folgen können fatal sein. Gerade im Straßenverkehr sollte man auf Notsituationen vorbereitet sein und wissen, wie man schnell helfen kann – über das Absetzen des Notrufs 112 hinaus. Wir raten daher insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrern, alle zwei bis drei Jahre die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem Kurs aufzufrischen“, sagt Leo Biewer, Präsident des DRK-Kreisverbandes Koblenz, anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am 12. September 2020.

Jeder und jede kann in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen – ob im Straßenverkehr, beim Sport oder im Privathaushalt. Bis der Rettungswagen eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in diesen ersten Minuten nach einem Unfall auf die Ersthelfenden vor Ort an, zum Beispiel um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen. „Wir appellieren daher an die Verantwortung aller Koblenzer und Koblenzerinnen, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen“, sagt Leo Biewer weiter.

Viele Menschen hätten Angst davor, Wiederbelebungsmaßnahmen an einer betroffenen Person durchzuführen. Genau deswegen seien die praktischen Wiederholungen solcher Kompetenzen so wichtig, erklärt Johanna Grevenich, zuständig für die Breitenausbildung des DRK-Mittelrhein: „Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. In unseren Schulungen kann man sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass die betroffene Person bestmöglich versorgt wird und dadurch bleibende Schäden verhindert oder verringert werden.“

In Zeiten der Corona-Pandemie ist Erste Hilfe weiterhin möglich. „Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass sowohl der Helfer als auch die hilfebedürftige Person einen Mund-Nase-Schutz/eine Alltagsmaske tragen. Als Ersatz kann auch ein einfaches luftdurchlässiges Tuch dienen. Den Notruf 112 anzurufen und die betroffene Person zu beruhigen, ist eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich“, sagt Johanna Grevenich weiter.

Informationen zur Erste-Hilfe-Ausbildung, eine Übersicht über die verschiedenen Kurse des DRK in Koblenz und der Region Mittelrhein und die direkte Online-Buchungsmöglichkeit finden Sie hier www.drk-mittelrhein.de, per Telefon 0261-406 36-71 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Europäischer Tag des hellen Hautkrebses

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Mehr als 1,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger betroffen

Mainz, 10. September 2020 – Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten die Diagnose heller Hautkrebs. Zwischen den Jahren 2011 und 2018 erhöhten sich die Betroffenenzahlen um 35 Prozent von rund 1,23 Millionen auf 1,66 Millionen. Das geht aus einer aktuellen BARMER-Analyse hervor, die die Kasse anlässlich des europäischen Tags des Hautkrebses (13. September) angefertigt hat. In den Jahren 2017 und 2018 sind die Fallzahlen nur noch geringfügig gestiegen, und zwar um 2,1 beziehungsweise 1,9 Prozent. „In Deutschland scheint die Zahl der Personen mit hellem Hautkrebs inzwischen auf sehr hohem Niveau zu stagnieren. Das ist zwar eine positive Tendenz. Dennoch bleiben die Fallzahlen viel zu hoch angesichts dessen, dass sich keine andere Krebsart so leicht vermeiden lässt wie Hautkrebs“, betont Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin bei der BARMER. Ohne entsprechenden Schutz sollte sich niemand zu lange in der Sonne aufhalten. Kleis: „Die Haut vergisst keinen einzigen Sonnenstrahl.“

Regionale Steigerungsraten von bis zu 50 Prozent

Die Fallzahlen beim hellen Hautkrebs seien im Betrachtungszeitraum 2011 bis 2018 mit dem Plus von 35 Prozent schneller gestiegen als bei schwarzem Hautkrebs. Hier habe sich die Fallzahl im selben Zeitraum um 24,7 Prozent von rund 300.000 auf 374.000 Personen erhöht. Zudem gebe es massive regionale Unterschiede beim Auftreten des hellen Hautkrebses. „Dass die Anzahl der Hautkrebspatienten in manchen Bundesländern so stark gestiegen ist und in anderen deutlich weniger, ist rein medizinisch nicht zu erklären“, so Kleis. Unterschiede bei der jeweiligen Sonneneinstrahlung und UV-Belastung könnten dabei ebenso wie die unterschiedliche Inanspruchnahme der Hautkrebs-Früherkennung eine Rolle spielen.

