Mittwoch, 27. Mai 2020

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Vortrag: Die Roentgens und die Anfänge der Serienmöbelfertigung im 19. Jahrhundert

Dr. Maren-Sophie Fünderich, Bielefeld

Donnerstag, 19.03.2020, 18.30 Uhr

Roentgen-Museum Neuwied, Raiffeisenplatz 1a, 56564 Neuwied

Abraham und David Roentgen schufen für den europäischen Adel Luxusmöbel der Extraklasse. Ihre ‚Fabrique‘ setzte Maßstäbe, sowohl künstlerisch als auch produktionstechnisch. Als Ende des 19. Jahrhunderts der aufstrebende ‚bürgerliche Mittelstand‘ repräsentative Möbel sucht, die bezahlbar sein müssen, produzieren die ersten Fabriken Möbel mit Maschinen in Serie. Die neuen Kaufhäuser stellen komplette Wohnwelten aus, Wohnzeitschriften und

Einrichtungsratgeber betreiben Geschmacksbildung der Verbraucher. Die Verhältnisse sind völlig anders als zu Roentgens Zeiten, aber die Mittel durchaus vergleichbar. Der Vortrag, den das Roentgen-Museum in Verbindung mit dem Förderkreis der Abraham und David Roentgen Stiftung veranstaltet, beleuchtet Produktionsgeschichte, Stilentwicklung und Marktmechanismen.

Eintritt: 3 €

PREMIERE Samstag 07.03.2020 „UND DANN KAM MIRNA “ von Sibylle Berg

. . . mit Annika Woyda - Marie Illies, Regie:  Gabriel Diaz

Das Stück „Und dann kam Mirna“ handelt vom Generationskonflikt zwischen den heute Dreißigjährigen und ihren Kindern.

Und „ dann kam Mirna“ erzählt die Geschichte jungen Frauen Mütter, die sich alleinerziehend recht prekär durchs Leben schlagen. Aber auch mit Mitte 30 sind sie voller Ideale, Träume und Sehnsüchte: ein Umzug aufs Land zum Beispiel, zum Aufbau einer ökologisch korrekten Freundinnen-Kommune. Irritierenderweise aber legt der pubertierende Nachwuchs einen spätkapitalistischen Überlebenswillen an den Tag, der eigene Ziele verfolgt, die nicht mit denen der Mütter identisch sind.

Immerhin bäumen sich Bergs Frauen noch einmal auf, wollen ihre gentrifizierten Wohnviertel verlassen und von der Stadt aufs Land ziehen, weg von Sozialhilfe oder Betreuungsgeld, hin zur autonomen Selbstversorgung.

Nur die Begeisterung ihrer Kinder hält sich in engen Grenzen. Raffiniert hat Berg ihrer Mutter-Suada, die um Genderfragen, Kapitalismus, Klimawandel, Bürgerkriege oder die Allmacht Googles kreist, eine zweite Ebene eingezogen. Denn längst gibt es, verkörpert durch die Tochter Mirna, eine neue Generation, die gänzlich andere Umgehensweisen mit den Ängsten und Idealen ihrer Eltern entwickelt hat.

Berg wurde mehrfach ausgezeichnet, 2008 verlieh man ihr beispielsweise den Wolfgang Koeppen-Preis, 2019 gewann sie den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Weitere Termine: Fr. 20.03.2020, Sa. 25.04.2020, 'Sa. 30.05.2020,, Sa. 20.06.20 jeweils 19:30 Uhr

Die MIKRO-WERKSTATT vom Theater am Ehrenbreitstein
Hofstraße 271, 56077 Koblenz-Ehrenbreitstein

Karten & Service
Telefonische Kartenbestellung Tel. 0171 3295736 oder bestellen Sie online:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

„Tag der Archive 2020“

Koblenzer Archive bieten abwechslungsreiches Programm zum Tag der Archive vom 6. bis 8. März 2020

Seit jeher ist Kommunikation ein zentraler Bestandteil des alltäglichen menschlichen Zusammenlebens und –wirkens. Aber wie verständigten sich die Menschen im Mittelalter? Wie kommunizieren wir heute? Vom 6. bis zum 8. März öffnen das Stadtarchiv Koblenz, das Bundesarchiv und das Landeshauptarchiv ihre Türen und laden Sie ein, die spannende Geschichte der Kommunikation und ihrer vielfältigen Formen zu entdecken.

