Sonntag, 15. Juli 2018

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Die „Koblenzer Kaiserin“ im Rathaus

Auf einem Flur im ersten Stock des Koblenzer Rathauses hängt seit heute ein Bildnis von Kaiserin Augusta. Das Werk hat der Koblenzer Künstler Elias Maya geschaffen und es der Stadt als Dauerleihgabe überlassen. Es ist ein Gemälde zur Koblenzer Geschichte, das auf eine Anregung seiner Frau Angelika Kallenbach anlässlich eines Besuchs des Augusta-Festes zurückgeht. Maya beschäftigte sich mit der historischen Person und schuf in Ölfarbe auf Leinwand ein Gemälde, das auf der rechten Seite die Abstammung der Kaiserin zeigt sowie das eher ungeliebte „preußische“ mit der Symbolfigur des Bismarck. Die linke Seite des Gemäldes ist der glücklichen Koblenzer Zeit gewidmet, es zeigt unter anderem Schloss und Rheinanlagen sowie Hinweise auf ihr karitatives Engagement. Die Mitte des Bildes nimmt das Bildnis der Augusta ein, hier als Portrait von Sabine Schmidt, die die Augusta seit vielen Jahren anlässlich der Augusta-Feste darstellt.

Wo Karl Marx die Armut über den Weg lief

Historiker der Universität Trier machen das soziale Elend im Jahr 1832 in einem digitalen Stadtplan greifbar

In Trier lebte der jugendliche Karl Marx Tür an Tür mit der Armut. Seine Nachbarn Mathias Becker, Mathias Consbrück und Peter Walsdorf beispielsweise hatten ihre liebe Mühe und Not, sich und ihre meist vielköpfigen Familien über Wasser zu halten. Auf seinen Wegen durch Trier begegnete der junge Marx aber noch größerem Elend. Menschen, die sich „dem Trunk ergaben“ oder die wegen ihres hohen Alters oder aufgrund von Krankheiten keinerlei Einkommen hatten. Dank eines außergewöhnlichen Digitalisierungsprojektes kann man sich mit Karl Marx auf einen virtuellen Rundgang durch das Trier des Jahres 1832 begeben.

Entstanden ist diese Präsentation an der Universität Trier unter Leitung von Stephan Laux, Professor für Geschichtliche Landeskunde. Im Eingangsbereich der Ausstellung zum Marx-Jubiläumsjahr im Trierer Stadtmuseum Simeonstift ist die Medienstation seit dem 5. Mai zu sehen. Neuerdings ist sie auch unter der folgenden Domain im Internet zugänglich: www.armenkarte1832.uni-trier.de.

Seit 1831 überzog die Cholera das Land. Arme galten bei der Verbreitung der Krankheit als Risikogruppe. Daher verschafften sich preußische Beamte in Trier 1832 mit Hausbesuchen ein Bild dieser sozialen Gruppe. In ihren Listen erfassten sie nicht nur die Wohnorte und biografischen Daten der Armen. Unter der Rubrik „Moralität“ ist darin etwa über den Tagelöhner Christoph Friedrich zu lesen, er sei „betrügerisch, arbeitsscheu und dem Trunk ergeben“. „Er bettelt, säuft und flucht auf Gott und die Menschen“ wird ein gewisser Martin Görgen beschrieben.

Professor Laux und seinen Mitarbeitern fielen die Armenlisten bei der Arbeit an einer Edition von Quellen zur Geschichte der Stadt Trier in der Frühen Preußenzeit in die Hände. Die darin enthaltenen Angaben zu den armen Familien übertrugen sie in einen um 1845 entstandenen Stadtplan von Trier. Die nunmehr digital verfügbare Version bietet dem Nutzer Straße für Straße einen Überblick über darin lebende mittellose Familien – und vieles mehr. „Das Portal liefert über seine Filterfunktionen Hintergrundinformationen und Auswertungen per Mausklick, die auf herkömmliche Weise aufwendige Recherchen erfordern würden“, erklärt Matthias Schneider, der für die fachwissenschaftliche Umsetzung und Koordination des Projektes in Verbindung mit Niklas Alt (Programmierung) und Peter Albertz (Design), zuständig ist.

„Im Rückenwind des Marx-Jahres war der Fund ein Glücksfall“, erinnert sich Stephan Laux. „Die Armenliste hat uns in die Lage versetzt, den jugendlichen Karl Marx in seinen Raum und seine Zeit einzubetten.“ Im Hinblick auf die wissenschaftliche Aussagekraft dieses Armutskatasters in der Auseinandersetzung mit Marx gibt sich Laux zurückhaltend: „Wir können nicht behaupten, dass wir damit wissen, was Marx geprägt hat. Wir bilden aber ab, was er wahrgenommen haben muss: Marx war in diesen Jahren in seiner Umgebung mit einer lebensbedrohenden Misere konfrontiert.“ Dieses Faktum und die Erkenntnis, dass das Elend eine wichtige Triebfeder seiner Werke war, legen zumindest den Schluss nahe, dass die in der Trierer Armenkarte verbildlichten sozialen und wirtschaftlichen Missstände Karl Marx´ Entwicklung und Werke beeinflusst haben.

Mit der digitalen Armutskarte ist Stephan Laux´ Forschungsinteresse nicht erloschen: „Wir wollen den Weg fortsetzen und einen wissenschaftlichen Mehrwert bieten.“ Zwei Forschungsrichtungen hat er dabei im Blick: Zum einen den Untersuchungszeitraum über die Momentaufnahme des Jahres 1832 hinaus zu erweitern und zum zweiten weitere soziale Gruppen der Stadtbevölkerung ins Blickfeld zu nehmen.

Weitere Informationen: www.armenkarte1832.uni-trier.de

Neuauflage Broschüre zur kulturellen Bildung vorgestellt

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz hat im Rahmen einer Amtsleiterkonferenz die Neuauflage der Broschüre „Angebote der Stadt Koblenz im Bereich der kulturellen Bildung“ vorgestellt.

Kulturelle Bildung ist integraler Bestandteil allgemeiner Bildung und ermöglicht Menschen den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und vermittelt Verständnis für kreative Ausdrucks- und Gestaltungsformen. Kulturelle Bildung kann damit einen wesentlichen Beitrag zur persönlichen Identitätsfindung durch kulturelles Zugehörigkeitsgefühl leisten.

Die städtischen Kultureinrichtungen wirken durch ihre Arbeit für die interessierte Öffentlichkeit faktisch immer auch kulturell bildend. In der Broschüre, die in allen städtischen Kultureinrichtungen ausliegt, werden die städtischen Kultureinrichtungen aufgeführt und deren Angebote in der kulturellen Bildung beschrieben.

Die Heiligen Petrus und Paulus

Gedanken zum Hochfest (Namenstag)  der beiden Hl.  Apostel

Von Hans-Peter Meyer

Wie in jedem Jahr, begehen wir (die Christen) am 29. Juni  das Hochfest der beiden Apostel Petrus (Peter)  und Paulus (Paul). Anlass, sich mit dem Werdegang und dem Wirken der beiden  großen Heiligen zu beschäftigen:.

Petrus wurde  geboren um Christi Geburt in Betsaida (Galiläa), gestorben ist er 64 oder 76 in Rom.

Die Geburt von Paulus erfolgte  um 5 nach Christi Geburt in Tarsos (Türkei), gestorben ist er  67 in Rom.

"Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde." Mit diesen Worten machte Jesus den einfachen Fischer aus Kafarnaum am See Genesareth zu seinem wichtigsten Gefolgsmann. Er war der Sprecher und Anführer der Apostel, und gehörte gemeinsam mit Jakobus und Johannes zu den engsten Vertrauten Jesu. So war er zum Beispiel gemeinsam mit ihnen Zeuge der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.

Als Fischer war Petrus ehr ein praktisch veranlagter Mensch, jedoch nicht frei von Jähzorn. Dies zeigte sich, als er bei der Gefangennahme Jesu dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug. Kurz darauf verleugnete er Jesus drei Mal, was für ihn eine tiefe Schmach darstellte.

Auch nach der Auferstehung und den Pfingstereignissen war Petrus der Kopf der jungen Christengemeinde in Jerusalem. Später ging er nach Antiochien und Kleinasien, um dort zu missionieren. In dieser Zeit wurde er in Jerusalem von Jakobus vertreten. Schließlich reiste er nach Rom, um auch dort den Glauben zu verkünden. Dort fiel er der Christenverfolgung des Kaisers Nero zum Opfer, der ihn, vermutlich in seinen Gärten unweit des heutigen Vatikan, kreuzigen ließ. Die Überlieferung, dass Petrus auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten hängend ans Kreuz geschlagen wurde, ist nie wissenschaftlich bestätigt worden. Man hält sie aufgrund der historischen Gegebenheiten im römischen Reich für eher unwahrscheinlich.

Paulus, der aus Tarsos stammte, und von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt hatte, hieß ursprünglich Saulus. Er war ein frommer Jude, der in der neuen Bewegung mit ihrem gekreuzigten Messias einen Affront gegen die religiösen Überzeugungen des ganzen Volkes sah. Das machte ihn zu einem fanatischen Christenverfolger, der in ganz Judäa gefürchtet war. Als er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort eine groß angelegte Verfolgungsaktion durchzuführen, da erschien ihm vor den Toren der Stadt der Gekreuzigte und bekehrte ihn. Vollkommen überwältigt von dieser Erscheinung sank Paulus, wie er von nun an hieß, zu Boden und konnte nicht mehr sehen, bis ihn in Damaskus ein Jünger des Herrn heilte und ihm anschließend die Taufe spendete.

