Sonntag, 29. November 2020

Letztes Update:09:40:21 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Die Entgiftungszentrale im Körper

Drucken

Wie Sie Ihre Leber schützen und gesund erhalten können

Mainz, den 18. November 2020 – Die Leber ist das größte und wichtigste Stoffwechselorgan in unserem Körper. Und nicht weniger groß ist ihre Aufgabe. Die Leber verwertet Bestandteile aus unserer Nahrung und produziert lebenswichtige Proteine. Als unser Hauptentgiftungsorgan baut sie unnötige und unerwünschte Stoffe ab und scheidet sie über die von ihr produzierte Gallenflüssigkeit aus. Zum Deutschen Lebertag am 20. November 2020 erklärt der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV, wie wir dieses wichtige Organ unterstützen und schützen können.

Um die Leber gesund zu halten, hat Apothekerin Petra Engel-Djabarian, Mitglied des Vorstandes des Apothekerverbandes Rhein-land-Pfalz – LAV, einige Tipps: „Trinken Sie wenig Alkohol. Es gibt Richtwerte, dass Männer nicht mehr als einen halben Liter Bier oder einen viertel Liter Wein täglich trinken sollen. Bei Frauen liegen die Richtwerte sogar nur bei einem viertel Liter Bier und einem achtel Liter Wein pro Tag“, so Engel-Djabarian. Alles was wir essen oder trinken und über den Darm in den Körper aufnehmen, muss durch die Leber – nicht umsonst nennen wir die Leber Entgiftungszentrale. „Dabei belastet nicht nur Alkohol unsere Leber. Auch viele Medikamente werden über die Leber abgebaut“, erklärt die Apothekerin. Um die Leber nicht zu stark zu beanspruchen, sollten Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker und unbedingt nach Anweisung oder Packungsbeilage eingenommen werden.

Vor Virusinfektionen wie Hepatitis A und B, die die Leber akut entzünden, schützen Impfungen. Die Apotheke vor Ort berät gern, für welche Personengruppen diese Impfungen besonders empfohlen werden.

Wer seiner Leber und Gallenblase außerdem etwas Gutes tun will, sollte fett- und zuckerarm essen. Heilpflanzen wie Artischocken, Löwenzahn und Mariendistel wirken sich zusätzlich positiv auf die Lebergesundheit aus. Denn ihnen wird eine regenerative und reinigende Wirkung auf die Leber zugeschrieben. Aber Vorsicht! Auch hier gilt: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. „Patienten, die unter starkem Sodbrennen leiden oder schon Probleme mit der Gallenblase hatten, empfehle ich zum Beispiel keinen Löwenzahn“, klärt Petra Engel-Djabarian auf.

Die Leber ist sehr widerstandsfähig und erfüllt auch noch ihre Aufgaben, wenn sie schon teilweise geschädigt ist. Doch bleiben diese Schäden unerkannt, können sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. „Die Leber ist ein Organ ohne Nervenzellen und so merken Patienten nicht durch Schmerz, dass etwas mit der Leber nicht in Ordnung ist“, weiß die Apothekerin. Symptome einer Lebererkrankung können Müdigkeit, Juckreiz, Appetitverlust und verfärbter Stuhl oder Urin sein. Über die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit scheidet der Körper nicht nur giftige, schlecht wasserlösliche Stoffe aus. Auch alte Blutkörperchen gelangen in das Organ und werden dort abgebaut. Aus dem roten Blutfarbstoff entsteht gelbes Bilirubin. Arbeitet die Leber nicht richtig, staut sich das Bilirubin im Körper und es kommt zur sogenannten Gelbsucht.

Wer eine gelbliche Verfärbung der Haut oder der Augen bemerkt, sollte darum unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Mund-Nase-Bedeckungen in Schulen:

Drucken

Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt!

Unfallkasse Rheinland-Pfalz informiert

Schulleitungen oder Lehrkräfte, die in der Schule Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen anordnen oder umsetzen, können sich dabei auf die Haftungsfreistellung durch die gesetzliche Unfallversicherung verlassen. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz stellt als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung damit klar: Personen, die Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit anderer Menschen tragen, setzen sich keinen Haftungsrisiken aus, wenn sie das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen anordnen, wie es in Verordnungen und Standards zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 vorgesehen ist.

Hintergrund

Verletzen sich Kinder beim Schulbesuch, stehen sie dabei unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die regional zuständige Unfallkasse trägt dann die Kosten für Heilbehandlung und Rehabilitation; sie entschädigt die Versicherten bei bleibenden Gesundheitsschäden zudem finanziell.

Dieser Schutz erstreckt sich auch auf den Fall, dass Versicherte durch eine Maßnahme, die zu ihrem Schutz ergriffen wird, einen Gesundheitsschaden erleiden. Führt beispielsweise das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung dazu, dass die Brille beschlägt, die versicherte Person stürzt und sich dabei verletzt, kann die Unfallkasse den Sturz als Arbeitsunfall anerkennen.

Weitere Informationen und Fakten, auch zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung, finden Sie unter https://www.ukrlp.de/covid-19/

Corona: 30 Neuinfektionen in der Stadt und im Landkreis

Drucken

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg

Am heutigen Donnerstag wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg 30 weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – 21 aus dem Landkreis und 9 aus der Stadt Trier. Dr. Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung, zeigt sich angesichts der im Vergleich zu den beiden Vorwochen rückläufigen Zahlen an Neuinfektionen vorsichtig optimistisch, dass die Anfang November in Kraft getretenen Corona-Maßnahmen nun Wirkung zeigen.

