Dienstag, 01. Dezember 2020

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Ältere Menschen/Gesundheit

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Pflegerische Versorgung in den heißen Sommermonaten

Der Sommer ist in Rheinland-Pfalz angekommen und bringt viele Vorteile mit sich: Ein kühles Eis in der Mittagspause, gemütliche Grillabende mit Freunden oder Schwimmbadbesuche mit den Kindern. Es gibt jedoch auch Personengruppen, für die ein heißer Sommer belastend sein kann. „Weil lange Hitzeperioden besonders alten und pflegebedürftigen Menschen zu schaffen machen, möchten wir mit ein paar einfachen, aber praktischen Tipps dabei helfen, sich an die heißen Temperaturen anzupassen“, sagte Gesundheits- und Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Weil das Durstgefühl im Alter abnimmt, sollten ältere Menschen darauf achten, ausreichend zu trinken. Angehörige und Pflegekräfte sollten die Seniorinnen und Senioren dazu motivieren, in regelmäßigen Abständen Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen oder Mineral- und Leitungswasser zu sich zu nehmen. Bei Bedarf sollte entsprechende Hilfestellung beim Trinken geleistet werden.

An heißen Tagen empfiehlt sich das Tragen von leichter luftdurchlässiger Kleidung. Beim Spazieren im Freien ist das Tragen einer Kopfbedeckung und die Verwendung eines Sonnenschutzmittels unbedingt empfehlenswert. Statt luftundurchlässigen Inkontinenzeinlagen sollten Netzhosen mit Einlagen getragen werden. Um den Körper abzukühlen können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen – insbesondere vor dem Schlafengehen - hilfreich sein. Nachts sollten so wenige Kissen wie möglich verwendet werden, es bietet sich an, ein leichtes Laken als Zudecke zu verwenden.

Bei den älteren Menschen sollte unbedingt auch auf Symptome geachtet werden, die auf Überhitzung hinweisen: Körpertemperaturen über 38° Celsius, Unruhe, Verwirrtheit und Erbrechen. Auch trockene kühle Haut bei gleichzeitiger hoher Körpertemperatur kann ein Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein.

Vom Deutschen Wetterdienst (www.dwd.de) wird für Gesundheitsämter und Einrichtungen zur Pflege und Betreuung älterer Menschen ein Hitzewarndienst angeboten. Zwischen Mai und August werden über einen Hitze-Newsletter Warnungen an „registrierte“ Nutzer versandt, wenn die „gefühlte Temperatur“ die Schwelle von 32 Grad (starke Wärmebelastung) bzw. 38 Grad (extreme Wärmebelastung) überschreitet. Hilfreich ist auch eine Handy-Applikation des Deutschen Wetterdienstes für ältere Menschen (sofern sie mit der Handytechnik vertraut sind) und Stadtbewohner, die warnt, wenn die erwartete Temperatur 36 Grad übersteigt, da Hitze bereits ab diesem Schwellenwert für Ältere eine extreme Belastung darstellt.

Das ausführliche Merkblatt „Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen bei anhaltenden Hitzeperioden“ können Sie unter diesem Link auf der Seite des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) herunterladen. Allgemeine Informationen zum Thema Hitze finden Sie auch auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums.

Schlafstörungen natürlich angehen

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Mit Baldrian und Lavendel zur Ruhe kommen

Mainz, den 17. Juni 2019 – Dauerhaft schlechter Schlaf führt zu Energieverlust, verminderter Reaktionszeit, Reizbarkeit und Stress. Langfristig können Schlafstörungen so zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Der Körper braucht den Schlaf, um wichtige Regenerationsprozesse ablaufen lassen zu können. Wichtige Hormone und Botenstoffe werden nachts im Schlaf vom Körper gebildet. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz erklärt im Vorfeld des deutschlandweiten Tag des Schlafes (am 21. Juni 2019), was man auf natürliche Weise gegen Ein- und Durchschlafstörungen tun kann.

„Stress, Sorgen und Ängste sind häufige Ursachen von Einschlafproblemen und sie hindern einen auch daran, ruhig durchzuschlafen“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. „Darum ist es besonders wichtig, wie wir uns vor dem Zubettgehen verhalten. Aufregende Krimis, noch schnell was fürs Büro erledigen oder aufreibende Streitgespräche sind für den Schlaf nicht förderlich.“ Betroffene sollten auf eine gute „Schlafhygiene“ achten, führt Engel-Djabarian weiter aus. Darunter versteht man, dass regelmäßige Abläufe oder Rituale vor dem Schlafengehen helfen können. „Trinken Sie zum Beispiel einen beruhigenden Arzneitee aus Melisse, Baldrian und Hopfen. Machen Sie Entspannungsübungen oder einen Abendspaziergang. Vermeiden Sie abends alles, was laut und hektisch ist – und nehmen Sie Ihr Smartphone nicht mit ans Bett. Signaltöne können den Schlaf stören und das ausgestrahlte bläuliche Licht der Displays hält eher wach“, so Engel-Djabarian weiter. Als erste Hilfe kann Lavendelöl auf ein Tuch geträufelt neben dem Bett verwendet werden. So inhaliert man die ganze Nacht die beruhigenden Wirkstoffe.

