Freitag, 26. Februar 2021

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Einzelunterricht an Musikschulen wieder möglich

Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat gestern beschlossen, den Einzelunterricht an Musikschulen mit Ausnahme von Blasmusik und Gesang wieder möglich zu machen. Die entsprechende Regelung wird in der anstehenden 16. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz aufgenommen werden. Der Unterricht kann unter den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen des Musikkonzepts ab Montag, 1. März, wieder stattfinden.

„Kulturelle Bildung ist ein wichtiger Baustein unserer Bildungs- und Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz. Die zahlreichen Musikschulen leisten wichtige Arbeit, Kinder und Jugendliche an das Musizieren und damit an Kunst und Kultur heranzuführen“, so Kulturminister Konrad Wolf. „Mir war es wichtig, dass bei den ersten Öffnungsschritten auch die kulturelle Bildung wieder die Chance erhält, ihre Arbeit in Präsenz durchzuführen. Die vorliegenden Hygienekonzepte sind bereits erprobt und werden eine sichere Umsetzung des Einzelunterrichts ermöglichen.“

Aufgrund des erhöhten Aerosolausstoß bleibt Blasmusik und Gesang zunächst von dieser Regelung ausgenommen.

Lichtblicke für Veranstaltungsbranche: Weitere 15 Veranstaltungsprojekte mit 316.000 Euro gefördert

Insgesamt 15 Veranstaltungsprojekte fördert das Kulturministerium mit 316.000 Euro in der zweiten Förderrunde der Maßnahme „Lichtblicke“. Die geförderten Veranstaltungen finden in den nächsten Wochen online, hybrid oder zu einem späteren Zeitpunkt in Präsenz statt. Mit der Maßnahme „Lichtblicke“ des Kulturministeriums soll insbesondere die Veranstaltungsbranche unterstützt und Verdienstmöglichkeiten in der Pandemie geschaffen werden. 541.000 Euro wurden bereits von den 750.000 Euro, die für die Maßnahme im Rahmen des 15,5 Millionen Euro umfassenden Landesprogramms „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur“ zur Verfügung stehen, verausgabt.

„Unsere Lichtblicke-Förderung unterstützt die Veranstaltungsbranche und bietet damit Kulturschaffenden und den vielen Menschen hinter der Bühne Verdienstmöglichkeiten. Auch kulturnahe Berufe aus der Veranstaltungsbranche, Ton- und Lichttechnik und Werbegestaltung profitieren so von dieser Förderung“, berichtet Kulturminister Konrad Wolf. „Ich freue mich, dass wir weitere 15 Veranstaltungsprojekte in dieser zweiten Runde fördern können, um Kultur in der Pandemie in unterschiedlichsten Formen erlebbar zu machen.“

Bereits stattgefunden haben erste Veranstaltungen, die in der ersten Förderrunde der Maßnahme „Lichtblicke“ unterstützt wurden. So führte die Schwab Entertainment GmbH das Streaming Konzert „A Valentine’s Moment“ durch und im Rahmen der Konzertreihe „WINTER.KULTUR.SUPPORT“ der Wormser Medienpark Vision fanden bereits drei Online-Konzerte statt.

„Ich freue mich, dass wir auch eine gute regionale Verteilung der geförderten Veranstaltungsformate erreicht haben. Die ersten 10 Förderungen waren für Veranstaltungen in Bad Kreuznach, Worms, Mainz, Speyer, Mülheim, Ludwigshafen, Landau und Koblenz. Nun gehen sie nach Kaiserslautern, Trier, Landau, St. Goarshausen, Kusel, Boppard, Westhofen, Dexheim, Frankenthal, Herxheim, Neuwied und erneut nach Ludwigshafen und Mainz, von wo besonders viele Anträge kamen“, so Kulturminister Konrad Wolf. Wie bereits in der ersten Runde sind sehr unterschiedliche Kultur-Formate dabei, von Konzertreihen bis Open-Air-Inszenierungen.

Geförderte Projekte (2. Runde):

„Annweiler rockt Corona“                                                          25.000 Euro

Martin Schneider, Herxheim

„NSTK nitram till ktown“                                                            23.500 Euro

11line, Kaiserslautern

„Jazz Lichtblicke Festival“                                                         15.450 Euro

GUT LEBEN am Morstein, Westhofen

„Saisonstart“                                                                            9.500 Euro

Kultur auf dem Hof, Dexheim

„Texte & Töne“                                                                         13.500 Euro

Franz&Lissy GmbH, Ludwigshafen

„Lichtblick-Edition 2021“                                                            18.700 Euro

Club Schick & Schön, Mainz

Konzertreihe „Kultur bleibt“                                                       25.000 Euro

Gleis4 gUG, Frankenthal

„Unter freiem Himmel“                                                              24.500 Euro

