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Film "Die göttliche Ordnung" oder die Schweiz und das Frauenwahlrecht

Film "Die göttliche Ordnung" von Petra Volpe am 11. März 2019 im Mainzer Palatin-Kino

Im Rahmen ihres Schwerpunktthemas "Frauen verändern die Welt" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Montag, 11. März 2019 um 19.30 Uhr zum Film "Die göttliche Ordnung" nach Mainz ein.

Im Palatin-Kino (Hintere Bleiche 6-8) steht in dem 96 Minuten langen Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe die Schweiz im Mittelpunkt. Vor fast 50 Jahren herrschte dort noch die "göttliche Ordnung". Als im Sog der 68er das Frauenwahlrecht eingeführt werden soll, gerät die junge Mutter Nora in den Strudel der Ereignisse in einem beschaulichen Dorf im Appenzell. Chauvinistische Vorurteile und echte Frauen-Solidarität treffen aufeinander, bevor das Wahlrecht für Frauen auf Schweizer Bundesebene von den allein stimmberechtigten Männern beschlossen wird.

Doch einige Kantone der Zentral- und Ostschweiz lehnten das Frauenwahlrecht immer noch vehement ab. Und erst 1990 folgte der Kanton Appenzell Innerrhoden als letzter einem Bundesgerichts-Urteil und ließ seine Einwohnerinnen endlich zur Wahl zu.

Der Eintritt kostet 4,50 € normal und 3,50 € ermäßigt. Mehr zum Film finden Sie unter: www.goettlicheordnung.de .

Die halbjährlichen Schwerpunktthemen der LpB
Seit 2018 bietet die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz jedes Halbjahr ein neues Schwerpunktthema mit vielfältigen Veranstaltungen. Nach "1968" und "Konsum" im letzten Jahr steht ab Januar 2019 das Thema "Frauen verändern die Welt" für ein halbes Jahr im Mittelpunkt.

Die Veranstaltungsübersicht finden sie unter https://politische-bildung-rlp.de/themen/themenschwerpunkt-frauen-veraendern-die-welt.html .

DIE PIRATEN

Freitag, 1. März 2019 ab 20:30 Uhr im Mephisto (Eltzerhofstraße 3, 56068 Koblenz)

Deutscher Klamaukrock mit Ohrwurmgarantie

In grauer Vorzeit wurden die hiesigen Musikgestade von wilden Horden, genannt „Die Piraten“ heimgesucht. Lange Zeit waren sie auf dem wilden Meer des Lebens verschollen. Jetzt nimmt das Unheil wieder seinen Lauf. Mütter sperrt eure Töchter ins Haus, sie könnten Schiffbruch erleiden. Väter spendiert euren Söhnen eine neue Packung Ohropax , und euren Frauen die Augenklappe im Doppelpack, denn: Die Piraten sind zurück!

Holt die Enterhaken raus, ein großer Schluck aus ´ner Buddel Rum und hinein ins musikalische Gemetzel, frei nach dem Motto: „Oh Piraten, woher der Wind auch weht, die Flagge mit dem Totenkopf zeigt wo die Fahrt hingeht...“

Sie spielen in der Besetzung: Markus Scherer (Gesang), Mannix Zimmermann (Keyboards), Winfried Hetger (Gitarre), Achim Römer (Bass), Dennis Platt (Schlagzeug). Der Eintritt zu dieser musikalischen Freibeuterei ist frei.

Foto: Julia Berlin

Zusatzvorstellungen von „Antichrist“ aufgrund der großen Nachfrage

Antichrist  -  Schauspiel nach dem Film von Lars von Trier

Ein Kind stirbt. Es fällt aus dem Fenster seines Zimmers, während nebenan die Eltern miteinander schlafen. Für beide stürzt durch dieses Unglück die Welt ein. Doch ihre Reaktionen auf den Tod könnten unterschiedlicher kaum sein. Traumatisiert zieht die Frau sich in sich selbst zurück. Der Mann, ein Therapeut, versucht die äußere Ordnung wiederherzustelle. Er nimmt die Frau mit in eine abgelegene Waldhütte, wo sie sich ihren Ängsten stellen und Trauerarbeit leisten soll – ein gefährliches Experiment, in dem rigorose Rationalität auf die Unberechenbarkeit von Gefühlen trifft.

„Das Dämonische an ‚Antichrist’ ist, dass man die Übergänge zwischen Traum und Realität nie erkennt. Lars von Trier ist vielleicht der Erste, der mit Antonin Artauds ‚Theater der Grausamkeit’ Ernst macht.” (Theater der Zeit)

Lars von Trier, geboren 1956 in Kopenhagen, gilt als einer der markantesten und zugleich umstrittensten Regisseure der Gegenwart. Er prägte die neue minimalistische Dogma-95-Ästhetik in Filmen wie „Dogville” und „Manderlay”, seine Filme wie „The Element of Crime”, „Dancer in the Dark” und „Antichrist” wurden beim Filmfestival in Cannes ausgezeichnet. Lars von Trier erhielt zahlreiche Auszeichnungen, neben der Goldenen Palme in Cannes folgte im Jahr 2004 der Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste.

Aufgrund der Handlung des Stücks wird der Besuch für Jugendliche unter 16 Jahren nicht empfohlen.