Die Zahl der seit dem 11. März nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Personen steigt somit auf 1736 (704 in der Stadt Trier und 1032 im Landkreis Trier-Saarburg). Die 7-Tage-Inzidenz sinkt sowohl in der Stadt Trier (aktuell 70,8) als auch im Landkreis (71,0) weiter und liegt nun wieder deutlich unter der Marke von 100 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner.

Die Zahl der aktuell Infizierten liegt aktuell bei 426 Personen, 21 mehr als gestern. Diese verteilen sich wie folgt: 260 im Landkreis und 166 in der Stadt Trier. 22 Patienten aus dem Landkreis und der Stadt Trier befinden sich in stationärer Behandlung, die meisten hiervon im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus in Trier.

Die Infektionszahlen verteilen sich im Landkreis Trier-Saarburg wie folgt auf die Verbandsgemeinden: VG Hermeskeil: 144, VG Konz: 208, VG Ruwer: 90, VG Saarburg-Kell: 265, VG Schweich: 179, VG Trier-Land: 146.

Weitere Einrichtungen betroffen

In weiteren Einrichtungen wurden positive Fälle gemeldet. Es sind dies u.a.: die Grundschule Serrig und die Berufsbildende Schule EHS Trier. Insgesamt sind 34 Einrichtungen von Corona-Infektionen betroffen. Die Umgebungsuntersuchungen und Kontaktermittlungen laufen.

Gesundheitsamt: AHAL-Regeln strikt beachten und verantwortungsvoll handeln

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung rät dringend, die nun geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, regelmäßig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und zu lüften und Kontakte auch im privaten Umfeld auf ein Minimum zu begrenzen.

Nochmals wird auf die Möglichkeit hingewiesen, mittels der App „Mein Laborergebnis“ sein Testergebnis zeitnah selbst abzufragen und den Befund auch auszudrucken.

Wer sollte sich testen lassen?

Drucken

Gesundheitsamt weist auf Vorgaben des RKI hin

KREIS MYK. In der kalten Jahreszeit ist auch vermehrt mit einfachen Erkältungen zu rechnen. Da es aus Gründen limitierter Kapazitäten nicht möglich ist, in der Herbst-/ Wintersaison alle Personen mit Symptomen wie Schnupfen und Halsschmerzen auf eine Corona-Infektion zu testen, empfiehlt das RKI, die Testkapazitäten zur Diagnostik auf das Corona-Virus effizient einzusetzen. Nach dem RKI ist ein Test durchzuführen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • Störung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt (1. Kategorie) mit einem bestätigten COVID-19-Fall
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND
    • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe

ODER

  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus

ODER

  • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (z. B. Lehrer, Erzieher)

Ein Test bei Kontaktpersonen ist dabei erst nach 5 bis 7 Tagen nach dem letzten Kontakt sinnvoll, weil zu diesem Zeitpunkt die höchste Wahrscheinlichkeit besteht, den Erreger nachzuweisen.

Darüber hinaus wird empfohlen, dass Menschen, die NICHT aufgrund der obigen Kriterien getestet werden und rein respiratorische Symptome aufweisen, sich trotzdem so verhalten, dass Übertragungen verhindert werden könnten, wenn sie eine COVID-19-Erkrankung hätten. Das heißt auch bei einem einfachen Schnupfen: Eine Isolation zu Hause UND mindestens 48 h Symptomfreiheit vor Beendigung sowie eine Kontaktreduktion. Bei Verschlechterung des Allgemeinzustandes und einer Zunahme der Symptome wird eine sofortige Testung auf Covid-19 empfohlen.

AHA-Regeln zeigen in Rheinland-Pfalz Wirkung

Drucken

Weniger Atemwegserkrankungen als im Jahr 2019

Mainz, 2. November 2020 – Die Anzahl der Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen lag in Rheinland-Pfalz bis Anfang Oktober deutlich unter dem Wert von vergangenem Jahr. Das belegen Zahlen der BARMER. Demnach waren in der 41. Kalenderwoche 2.060 BARMER-Versicherte wegen einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig. Das sind rund 600 Betroffene weniger, als im Jahr zuvor, als die Anzahl der Krankschreibungen zum gleichen Zeitpunkt bei 2.670 lag. „Die deutlich geringere Zahl an Atemwegserkrankungen lässt sich nicht allein durch die unterschiedlichen Witterungsbedingungen erklären, sondern durch die Einhaltung der AHA-Regeln. Das ist kurz nach dem Beginn des zweiten Lockdowns eine wichtige Botschaft. Abstandhalten, Hygiene und Alltagsmasken zeigen Wirkung. Jeder Einzelne kann etwas tun, um die sich zuspitzende Pandemie in den Griff zu bekommen“, sagt Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER.

Regionale Unterschiede bei den Atemwegserkrankungen

Bezogen auf 1.000 Versicherte waren in Rheinland-Pfalz 10,3 BARMER-Versicherte in der 41. Kalenderwoche 2020 wegen einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig gemeldet. Das sind etwas mehr als im Bundesdurchschnitt der bei 9,9 Versicherte lag. Der geringste Wert lag in Hamburg mit 7,2 je 1.000 krankgeschriebenen BARMER-Versicherten, der höchste in Sachsen-Anhalt mit 12,1 Personen. Auch die Steigerungsraten sind regional sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der krankgeschriebenen Versicherten im Jahr 2020 in Mecklenburg-Vorpommern von der 33. auf die 41. Kalenderwoche um 15 Prozent gestiegen ist, waren es in Bremen 215 Prozent. Rheinland-Pfalz lag mit 112 Prozent dazwischen.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL