Mittwoch, 24. Oktober 2018

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Gäste- und Übernachtungszahlen nehmen weiter zu

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Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe verzeichneten von Januar bis August 2018 einen Anstieg der Gäste- und Übernachtungszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten 6,6 Millionen Gäste im Land, das waren 2,3 Prozent mehr als von Januar bis August 2017. Die Übernachtungen stiegen ebenfalls, und zwar um 1,6 Prozent auf 17,1 Millionen.

Tourismusregionen

Die beiden Tourismusregionen mit dem höchsten Gäste- und Übernachtungsaufkommen verzeichneten die größten Zuwächse. In der Pfalz stieg die Zahl der Gäste um 6,9, die Zahl der Übernachtungen um 6,6 Prozent. An Mosel und Saar betrugen die Zuwächse bei den Gästen 4,5 und bei den Übernachtungen 3,3 Prozent. Die Gebiete Westerwald-Lahn und Rheintal verbuchten ebenfalls höhere Werte als im Vorjahr. Im Hunsrück nahmen die Gästezahlen zu; die Übernachtungen blieben hingegen fast unverändert. In den übrigen Regionen war das Tourismusaufkommen niedriger als in den ersten acht Monaten des Vorjahres. Im Naheland gingen die Werte deutlich zurück.

Betriebsarten

Sieben der elf touristischen Betriebsarten konnten von Übernachtungszuwächsen profitieren, wobei die Hotels garnis mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent vorne lagen. Eine negative Bilanz wiesen hingegen Ferienzentren, Gasthöfe, Vorsorge und Rehabilitationskliniken sowie Privatquartiere auf. Beim Gästeaufkommen verbuchten acht der elf Betriebsarten Zuwächse gegenüber Januar bis August 2017. Mit einem Plus von 7,6 Prozent lagen hier ebenfalls die Hotels garnis sowie die Ferienhäuser und Ferienwohnungen vorne.

Herkunft

Von Januar bis August besuchten 5,13 Millionen Gäste aus dem Inland Rheinland-Pfalz (plus 2,5 Prozent). Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 2,1 Prozent und belief sich auf 12,96 Millionen. Aus dem Ausland kamen 1,46 Millionen Besucherinnen und Besucher (plus 1,4 Prozent), die 4,14 Millionen Übernachtungen buchten (plus 0,3 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Sachgebiet Handel, Gastgewerbe, Dienstleistungen)

Webcam auf der Schönburg Oberwesel ist online

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Ein kurzer Blick aus der Ferne, wie ist das Wetter am Rhein? Bisher ist dies nur für Koblenz von der Festung Ehrenbreitstein oder über die MS Goethe von der KD möglich gewesen. Jetzt sendet auch Oberwesel die schönsten Aussichten vom Oberen Mittelrheintal in alle Welt. Die Stadt Oberwesel hat mit Kauf einer Webcam der Firma feratel den Blick von der Schönburg für alle Gäste im Internet zugänglich gemacht.

Das zugehörige Mediapackage bei feratel erschließt die Romantische Rhein Tourismus GmbH. „Mit den Panorama Livebildern wollen wir Lust machen, unsere Region zu entdecken“, so Jeanette Dornbusch, Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH. „Die weiteren Funktionen wie die aktuellen Wetterverhältnisse bieten darüber hinaus einen zusätzlichen Nutzen für alle User“, so Dornbusch weiter. Die Videos werden dank eines sehr guten Partnernetzwerks von feratel in mehreren Medien ausgespielt. So können Nutzer unter anderem über Smartphone Apps, Webseiten, Portale, Smart TVs und Smartwatches auf die Inhalte zugreifen. Zudem gibt es eine Kooperation mit mehreren TV Sendern, die zum Beispiel bei Wetterberichten auf die Bilder zurückgreifen können.

Stadtbürgermeister Jürgen Port wurde bereits angesprochen: „Die Liebfrauenkirche wurde mehrfach beim Wetter eines großen privaten Fernsehsenders zu den Nachrichten gezeigt und natürlich sofort wieder erkannt. Wir sind in bester Gesellschaft mit Bildern von München oder der Insel Langeoog. Das zugehörige Mediapackage der Webcam überzeugt mit entsprechender Medienpräsenz. Die Ansichten der drei Webcams sind verknüpft, wer sich Koblenz anguckt, wird direkt auf Oberwesel und die MS Goethe gelenkt.

Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal unterstützt das Projekt und förderte die Anschaffung der Oberweseler Webcam mit 50% der Kosten, den restlichen Part stemmt die Stadt Oberwesel.