Für mehr Unterstützung stehen im nächsten Schritt pflanzliche Schlafmittel zur Verfügung. Diese enthalten ebenfalls Wirkstoffe aus Baldrian, Hopfen, Melisse oder auch aus der Passionsblume. Apotheken beraten, welches Mittel zur bestehenden Störung passt. „Baldrian hilft zum Beispiel dabei, das „Gedankenkarussell“ zu stoppen, das einen am Einschlafen hindert. Lavendel und auch die Passionsblume helfen Menschen, die aus Sorge oder Angst nicht schlafen können“, weiß Apothekerin Engel-Djabarian. Diese pflanzlichen Schlafmittel gibt es als Kapseln und Tabletten. In der Form sind sie höher und exakter dosierbar als im Tee. Vom langfristigen Gebrauch chemischer Wirkstoffe in Schlafmitteln ohne ärztliche Verordnung, rät Petra Engel-Djabarian entschieden ab. „Gerade chemische Schlafmittel führen schnell zu Abhängigkeiten. Betroffene können ohne diese Hilfen auf Sicht gar nicht mehr schlafen und benötigen immer höhere Dosierungen: Ein Teufelskreis beginnt.“ Außerdem bergen sie die Gefahr von einem sogenannten Hangover. Die Menschen sind morgens noch schläfrig und benommen, was im Verkehr oder bei der Arbeit mit Maschinen zur Gefährdung wird.

Digitale Hilfe bei Kopfschmerzen

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DAK-Gesundheit in Koblenz bietet erstmals Kopfschmerz-Coach an, der eine Schmerzlinderung ohne Medikamente trainiert

Koblenz, 13. Juni 2019. Ein Drittel der Deutschen leidet mindestens einmal im Monat an Kopfschmerzen, viele sogar mehrfach in der Woche. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage der DAK-Gesundheit hervor. Die DAK-Gesundheit in Koblenz bietet deshalb ab sofort eine neuartige, schnelle und umfassende Hilfe für ihre Versicherten: Der DAK Kopfschmerz-Coach basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und trainiert Betroffene, Kopfschmerzen ohne Medikamente zu lindern. Das Selbsthilfeangebot kann online und als App genutzt werden.

Kopfschmerz ist weit verbreitet und betrifft die meisten Menschen in Deutschland immer wieder: Zwölf Prozent leiden mindestens einmal in der Woche daran, neun Prozent mehrmals im Monat und 13 Prozent zumindest einmal im Monat. Viele nehmen deshalb Schmerzmittel ein. Genau hier setzt der DAK Kopfschmerz-Coach an. „Mit unserem neuen Angebot nutzen wir als erste Kasse aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, die Betroffenen dabei helfen, Medikamente zu reduzieren“, erläutert Jürgen Wilhelm von der DAK-Gesundheit in Koblenz. „Der digitale Coach trainiert den Körper, Schmerzen selbst zu mindern.“

Der DAK Kopfschmerz-Coach ist ein Online-Programm, das Patienten mit Spannungskopfschmerzen und Migräne unterstützt. Er geht in Dialog mit dem Patienten und erstellt mit ihm zusammen einen individuellen Trainingsplan. Technisch passt es sich individuell unterschiedlichen Altersgruppen und Bedürfnissen an und kann deshalb sowohl von Erwachsenen als auch von Jugendlichen ab zwölf Jahren genutzt werden. Das kostenlose Coaching ist auch mobil auf Smartphones und Tablets nutzbar: www.dak.de/dakkopfschmerz-coach

Sommerzeit ist Sonnenzeit: Kinderhaut effektiv schützen

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Unfallkasse hält in einem Infoblatt hilfreiche Tipps bereit – Für Kitas und Familien

Die Sonne ist wichtig für unser Leben, denn sie liefert Licht und Energie. Unser Körper braucht die Sonne, um Vitamin D zu bilden und unseren Schlaf-Wach-Rhythmus zu regeln. Darüber hinaus bekommen wir bei Sonnenschein gute Laune. Jedoch hat auch der schönste Sonnenschein seine Schattenseite: Die UV-Strahlung der Sonne kann Haut und Augen schädigen, wodurch Verbrennungen, ein Sonnenstich oder sogar Hautkrebs entstehen können. Besonders Kinderhaut ist gefährdet, denn sie ist empfindlicher als die der Erwachsenen. Alle nötigen Infos dazu, und was getan werden kann, um Kinder vor den negativen Auswirkungen der Sonne effektiv zu schützen, hält die Unfallkasse Rheinland-Pfalz in ihrem Infoblatt „Tipps zum Sonnenschutz in der Kita“ bereit – hilfreich auch für Familien zu Hause.