Loreley Touristik e.V., Bornich

„Open Air Bühne Schloss Engers 2021“                                    25.000 Euro

Stiftung Villa Musica, Neuwied

„Lichtblicke im Mittelrheintal“                                                     23.000 Euro

OPERiAMO gGmbh, Boppard

„Lars Reichow Hybrid-Show“                                                    24.900 Euro

Lachland GmbH, Mainz

„Schalander Play and Talk“                                                       15.220 Euro

Liveclub Schalander W. Butz, Kusel

„Kulturfrühling Landau“                                                             23.500 Euro

Koch & Rößler GbR      , Landau

„Rising Ruins“                                                                          25.000 Euro

Popp Betriebsgesellschaft mbH, Trier

„Pro Musik Trier“                                                                       24.400 Euro

PRO Musik GmbH, Trier

Museum Boppard unterstützt Musikprojekt

Neuerscheinung im Februar 2021 - "Miniatures Russes"

Raritäten für Klavier von Anatoly Ljadow und Anton Arenski gespielt von Swetlana Meermann-Muret

Mit Raritäten der Klaviermusik führt uns die Pianistin Swetlana Meermann-Muret auf ihrer neuen CD durch die Höhen und Tiefen der russischen Seele.
Diese Musikproduktion gemeinsam mit SWR2 und GENUIN, die Anfang Februar auf dem internationalen Markt erschienen ist, wurde an erster Stelle durch das Museum Boppard als Hauptförderer dieses Projektes unterstützt.

Die Konzertpianistin und Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, macht uns mit zwei selten aufgeführten jedoch sehr bemerkenswerten Komponisten der Romantik bekannt - Anatoli Ljadow und Anton Arenski. Mit ihrer neuen CD "Miniatures Russes" haucht Swetlana Meermann-Muret dieser Musik neues Leben ein. Ihre ausgewählten 24 Lieblingsminiaturen bieten eine emotionale und facettenreiche Mischung für jeden Geschmack.

Das Spiel von Swetlana Meermann-Muret ist von der russischen, deutschen und französischen Kultur geprägt. Die gebürtige Deutschrussin stammt aus einer Musikerfamilie, die vor vielen Jahren aus Russland nach Boppard kam. Sie studierte an den Musikhochschulen in Frankfurt, Karlsruhe, Paris sowie in Lyon, wo sie seit mehreren Jahren auch lebt.

In ihrer langjährigen Beziehung zu Rheinland-Pfalz hat sich die Pianistin hier bereits einen Namen gemacht. Schon als Abiturientin am Landesmusikgymnasium Montabaur spielte sie ihre Solo-Debüt-CD mit WERSI ein. Sie war Villa Musica- sowie ZIRP (Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz)-Stipendiatin und bekam einen Förderpreis des Lions-Clubs Neuwied-Andernach.
Als Solistin trat sie mit verschiedenen Orchestern wie dem Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie und dem Staatsorchester der Philharmonie Baden-Baden auf. Auch international tritt Swetlana Meermann-Muret als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin auf.

Die diplomierte Pädagogin und gefragte Korrepetitorin wirkte u.a. an der Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, am Landesmusikgymnasium Montabaur und unterrichtete an den Musikhochschulen Karlsruhe und Lyon sowie bei internationalen Meisterkursen.

Sobald die Corona-Situation es ermöglicht, wird Swetlana Meermann-Muret u.a. im Museum Boppard mit Konzerten zu hören sein.

Die CD wird u.a. im Museum Boppard erhältlich sein oder auch ab sofort direkt über die Künstlerin.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.museum-boppard.de

Kreuzaltargruppe jetzt im Museum Boppard

Maria Magdalena und des Johannes der Kreuzigungsgruppe aus der Karmeliterkirche in Boppard gestohlen. Über vier Jahrzehnte hat es gedauert die Figuren zurückzubringen. Die Presse hatte hierüber ausführlich berichtet.

Bereits in den 1990er Jahren hatte sich die Kirchengemeinde entschlossen eine Kopie der Kreuzigungsgruppe für den Kreuzaltar in der Karmeliterkirche anfertigen zu lassen.

Auf der Suche nach einem sicheren Ort zur Unterbringung und gleichzeitigen öffentlichen Präsentation der Originale der Kreuzaltargruppe einigte die Katholische Kirchengemeinde St. Severus und das Museum Boppard sich 2019 darauf, einen solchen Raum auf Dauer in der Kurfürstlichen Burg zu schaffen. Die Kosten zur Vorbereitung, Inszenierung und Installation der Figurengruppe wurden zu gleichen Teilen von der Kirchengemeinde und der Stadt Boppard getragen.

