Dienstag, 25. Juni 2019

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Erstes Landes-Chorfest ‚Rheinland-Pfalz singt‘

Das erste landesweite Chorfestival findet am Samstag, 31. August, unter dem Titel ‚Rheinland-Pfalz singt!‘ in Mainz statt. An 14 Auftrittsorten und Bühnen werden über 150 Chöre mit weit mehr als 5.000 Choraktiven zeigen: „So klingt Chormusik heute“ – bunt, vielfältig, modern und zeitgemäß.

Es sind jetzt noch gute zwei Monate – ca. zehn Wochen – bis zum Start der bislang größten Chorveranstaltung in Rheinland- Pfalz. Zwischenzeitlich sind die Planungen weitestgehend abgeschlossen.

Auf der Lottobühne auf dem Gutenbergplatz wird das Chorfest um 10:30 Uhr eröffnet. In diesem Jahr werden dort auch die Zelter-Plaketten an sieben rheinland-pfälzische Chöre und die Pro-Musica-Plakette an zwei Musikvereine vergeben, die bereits ihr 100-jähriges Jubiläum feiern oder gefeiert haben.
Oliver Gies, einer der bekanntesten Arrangeure für Vokalmusik und kreativer Kopf der Vocalband ‚Maybebop‘ – eine der erfolgreichsten deutschen A-cappella-Formationen, hat einen ’Landes-Chorfest-Jingle‘ komponiert. Die kurze, aber eingängige Melodie wird den Aktiven und Besuchern im Rahmen des Chorfestivals bestimmt zum Ohrwurm werden.

Der größte Beatles-Chor im Land

Bevor es auf allen Bühnen losgeht, wollen die Organisatoren am Gutenbergplatz noch den größten Beatles-Chor des Landes singen lassen. Das Ganze ist als Mitsingkonzert gestaltet. Wer also mag und einigermaßen textsicher Beatlessongs interpretieren kann, ist gegen 11:30 Uhr an der Lottobühne zum Mitmachen aufgerufen. Die Leitung liegt bei Michael Betzner-Brandt.

Ab 12:00 Uhr startet das Programm auf 14 Bühnen parallel in der ganzen Stadt und präsentiert bis 17:30 Uhr mit über 150 Chören ganz unterschiedlicher Stilrichtungen die große Vielfalt der Chormusik.

Auf der Schott-Meisterchorbühne eröffnet der Kinderchor Neiderelberter Dorfspatzen. Ihnen folgen ausgesuchte Meisterchöre wie der Frauenchor Fachingen, der beim jüngsten CANDORO-Chorfestival des Leistungssingens in Worms sein Meisterchorprädikat bestätigte.

Das Programm auf der CANDORO-Chorbühne beginnt mit dem Rock-Popchor Bad Kreuznach. Auch hier folgt ein aktueller Meisterchor im Chorverband Rheinland-Pfalz: der Quartettverein Concordia aus Reinsfeld und zwölf weitere Chöre.
Rock und Pop gibt es vor allem auf der ‚Rockin‘ Stage‘ im Frankfurter Hof im Halbstundentakt. Der Rockchor Speyer macht hier den Auftakt.

Der Kooperationspartner „Chorverband der Pfalz (CVdP)“ präsentiert auf der Lottobühne am Gutenbergplatz, von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr, ausgesuchte Chöre im Rahmen einer CHORGALA – moderiert von CVdP-Präsident Hartmut Doppler.

Über den ganzen Tag sind Chöre zum „Singing for Social“ in Altenheimen, Krankenhäusern sowie anderen sozialen und caritativen Einrichtungen in Mainz eingeladen, denn die Veranstalter möchten auch den Menschen in diesen Einrichtungen die Teilhabe am Chorfest ermöglichen.

