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Online-Biographien jüdischer Häftlinge im KZ Osthofen

Von Januar bis Juni 2021 veröffentlicht die Gedenkstätte KZ Osthofen auf ihrer Homepage Biographien jüdischer Häftlinge des Konzentrationslagers Osthofen (1933-34)

Im Rahmen des Themenschwerpunkts "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz präsentiert die Gedenkstätte KZ Osthofen von Januar bis Juni 2021 auf ihrer Homepage www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de die Lebenswege jüdischer Häftlinge des Konzentrationslagers Osthofen.

Bis Ende Juni werden voraussichtlich 12 Biographien jüdischer Häftlinge des KZ Osthofen online vorgestellt. Den Auftakt macht die Biographie des Osthofener Papierfabrikanten Ludwig Ebert. 1939 floh er in die Niederlande, wurde dort verhaftet und 1944 in Auschwitz ermordet.

Jüdische Häftlinge im KZ Osthofen 1933-34
Mindestens 3.000 Männer inhaftierten die Nationalsozialisten von März 1933 bis Juli 1934 im KZ Osthofen unter entwürdigenden Bedingungen. Zu den namentlich bekannten Häftlingen gehörten über acht Prozent jüdische Deutsche aus dem damaligen Volksstaat Hessen. Viele hatten sich als Anhänger von KPD, SPD, Reichsbanner, Gewerkschaften oder anderer Gruppierungen der Arbeiterbewegung aktiv gegen den Aufstieg der NSDAP gestellt. Andere fielen antisemitischen Racheakten zum Opfer, motiviert durch persönliche Feindschaften, Rivalität, Neid und ökonomische Interessen der Denunzianten.

Antisemitismus, der schon in der Weimarer Republik immer wieder zu verbalen und tätlichen Angriffen auf jüdische Deutsche geführt hatte, durfte nun offen gezeigt werden. Große Teile der Bevölkerung akzeptierten dies.
Im KZ Osthofen wurden jüdische Häftlinge noch brutaler und erniedrigender behandelt als die "politischen". Demütigungen, Fußtritte und Prügel waren an der Tagesordnung. In einem eingezäunten "Käfig" wurden sie von den Wachen gezwungen bis zur Erschöpfung im Kreis zu laufen. Die größte Schikane war das Leeren der Latrinen. Dafür wurden fast ausschließlich jüdische Häftlinge eingeteilt. Mit Blechbüchsen, Essgeschirr oder bloßen Händen mussten sie die Reinigung ausführen.

Die Haft im KZ Osthofen war für die jüdischen Männer und ihre Familien der Beginn einer Zeit, die von Diskriminierung, Gewalt und finanzieller Not geprägt war. Die sich stetig verschlechternde Situation brachte viele dazu, ihre Heimat zu verlassen und auszuwandern. Diejenigen, die blieben, wurden ab 1941 mit ihren Familien in Konzentrationslager und Ghettos deportiert. Nur wenige überlebten den Holocaust und kehrten nach Deutschland zurück.

Schwerpunkt der LpB im ersten Halbjahr: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Zum Schwerpunktthema „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ über 50 Veranstaltungen der Landeszentrale für politische Bildung
Zu ihrem Themenschwerpunkt „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für das erste Halbjahr 2021 hat die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) über 50 Veranstaltungen wie Lesungen, Filme, Workshops, Vorträge, Diskussionen und eine Ausstellung geplant – online oder vor Ort, wenn dies coronabedingt möglich ist.