Mit Jana Gwosdek und David Prosenc

Inszenierung: Pauline Beaulieu
Bildhauerei und Video: Yvonne Leinfelder
Kostüme: Veronika Bleffert
Musik: Knut Jürgens
Dramaturgie: Juliane Wulfgramm

Zusatzvorstellungen am Freitag, den 1. März und Dienstag, den 5. März jeweils um 20:00 Uhr auf der Probebühne 4

Karten und Information:
Theaterkasse im Forum Confluentes, Zentralplatz 1, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet,
Tel.: (0261) 129 2840 & 129 2841

Entlang der Lahn von Diez bis Lahnstein

Wanderausstellung Entlang der Lahn von Diez bis Lahnstein mit Fotografien des Künstlers Michael Mucha aus Laurenburg

Nach der erfolgreichen Eröffnung der Wanderausstellung Entlang der Lahn von Diez bis Lahnstein im Kreishaus in Bad Ems vom 24.01. bis 22.02.2019 kommt die Ausstellung mit den beeindruckenden Fotografien von Michael Mucha für zwei Tage nach Diez ins Haus Eberhard.

Diese Ausstellung ist der Lahn und den Dörfern und Städten gewidmet, die entweder direkt an der Lahn liegen oder deren Gemarkung zumindest an die Lahn grenzt. Den Anfang macht hierbei Diez und Endpunkt ist die Mündung der Lahn in den Rhein in Lahnstein.

Ein aufwändig hergestellter Begleitkatalog zeigt einen repräsentativen Querschnitt der ausgestellten Aufnahmen. Die atmosphärisch dichten Aufnahmen des Fotografen Michael Mucha entstanden über einen Zeitraum von mehreren Jahren und zeigen eine intensive ästhetische Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Lahntal. In den Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die einen Großteil der Ausstellung ausmachen, kommt trotz - oder gerade wegen - der fehlenden Farbe die besondere Atmosphäre der Lahnlandschaft zum Ausdruck. Fernab der Hochglanzaufnahmen von touristischem Werbematerial, das häufig mit makellosem, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein die Lahn bewirbt, erscheinen der Fluss und die ihn begrenzenden engen Berge einmal dramatisch und bedrohlich, dann wieder verträumt, mystisch und verwunschen, geradeso wie ein ganzjähriger Bewohner dieser Gegend die Lahn auch im Herbst und Winter erlebt. In den wenigen Aufnahmen, die Farbe enthalten, ist diese bewusst als zusätzlicher Stimmungsträger eingesetzt.

Durch die subjektive Sichtweise und Verfremdung des Vertrauten, Alltäglichen ermöglicht Michael Mucha einen neuen Blick auf unsere Heimat.

Weitere Informationen erhalten sie unter: www.michaelmucha.de

VERANSTALTUNG INFOS:

Datum & Uhrzeit: 30. März, Vernissage 17.00 Uhr

31. März geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ort: Haus Eberhard, Pfaffengasse 29, D-65582 Diez

Getränke & kleine Snacks erwarten den kulturinteressierten Gast zur Vernissage. Der Eintritt ist frei.

Feierliche Eröffnungen auf der Sayner Hütte

Sanierter Hochofen mit Inszenierung und Dauerausstellung machen Industriegeschichte erlebbar

Bendorf. Nach über zweijähriger Bauzeit können die Stadt Bendorf und die Stiftung Sayner Hütte am Freitag, 8. März, einen der bedeutendsten Bauabschnitte bei der Sanierung und Neuorientierung des Industriedenkmals Sayner Hütte eröffnen: Der historische Hochofen wurde in die Baukubatur seiner Entstehung um das Jahr 1830 zurückgebaut und ist nun wieder in ursprünglicher Form zu besichtigen.

Die renommierte Stuttgarter Agentur Jangled Nerves aus Stuttgart hat ein multimediale Inszenierung geschaffen, die nicht nur die technischen Abläufe der Eisenverhüttung erklären soll, sondern auch den emotionalen Höhepunkt eines Rundgangs über das Hüttengelände bildet.

Projektoren, Soundeffekte und Licht machen die Eisenproduktion, den Gießprozess und die Ausmaße des Hochofens akustisch und visuell erlebbar und nehmen die Besucher mit in die frühindustrielle Epoche.

Gleichzeitig wird im Besucherzentrum Krupp’sche Halle passend zum 250-jährigen Jubiläum der Sayner Hütte eine neue Dauerausstellung eröffnet, die sich mit der wechselvollen Geschichte des Industriedenkmals beschäftigt.

Der offizielle Teil der Veranstaltung beginnt um 15 Uhr in der Krupp’schen Halle. Nach Begrüßung durch Bürgermeister Michael Kessler hält der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz die Festansprache. Weitere Grußworte kommen von Landrat Dr. Alexander Saftig und von einem Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Die feierliche Umrahmung des Festprogramms wird durch Cellisten der Villa Musica gestaltet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Ab 17.30 Uhr gibt es ein Konzert des Gitarrenduos Becker & Becker in der Krupp’schen Halle. Dabei können sich die Besucher ein Bild von den Neuerungen auf dem Hüttengelände machen. Der sanierte Hochofenbereich kann an diesem Abend bis 20 Uhr besichtigt werden. Die Veranstaltung ist für Besucher kostenfrei.

Ab 9. März hat das Denkmalareal Sayner Hütte bis 3. November 2019 täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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