Hermann Hüttl vom Burghotel und Restaurant Auf Schönburg war von Anfang an begeistert: „Sehr gerne haben wir einen Platz, Strom, Leitungen etc. zur Verfügung gestellt. Nach unseren geplanten Umbauarbeiten wird sich der Standort sogar noch etwas verbessern. Die Webcam zeigt dann oberhalb der Flaggenwiese noch einen größeren Ausschnitt der Stadt Oberwesel.“

Franziskus Weinert, erster Vorsitzender des Oberweseler Gewerbevereins (OGV), begleitete das Projekt als technischer Berater, der Stadt lagen gleich mehrere Angebote unterschiedlicher Anbieter zur Prüfung vor. Lena Höver, Leiterin der Tourist-Information und Stadtmanagerin, die das Projekt in der Umsetzung betreut hat, ergänzt: „Die Webcam ist prominent auf der Startpage www.oberwesel.de eingebunden und für jeden, der googelt, auf Wetter-Webseiten gut zu finden.“

Ab November ändern sich die Öffnungszeiten der Tourist-Information

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Jahresende wird für die Planung der neuen Saison genutzt

Lahnstein. Ab Freitag, den 02. November 2018, gelten die Winteröffnungszeiten für die Lahnsteiner Tourist-Information. Eine persönliche Beratung ist dann von Montag bis Freitag jeweils von 9.30-13 Uhr und 14-16.30 Uhr möglich.

„In dieser Zeit beginnen die Vorbereitungen für das nächste Jahr“, erläutert Touristikerin Petra Bückner. Neben der Aktualisierung und dem Nachdruck von Informationsmaterial, werden neue Veranstaltungen und Projekte geplant und laufende fortgeführt. Ein Dauerbrenner sind die vielen Wanderwege rund um Lahnstein, wie etwa die Weiterentwicklung des Themenweges in Friedrichssegen.

Der persönliche Kontakt zu den Leistungsträgern wird gepflegt, Gespräche geführt, Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet. „Dafür ist in der laufenden Saison oftmals keine oder zu wenig Zeit, aber gegen Jahresende haben wir alle mehr Ruhe für solche Dinge“, weiß Bückner. Das Thema „Gästekarte“ will sie zum Beispiel anpacken und in der kommenden Saison anbieten.

Einen kleinen Vorgeschmack in Sachen Veranstaltungen gibt Bückner auch schon. Lahnstein wird sich 2019 wieder am Projekt „rheinleuchten“ beteiligen, das vom 20. März bis zum 2. April im gesamten Mittelrheintal stattfindet. „Und es wird nicht nur einen Veranstaltungsort in Lahnstein geben“, verrät sie.

Lahnsteiner Touristinformation bietet Informationsveranstaltungen für Unternehmen

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Zusammenarbeit mit IHK Koblenz

Lahnstein. Die Digitalisierung verändert Vieles und auch die Tourismusbranche ist massiv davon betroffen. Immer mehr Reisen und Reiseleistungen werden online verkauft. Diesen Trend bestimmen professionelle Anbieter am Markt entscheidend mit. Und damit auch die klein- und mittelständischen Unternehmen an der zunehmenden Digitalisierung verdienen können, muss einiges beachtet werden. Welche Chancen dabei diverse „Google-Tools“ bieten, wird in zwei voneinander unabhängigen Terminen aufgezeigt. Diese Termine finden in Zusammenarbeit mit der IHK Koblenz in der Stadthalle Lahnstein statt und sind für jeden kostenlos.

Der erste Termin zum Thema "Conversion-Tracking mit Google Analytics - Erfolg ist messbar" findet statt am Mittwoch, den 17. Oktober 2018, von 14 bis 16 Uhr in der Stadthalle Lahnstein, Salhofplatz 1, 56112 Lahnstein.

Der zweite Termin zum Thema "Google, Facebook, YouTube - Plattform-Ökonomie trifft DSGVO" findet statt am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, von 14 bis 16Uhr, Stadthalle Lahnstein, Salhofplatz 1, 56112 Lahnstein.

Mehr Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen sind unter folgendem Link zu erfahren:

https://www.ihk-koblenz.de/servicemarken/Wirtschaftszweige/tourismus_gastgewerbe_wein/Aktuelle-Branchenveranstaltungen/digitalisierung3/4139352

Anmeldungen können direkt über die Homepage der IHK Koblenz erfolgen.

Hotelbedarfsanalyse von IHK Koblenz und Entwicklungsagentur RLP

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Mittelrheintal verträgt rein rechnerisch 30 neue Hotels

Koblenz, 11. Oktober 2018. In den kommenden 10 Jahren werden rund 3.000 neue Hotelbetten – 1.500 Doppelzimmer – in der Ferienregion Romantischer Rhein benötigt. Das geht aus einer Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, die gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. beauftragt und von der dwif-Consulting GmbH durchgeführt wurde.