Ein besonderes Merkmal der Koblenzer Archivlandschaft ist die seit Jahren bewährte, enge Zusammenarbeit der drei Institutionen. Ein „Highlight“ ist der alle zwei Jahre stattfindende „Tag der Archive“.

In diesem Jahr öffnen die Archive ihre Türen am 6., 7. und 8. März. Bereits zum zehnten Mal wird wieder ein aufeinander abgestimmtes abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem die Besucherinnen und Besucher in einer lockeren und entspannten Atmosphäre die Arbeit der Archive kennen lernen können. Dass sich hier in Koblenz die Gelegenheit bietet, mit Stadtarchiv, Landeshauptarchiv und Bundesarchiv drei sehr unterschiedliche Institutionen und ihre Angebote und Aufgaben zu entdecken, ist etwas Besonderes.

Zum diesjährigen „Tag der Archive“ steht die gemeinsame Ausstellung „Kommunikation – von der Urkunde bis zum Tweet“ im Mittelpunkt. des umfassenden Programms. Das gemeinsame Ausstellungskonzept spiegelt die enge Zusammenarbeit der drei Archive wieder. An jedem Standort der Ausstellung sind auch Quellen der Partnerarchive zu sehen.

Mit einem Einblick in die Entwicklung der Kommunikationswege und –mittel liefert das Stadtarchiv den historischen Rahmen für die thematischen Schwerpunkte in den Partnerarchiven. Das Landeshauptarchiv zeigt die unterschiedlichen Formen der staatlichen Propaganda vom Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 bis in die Nachkriegszeit ab 1945.

Das Bundesarchiv stellt unter Beweis, dass manipulativ verbreitete Nachrichten keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind, und enttarnt Mythen und Legenden aus der Region Koblenz und der Bundesrepublik.

Das abwechslungsreiche Programm der drei Archive mit Führungen, vielfältigen Informations- und Serviceangeboten, einem Zeitzeugengespräch im Bundesarchiv zur Enttarnung der gefälschten „Hitlertagebücher“, einem Lese- und Archivcafé im Bundesarchiv und im Landeshauptarchiv und vielem mehr bietet Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben. Am 7. März 2020 wird um 17 Uhr der Film „Schtonk“ (D 1992) im Bundesarchiv gezeigt.

Wir freuen uns besonders, zu diesem Anlass zwei weitere gemeinsam erarbeitete Produkte präsentieren zu können: Die Broschüre „Archivisch für Anfänger“ erläutert reich bebildert 25 Fachbegriffe aus dem Archivwesen. Unter dem Motto „Archive können bunt“ bieten die drei Archive eine malerische Entdeckungsreise für Jung und Alt. Ausgewählte Archivalien werden in diesem Malbuch nicht nur vorgestellt, sondern regen auch dazu an, Buntstift zum Einsatz zu bringen.

Folgen Sie uns auf den Pfaden der Kommunikation und entdecken Sie die Vielfalt der archivischen Überlieferung. Unsere Türen sind weit geöffnet! Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Öffnungszeiten:

Stadtarchiv Koblenz

Freitag, 6. März 2020 14 – 17 Uhr Burgstraße 1 (Alte Burg) www.stadtarchiv.koblenz.de

Bundesarchiv

Samstag, 7. März 2020 10 – 17 Uhr Potsdamer Straße 1 (Karthause) www.bundesarchiv.de

Landeshauptarchiv Koblenz

Sonntag, 8. März 2020 14 – 18 Uhr

Karmeliterstraße 1 – 3 www.landeshauptarchiv.de

70 Jahre Lahnsteiner Burgspiele

Im Jubiläumsjahr wird „Der Graf von Monte Christo“ gespielt

Kartenvorverkauf beginnt am 1. März

Lahnstein. Nach den großen Erfolgen mit „Der Name der Rose“ (2018) und „Der Glöckner von Notre Dame“ (2019) warten die 70. Lahnsteiner Burgspiele im Sommer 2020 mit einer besonderen Abenteuer- und Liebesgeschichte auf, um diesen Jubiläum gebührend zu feiern: Gespielt wird der „Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas in einer Inszenierung von Intendant Friedhelm Hahn.

Der junge Seemann und angehende Kapitän Edmond Dantès wird am Tag seiner Hochzeit mit der schönen Mercédès aufgrund einer Intrige zu Unrecht beschuldigt, ein napoleonischer Verschwörer zu sein und infolgedessen verhaftet. Der junge Mann verliert nicht nur seine Freiheit, sondern auch seine große Liebe Mercédès.

Vierzehn Jahre verbringt er im berüchtigten Kerker des Château d’If, ehe ihm die Flucht gelingt. Dank eines Schatzes, dessen Versteck ihm ein Mithäftling verraten hat, kehrt Dantès als geheimnisvoller und sehr reicher Graf von Monte Christo in die Pariser Gesellschaft zurück, um sich an den Männern zu rächen, die ihm alles genommen haben: seine Liebe und die besten Jahre seines Lebens.

Voll bizarrer Charaktere, feinster psychologischer Figurenzeichnungen und heißblütigen Fechtszenen versprechen die 70. Lahnsteiner Burgspiele, in dem wundervollen mittelalterlichen Ambiente der Johanniskirche am Rheinufer, großes Freilichttheater.

Veranstaltungsort: Freilichtbühne an der Johanniskirche, Niederlahnstein

Termine: Do. 18. Juni, Fr. 19. Juni, So. 21. Juni, Fr. 26. Juni, Sa. 27. Juni, So. 28. Juni, So. 5. Juli, Fr. 10. Juli, Sa. 11. Juli, So. 12. Juli, Fr. 17. Juli, Sa. 18. Juli, So. 19. Juli, Fr. 24. Juli, Sa. 25. Juli, So. 26. Juli 2020, jeweils 20 Uhr und sonntags 15 Uhr.

Tickets gibt es ab dem 01. März 2020 im Ticketservice der Stadthallenverwaltung sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen von Ticket Regional und online unter www.ticket-regional.de/lahnstein.

Vortrag -Die Mendelssohns - eine einflussreiche Familie und ihre Weine

Dienstag, 3. März 2020, 18.00-19:30 Uhr (Eintritt frei)

Landeshauptarchiv Koblenz (Karmeliterstraße 1-3, 56068 Koblenz)

Referent: Herr Dr. Daniel Deckers, Frankfurt a. M.

Ende 1818 kauft der Berliner "Erzbanquier" Joseph Mendelssohn ein Landhaus nebst Rebflächen in Horchheim bei Koblenz. 1914, fast hundert Jahre so später, wird das seinem Enkel Robert von Mendelssohn gehörende Château Desmirail (Margaux) unter Sequester gestellt. Doch die Liebe der Mendelssohns zu deutschen und französischen Weinen lebt weiter. In Franken gibt es noch heute einen "Weinberg Mendelssohn". Eine Zeitreise durch zwei Jahrhunderte europäischer Weinkulturgeschichte, präsentiert von Daniel Deckers (Frankfurter Allgemeine Zeitung/Hochschule Geisenheim).

Die Vorträge finden im Landeshauptarchiv Koblenz statt. Der Eintritt ist frei. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zu den öffentlichen Veranstaltungen des VGKM an jedem ersten Dienstag im Monat finden Sie unter www.landeshauptarchiv.de und www.vgkm.de.

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