Paulus reiste fortan als Missionar durch den ganzen Mittelmeerraum. Mit den Gemeinden, die er besuchte oder neu gründete, hielt er durch Briefe Kontakt, die uns heute noch im Neuen Testament überliefert sind. Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane).

Über die Grabstätte Petri baute man im Mittelalter den ersten Petersdom, der im 16. Jahrhundert in der uns heute bekannten Form neu gebaut wurde. Die Reliquien des Apostels Paulus befinden sich in der Kirche San Paolo fuori le mura in Rom.

Brauchtum

Petrus wird in unseren Breiten oft als "Wetterheiliger" verehrt, der im Himmel thront. Dies basiert auf der Vorstellung, dass der Heilige am Himmelstor die Geschicke au Erden überblickt. Jesus selbst hatte ja zu Petrus gesagt: "Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben."

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heißt "der Fels", "Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Namensableitungen:

Von "Petrus" lassen sich folgende Namen ableiten: Peter, Peer, Pedro, Perez, Perino, Piet, Pieter, Pit. Von "Paulus" gibt es folgende Ableitungen: Paul,  Paolo, Pablo, Pal, Pavel.

Darstellung:

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt. Paulus wird dargestellt als Apostel mit Buch und Schwert.

Patron:

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigießer, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büße, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fußleiden und Diebstahl.

Paulus ist Patron der Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte.

Viele Christen erbitten  in Nöten und Gefahren im Gebet um  Hilfe  bei den  beiden Heiligen Aposteln Petrus und Paulus.

© Hans-Peter Meyer

Die Jahreszeit Sommer – Gedanken und Reflexionen zum Sommeranfang

Von Hans-Peter Meyer

Der Sommer liegt zwischen den Jahreszeiten Frühling und Herbst und ist die wärmste Jahreszeit in der gemäßigten und arktischen Klimazone.

Aus astronomischer Sicht beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende und dauert bis zur Herbsttagundnachtgleiche (An diesem Tage sind überall auf der Erde der Tag und die Nacht mit 12 Stunden gleich lang).

Am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis.

Auf der nördlichen Halbkugel umfasst der Sommer die Zeit vom 21. Juni oder 22. Juni bis zum 22. September oder 23. September.

Auf der südlichen Halbkugel hingegen dauert der Sommer vom 21. Dezember oder 22. Dezember bis zum 20. Februar oder 21. Februar.

Wenn man von Nordsommer und Südsommer spricht, so ist damit jeweils der Sommer auf der Südhalbkugel und Nordhalbkugel gemeint.

Wie auch die anderen Jahreszeiten wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Der Grund dafür ist der wandernde Zenitstand der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis.

Weil die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang.

Auch sind die Nordsommer wegen der Sonnenferne etwas milder als die Südsommer.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Sommer aber schon am 1. Juni. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu.

Der Frühling endet für die Meteorologen im Mai. Der Sommer umfasst somit auf der Nordhalbkugel die Monate Juni, Juli und August.

Der Frühsommer liegt zwischen dem Vollfrühling und dem Hochsommer.

Er ist die Blütezeit der Wiesen, hier blühen jetzt viele bunte Sommerblumen. Viele Insekten fliegen von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu sammeln, und daraus Honig zu machen.

Auf den Getreidefeldern wachsen in den Ähren bereits die Körner. Gegen Ende des Frühsommers beginnen die Bauern mit der Heuernte.

Der Hochsommer ist gewöhnlich die heißeste Jahreszeit und liegt in Deutschland meistens in den Monaten Juli und August.

Viele Früchte sind bereits reif (Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen) und können gepflückt werden. In der Landwirtschaft wird jetzt das Getreide auf den Feldern geerntet.

Der Spätsommer liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst.

Jetzt blüht das Heidekraut und einige frühe Obstsorten werden reif.

In der Landwirtschaft ist man mit der zweiten Heuernte beschäftigt, nur die Kartoffelfelder und Maisfelder werden erst später im Herbst abgeerntet.

Viele Menschen freuen sich ganz besonders auf den Sommer, denn die Tage sind lang und sonnig und man kann sich viel im Freien aufhalten. In vielen Ländern Europas beginnen im Juli oder August die Sommerferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen nehmen ihren Jahresurlaub. Daher ist auch im Sommer die Hauptreisezeit.

Auch die Jahreszeit Sommer ist ein Wunderwerk unserer Schöpfungsgeschichte.

© Hans-Peter Meyer

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