Dienstag, 02. Juni 2020

Letztes Update:06:21:37 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Koblenzer Archive bieten abwechslungsreiches Programm zum Tag der Archive

Seit jeher ist Kommunikation ein zentraler Bestandteil des alltäglichen menschlichen Zusammenlebens und –wirkens. Aber wie verständigten sich die Menschen im Mittelalter? Wie kommunizieren wir heute? Vom 6. bis zum 8. März öffnen das Stadtarchiv Koblenz, das Bundesarchiv und das Landeshauptarchiv ihre Türen und laden Sie ein, die spannende Geschichte der Kommunikation und ihrer vielfältigen Formen zu entdecken.

Ein besonderes Merkmal der Koblenzer Archivlandschaft ist die seit Jahren bewährte, enge und vielseitige Zusammenarbeit der drei Institutionen Stadtarchiv, Landeshauptarchiv und Bundesarchiv. Ein „Highlight“ ist der alle zwei Jahre stattfindende „Tag der Archive“.

In diesem Jahr öffnen die Archive ihre Türen am 6., 7. und 8. März. Bereits zum zehnten Mal wird wieder ein aufeinander abgestimmtes, abwechslungsreiches Programm geboten, bei dem die Besucherinnen und Besucher in einer lockeren und entspannten Atmosphäre die Arbeit der Archive kennenlernen können. Dass sich hier in Koblenz die Gelegenheit bietet, mit Stadtarchiv, Landeshauptarchiv und Bundesarchiv drei sehr unterschiedliche Institutionen mit ihren Aufgaben und Angeboten zu entdecken, ist etwas Besonderes.

Zum diesjährigen „Tag der Archive“ steht die gemeinsame Ausstellung „Kommunikation – von der Urkunde bis zum Tweet“ im Mittelpunkt des umfassenden Programms. Das gemeinsame Ausstellungskonzept spiegelt die enge Zusammenarbeit der drei Archive wieder. An jedem Standort der Ausstellung sind auch Quellen der jeweiligen Partnerarchive zu sehen.

Mit einem Einblick in die Entwicklung der Kommunikationswege und -technologien liefert das Stadtarchiv den historischen Rahmen für die thematischen Schwerpunkte in den Partnerarchiven. Das Landeshauptarchiv zeigt die unterschiedlichen Formen der staatlichen Propaganda vom Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 bis in die Nachkriegszeit ab 1945. Das Bundesarchiv stellt unter Beweis, dass manipulativ verbreitete Nachrichten keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind, und enttarnt Mythen und Legenden aus der Region Koblenz und der Bundesrepublik.

Das umfassende Programm der drei Archive mit Führungen, vielfältigen Informations- und Serviceangeboten, einem Zeitzeugengespräch im Bundesarchiv zur Enttarnung der gefälschten „Hitlertagebücher“, einem Lese-Café im Bundesarchiv und im Landeshauptarchiv, Kaffee und Gebäck im Stadtarchiv (solange der Vorrat reicht) und Vielem mehr bietet Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben.

Wir freuen uns besonders, aus diesem Anlass zwei weitere gemeinsam erarbeitete Produkte präsentieren zu können: Die Broschüre „Archivisch für Anfänger“ erläutert reich bebildert 25 Fachbegriffe aus dem Archivwesen. Unter dem Motto „Archive können bunt“ bieten die drei Archive eine malerische Entdeckungsreise für Jung und Alt. Ausgewählte Archivalien werden in diesem Malbuch nicht nur vorgestellt, sondern regen auch dazu an, Buntstifte zum Einsatz zu bringen.
Folgen Sie uns auf den Pfaden der Kommunikation und entdecken Sie die Vielfalt der archivischen Überlieferung. Unsere Türen sind weit für Sie geöffnet!

Die themenspezifischen Ausstellungsteile können in den jeweiligen Archiven bis zum 30. April 2020 besichtigt werden:

Stadtarchiv, Burgstraße 1, 56068 Koblenz
Mo 14-17 Uhr | Do 10-13 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Landeshauptarchiv, Karmeliterstraße 1-3, 56068 Koblenz
Mo-Do 9-17 Uhr | Fr 9-15:45 Uhr.

Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz
Mo-Fr von 9-18 Uhr | Sa von 9-13 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:
Stadtarchiv Koblenz
Freitag, 6. März 2020, 14 – 17 Uhr
Burgstraße 1 (Alte Burg)
www.stadtarchiv.koblenz.de

Bundesarchiv
Samstag, 7. März 2020, 10 – 17 Uhr
Potsdamer Straße 1 (Karthause)
www.bundesarchiv.de

Landeshauptarchiv Koblenz
Sonntag, 8. März 2020, 14 – 18 Uhr
Karmeliterstraße 1 – 3
www.landeshauptarchiv.de

Mindestlohn darf keine Armutsfalle sein

Bundesweiter Auftakt 29. Februar: KAB wirbt für christliche Werte in der Arbeitswelt

Der aktuelle Mindestlohn vergrößert die Armut in Deutschland. „Kenn deinen Wert!“  fordert daher die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) ab dem 29. Februar in vielen deutschen Städten. Der aktuelle Mindestlohn von 9,35 Euro ist trotz Vollzeitarbeit für Familien eine Armutsfalle und schafft Altersarmut. „Die Höhe des Mindestlohns ist eine gesellschaftspolitische Frage und muss sich an der EU-Definition der Armutsgefährdung orientieren“, fordert die Geschäftsführerin der KAB Trier Ruth Mareien de Bueno. Die KAB setzt sich für einen Mindestlohn in Höhe von 13,69 Euro ein und fordert, dass der Bundestag eine deutliche Anhebung des Mindest­lohns beschließt.

KAB! Tritt ein für Dich.
Bundesweit werben Frauen und Männer aus den KAB-Diözesanverbänden auf Marktplätzen, vor Kir­chen und in Einkaufsstraßen für christliche Werte in der Arbeitswelt. Mit dem Symbol einer „Gerechtigkeits-Waage“ verdeutlicht der Verband, dass ein Stundenlohn von mindestens 13,69 Euro brutto notwendig ist, um aktuell allen Arbeitnehmer*innen gesellschaftliche Teilhabe zu er­möglichen und der drohenden Armutsfalle zu entkommen.

Die KAB Trier informiert am Samstag, 29. Februar über ihre Mindestlohnforderung mit einem
Infostand in der Trierer Fußgängerzone beim Handwerkerbrunnen/Fahrstraße.
„Wir möchten mit Menschen ins Gespräch kommen, sie für die KAB und deren Ziele begeistern“, so Ruth Mareien de Bueno.

Als starker Sozialverband setzt sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) für christliche Werte in der Arbeitswelt und ein christliches Miteinander in der Gesellschaft ein. „Mit Unterstützung vieler Frauen und Männer sind wir als KAB eine hör- und sichtbare Stimme in Politik und Wirtschaft. Als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert, die Werte aus der kirchlichen Sozial­lehre - Solidarität, Personalität und Subsidiarität sowie Nachhaltigkeit - jetzt noch stärker in die gesellschaftliche Dis­kussion einzubringen, um menschenwürdige Arbeit für zukünftige Generationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu ermöglichen“, betont Mareien de Bueno. Mit dem Motto „KAB. Tritt ein für Dich!“ wirbt der Sozialverband bundesweit um Unterstützung durch eine Mitgliedschaft bei der Umset­zung christlicher Werte in der Arbeitswelt.

Der Sozial- und Berufsverband sieht sich als Interessengruppe in der katholischen Kirche, die sich lautstark für faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetzt. Darüber hinaus kämpft die KAB für den arbeitsfreien Sonntag und mit dem Modell der Solidarischen Sockelrente gegen die zunehmende Altersarmut.

Infos unter www.kab.de und www.kab-trier.de

Passionskonzerte FRECHBLECH

EMMERICHENHAIN / MONTABAUR. Zu einem Passionskonzert u. a. mit der Motette „Die mit Tränen säen“ von Heinrich Schütz und den beiden Motetten „Jesu, meine Freude“ und „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“ von Johann Sebastian Bach lädt Frechblech, das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, am Samstag, 7. März um 17 Uhr in die Evangelische Kirche an der Kirchstraße in 56477 Emmerichenhain ein; das Passionskonzert findet am Sonntag, 8. März um 17 Uhr in der Evangelischen Pauluskirche an der Koblenzer Straße 5a in 56410 Montabaur als 49.Geistliche Abendmusik statt. Der Eintritt ist frei!