Wenn die Sonne vom Himmel brennt, ist Schatten das A und O – unter Bäumen, Sonnensegeln, Schirmen oder Pavillons. Welche technischen Maßnahmen ergriffen werden können, welche Kleidung zu empfehlen ist, warum das Eincremen mit Sonnenschutzmitteln so wichtig ist, was der Lichtschutzfaktor aussagt, und was im Notfall zu tun ist – all das und noch mehr wird im Infoblatt erklärt. Ganz wichtig: Wer selbst mit gutem Vorbild vorangeht, kann die Kleinen schon früh zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Sonne erziehen.

Das Infoblatt „Tipps zum Sonnenschutz in der Kita“ ist im Internet unter www.ukrlp.de, Webcode 129, abrufbar.

Weltblutspendetag

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Bätzing-Lichtenthäler: Jetzt Blut spenden!

Rund 80 Prozent der Deutschen sind mindestens einmal im Leben auf Blut, beziehungsweise Medikamente, die aus Blutbestandteilen hergestellt sind, angewiesen. Blutspenden werden besonders häufig bei Krebserkrankungen, Herzerkrankungen, Magen-Darm-Krankheiten oder Verletzungen in Sport, Beruf oder Haushalt benötigt. „Ich freue mich, dass die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer generell motivierte Blutspender sind. Ich appelliere gleichzeitig an alle, die in Frage kommen, Blut zu spenden und so Menschen in Notsituationen durch diesen Akt der gelebten Solidarität zu helfen“, betonte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Vorfeld des Weltblutspendetages, der jedes Jahr am 14. Juni stattfindet.

Gleichzeitig wies die Ministerin auch auf die notwendige Unterstützung durch Universitäten hin, die ein hohes Qualitätsniveau im Blutspendebereich sicherstellen könnten, indem sie ausreichend Lehrstühle zur Ausbildung junger Transfusionsmediziner bereitstellten. Auch die Aus- und Weiterbildung von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten im Blutspendewesen sei eine wichtige Maßnahme, um eine flächendeckende Versorgung mit Blutpräparaten sicherzustellen. „In diesem Zusammenhang ist es mir ein besonderes Anliegen und eine besondere Freude, dass die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz aus Landesmitteln einen kompletten Neubau erhält, der voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2020 eingeweiht werden kann. Dadurch können die Entnahmekapazitäten an der Unimedizin Mainz nahezu verdoppelt werden“, betonte die Ministerin.

Bätzing-Lichtenthäler unterstützt heute die Blutspende-Kampagne #MissingType des DRK-Blutspendedienstes Rheinland-Pfalz und Saarland im Landtag in Mainz. Die Aktion weist auf die Wichtigkeit der Blutspende für ein funktionierendes Gesundheitssystem hin. Städte, Organisationen und Persönlichkeiten sind dazu aufgerufen, in ihrem Namen die Buchstaben A, B und O wegzulassen. Das daraus entstandene Lückenwort soll anschließend bildlich festgehalten und auf den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #Missingtype hochgeladen werden. Das Motto der Aktion lautet „Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf“: Das Fehlen der blutgruppenspezifischen Buchstaben in bekannten Namen soll dafür sensibilisieren, dass es sich bei Blutspenden ähnlich verhält: Erst wenn Blutspenden fehlen, fallen sie auf. Weltweit beteiligen sich 20 Blutspendedienste an dieser Aktion.

Der Weltblutspendetag 2019 wird in Rheinland-Pfalz begleitet von zahlreichen attraktiven Aktionen der Blutspendeeinrichtungen vor Ort. Als Blutspender kommt jeder gesunde Mensch in Frage, bei dem nach Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens und einer ärztlichen Untersuchung keine Gründe für einen Ausschluss festgestellt wurden. Eine Spende ist zwischen 18 und 73 Jahren möglich. Voraussetzung ist ein Gewicht von mindestens 50 Kilogramm. Um die Verträglichkeit einer Spende zu erhöhen, sollte vor dem Termin ausreichend gegessen und getrunken werden. In Rheinland-Pfalz wird die Versorgung mit Blutprodukten durch die bewährte Trägervielfalt bestehend aus den drei Säulen Blutspendedienste des DRK, kommunale und universitäre Blutspendedienst (StKB) sowie den privaten und industriell betriebenen Blutspendeeinrichtungen organisiert.

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