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Sind wir noch zu retten? Klimapolitik und ihre Möglichkeiten

"Der nächste Sommer kommt bestimmt. Wie wir unser Klima schützen können" am 19. März 2019 in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz / Eintritt frei

Am Dienstag, 19. März 2019 um 18.30 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zu Vortrag und Diskussion zum Thema "Der nächste Sommer kommt bestimmt. Wie wir unser Klima schützen können" nach Mainz ein.

Im Gerty-Spies-Saal der LpB (Am Kronberger Hof 6) zeigt Prof. Dr. Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, der von 2016-18 beim Umweltbundesamt die Abteilung Klimaschutz und Energie leitete, Wege auf, um dem Schutz unseres Klimas zum Durchbruch zu verhelfen und diskutiert diese im Anschluss mit dem Publikum. Der Eintritt ist frei!

Professor Dr. Uwe Leprich
wurde 1959 im ostwestfälischen Espelkamp geboren. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Uni Bielefeld und der University of Georgia. Danach arbeitete er knapp zehn Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Freiburger Öko-Institut.

1993 promoviert, wurde Leprich 1995 Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und war zusätzlich Mitbegründer und von 2008 - 16 Mitglied der wissenschaftlichen Leitung des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) in Saarbrücken. 2016-18 leitete er beim Umweltbundesamt die Abteilung Klimaschutz und Energie.

Frauengeschichte am Donnerstag: Ein spannender Vortrag zur Hexenverfolgung

Bis heute ranken sich weit verbreitete und lieb gewonnen Klischees und Mythen um das Thema „Hexenverfolgung“. Dazu gehört z.B. auch die Vorstellung, dass insbesondere „weise Frauen“ und Hebammen verfolgt wurden. Nicht nur Frauen wurden der Hexerei bezichtigt. Fakt ist jedoch, dass die Mehrzahl der Opfer weiblich war. Denunziationen spielten eine große Rolle, um Hexenprozesse in Gang zu setzen. Die in diesen Prozessen eingesetzte Folter war keine Strafe, sondern diente der „Wahrheitsfindung“.

Dr. Petra Weiß, Historikerin und stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs Koblenz, zeigt in ihrem Vortrag „Hexenverfolgung –denunziert, verurteilt, verbrannt“ auf, wie damals in und um Koblenz mit so genannten „Hexen“ verfahren wurde und nimmt ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit in diese spannende, für Frauen oft verhängnisvolle Epoche.

Der Vortrag findet statt am 21. März 2019, 17 Uhr, StadtBibliothek im Forum Confluentes, Zentralplatz 1 in Koblenz. Der Eintritt kostet 3 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der StadtBibliothek.
Weitere Informationen zu diesem und weiteren interessanten Vorträgen zur Frauengeschichte in Koblenz finden Sie im Internet unter www.frauen.koblenz.de und in den Flyern, die u.a. in der StadtBibliothek ausliegen.

Schauspielpremiere am 16. März um 19:00 Uhr im Theater Koblenz

Moskitos
Schauspiel von Lucy Kirkwood


Das Stück erzählt die Geschichte der Physikerin Alice und ihrer Familie über den Zeitraum der Jahre 2000 bis 2010. Sie arbeitet am CERN in Genf, wo mithilfe des Teilchenbeschleunigers das Higgs-Boson nachgewiesen werden soll, und sie steht nach jahrelanger intensiver Arbeit vor dem Durchbruch. Ihre Schwester Jenny lebt diametral entgegengesetzt: Ihre Bildung verdankt sie Google und sie jobbt sich ziellos durchs Leben. Beider Mutter Karen Landau war früher selbst eine bedeutende Wissenschaftlerin, doch nun gleitet sie sukzessive in die Demenz ab. Zu ihrem autistischen Sohn Luke, den sie alleine aufzieht, hat Alice hingegen den Zugang verloren. Um diese Familienkonstellation arrangiert Lucy Kirkwood raffiniert weitere Figuren, radikal berührend in der Modernität der Dialoge und in geradezu Faust'schem Sinne daran interessiert, zur Diskussion zu stellen, was unsere Welt im Großen wie im Kleinen denn wirklich zusammenhält.

Inszenierung: Tobias Wellemeyer
Bühne: Matthias Müller
Kostüme: Ines Burisch
Musik und Video: Marc Eisenschink
Dramaturgie: Juliane Wulfgramm

Mit: Raphaela Crossey, Dorothee Lochner, Marcel Hoffmann, Ian McMillan, Magdalena Pircher, Petra Soltau, Jona Mues, Ks. Claudia Felke

Premiere am Samstag, den 16. März 2019 um 19:00 Uhr im Großen Haus

Weitere Vorstellungen: 21./ 31. März; 2./ 4./ 6./ 12. April; 8./ 21. Mai; 3./ 17. Juni

Kontakt, Karten und Informationen:
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis
18:00 Uhr geöffnet, Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841

Die Gleichstellungsbeauftragten informieren: Equal Pay Day 2019 - „Wertsache Arbeit“

Der 18. März 2019 ist der Equal Pay Day oder Tag der Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Er symbolisiert den Verdienstunterschied von Frauen und Männern, der laut Statistischem Bundesamt derzeit bei 21 Prozent liegt. Der Termin am 18. März steht für 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), die Frauen im Jahr länger arbeiten müssen, um rein rechnerisch auf das durchschnittliche Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Deutschland zählt damit zu den Staaten mit dem höchsten Lohnabstand in Europa. Nur in Estland und in der Tschechischen Republik ist die Lücke noch größer. Ursachen, Hintergründe und Erklärungen für die unterschiedlichen Verdienste von Männern und Frauen hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz auf ihrer Internetseite www.frauen.koblenz.de zusammengestellt.

Haben Sie Fragen? Dann kommen Sie am 18. März 2019 zwischen 11 und 12 Uhr zum Koblenzer Rathaus, Willi-Hörter-Platz 1. Hier sind die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Koblenz und der Landkreise Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn und Westerwald präsent und informieren.

Heimatfilm, Regionalkrimi und die „Völkermühle Europas“

Kultursommer 2019 feiert „heimat/en“

Kaum ein Begriff hat so viele Facetten und wird so unterschiedlich interpretiert, wie der Begriff „Heimat“. Der 28. Kultursommer Rheinland-Pfalz spiegelt diese Vielfalt in seinem Programm wieder. Er hat sich das Motto „heimat/en“ gegeben. „Wir haben mit dem Begriff bewusst etwas gespielt und ihn in den ungewohnten Plural gesetzt. Heimat ist vielfältig und jeder verbindet etwas anderes damit “, so Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf bei der heutigen Pressekonferenz in Mainz.

Mehr als 200 Projekte zwischen Mai und Oktober werden auch in diesem Jahr wieder vom Land und vom Kultursommer Rheinland-Pfalz gefördert – viele von ihnen beschäftigen sich intensiv mit dem Motto „heimat/en“. Eine Auswahl wird in der gleichnamigen Publikation des Kultursommers vorgestellt: einem Büchlein mit launigen Texten, phantasievollen Grafiken und Veranstaltungen aller Kultursparten in allen Regionen des Landes.

Pünktlich zur ITB in Berlin ist auch wieder die Broschüre „Gastlandschaften

Rheinland-Pfalz“ fertig geworden – eine Koproduktion mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe und der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Mit ihren Bildern, Geschichten und Kulturtipps zum „Ansehen“ und „Hingehen“ lädt sie Gäste von nah und fern dazu ein, das Land, seine Lebensart und seine Attraktionen näher kennenzulernen.

Beide Publikationen sind ab sofort auf der WEB-Seite des Kultursommers zu finden oder zu bestellen. In Kürze werden Sie auch an vielen Stellen im Land ausliegen.

Man könnte fast glauben, dass Rheinland-Pfälzer den Begriff „Heimat“ erfunden haben müssen: Carl Zuckmayer aus Nackenheim nennt in „Des Teufels General“ seine rheinhessische Heimat die „Völkermühle Europas“, Edgar Reitz ließ seine FilmTrilogie „Heimat“ im Hunsrück spielen, Jacques Berndorf erfand mit seinen „EifelKrimis“ gleich ein neues Genre – heute gibt es Heimatkrimis aus fast allen Regionen Deutschlands. Aber auch die Landschaft selber prägt unsere Kultur: von kargen Regionen, die Wellen an Auswanderungen und die westpfälzischen Wandermusikanten hervorbrachten, über den romantischen Mittelrhein bis zu Naturschätzen wie im Kannenbäckerland im Westerwald. Heilquellen lockten u.a. Jacques Offenbach nach Bad Ems, der im Marmorsaal (der noch original erhalten ist) viele seiner Operetten aufführte und dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

All diese Themen und vieles mehr wird im Kultursommer 2019 zu finden, entdecken und erleben sein.

Und es gibt weitere Jubiläen:

SAALÜ! ist das Heimatprojekt des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Und das bereits seit 25 Jahren. Bei Theater, Comedy, Musik und ganz viel Dorf(geschichte) steht das Dorf, zusammen mit Bühnenprofis, selbst auf der Bühne Ein maßgeschneiderter Heimatabend, fünfzehn Abende von Mai bis Ende Oktober, landesweit.

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es „Via Mediaeval – Musik und Räume des Mittelalters“ – eine Konzertreihe, die in dieser Form deutschlandweit einmalig ist: Die Musik des Mittelalters erklingt im September in Gebäuden, meist Kirchen, romanischen Ursprungs in der Pfalz, also sozusagen am „Originalspielort“.

Der schwedische Männerchor Orphei Drängar (die Söhne des Orpheus) – viele bezeichnen ihn als den Besten der Welt – ist im Oktober in Zweibrücken, Ludwigshafen, Mainz und Koblenz zu erleben. Die Konzerte präsentieren große Männerchorwerke, wobei deutsche und schwedische Volkslieder nicht fehlen werden. Damit bilden sie einen Brückenschlag zum Motto des Kultursommers 2020.

„Nachdem wir im Jahr 2017 auf die Reformation und ihre Folgen zurückgeblickt haben und in 2018 der Industriegeschichte und den von ihr verursachten Veränderungen nachspürten, endet mit dem Motto ‚heimat/en‘ in 2019 der Spannungsbogen mit Fragen nach unserer Herkunft, dem Entstehen und der Wandlung unserer Identitäten“, erläuterte Minister Wolf. „2020 starten wir mit ‚Kompass Europa: Nordlichter‘ in vier Jahre, in denen wir unseren Kontinent in allen Himmelsrichtungen noch besser kennenlernen wollen.“

Erst einmal wird Ingelheim am ersten Maiwochenende zur Bühne für Kabarett, Straßentheater, Tanz, Musik, Kunstinstallationen und Film rund um das Motto 2019.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Wolf werden den Kultursommer am Samstag, 4. Mai, offiziell eröffnen. Aber vor allem sind die drei Tage ein großes Kulturfest für die ganze Familie – bei freiem bzw. nur sehr geringem Eintritt.

Mehr zum aktuellen Kultursommer-Programm unter www.kultursommer.de

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