„Die Studie verdeutlicht das große noch zu erschließende Potenzial innerhalb der Ferienregion. International agierende Hotelketten haben bislang jedoch häufig nur detaillierte Marktanalysen für die Top-Standorte und Metropolen vorliegen. Die Kommunen im Rheintal haben mit ihren Ansiedlungsvorhaben dann Erfolg, wenn sie den Informationsbedürfnissen der Projektentwickler, Investoren und Betreiber umfassend Rechnung tragen“, so Rainer Zeimentz, Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. Christian Dübner, Referent für Tourismus bei der IHK Koblenz, ergänzt: „Die Attraktivität einer Hotelansiedlung wird erhöht, wenn sie Teil eines weitreichenden Infrastrukturprojektes ist. Im Mittelrheintal ist ein solches Ereignis klar die BUGA. Sie suggeriert Dynamik und eine zunehmende Bedeutung des Standorts.“

Die Analyse zeigt einen dringlichen Bedarf in mehreren Beherbergungssegmenten. Gerade aufgrund einer oftmals unklaren Betriebsnachfolge und häufig zu kleinen Einheiten, die sich betriebswirtschaftlich kaum noch rentabel betreiben lassen, sind die Bettenkapazitäten im Mittelrheintal rückläufig. Insbesondere im hochwertigen 4-Sterne-Segment kann die Destination noch weitere Betten vertragen. Diese Ergebnisse decken sich mit den Einschätzungen der regionalen Akteure, die ebenfalls in diesem Segment Handlungsbedarf identifizieren – und teilweise bereits aktiv geworden sind: In den Städten Koblenz und Andernach beispielsweise hat sich das Beherbergungsangebot in den vergangenen Jahren durch Modernisierungen, Investitionen sowie durch Hoteleröffnungen positiv entwickelt. Innerhalb der Ferienregion existieren vielerorts konkrete Planungen, weitere Hotelneubauprojekte zu realisieren.

„Derzeit befinden sich rund 1.200 Betten oder 600 Doppelzimmer in der Planung, bei denen auch Begrifflichkeiten wie Lifestyle, Budget, Design, Wellness und Business eine gewichtige Rolle spielen. Das ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft“, kommentiert Dübner die Studienergebnisse. Ein deutliches Defizit bestehe in der häufig nicht klaren Positionierung der Betriebe am Markt. Rund 70 Betriebe, so der IHK-Experte, agierten derzeit ohne eindeutige Marksegmentierung, wodurch regionale Wertschöpfung verloren gehe.

„Kreativität und außergewöhnliche Konzepte mit klarer Positionierung sind gefragt, mit denen auch temporäre Engpässe abgefedert werden können. Andere Regionen machen vor, wie beispielsweise Hotels aus Überseecontainern entstehen oder Übernachtungserlebnisse mit den ‚Cloefhängern‘ an der Saarschleife geschaffen werden“, unterstreicht Zeimentz. Dübner nennt weitere aktuelle Entwicklungen im Beherbergungssektor: „Auch die Schlafstrandkörbe oder der Schlaf Cube sind ergänzende und spektakuläre Übernachtungsmöglichkeiten, die gleichzeitig ein ganz besonderes Erlebnis bieten. Neben Neuentwicklungen sind das Möglichkeiten für Bestandsbetriebe, ihr Angebotsspektrum zu erweitern.“

Die Auftraggeber stellen die Studienergebnisse gerne in den Gremien vor Ort vor.

Je nach Betriebsgröße ist von einem Jahresumsatz von 0,8 Mio. bis 2,2 Mio. Euro auszugehen. Kleinere Betriebe schaffen rund 18 und größere Betriebe rund 42 neue Arbeitsplätze. Der Wertschöpfungseffekt in der Region beläuft sich auf rund 0,4 bis 1 Mio. Euro. Zudem profitieren Lieferanten von Waren und Dienstleistungen durch Vorleistungsumsätze in Höhe von 0,5 bis 1,2 Mio. Euro.

Bezogen auf ein neues Zimmer bedeutet das: Der durchschnittliche Umsatz pro Zimmer beläuft sich auf rund 29.000 bis 32.000 Euro. Mit jedem neuen Zimmer entstehen in der Regel zwischen 0,4 und 0,6 neue Arbeitsplätze und rund 13.000 bis 15.000 Euro an neuer Wertschöpfung für die Region. Zusätzlich fließen pro neuem Zimmer rund 16.000 bis 17.000 Euro an Lieferanten von Waren und Dienstleistungen, die indirekt durch die neuen Betriebe profitieren.

Die Studie kann bei der IHK Koblenz unter www.ihk-koblenz.de, Nummer 4217684, heruntergeladen werden.

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