Freitag, 05. Juni 2020

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Tourismus-Bilanz 2019: Erneuter Gäste- und Übernachtungsrekord

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Die rheinland-pfälzische Tourismusbranche erzielte 2019 bei den Gäste- und Übernachtungszahlen neue Bestmarken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten 9,98 Millionen Gäste im Land. Der Zuwachs gegenüber dem Jahr 2018, das den bisherigen Höchststand markierte, fiel mit 0,3 Prozent gering aus. Die Übernachtungszahlen stiegen um 0,9 Prozent auf 25,87 Millionen und überschritten damit zum fünften Mal in Folge die 25-Millionen-Marke.

Tourismusregionen

In sieben der neun Tourismusregionen lagen die Übernachtungszahlen über dem Niveau des Vorjahres. Den Spitzenplatz belegte die Region Rheinhessen mit einem Plus von 5,5 Prozent. Dahinter folgten die Tourismusgebiete Ahr und Naheland mit plus 3,9 bzw. 3,1 Prozent. In fünf der neun Tourismusregionen gingen die Gästezahlen zurück bzw. verharrten auf dem Vorjahresniveau. Mit einem Plus von 6,8 Prozent führte auch hier Rheinhessen das Ranking an. Den höchsten Rückgang gab es im Hunsrück mit einem Minus von 6,2 Prozent.

Betriebsarten

Unter den elf Betriebsarten erzielten die Hotels garnis den höchsten Übernachtungszuwachs (plus 16,5 Prozent). Die Ferienhäuser und -wohnungen folgten mit einem deutlichen Plus von 11,2 Prozent an zweiter Stelle. Des Weiteren profitierten noch die Ferienzentren mit überdurchschnittlichen 5,7 Prozent sowie die Campingplätze (plus 2,8 Prozent) von der gestiegenen Nachfrage. Fünf Betriebsarten mussten Übernachtungsrückgänge hinnehmen. Am größten fiel das Minus mit 5,9 Prozent bei den Privatquartieren aus. Die Gästezahlen stiegen in fünf der elf Betriebsarten; die größten prozentualen Zuwächse verzeichneten mit deutlichem Abstand auch hier die Hotels garnis (plus 16,4 Prozent).

Herkunft

Rheinland-Pfalz ist vor allem bei Gästen aus dem Inland beliebt. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher aus Deutschland erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 7,89 Millionen. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg um 1,2 Prozent auf 20,03 Millionen. Aus dem Ausland kamen mit 2,09 Millionen weniger Gäste als im Vorjahr (minus 0,3 Prozent). Die Zahl der von ihnen gebuchten Übernachtungen veränderte sich mit 0,1 Prozent kaum und betrug wie im Vorjahr rund 5,83 Millionen.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten, der Betreiber von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen sowie der Kleinbetriebe in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)