Im Erbacher Hof, Akademie und Tagungszentrum des Bistums Mainz, findet außerdem ein Chorworkshop mit dem schwedischen Komponisten, Arrangeur und Dirigenten Robert Sund. „Musik aus dem Norden“ ist das Thema des Workshops, den der Fachverband der Chorleiter (FDC) im Rahmen des Landes-Chorfestes veranstaltet. Die Anmeldung ist noch online unter http://workshop.rlp-singt.de möglich.

Das große Abschlusssingen um ca. 18:15 Uhr wird als offenes Singen auf dem Markt/Nähe Liebfrauenplatz mit vielen Choraktiven und Gästen hoffentlich bestens besucht sein. Ein riesiger Chor unter der Leitung von Tristan Meister soll Mainz nochmals zum Beben bringen.

Das ‚Heimat/en‘-Abschlusskonzert

Das Abschlusskonzert am Abend, um 19:30 Uhr in der Mainzer Christuskirche, verspricht etwas sehr Besonderes zu werden. Die dänische „Performance-Gestalterin“ – wie sie sich selbst bezeichnet – Astrid Vang-Pedersen wird unter dem Kultursommer-Thema „Heimat/en“ ein Chorkonzert mit sieben angesagten Chören „designen“. Die Besucher werden hier ein Konzert in neuer, innovativer Art erfahren – ganz so, wie Chormusik sich heute darstellen soll: inspirierend, überraschend, anders.
Der Ticketvorverkauf zum Abschlusskonzert ist bereits in vollem Gange. Karten sind erhältlich unter http://rlp-singt.de/candoro-shop/tickets

Das Landes-Chorfest in Mainz ist eine Kooperationsveranstaltung des Chorverbandes Rheinland-Pfalz mit dem Chorverband der Pfalz. Lotto und der Kultursommer Rheinland-Pfalz sorgen mit ihrer finanziellen Unterstützung dafür, dass diese Großveranstaltung möglich wird.

Weitere Partner sind der Schott-Verlag, die VRM-Mediengruppe – Allgemeine Zeitung, der SWR mit der Sendung Landesart und mainzplus citymarketing. Die An- und Abreise per Schiff von Frankfurt aus wird von der Primus-Linie ermöglicht. Die Radeberger Gruppe wird den Ausschank im Festivalgelände übernehmen, daneben laden aber auch die vielen gastronomischen Betriebe in der und um die Mainzer Altstadt ein.

Chorfest-Prolog mit Mainzer Schulchören

Bereits am 29. August findet in der Mainzer Innenstadt ein Prolog zum Landes-Chorfest statt: Chöre aus Mainzer Grundschulen singen unter der Leitung von Prof. Felix Koch auf dem Marktplatz.

Orte – Chöre – Zeiten und weitere Infos gibt es
unter www.rlp-singt.de und www.facebook.com/RLP.SINGT/

Lesung mit Ursula Krechel

Ursula Krechel liest am Mittwoch, 26. Juni 2019 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Koblenz aus ihrem Roman „Geisterbahn“.

„Geisterbahn“ umspannt fast ein Jahrhundert und erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns. Als Sinti sind sie infolge der NS-Politik organisierter Willkür ausgesetzt. Anna, das jüngste der Kinder, sitzt mit den Kindern anderer Eltern in einer Klasse. Wer wie überlebt hat, aus Zufall oder durch Geschick, danach fragt keiner. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit.

Der Eintritt kostet 10 €. Karten sind im Vorverkauf in der StadtBibliothek Koblenz erhältlich.
Musikalisch begleitet wird die Lesung von Santana Reinhardt & Friends.

Die Lesung ist eine Kooperation der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, des Kulturamtes und der Stadtbibliothek der Stadt Koblenz, der Buchhandlung Reuffel sowie Django Reinhardt Musicfriends e. V.

Weitere Informationen unter www.stb.koblenz.de

"Der misslungene Frieden?"- Professor Gerd Krumeich referiert zum Thema Versailles nach 100 Jahren

Vor 100 Jahren, am 28. Juni 1919, unterzeichnete die deutsche Delegation in Versailles den Vertrag, der den Kriegszustand zwischen Deutschland und den Alliierten beendete. Aus diesem Anlass lädt das Bundesarchiv zu einem Vortrag ein, am Mittwoch, dem 26. Juni 2019, um 18 Uhr. Professor Dr. Gerd Krumeich spricht zum Thema: Der misslungene Frieden? Versailles nach 100 Jahren

Im Anschluss besteht Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. 
Es wird gebeten, sich für diese Veranstaltung bis 24. Juni 2019 anzumelden unter 0261 505 700 oder  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Veranstaltungsort: Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz
Der Eintritt ist frei.


Professor Dr. Gerd Krumeich, ehemaliger Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ist ein international renommierter Spezialist für die die Geschichte des Ersten Weltkriegs. Er ist Gründungsmitglied des „Historial de la Grande Guerre“ in Péronne/Somme, hat das neue Mémorial von Verdun mitkonzipiert und  ist Wissenschaftlicher Leiter des 2018 eröffneten 
Historial du Hartmannswillerkopf im Elsass. Er ist Mitherausgeber der „Enzyklopädie Erster Weltkrieg“ (4. Aufl. 2014).
Zu seinen Veröffentlichungen der letzten Jahre zählen: Verdun 1916 (mit Antoine Prost), Deutschland im Ersten Weltkrieg (mit Gerhard Hirschfeld) und zuletzt: Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik.

Koblenz liest ein Buch: Die Veranstaltungen vom 19. Juni bis 29. Juni 2019

Die gemeinsame Initiative zur Leseförderung des Kultur- und Schulverwaltungsamtes der Stadt Koblenz, der Buchhandlung Reuffel und zahlreicher Programmpartner geht in die Schlussphase. Mit noch drei Veranstaltungen läuten wir das Ende des Literaturprojekts ein und laden zu literarischen Sommerabenden ein – ob im „Mobilen Grünen Zimmer“ auf dem Zentralplatz, der Terrasse des Hotel Sanders oder am 29.06. an der Wasserfläche vor dem Koblenzer Schloss. Die Autorin des Romans Karin Kalisa kommt zum offiziellen Abschluss noch einmal in die Stadt und nimmt uns vor einer ungewöhnlich illuminierten Kulisse in ihre Gedanken- und Schreibwelt mit.

Mi, 19. Juni 2019, 18.00 – 18.30 Uhr: Kurzlesung auf dem Zentralplatz. Das "Mobile Grüne Zimmer" auf dem Zentralplatz verwandelt sich in eine Literaturbühne und lädt alle Vorbeieilenden ein, einen Moment innezuhalten, zu genießen und den Geschichten aus dem Roman "Sungs Laden" im Liegestuhl zu lauschen. Die Schauspielerin Annika Woyda vom Theater Ehrenbreitstein wird den Zuhörern und Passanten einen kleinen Einblick in den Roman verschaffen. Das "Mobile Grüne Zimmer" steht noch bis zum 28.06. auf dem Zentralplatz und macht auf die Notwendigkeit von grünen Flächen und den partizipativen sowie klimafreundlichen Ansatz von Stadtgrün aufmerksam. Zentralplatz.

Do, 27. Juni 2019, 19.00 Uhr: Lesung im Hotel Sander - Das Hotel Sander öffnet für alle Neugierigen seine Terrasse und lädt in einem hippen und detailverliebten Ambiente zu einem sommerlichen Abend mit Literaturgenuss ein. Ab 19.00 Uhr wird mit einem kleinen Prosecco-Empfang der Feierabend eingeläutet, ab 19.30 Uhr liest Ulf Störmer vom Koblenzer Voll-X-Theater (KOVOX e.V.)  ausgewählte Textpassagen aus dem Roman "Sungs Laden" vor. Er nimmt uns mit zu Lebensgeschichten unserer Zeit, die in einer geglückten Utopie des Zusammenlebens enden und von Begegnungen und Schicksalen, vom Ankommen und Bleiben, von Heimat und Fremde, von Vielfalt und Zusammenhalt erzählen. Hotel Sander, Casinostr. 17, Eintritt frei. Schlechtwetteroption vorhanden.

Sa, 29. Juni 2019, 21.30 Uhr: Abschlussveranstaltung in Kooperation mit den BUGA-Freunden: Mondscheinlesung mit Werkstattbericht und Illumination. Nachdem die Autorin von „Sungs Laden“, Karin Kalisa, beim Auftakt im Mai den Anfang des Romans gelesen hat, liest sie zum Abschluss des Literaturprojekts an einem handlungstypischen Ort des Romans das Ende von „Sungs Laden“. Anschließend erzählt sie aus einem neuen Werk. Die diesjährige Ausgabe von "Koblenz liest ein Buch" blickt so zum Abschluss auch in die Zukunft. Die Autorin Karin Kalisa liest erstmals aus ihrem neuen Roman "Radio Activity", der im Herbst 2019 erscheinen wird und gewährt Einblicke in den Schreibprozess.  
Lesen wird sie inmitten einer urbanen Licht Installation des Koblenzer Light Art Designers Garry Krätz. Lassen Sie sich von Wasserspielflächen mit traumhafter Spiegelung der illuminierten Baumstrukturen verzaubern, tauchen Sie ein in die Welt der Literatur und genießen Sie dazu ein kühles Glas regionalen Weins vom Genusszimmer Koblenz! Wasserfläche in den Zirkularbauten am Kurfürstlichen Schloss / Schlechtwetter: Buchhandlung Reuffel (Löhrstraße 92), Eintritt frei, um Voranmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten.

Alles zu den Veranstaltungen und Impressionen unter  www.buch.koblenz.de

Verschweigen – Verurteilen.

Ausstellung zur Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz von 1946 bis 1973

Vom 5. bis 26. Juli 2019 zeigen Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz und Hochschule Koblenz in Kooperation mit AStA der Universität Koblenz und dem Verein zur Förderung des Koblenzer CSD e.V. im Rathaus der Stadt Koblenz die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“. Die Ausstellung ist von montags bis donnerstags zwischen 8 Uhr und 19 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr im Foyer des Historischen Rathaussaales zu sehen.

Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Dr. Kirsten Plötz und Dr. Günter Grau über die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Männer sowie die Diskriminierung lesbischer Frauen und ihre Lebensumstände in Rheinland-Pfalz. Rheinland-Pfalz gab als erstes deutsches Flächenland eine solche Forschung in Auftrag. Durchgeführt wurden die Forschungsarbeiten vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld im Auftrag des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz.

Den Überlebenden der Homosexuellenverfolgen der NS-Zeit wurde auch nach dem zweiten Weltkrieg die Anerkennung als Opfer versagt. Männliche Homosexualität blieb weiterhin verboten. Auch als 1949 mit Inkrafttreten des Grundgesetzes die Bundesrepublik die Rechtsnachfolge des NS-Staates antrat, galten die Vorschriften des Paragraphen 175 weiter. Bis 1969 wurden weiterhin Tausende von Männern wegen ihrer sexuellen Orientierung zu Haftstrafen verurteilt. Mit der Reform des Strafgesetzbuches 1969 wurde der Paragraph 175 zum ersten Mal geändert. Homosexualität unter erwachsenen Männern über 21 Jahren war nun keine Straftat mehr. 1973 wurde das Alter auf 18 Jahre herabgesetzt. Erst 1994 – im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und der Zusammenführung der Rechtssysteme – wurde der Paragraph 175 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.

Zur Vernissage am 5. Juli, ab 17 Uhr (das offizielle Programm beginnt um 18 Uhr) im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz, Rathausgebäude I, Willi-Hörter-Platz 1 sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos finden Sie auf www.frauen.koblenz.de und auf den Flyern, die u.a. im Rathaus ausliegen.

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