Bernhard Kukatzki, Direktor der LpB: „Rheinland-Pfalz kann auf eine reiche jüdische Geschichte zurückblicken. Die SCHUM-Städte Speyer, Worms und Mainz mit ihrem Weltkulturerbe-Status sind ein markantes Beispiel dafür. Die LpB will mit ihrem Schwerpunkt dazu beitragen, die Gegenwart jüdischen Lebens sicht- und erlebbar zu machen. Sie will Erinnerung und Gedenken an die in der NS-Zeit vertriebenen und ermordeten Menschen von nebenan wachhalten. Wir hoffen mit unserem Angebot auch die eine oder andere kulturelle, politische oder interreligiöse Debatte innerhalb der Gesellschaft anzustoßen und so ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.“

Die erste Veranstaltung der Reihe findet am Donnerstag, 11. Februar 2011 um 19.00 Uhr als Online-Vortrag zum Thema „Terror gegen Juden“ statt. Der Journalist und Jurist Ronen Steinke, Süddeutsche Zeitung, erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er analysiert, wie antisemitische Gewalt erstarkt und untersucht das staatliche Handeln und die Reaktionen der Justiz. Zu den weiteren Themen der Reihe gehören u.a. jüdische Biographien und regionale Geschichten aus dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz, jüdisches Leben in Deutschland heute, Antisemitismus in Gegenwart und Vergangenheit und die Vorstellung neu erschienener Publikationen und Filme.

Das vollständige Programm des Schwerpunktthemas kann über die Homepage der Landeszentrale www.politische-bildung-rlp.de bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Sollte die Covid-19-Lage es erfordern, finden Sie Änderungen dort und in den weiteren Onlineangeboten der LpB.

Die halbjährlichen Themenschwerpunkte der LpB
behandeln und diskutieren ein Thema gründlich von allen Seiten. Themen bisher waren Konsum, 1968, Frauen, Migration, Griechenland und Klimawandel.

Link zum Schwerpunkt auf der Homepage: https://www.politische-bildung.rlp.de/themen/themenschwerpunkt-1700-jahre-juedisches-leben-in-rlp

vhs: Lockdown-ZOOM Kurs "COVID - Faszientraining"

Du fühlst dich eingerostet und verspannt? Es zwickt im Rücken, im Nacken oder in den Schultern? Du hast Schmerzen, die dich belasten und einschränken?

Stress und Bewegungsmangel sind die Krankmacher unserer Zeit. Sie sorgen dafür, dass unsere Faszien verkleben, die „Muskulatur verkürzt“ und verstärken somit Fehlhaltungen, welche wiederum Schmerzen verursachen. Dagegen hilft natürlich Bewegung. Vor allem jedoch muss den „Verkürzungen“ durch Dehnen und Selbstmassage entgegengewirkt werden. Erst dann ist ein befreites und „richtiges“ Bewegen wieder möglich.

In diesem Kurs nehmen wir uns gemeinsam eine Stunde Zeit und führen unseren Körper durch gezieltes Stretching, sowie Ausrollen zu mehr Mobilität, mehr Flexibilität und weniger Schmerzen.

Der Kurs wird nur in dem Zeitraum angeboten, in welchem aufgrund der COVID 19-Einschränkungen keine Sportkurse in den Räumlichkeiten der VHS stattfinden können. Über E-Mail oder WhatsApp wird den Teilnehmern der Zugangslink für ZOOM zugesandt.

Hilfsmittel: Stuhl, Faszienrolle (wenn vorhanden) Tennis– oder Faszienball, Mobiltelefon/Laptop oder Tablet

Anmeldung unter: 0261 129-3702, -3711, -3730, -3732, oder auf der Homepage www.vhs-koblenz.de unter Kurs-Nummer 3.0226 Online

Viel Vergnügen!

Adventskonzert

Gemeinsames Adventskonzert des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz mit der Polizeiseelsorge Rheinland-Pfalz Übertragung im Internet

Die schöne Tradition des alljährlichen Adventskonzertes mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz soll auch im Jahre 2020 nicht ausfallen. Leider ist es aufgrund der weiter anhaltenden pandemischen Lage nicht möglich, dass die Bürgerinnen und Bürger wie in den Jahren zuvor die stimmungsvollen Konzerte in den Domen und Kirchen des Landes besuchen können.

Die Verantwortlichen haben sich deshalb ein Alternative überlegt: Am Donnerstag, den 17. Dezember 2020, wird um 19 Uhr aus der Aula des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik in Mainz ein Adventskonzert des Holzbläser-Ensembles des Landespolizeiorchesters im Internet als Livestream übertragen.

