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Am 7. Juni ist Tag der Apotheke

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Eltern und Erzieher sollten mit Notfall-Arzneimitteln für Kinder üben

Mainz, 30. April 2019 – Wenn ein Kind ein Notfall-Arzneimittel braucht, sollten Eltern, Erzieher und Lehrer dessen Anwendung schon im Vorfeld üben. „Im Notfall sind alle Beteiligten so unter Druck, dass gerade bei komplexen Darreichungsformen leicht Fehler passieren. Deshalb sollten sich die Erwachsenen schon im Vorfeld in der Apotheke demonstrieren lassen, wie ein Notfall-Arzneimittel bei einem Kind richtig angewendet wird“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Der bundesweite ‘Tag der Apotheke‘ findet jedes Jahr am 7. Juni statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Richtige Medikation für Kinder“. Viele der rheinland-pfälzischen Apotheken machen an diesem Aktionstag auf Leistungen speziell für Kinder aufmerksam.

Notfall-Arzneimittel brauchen Kinder zum Beispiel bei einer Allergie gegen Erdnüsse oder andere Nahrungsmittel, erklärt Petra Engel-Djabarian, Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Rund acht Prozent aller Kinder sind schätzungsweise betroffen, wobei diese Allergie mit zunehmendem Alter seltener wird. Die Allergie kann unter anderem zu Hautausschlag, Schwellungen, Luftnot oder Schwindel führen.“ Die Symptome betreffen den ganzen Körper und sind schwerwiegender als bei einer Lebensmittel-Intoleranz. Typisch für die allergische Reaktion ist der rasche Beginn der Symptome; die Schwere der Symptome kann nur selten vorhergesagt werden. „Unbehandelt können akute schwere allergische Reaktionen bei Kindern tödlich enden. Deshalb ist es wichtig, dass die Notfall-Arzneimittel nicht nur immer in Reichweite sind, sondern die Erwachsenen auch mit der Anwendung vertraut sind“, sagt Dr. Martina Neininger vom Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) der Universität Leipzig. Im Notfall sollte zunächst ein Notarzt verständigt werden. Allerdings sollten auch ärztlich verschriebene Antihistaminika oder Kortison griffbereit sein. Dabei ist zu bedenken, dass die ebenfalls zum Notfallset gehörenden beratungsintensiven Adrenalin-Autoinjektoren wegen Lieferproblemen der Anbieter aktuell in Apotheken kaum verfügbar sind.

Beispiele für weitere Notfall-Arzneimittel, deren Anwendung Erwachsene üben sollten, sind Dosieraerosole bei Asthmaanfällen sowie Rektiolen oder Mundspritzen bei epileptischen Anfällen von Kindern.

Wie lange brauche ich bis zum nächsten Krankenhaus?

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Krankenhaus-Atlas geht online

Knapp 94 Prozent der in städtischen Regionen lebenden Bevölkerung in Rheinland-Pfalz erreichen innerhalb von 15 Minuten das nächste Krankenhaus mit einer Basisversorgung. Deutschlandweit sind es knapp 90 Prozent. In ländlichen Regionen schaffen dies in Rheinland-Pfalz wie in Deutschland rund 64 Prozent der Bevölkerung. Diese Erreichbarkeiten ergeben sich aus dem neuen Krankenhaus-Atlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.

Das interaktive Kartenangebot zeigt erstmals die Erreichbarkeit von allen möglichen Standorten in Deutschland zum nächsten Krankenhaus. Die Nutzerinnen und Nutzer können dabei nicht nur nach Krankenhäusern mit Basisversorgung und allgemeinen Fachabteilungen suchen, sondern auch nach speziellen medizinischen Leistungen filtern. So wird für Rheinland-Pfalz etwa sichtbar, dass in städtischen Regionen Kliniken mit Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe für 90 Prozent der Bevölkerung binnen 15 Minuten erreichbar sind, in ländlichen Gegenden sind es 58 Prozent (Deutschland: 83 bzw. 55 Prozent).

Die Erreichbarkeiten werden in Minuten angegeben und beziehen sich auf die Fahrtzeit in einem Pkw bei ungestörter Verkehrslage. Grundlage der Berechnung ist der Straßendatenbestand des offenen Gemeinschaftsprojektes OpenStreetMap (OSM).

Erreichbarkeitsdiagramme ermöglichen Regional- und Ländervergleich

Für den regionalen Vergleich sind die Erreichbarkeiten in Anlehnung an die siedlungsstrukturellen Regionstypen „Städtische Region“, „Region mit Verstädterungsansätzen“ und „Ländliche Region“ in Erreichbarkeitsdiagrammen dargestellt. So können die Erreichbarkeiten nach Regionstypen für jedes Bundesland nachvollzogen werden. Für GIS-Anwenderinnen und Anwender werden WMS-Kartendienste bereitgestellt.

Basis der Informationen für den Krankenhaus-Atlas sind Ergebnisse der Daten von Krankenhäusern, die im Rahmen der fallpauschalenbezogenen Krankenhaus-Statistik (DRG-Statistik) im Jahre 2016 Leistungen abgerechnet haben. Diese Informationen wurden um eigene Recherchen der statistischen Ämter angereichert.

Der Krankenhausatlas sowie weitere Informationen sind über folgenden Link zugänglich: krankenhausatlas.statistikportal.de

Gutes Hören hilft!

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Wie wichtig gutes Hören ist und wie vielfältig heute die Möglichkeiten der Techniken sind, davon konnten sich ca. 80 Interessierte bei einer Art kleinen Messe in Riesweiler, veranstaltet von der Hörminderungsgruppe RheinHunsrück, überzeugen. Dort präsentierten führende Hersteller von Hörgeräten und Cochlea Implantaten ihre neuesten Produkte ebenso wie die Hörakustiker der Fachbetriebe Becker, Ritter und Jung. In einem spannenden Dialog mit den Zuhörern referierte zudem Dr. Servais, Oberarzt der Klinik Mannheim, über Höranstrengung. In Deutschland leiden ca. 16% der Erwachsenen an einer Hörminderung. Aber so Dr. Servais: “Viele erkennen ihre Hörprobleme nicht, sie verstehen aber tatsächlich nicht mehr. Diese unerkannte Belastung geht auf die Psyche und führt zu Verunsicherung im Alltag; häufig verbunden mit einem Rückzug aus der Gesellschaft.“ Die ehrenamtlichen Veranstalter zeigten sich beeindruckt von der positiven Resonanz der Besucher und wollen weiterhin Aufklärungsarbeit hin zum guten Hören betreiben.

Leitfaden für „Menschen mit Demenz im Krankenhaus”

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Mit Informationen und Checklisten alles im Blick behalten

KREIS MYK. Ein Krankenhausaufenthalt stellt für Menschen mit Demenz und deren Angehörige eine große Belastung dar. Um die Angehörigen besser auf einen stationären Aufenthalt des Demenzkranken im Krankenhaus vorzubereiten, hat eine Arbeitsgruppe des Netzwerkes Demenz Mayen-Koblenz einen Handlungsleitfaden entwickelt. Die Handreichung mit wichtigen Informationen und Checklisten soll dabei helfen, wichtige Aspekte im Blick zu behalten, um den Krankenhausaufenthalt so reibungslos wie möglich zu gestalten.

„Aufgrund von kognitiven Einschränkungen sind demente Menschen häufig nicht mehr in der Lage, sich an Absprachen zu halten oder ihre Bedürfnisse mitzuteilen. Es fällt ihnen daher schwer, sich aktiv an diagnostischen und therapeutischen Abläufen zu beteiligen“, erklärt Olaf Spohr vom Netzwerk Demenz. „Dieses Dilemma führt bei Betroffenen, Angehörigen und Krankenhausmitarbeitern unweigerlich zu Herausforderungen“, so Spohr. Erhältlich ist der Leitfaden „Demenz im Krankenhaus“ ab sofort in allen Pflegestützpunkten im Landkreis Mayen-Koblenz sowie in zahlreichen Einrichtungen der Altenhilfe und des Gesundheitswesens. Auch im Internet unter www.demenz-myk.de steht der Flyer zum Download bereit. Der Leitfaden wurde durch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Maserngefahr eindämmen!

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Aktuell kommt es im südlichen Rheinland-Pfalz vermehrt zu Masern-Erkrankungen.

Masern sind hochgradig ansteckend; dem entsprechend ist die Gefahr einer Ausbreitung sehr groß. Masern sind vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich und können lebenslang bleibende Schäden hinterlassen.

Aus diesem Grund appelliert das Gesundheitsamt: Überprüfen Sie Ihren Impfschutz! Dies kann beim behandelnden Arzt oder beim Gesundheitsamt erfolgen.

Die Grundimmunisierung umfasst zwei Impfungen und sollte üblicherweise im 2. Lebensjahr erfolgen (Kombinationsimpfung gegen Masern/Mumps/Röteln). Kinder und Jugendliche, bei denen dieser Schutz nicht vorliegt, sollten möglichst bald die fehlenden Impfportionen erhalten.

Für die nach 1970 geborenen Erwachsenen wird eine einmalige Impfung mit diesem  Impfstoff empfohlen.

Die Impfung gehört zu den Standardimpfungen, die die Ständige Impfkommission für Deutschland empfiehlt, daher tragen alle Krankenkassen die jeweiligen Impfkosten bei Durchführung der Impfung in der Hausarzt- oder Kinderarztpraxis.

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