Samstag, 26. September 2020

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Tourismus auch im Juli unter Vorjahresniveau

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Übernachtungszahlen gab es in der Region Rheinhessen (minus 34 bzw. minus 26 Prozent).

Betriebsarten

Zweistellige Zuwächse sowohl beim Gäste- als auch beim Übernachtungsaufkommen gab es bei den Campingplätzen (plus 22 und plus 18 Prozent) und den Ferienhäusern und -wohnungen (plus 13 und plus 11 Prozent). Auch bei den Pensionen (Gäste: plus 6,7; Übernachtungen: plus 9,2 Prozent) und den Ferienzentren (Gäste: plus sieben; Übernachtungen: 5,1 Prozent) stiegen die Zahlen. Gravierende Einschnitte gegenüber dem Juli 2019 zeigten sich erneut bei den Erholungs-, Ferien- und Schulungsheimen. Das Minus betrug hier 52 Prozent bei den Gästezahlen und 57 Prozent beim Übernachtungsaufkommen.

Herkunft

Im Juli 2019 besuchten 778.000 Gäste aus Deutschland Rheinland-Pfalz (plus 1,2 Prozent); diese buchten 2,17 Millionen Übernachtungen (plus 3,5 Prozent). Im Gegensatz dazu kamen 29 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland (203.300), ihre Übernachtungszahlen (661.600) lagen um 33 Prozent unter dem Wert von Juli 2019.

Zeitraum Januar bis Juli

Von Januar bis Juli diesen Jahres besuchten 3,05 Millionen Gäste Rheinland-Pfalz. Das waren 44 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Übernachtungen reduzierten sich um 39 Prozent auf 8,55 Millionen. Aufgrund der massiven Einschränkungen des Tourismusgeschehens auf ausschließlich nicht-touristische Zwecke im April und Mai 2020 waren die Rückgängen in diesen Monaten bei den Gäste- und Übernachtungszahlen am höchsten.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Qualitätsoffensive Naturpark Soonwald-Nahe

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Der Naturpark Soonwald-Nahe nimmt bereits zum dritten Mal an der Qualitätsoffensive des Verbands Deutscher Naturparke (VDN) teil. Dieses Angebot des Dachverbands gibt jedem Park die Möglichkeit, sich alle fünf Jahre im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens anhand bestimmter Kriterien prüfen zu lassen und damit Organisationsstruktur und Projekte des Naturparks stetig zu verbessern. Dieses Qualitätssicherungsangebot nutzt das Team des Naturparks Soonwald-Nahe gerne um neue Anregungen und Vorschläge aufzunehmen und umzusetzen.

Im September erfolgte eine Bereisung durch Rolf Clauditz, ehemaliger Geschäftsführer des Naturparks Münden und Qualitäts-Scout des VDN. An zwei Exkursionstagen konnten Herrn Clauditz viele interessante und abwechslungsreiche Einblicke in die Naturparkarbeit gegeben werden. Neben den für sich sprechenden herrlichen Landschaften von Hunsrück, Soonwald und Nahetal wurden beispielhafte Projekte vorgestellt. Darunter die bereits erfolgreiche Renaturierung eines Feuerlöschteichs in der ehemaligen Ortslage Eckweiler, ein zurzeit in Umsetzung begriffener kulturhistorischer Rundweg in Simmern und eines der beliebten Trekkingcamps am Soonwaldsteig. Im Nahetal wurden unter anderem durch Beweidung offengehaltene ehemalige Weinbergsflächen sowie ein Weinlehrpfad besichtigt.

Mit dem Ergebnis des Zertifizierungsverfahrens wird im Herbst gerechnet. Bei erfolgreichem Abschluss des Prozesses darf der Naturpark Soonwald-Nahe auch weiterhin das Prädikat "Qualitätsnaturpark" führen.

Schnellmeldung Tourismus Juli 2020:

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Aufwärtsbewegung im Tourismus setzt sich fort

Der Aufholprozess im rheinland-pfälzischen Tourismus hat weiterhin an Fahrt gewonnen: Die Gäste- und Übernachtungszahlen erreichten wieder über 90 Prozent der Ergebnisse im Vorjahr. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden im Juli 2020 rund 981.000 Gäste gezählt. Das waren nur noch 6,6 Prozent weniger als im Juli 2019. Die gebuchten Übernachtungen reduzierten sich um 8,7 Prozent auf 2,83 Millionen.

Von Januar bis Juli 2020 wurden in Rheinland-Pfalz 8,55 Millionen Übernachtungen von insgesamt 3,05 Millionen Gästen gebucht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Rückgang von 44 Prozent beim Gästeaufkommen und 39 Prozent bei der Zahl der Übernachtungen.