Telefonberatung statt Vor-Ort-Treffen

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Neuro-Netzwerk Rhein-Lahn-Westerwald bietet kostenlose Aktion zum Weltschlaganfalltag an.

Es geht um eine Bedrohung ungeahnten Ausmaßes: Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Um in der Öffentlichkeit ein stärkeres Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, wurde 2006 der Weltschlaganfalltag ins Leben gerufen. Jedes Jahr am 29. Oktober klären seither Ärzte, Kliniken und Selbsthilfegruppen mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen über die Gehirnerkrankung Schlaganfall und ihre Folgen auf. Jedes Jahr außer 2020: Wegen Corona kann auch der Weltschlaganfalltag in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden.

Um insbesondere Menschen, die von den Langzeitfolgen eines Schlaganfalls betroffen sind, dennoch nicht mit ihren Fragen – sei es zur gesundheitlichen Versorgung, dem Wiedereinstieg ins Berufsleben, den finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten oder, oder, oder – allein zu lassen, bietet das Neuronetzwerk an Rhein-Lahn und Westerwald unter Federführung der spezialisierten Beratungsstelle für Menschen mit erworbener Hirnschädigung der Inklusa gGmbH eine Alternative an. Am Donnerstag, 29. Oktober, stehen Experten aus verschiedenen Fachrichtungen in einer kostenlosen telefonischen Beratungsaktion als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Schirmherrschaft für die kostenlose telefonische Beratung hat Landrat Frank Puchtler übernommen. Ihm liegt die Aktion sehr am Herzen, da immer noch viele Menschen aufgrund von Schlaganfällen zu Pflegefällen werden. Hier die Fachleute mit ihren Beratungsthemen und der Telefonnummer, unter der sie am 29. Oktober von 15 bis 17 Uhr erreichbar sind, im Überblick:

Julia Tiwi-Feix, Inklusa gGmbH, Telefon 02603/931339-10: Sozialrechtliche Fragen, berufliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung, Teilhabemöglichkeiten, Hilfs- und Entlastungsangebote, Wohn- und Beschäftigungsangebote.

Michelle Reßmann, Integra, Telefon 02604/979-3110: Unterstützungsmöglichkeiten nach der medizinischen Reha, Beratung für Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung und ihre Angehörigen;

Andrea Mäurer: Montage- und Dienstleistungszentrum der Stiftung Scheuern, Telefon 02603/93148-10: Teilhabe am Arbeitsleben, Rahmenbedingungen, Arbeitsangebote, berufliche Qualifizierung;

Alexandra Sniehotta, BIS – Partner für Bildung und Qualifizierung, Telefon 02603/93187-10: Beratung zu beruflicher Reha und Einstieg in die Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung;

Clara Leusch und Linda Schneider, Praxis für Ergotherapie und Logopädie Töller & Feistel, Telefon 0261/12620: Ergotherapie: Behandlung von Apraxie, Ataxie, Hemiparese etc.; Logopädie: Behandlung von Aphasie, Dysarthrie, Schluckstörungen etc.

Stefan Hauser, Pflegestützpunkte Rhein-Lahn, Telefon 02603/5750: Beratung und Hilfe rund um die Themen Pflege, Versorgung, Krankheit und Behinderung;

Yvonne Brüggenthies, Sozialdienst Malbergklinik Bad Ems, Telefon 02603/975767: Einleiten von Hilfsmaßnahmen während und nach der Rehabilitation;

Carina Gräbke, Inthera, Telefon 02604/979-9701: Fragen rund um Physio- und Ergotherapie, Hilfsmittel, Unterstützte Kommunikation;

Florian Hemm, Physio Hemm, Telefon 02603/3863: Rehabilitation, Physiotherapie, Rehasport, Krankengymnastik;

Stephanie Baumann-Emmel und Daniel Meurer, Praxis für Logopädie Wortschatz, Telefon 02603/508130: Untersuchung und Behandlung von Menschen mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.