Besinnliche Texte, vorgetragen von Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorgern runden das vorweihnachtliche Programm ab. Alle Beteiligten würden sich freuen, wenn vielen Bürgerinnen und Bürgern durch die Musik und die Texte ein paar ruhige und besinnliche Momente in die Häuser und Wohnzimmer gebracht werden. Den Link, unter dem das Konzert im Internet zu sehen ist, finden Sie am Veranstaltungstag direkt unter https://s.rlp.de/youtube. Gerne können Sie auch die Internetseiten www.polizei.rlp.de der Polizei Rheinland-Pfalz und der Polizeiseelsorge www.rlp.polizeiseelsorge.org oder www.polizeiseelsorge-pfalz.de besuchen, die auf diesen Link verweisen. Traditionell laden die Polizeipräsidenten und die Beiräte der Polizeiseelsorge zu den Adventskonzerten ein.

Diese Konzerte sind so mittlerweile über zwei Jahrzehnte hinweg ein fester Bestandteil in vielen Veranstaltungskalendern geworden und erfreuen sich einer enormen Beliebtheit und großer Resonanz. Den Bürgerinnen und Bürgern wird so seit Jahren mit den Adventskonzerten die Gelegenheit geboten, in der häufig hektischen Vorweihnachtszeit im Ambiente der Kirchen und Dome eine musikalisch und besinnlich schön gestaltete Stunde zu genießen. Im nächsten Jahr sollen die Veranstaltungen wieder in gewohnter Weise an den Ihnen bekannten Orten im Land stattfinden.

Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik

Klimapolitik: Geschlechtergerecht und ohne Diskriminierung

Online-Vortrag mit Diskussion „Geschlechtergerechte Klimapolitik“ von Gotelind Alber am Donnerstag, 10. Dezember 2020 um 18.00 Uhr
Zum Online-Vortrag mit Diskussion „Geschlechtergerechte Klimapolitik“ der Physikerin Gotelind Alber, Führungs- und Vorstandsmitglied von GenderCC - Women for Climate Justice, lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 10. Dezember 2020 um 18.00 Uhr ins Internet ein.
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte analysiert und diskutiert Gotelind Alber den Zusammenhang von Klima- und Frauenpolitik. Die Veranstaltung ist Teil des Themenschwerpunkts „Klimawandel“ der Landeszentrale für politische Bildung im 2. Halbjahr 2020.

Zum Thema
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Als naturwissenschaftliches Phänomen wirkt er sich auf soziale und wirtschaftliche Bereiche aus. Er bedroht menschenrechtliche Freiheitsvoraussetzungen existenziell: Die Rechte auf Leben, Bildung, Nahrung, Wohnung, Wasser und Gesundheit sind in vielen Teilen der Welt massiv bedroht.
Der Fokus des Vortrags liegt auf den Menschenrechts-Aspekten des Klimawandels. Unter den Auswirkungen der Klimaerwärmung leiden besonders Frauen. Sie sind mehr als doppelt so oft von extremer Armut betroffen, wie Oxfam belegt.
Geschlechtsspezifische Diskriminierung führt dazu, dass bei Naturkatastrophen weniger Frauen überleben. Gleichzeitig erhalten Frauen nicht den gleichen Zugang zur Gestaltung von Klimapolitik. Gesellschaftlich verankerte Geschlechterrollen und patriarchale Machtverhältnisse erschweren Frauen Möglichkeiten zur Partizipation am Diskurs oder machen sie teilweise sogar unmöglich.

Zur Technik
Für die Veranstaltung wird das Video-Programm GoToMeeting benutzt.
Eine Teilnahme ist über die GoToMeeting-App oder über den Browser möglich. Eine Webcam und ein PC-Mikrofon sind für die Teilnahme an der Veranstaltung nicht zwingend notwendig. Wenn Sie möchten, können Sie Kamera und PC-Mikrofon innerhalb des Programms nach dem Vortrag wieder aktivieren und darüber auch an der Diskussion und Fragerunde teilnehmen.

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