Diese ersten vorläufigen Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort. Zu diesem frühen Zeitpunkt können lediglich Eckzahlen veröffentlicht werden. Fachlich und regional untergliederte Ergebnisse stehen voraussichtlich in zwei Wochen zur Verfügung.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Tourismus-Enquete

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Michael Wagner:

Landesregierung muss endlich tragfähiges Tourismus-Konzept vorlegen

Der Obmann der CDU-Landtagsfraktion in der Enquete-Kommission „Tourismus“ des Landtags, Michael Wagner, fordert von der Landesregierung ein tragfähiges Konzept zur Stärkung des Tourismus. Die Zahlen aus der Branche seien besorgniserregend. Es reiche nicht aus, sich vom Landtag Millionenbeträge genehmigen zu lassen, das aber nicht konzeptionell zu unterfüttern:

„Die gestrige Sitzung der Tourismus-Enquete hat einmal mehr gezeigt, dass die Landesregierung immer noch nicht wirklich weiß, wo sie in einem der Kernbereiche unserer Wirtschaft eigentlich hin will. Gerade in Anbetracht der großen Probleme, die durch die Corona-Pandemie mit existenzgefährdenden finanziellen Einbußen für die Branche entstanden sind, ist das bestürzend. Die Ankündigung über zusätzliche 50 Mio. Euro für den Tourismus in Rheinland-Pfalz kam öffentlichkeitswirksam bereits im Juni. Seither haben sich die vagen Äußerungen der Landesregierung allerdings nicht konkretisiert. Auch in der gestrigen Sitzung der Enquete-Kommission konnte die Landesregierung trotz zahlreicher Nachfragen meiner Fraktion nicht darlegen, wie sie die geplanten Mittel effektiv zur Stärkung des Tourismus einsetzen will. Das nennt man Konzeptlosigkeit. Gerade jetzt sind konkrete Zusagen über mögliche Unterstützung überlebenswichtig für viele Betroffene.

Auch wenn die Monate Juli und August mancherorts für etwas Entspannung gesorgt haben, war das kein flächendeckender Trend. Zudem konnte das die Verluste der Vormonate bei weitem nicht ausgleichen: In den Monaten Juli und August musste ein Umsatzrückgang von rund 35% gegenüber den Vergleichsmonaten des Vorjahres verzeichnet werden. Insgesamt rechnen die Betriebe weiterhin mit durchschnittlich 50% Umsatzrückgang für dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommt, dass sich in den kalten Herbst- und Wintermonaten die Situation noch verschärfen wird, da unter anderem das Platzangebot in den Außenbereichen wegfällt und sich das Geschehen naturgemäß in den Innenbereich verlagert.

Das alles zeigt: Die Landesregierung ist gefordert. Sie muss jetzt handeln und konzeptionell das leisten, was sie bisher versäumt hat.“

Soonwald-Panorama zeigt interaktive Ansichten markanter Aussichtstürme

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Sechs Türme (Teufelsfels, Koppenstein, Alteburg, Funkturm Ellerspring, Hochsteinchen und Salzkopf) auf den Höhen der Soonwaldkämme bilden markante Landmarken im Naturpark Soonwald-Nahe. Im Lützelsoon, dem Großen Soon und dem Binger Wald kann man fünf von ihnen besteigen und so die grandiosen Ausblicke auf Soonwald, Hunsrück und die angrenzenden Mittelgebirge genießen.

Diese Ausblicke sind nun auch digital von zuhause aus zu erleben. Möglich macht dies ein interaktives Soonwald-Panorama, das der Naturpark Soonwald-Nahe in Zusammenarbeit mit Nahecopter erstellt hat. Mit einer Drohne wurden dazu von allen Türmen 360°Aufnahmen gemacht und Filmsequenzen aufgenommen, die auch ein wichtiges Zeitdokument darstellen. Sie zeigen eine grandiose Natur- und Kulturlandschaft, bei der jedoch die aktuelle Waldschadenssituation ebenso zu erkennen ist wie Eingriffe in das Landschaftsbild durch Windräder, Steinbrüche und Straßen.

Die Zusammenführung dieser Foto- und Filmdokumente sind über die Internetseite des Naturparks Soonwald-Nahe abrufbar (www.soonwald-nahe.de).

Die einzelnen 360°-Ansichten der Türme werden zudem über einen am Fuß des Turmes angebrachten QR-Code abrufbar sein. Die Ausblicke in unsere beeindruckende Landschaft sind so auch für Interessierte zugänglich, die die Türme nicht besteigen können oder wollen.

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