Wie Babys heiße Tage sicher überstehen

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Sommertipps für Eltern aus der Apotheke

Mainz, den 20. August 2020 – Babys und Kleinkinder müssen im Sommer bei großer Hitze besonders geschützt werden. Sie dürfen der direkten Sonne nicht ausgesetzt werden und sollten im Schatten bleiben. Der Grund ist, dass ihre Haut besonders zart ist und sehr empfindlich auf die UV-Strahlen reagiert, erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV. Außerdem können sie zu hohe Temperaturen noch nicht ausgleichen, weil sie den zur Abkühlung benötigten Schweiß noch nicht ausreichend produzieren können. Babys und Kleinkinder leiden im Sommer bei hohen Temperaturen darum oft unter sogenannten Hitzepickelchen. Denn ihre Schweißporen sind noch sehr klein und verstopfen im Sommer schneller als die Hautporen von Erwachsenen.

Eltern können rasch herausfinden, ob es einem Baby zu heiß ist, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstandsmitglied im Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV: „Legen Sie einfach eine Hand in den Nacken des Babys oder Kleinkinds. Wenn sich das Kind hier schon warm und verschwitzt anfühlt, ist es ihm zu heiß. Als erste Maßnahme hilft es dann, wenn Eltern dem Kind Schuhe, Socken oder Mützchen ausziehen. Auch am Oberteil können Knöpfe geöffnet werden.“ Der Babyhaut tut außerdem frische Luft gut – weswegen Kleinkinder im Sommer auch mal windelfrei im Schatten oder in der Wohnung toben dürfen. In jedem Fall muss darauf geachtet werden, dass sie dabei nicht der Zugluft ausgesetzt sind. Darum sind stark klimatisierte Räume oder Autos nicht gut für die Kleinsten. Im Sommer sollten Kinder generell natürliche Stoffe tragen: Baumwolle, Seide oder Mischungen sind geeignet – der Nicki-Strampler macht in der heißen Jahreszeit Pause. Weil Hitzepickel oft auch nachts entstehen, wenn das Kind zu warm geschlafen hat, sollte auch das Bettchen im Sommer unter die Lupe genommen werden: Bettwäsche, Schlafanzug oder ein Schlafsack sollten luftig und aus atmungsaktiver Baumwolle sein.

Wenn Eltern auf der Haut die kleinen, geröteten Hitzepickelchen entdecken, können sie mit einfachen Mitteln Linderung verschaffen. Ein lauwarmes Bad kann die Heilung der Haut beschleunigen. Danach die zarte Babyhaut nur sanft mit dem Handtuch abtupfen und nicht rubbeln. Die Pickelchen treten oftmals auch im Bereich der Windel auf. Darum bei der Hautpflege auf Puder und Salben verzichten, um weiteren Hitzestau zu vermeiden, rät Petra Engel-Djabarian. „Bei starkem Juckreiz können Cremes mit Zink oder Kieselerde helfen, weil sie die Pickelchen austrocknen und abheilen lassen. Oft hilft auch ein wenig Muttermilch auf den betroffenen Stellen, wenn die Mutter noch stillt“, so die Apothekerin weiter. Ein Warnsignal ist es aber, wenn der Hautausschlag von Fieber begleitet wird, stark schmerzt und nicht nach wenigen Tagen abheilt. Dann sollte das Baby zum Arzt zur Untersuchung, ob nicht eine andere Ursache hinter dem Ausschlag steckt.

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