Sobald Museen wieder öffnen dürfen, kann die Kreuzaltargruppe der Katholischen Kirchengemeinde St. Severus im Museum Boppard während der regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.
Bereits jetzt ist der neu gestaltete Raum im digitalen 3D-Rundgang des Museums auf www.museum-boppard.de zu sehen.

www.museum-boppard.de

www.sankt-severus.de

Wie atmen

Nicht nur das Singen fehlt Neuwieder Chorleiter und Sängerin

Neuwied – Andrea Seeberg ist begeisterte Chorsängerin und zudem Kantorin in der Pfarreiengemeinschaft Neuwied St. Matthias. Dadurch hat sie momentan die Möglichkeit im Gottesdienst zu singen. Dafür ist sie dankbar, trotzdem fehlt ihr das gemeinsame Singen.

Wenn Regionalkantor und Chorleiter Thomas Sorger auf das vergangene Jahr zurückblickt, sieht er eine begrenzte Anzahl von Konzerten, kleineren Ensembles und Gemeindegesang in unterschiedlichen Ausprägungen – mit Maske, ohne Maske dann mit viel Abstand. Doch vor allem bedeutet Musik momentan Orgelspiel und Gesang einzelner Kantorinnen und Kantoren. Ihr Einsatz und der von Vorsängerinnen und Vorsängern habe sich verstärkt, lautet sein Eindruck. Das bestätigt auch Andrea Seeberg. Sie ist ehrenamtlich beinahe jedes zweite Wochenende in der Pfarreiengemeinschaft unterwegs und übernimmt stellvertretend für die Gläubigen den Gemeindegesang. Das beinhaltet viel Vorbereitung, weil man sich sehr intensiv mit den Liedern auseinandersetzt, erklärt Andrea Seeberg, die seit drei Jahren Kantorin ist. Doch sie weiß auch, wie schwierig das momentane Sing-Verbot für die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher ist. „Gerade an Weihnachten hat mir das sehr leidgetan“.

Ihr selbst fehlt das soziale Miteinander im Chor. „Man verliert ein Stück weit den Kontakt“. Die engagierte Frau befürchtet, dass in dieser Zeit vielleicht der ein oder andere das Singen aufgibt. Sorger kann hier jedoch einlenken: „Einzelfälle gibt es durchaus, die schon vorher überlegt haben, den Chor zu verlassen.“

Aber er sieht im Allgemeinen keine große Gefahr. „Ich habe den Eindruck, dass die Chormitglieder motivierter sind denn je. Die Leute scharren mit den Hufen“, lautet sein Eindruck. „Man merkt jetzt bei den Mitgliedern, dass das Singen nicht nur Gewohnheit, sondern etwas Elementares ist. Es ist so ein starkes Bedürfnis – wie atmen“. Doch dabei denkt er nicht nur an das Singen an sich, sondern auch an den „starken pastoralen Aspekt“ der Kirchenmusik, die eine Form sei, um mit Gott und dem Glauben in Berührung zu kommen. Andrea Seeberg stimmt dem gerne zu: „Oft fehlen einem die Worte, was man glaubt und fühlt, Musik bietet eine Möglichkeit das auszudrücken.“ Momentan übernimmt sie diese Aufgabe für die Gemeinde, was eine große Verantwortung bedeutet.

Geprobt wird derweil online. Das gestaltet sich aber eher als ein informativer Austausch oder als Probe einzelner Lieder. Das Vorgehen weicht dabei stark vom Gewohnten ab: „Gleichzeitiges Singen ist technisch nicht möglich“, erklärt Sorger. Er singt vor und jeder probt für sich vor dem Laptop – aber das Mikro bleibt stumm. Aufgrund der Zeitdifferenz bei der Übermittlung würde es ein großes Durcheinander geben; ein ungewollter Kanon. „Man muss die Grenzen akzeptieren“. Trotzdem wird diese Art von Treffen dankbar angenommen. „Ich werde sogar nach Hausaufgaben gefragt“.

Jetzt nimmt der Leiter von vier Chören und Ansprechpartner unter anderem für die Kantorinnen und Kantoren erst einmal die Fastenzeit in den Blick. Vielleicht sind dann musikalische Impulse möglich.

Weitere Informationen zur kirchlichen Chormusik in Neuwied gibt es bei Thomas Sorger, telefonisch unter 0175-4878070 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Vorsänger und Kantoren ermöglichen es mit ihrem Gesang, den ganzen Reichtum des Gotteslobs zu erschließen und ihn im Gottesdienst zu entfalten. Kantoren füllen darüber hinaus eine zentrale liturgische Rolle in Eucharistiefeier und Wortgottesfeier aus. Näheres hierzu gibt es auf www.bistum-trier.de/kirchenmusik/kirchenmusikalische-ausbildung oder in der bischöflichen Kirchenmusikschule unter Tel.: 0651-7105-508

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