Samstag, 25. September 2021

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Flutkatastrophe verschärft angespannte Lage im rheinland-pfälzischen Tourismus

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Die Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli im Ahrtal hat neben den verheerenden Auswirkungen für die unmittelbar Betroffenen auch schwerwiegende Folgen für den Tourismus in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes besuchten im Juli 2021 rund 705.000 Gäste das Land; die Übernachtungen beliefen sich auf zwei Millionen. Die Rückgänge gegenüber dem Juli 2020 belaufen sich bei den Gästen auf 20 Prozent und bei den Übernachtungen auf 19 Prozent.

Noch angespannter stellt sich Lage gegenüber den Juli-Ergebnissen von 2019 dar (Gäste: minus 28 Prozent; Übernachtungen: minus 24 Prozent). Auch in angrenzenden Regionen, die nicht von dem Hochwasser betroffen waren, kam es zu Reisestornierungen. Zusammen mit den noch nicht überwundenen Einschnitten durch Corona bedeutete dies erneut hohe Einbußen für die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe.

Tourismusregionen

Aufgrund der Überflutungen mussten viele Tourismusbetriebe im Ahrtal schließen. Hinzu kamen eine große Zahl an Stornierungen, sodass die Übernachtungen in der Region Ahr um 63 Prozent einbrachen. Von der Stornierungswelle waren neben der Region Ahr vor allem auch die Gebiete Eifel und Mosel-Saar (minus 31 bzw. 29 Prozent) sowie das Rheintal (minus 17 Prozent) betroffen. Die Einbußen bei den Gästen waren in diesen Regionen ebenfalls enorm: In der Region Ahr betrugen diesen 66 Prozent und in den Regionen Eifel sowie Mosel-Saar 33 Prozent bzw. 32 Prozent. Ins Rheintal kamen rund ein Viertel weniger Gäste (minus 25 Prozent). Rückläufig zeigten sich die Übernachtungen auch im Gebiet Westerwald-Lahn sowie in der Pfalz (minus 1,8 bzw. minus vier Prozent). In den Regionen Rheinhessen sowie Hunsrück nahmen die Übernachtungen zu (plus 14 bzw. 8,8 Prozent). Eine positive Gästebilanz konnten die Regionen Rheinhessen, das Naheland (plus 9,1 bzw. 1,1 Prozent) sowie die Pfalz ziehen (plus 0,3 Prozent).

Betriebsarten

Mit Ausnahme der Erholungs-, Ferien und Schulungsheime (Übernachtungen: plus 30 Prozent und Gäste: plus 34 Prozent) waren in allen Betriebsarten die Übernachtungs- und Gästezahlen rückläufig. Mit Abstand am stärksten waren die Campingplätze betroffen (Übernachtungen minus 49 Prozent und Gäste minus 46 Prozent). Deutlich weniger Übernachtungen gab es auch in den Ferienzentren und Pensionen (minus 17 bzw. minus 14 Prozent). In der beliebtesten Betriebsart, den Hotels, gingen die Übernachtungen um 8,7 Prozent zurück. Die Zahl der Gäste nahm bei allen Betriebsarten im zweistelligen Bereich ab. Die Spannweite der Rückgänge reicht von 21 Prozent bei den Pensionen bis elf Prozent bei den Ferienhäusern und Ferienwohnungen sowie Jugendherbergen.

Herkunft

Mit knapp 85 Prozent kam der Großteil der Gäste im Juli 2021 aus dem Inland. Die rund 594.000 Gäste aus Deutschland buchten 1,7 Millionen Übernachtungen (minus 15 bzw. minus elf Prozent gegenüber Juli 2020). Die Zahl der Besucher aus dem Ausland ging um 41 Prozent zurück und deren Übernachtungen reduzierten sich um 43 Prozent.

Zeitraum Januar bis Juli

Die Zahl der Gäste von Januar bis Juli 2021 betrug Rheinland-Pfalz rund 1,7 Millionen. Diese buchten 5,5 Millionen Übernachtungen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl der Gäste um 38 Prozent reduziert; die Zahl der Übernachtungen verringerte sich um 29 Prozent.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen.

Hinweis: Mit dem Berichtsmonat Januar 2021 werden Privatquartiere und Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort nicht mehr befragt. Zu Vergleichszwecken wurden die Vergleichsergebnisse entsprechend umgerechnet.

Durch die Corona-Krise sind die Beherbergungsbetriebe wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß. Eine weitere Beeinträchtigung ergibt sich aus den Folgen der Hochwasserkatastrophe im Juli 2020. Deren Einfluss lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Säulendiagramm: Gäste und Übernachtungen von Januar bis Juli 2012 - 2021

Schnellmeldung Tourismus Juli 2021: Gäste- und Übernachtungszahlen rückläufig

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Das Gäste- und Übernachtungsaufkommen in den rheinland-pfälzischen Tourismusbetrieben ging im Juli 2021 gegenüber Juli vergangenen Jahres deutlich zurück.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems besuchten rund 730.300 Gäste Rheinland-Pfalz. Das waren 17,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen nahm um 16 Prozent auf knapp 2,1 Mio. Übernachtungen ab.

Bei der Interpretation der Veränderungsraten ist zu berücksichtigen, dass im Juli 2021 aufgrund der Flutkatastrophe vom 14./15. Juli viele Gäste ihren Urlaub nicht nur im Ahrtal stornierten. Betroffen hiervon waren besonders die angrenzenden Tourismusregionen wie Eifel, Mosel-Saar und Hunsrück.

Diese ersten vorläufigen Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen. Zu diesem frühen Zeitpunkt können lediglich Eckzahlen veröffentlicht werden. Fachlich und regional untergliederte Ergebnisse stehen voraussichtlich in zwei Wochen zur Verfügung.Hinweis: Mit dem Berichtsmonat Januar 2021 werden Privatquartiere und Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort nicht mehr befragt. Zu Vergleichszwecken wurden die Vergleichsergebnisse entsprechend umgerechnet.Die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht wurde aufgrund der Corona-Krise und der Flutkatastrophe eingeschränkt; der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen liegt daher über dem sonst üblichen Maß.

Autorin: Dr. Noreen Geenen (Referat Unternehmensstatistiken)

Boppard: Den neuen digitalen Gästeführer testen

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Am kommenden Wochenende wird in Boppard der neue digitale Stadtführer eingeweiht. Nach der kleinen Feierstunde findet ein Rundgang statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sind herzlich eingeladen, am allerersten Rundgang teilzunehmen. Bringen Sie dazu Ihr eigenes Handy mit. Treffpunkt ist auf dem Platz über der Tiefgarage in Boppard, Karmeliterstraße 2, am Sonntag, den 12.9.2021 um 11 Uhr.

Spannende Audios, Bilder, Filme und Animationen können Touristen und Einheimische kontaktlos und datenschutzkonform mit dem eigenen Handy abrufen: und zwar überall in der Stadt, wo sich ein blaues pickablue-Schild befindet.

Der Bopparder Bürgermeister Dr. Walter Bersch betont: "Die Webapp sammelt keinerlei personenbezogenen Daten, ist datenschutzkonform und besonders einfach zu nutzen. Es muss keine App installiert werden: Nur der Scan eines QR-Codes reicht aus."

Der neue pickablue-Stadtrundgang wurde von Lindner & Steffen in Nastätten entwickelt und ist ein Pilotprojekt, das im Rahmen des LEADER-Regionalbudgets umgesetzt wurde. Eine Erweiterung des digitalen Gästeführers in der gesamten Region „Romantischer Rhein“ ist für die touristische Regionalagentur mittelfristig vorstellbar, sagt Geschäftsführerin Kristina Neitzert. Zugleich hat die Agentur das Projekt "Radeln und Rheinhören" aktualisiert und erweitert: Sieben Radtouren zwischen Bingen und Remagen laden dazu ein, unsere Heimat am Mittelrhein per Fahrrad zu entdecken.

Waldbaden im Wiedtal am 5. September 2021

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Am Sonntag, 5.9.2021 geht es von 10 bis 13 Uhr zum nächsten Waldbad ins Wiedtal. Der Touristik-Verband Wiedtal e.V. bietet den Workshop mitten im Naturpark Rhein-Westerwald mit Entspannungstrainerin Beate Eulenbach an. Sie führt die Gruppe über eine Waldstrecke von 5 km mit ca. 130 Höhenmetern. Dabei öffnet sie das Bewusstsein für den Wald als Kraft- und Erholungsort. Spezielle Atem- und Entspannungstechniken intensivieren das Erlebnis.

Entschleunigung und Wohlbefinden stehen beim Waldbaden im Mittelpunkt. „Shinrin Yoku“ bedeutet übersetzt Eintauchen in die Wald-Atmosphäre. Es kann das Immun- und Herz-Kreislaufsystem stärken und Stress abbauen. Und das besonders gut in den Wäldern rund um die staatlich anerkannten Luftkurorte im Wiedtal.

Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung bis zum 2.9. unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Telefon 02638-4017 möglich. Weitere Termine in diesem Jahr sind der 3.10. und 7.11. Die Teilnahme kostet 19,00 € p. P. inkl. Naturpark-Wanderkarte und duftender Wald-Überraschung.

4 Sterne für den „Weißen Schwanen“

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Das Hotel-Landgasthof „Zum weißen Schwanen“ hat erfolgreich an der Nachklassifizierung der Deutschen Hotelklassifizierung teilgenommen und darf ab sofort mit 4 Sternen werben.

Die Sternebewertung erfolgt ausschließlich nach objektiven Kriterien, wie Zimmerausstattung oder Dienstleistungsangebot. Die Klassifizierung vermittelt dem Gast Transparenz über die Leistungen und Angebote, die das Hotel bietet.

Das Herzstück des familiengeführten Hotels ist eine liebevoll restaurierte Mühle mit dazugehörigen Fachwerkgebäuden. Die Gästezimmer und Appartements sind als Themenzimmer eingerichtet und reichen vom Hundertwasserdesign über Mägdestube im Jugendstil bis zum Rebstübchen. Das Restaurant bietet feine regionale Küche. Der dazugehörige Bauerngarten mit typischen regionalen Zier- und Nutzpflanzen ist Teil der Route der Welterbegärten im oberen Mittelrheintal.

In einer kleinen Feierstunde überreichte der Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann gemeinsam mit Dehoga-Vizepräsident Lothar Weinand die offizielle Urkunde und Plakette und gratulierte der Inhaberin, Karolin König-Kunz für Ihr Engagement. Landrat Frank Puchtler hob das Engagement der Familie hervor, deren Grundstein schon der Seniorchef und Restaurator Erich Kunz legte. Den Glückwünschen schlossen sich Gottfried Götter, VG-Beigeordneter und Elvira Rogge, Leiterin der Tourist-Info Braubach, an

Frau König-Kunz und ihre Familie freuten sich mit dem Team über die Auszeichnung, bedeutet es für sie eine Bestätigung ihrer serviceorientierten Arbeit und finanziellem Einsatz. Das Hotel wurde in den vergangenen Jahren regelmäßig den gestiegenen Anforderungen des Gastes angepasst. Das Engagement wurde nun mit einer Höherklassifizierung von bisher 3 Sterne superior auf 4 Sterne belohnt.

Zu den Gästen des „Weißen Schwanen“ zählen Wanderer, Radfahrer, Familien und Geschäftsreisende. Viele Besucher halten dem Haus seit Jahren die Treue.

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