Luxemburg: Ein Land wehrt sich gegen die Nazis

Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung - Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ am 18. Februar 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bis 5.April geöffnet

Am Dienstag, 18. Februar 2020 um 18.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zur Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung- Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.

Die Wanderausstellung stammt aus dem Großherzogtum Luxemburg und wird in Kooperation mit dem Staatsministerium Luxemburg - Comité pour la Mémoire de la Deuxième Guerre mondiale gezeigt.
Die Ausstellung wird bis zum 5. April 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist kostenlos! Informationen und Anmeldung für Gruppen unter 06242 / 91 08 10 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Die Ausstellung
informiert über die Folgen der deutschen Besatzung in Luxemburg während der Jahre 1940 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht und der Luxemburger Widerstand.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Luxemburg am 10. Mai 1940. Die Anordnung der Zwangsrekrutierung vom 30. August 1942 stieß auf erbitterten Widerstand im ganzen Land. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik – eine einzigartige Reaktion auf das völkerrechtswidrige Vorgehen des nationalsozialistischen Deutschland.
Der Streik wurde erbarmungslos niedergeschlagen. Am Ende standen Todesurteile, Gefängnisstrafen und Umsiedlungen in das Deutsche Reich. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert war Zielort umfangreicher Deportationen von Widerstandskämpfern aus dem Großherzogtum. Im umliegenden Wald des SS-Sonderlagers wurden 1942 und 1944 bei Massenerschießungen viele Luxemburger Resistance-Kämpfern ermordet.
Viele der gegen ihren Willen in die Wehrmacht gezwungenen Luxemburger gerieten in die Mühlen der Wehrmachtjustiz. Weil sie sich der Zwangsrekrutierung widersetzten, wurden sie von deutschen Militärgerichten zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt.
In Folge des Luxemburger Generalstreiks 1942 gab es u.a. die Straf-Internierung von ganzen Schulklassen auf der Burg Stahleck bei Bacharach.

Stadtarchiv in Rommersdorf öffnet seine Pforten

Führungen mit Archivar Bernd Breidenbach am 7. März

In Archiven verbirgt sich viel Wissenswertes und manch Geheimnisvolles. In der ehemaligen Abtei Rommersdorf in Heimbach-Weis hat das „Gedächtnis“ der Stadt Neuwied seine Heimat – und das steht am Samstag, 7. März, allen offen.  Zwischen 14 und 17 Uhr können Interessierte das Stadtarchiv Neuwied und die Außenstelle des Landeshauptarchivs Koblenz in Rommersdorf  besuchen. Der diesjährige Tag der Archive, steht übrigens unter dem Motto „Kommunikation - von der Depesche bis zum Tweet" und rückt so die Nachrichtenübermittlung in den Fokus.

„In Rommersdorf bieten wir Führungen jeweils zur vollen Stunde um 14, 15 und 16 Uhr an“, berichtet Archivar Bernd Breidenbach. „Sie dauern 30 bis 45 Minuten, je nachdem wie groß der Wissensdurst der Besucher ist.“ Für (angehende) Heimatforscher besonders interessant: Neben einem Rundgang durch die Räumlichkeiten und das Magazin des Archivs werden auch Originalquellen aus unterschiedlichen  Beständen und Epochen der Stadt Neuwied  vorgestellt.

Während der Öffnungszeiten des Archivs sind am 7. März zudem die Abteikirche sowie der Kreuzgang mit Kapitelsaal geöffnet und für Besucher zugänglich.

Weite Infos erteilt das Landeshauptarchiv Koblenz, Außenstelle Rommersdorf mit Stadtarchiv Neuwied; Telefonnummer 02622 81 677; E-Mail rommersdorf@ landeshauptarchiv.de oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Webseite www.landeshauptarchiv.de

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL