Dienstag, 25. Juni 2019

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Die Heiligen Petrus und Paulus

Gedanken zum Hochfest (Namenstag)  der beiden Hl.  Apostel

Foto: Die Apostel Petrus (l) und Paulus (r) sind auf dem Petersplatz in Rom in Stein gehauen

Von Hans-Peter Meyer

Wie in jedem Jahr, begehen wir (die Christen) am 29. Juni  das Hochfest der beiden Apostel Petrus (Peter)  und Paulus (Paul). Anlass, sich mit dem Werdegang und dem Wirken der beiden  großen Heiligen zu beschäftigen:.

Petrus wurde  geboren um Christi Geburt in Betsaida (Galiläa), gestorben ist er 64 oder 76 in Rom. Die Geburt von Paulus erfolgte  um 5 nach Christi Geburt in Tarsos (Türkei), gestorben ist er  67 in Rom.

"Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde." Mit diesen Worten machte Jesus den einfachen Fischer aus Kafarnaum am See Genesareth zu seinem wichtigsten Gefolgsmann. Er war der Sprecher und Anführer der Apostel, und gehörte gemeinsam mit Jakobus und Johannes zu den engsten Vertrauten Jesu. So war er zum Beispiel gemeinsam mit ihnen Zeuge der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.

Als Fischer war Petrus ehr ein praktisch veranlagter Mensch, jedoch nicht frei von Jähzorn. Dies zeigte sich, als er bei der Gefangennahme Jesu dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug. Kurz darauf verleugnete er Jesus drei Mal, was für ihn eine tiefe Schmach darstellte.

Auch nach der Auferstehung und den Pfingstereignissen war Petrus der Kopf der jungen Christengemeinde in Jerusalem. Später ging er nach Antiochien und Kleinasien, um dort zu missionieren. In dieser Zeit wurde er in Jerusalem von Jakobus vertreten. Schließlich reiste er nach Rom, um auch dort den Glauben zu verkünden. Dort fiel er der Christenverfolgung des Kaisers Nero zum Opfer, der ihn, vermutlich in seinen Gärten unweit des heutigen Vatikan, kreuzigen ließ. Die Überlieferung, dass Petrus auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten hängend ans Kreuz geschlagen wurde, ist nie wissenschaftlich bestätigt worden. Man hält sie aufgrund der historischen Gegebenheiten im römischen Reich für eher unwahrscheinlich.

Paulus, der aus Tarsos stammte, und von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt hatte, hieß ursprünglich Saulus. Er war ein frommer Jude, der in der neuen Bewegung mit ihrem gekreuzigten Messias einen Affront gegen die religiösen Überzeugungen des ganzen Volkes sah. Das machte ihn zu einem fanatischen Christenverfolger, der in ganz Judäa gefürchtet war. Als er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort eine groß angelegte Verfolgungsaktion durchzuführen, da erschien ihm vor den Toren der Stadt der Gekreuzigte und bekehrte ihn. Vollkommen überwältigt von dieser Erscheinung sank Paulus, wie er von nun an hieß, zu Boden und konnte nicht mehr sehen, bis ihn in Damaskus ein Jünger des Herrn heilte und ihm anschließend die Taufe spendete.

Paulus reiste fortan als Missionar durch den ganzen Mittelmeerraum. Mit den Gemeinden, die er besuchte oder neu gründete, hielt er durch Briefe Kontakt, die uns heute noch im Neuen Testament überliefert sind. Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane).

Über die Grabstätte Petri baute man im Mittelalter den ersten Petersdom, der im 16. Jahrhundert in der uns heute bekannten Form neu gebaut wurde. Die Reliquien des Apostels Paulus befinden sich in der Kirche San Paolo fuori le mura in Rom.

Brauchtum

Petrus wird in unseren Breiten oft als "Wetterheiliger" verehrt, der im Himmel thront. Dies basiert auf der Vorstellung, dass der Heilige am Himmelstor die Geschicke au Erden überblickt. Jesus selbst hatte ja zu Petrus gesagt: "Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben."

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heißt "der Fels", "Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Namensableitungen:

Von "Petrus" lassen sich folgende Namen ableiten: Peter, Peer, Pedro, Perez, Perino, Piet, Pieter, Pit. Von "Paulus" gibt es folgende Ableitungen: Paul,  Paolo, Pablo, Pal, Pavel.

Darstellung:

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt. Paulus wird dargestellt als Apostel mit Buch und Schwert.

Patron:

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigießer, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büße, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fußleiden und Diebstahl.

Paulus ist Patron der Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte.

Viele Christen erbitten  in Nöten und Gefahren im Gebet um  Hilfe  bei den  beiden Heiligen Aposteln Petrus und Paulus.

© Hans-Peter Meyer

Fronleichnam und seine Bedeutung

Gedanken zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Von Hans-Peter Meyer

Fronleichnam ist ein römisch katholischer Feiertag, der in einigen deutschen Bundesländern gesetzlich als Feiertag festgeschrieben ist.
Das Fronleichnamsfest findet genau zehn Tage nach Pfingsten statt und fällt somit immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
Den spirituellen Inhalt des Festes kann man bereits über die Etymologie seiner Bezeichnung herausfinden. Das althochdeutsche Wort "fron" steht für "Herr", die Bezeichnung "Leichnam" bedeutet übersetzt so viel wie "Leib". Damit weist bereits der Name auf die zentralen Elemente der Eucharistiefeier hin.

Das Fronleichnamsfest, das den Beinamen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" trägt, wurde zum erstmals im Jahr 1246 in der Diözese Lüttich fest eingeführt.
Die theologische Grundlage für das Fronleichnamsfest wurde mit dem von 1213-1215 stattfindenden vierten Laterankonzil gelegt, auf dem die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die so genannte Transsubstantiationslehre, offiziell zum Dogma erklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war aber an einem Feiertag zu ehren dieses Sakraments noch nicht zu denken.
Dies änderte sich erst durch die Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich, die seit 1207 im  Kloster Mont Cornillon lebte und dort regelmäßig von ihren Visionen berichtete. In einer dieser Visionen sei ihr Jesus Christus erschienen und habe ihr über ein Gleichnis mitgeteilt, dass es sein Wunsch sei, dass dem Altarssakrament ein eigener Festtag gewidmet werde.
Nach dem Tod der später heilig gesprochenen Juliana im Jahr 1258, setzte ihr Freundin Eva, heute bekannt unter dem Beinamen "die Seelige" , ihr Werk fort. Auf ihr Drängen hin bemühte sich Heinrich von Geldern, der damalige Bischof von Lüttich bei Papst Urban IV um ein entsprechendes Dekret. 1264 kündige Papst Urban IV, der vor der Wahl zum Papst Archidiakon in Lüttich war, in einem Brief an, dass Fronleichnamsfest allgemein einzuführen.
Bedingt wurde diese Einführung durch das so genannte "Blutwunder von Bolsena" aus dem Jahr 1263. Der sich auf Pilgerfahrt nach Rom befindende böhmische Priester Peter von Prag feierte in der nach Christina von Bolsena benannten Kirche Messe. Sein erschütterter Glaube an die Transsubstantiation während der Eucharistiefeier fand neue Festigung, als während der Gabenbereitung aus der Hostie einige Tropfen Blut auf das Tuch, auf dem Kelch und Hostienteller standen, tropften.
Dieses Wunder war für Papst Urban IV der letzte Beweis, den Drängen nach einem Feiertag für das Altarssakrament endgültig nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin noch nicht festgelegt, dies erfolge erst 1317 durch Papst Johannes XXII.
Das Fronleichnamsfest erfreute sich bei der Bevölkerung relativ schnell einer großen Begeisterung, was vor allem auf die prachtvollen Fronleichnamsprozessionen zurückzuführen ist. Bei diesen Prozessionen trägt der Priester die "Monstranz", in welcher die Hostie verwahrt wird, durch die Straßen, während ihm die Gemeinde folgt. An in der Regel insgesamt vier verschiedenen Altären werden Fürbitten gebetet und Segenssprüche verteilt. Dieser Form der Prozession, die auch heute noch beibehalten wird, lässt sich aufgrund von Zeugnissen bis mindestens auf das Jahr 1273 zurückdatieren, als in Benediktbeuern die erste Fronleichnamsprozession abgehalten wurde. Für das Jahr 1277 ist außerdem die erste Prozession für die Stadt Köln verbrieft.
Konflikte um das Fronleichnamsfest entbrannten während der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther war ein entschiedener Gegner des Festes, weil dieses seiner Ansicht nach einer Art Reliquienkult gleichkomme und nicht selten zur Gewinnung von Ablassgeldern genutzt werde.
Die katholische Kirche reagierte auf dem von 1545-1563 tagenden Konzil von Trient, bei dem das Fronleichnamsfest zu einer Art von gegenreformatorischer Machtdemonstration aufgewertet wurde.
Dieser Konflikt führte dazu, dass die Katholiken in bestimmten Gebieten wie z.B. Teilen der USA bis heute auf die Fronleichnamsprozession verzichten, da sie fürchten, dass die Prozession als Provokation aufgefasst werden könnte.

In hiesigen Landen wird Fronleichnam immer noch der alten Tradition entsprechend mit einer Prozession durch die Straßen mit Priester und Monstranz gefeiert, wobei die  katholischen Christen ihre Religion auch in der Öffentlichkeit bekunden können und dies  zur Festigung des Glaubens beitragen soll.

©  Hans-Peter Meyer

Kaffeekonzert FRECHBLECH

MONTABAUR. Mit flotter und beschwingter Musik lud Frechblech, das Soloquintett des Evangelischen Dekanats Westerwald unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, zu einem frühsommerlichen Kaffeekonzert nach dem Gottesdienst vor der Pauluskirche in Montabaur ein.

Es musizierten Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn), Ben Bereznai (Basstrompete) und Jens Schawaller (Helikon).

Das nächste Sommerkonzert mit Frechblech findet am Samstag, dem 07.09.2019 um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche von Neunkirchen statt.

DR Kongo: Die aktuelle Lage

2. Fachtagung „DR Kongo“ am Samstag, 15. Juni in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz

Zur Fachtagung „DR Kongo“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) mit pax christi – Deutsche Sektion e.V. am Samstag, 15. Juni 2019 von 10.00 – 17.30 Uhr nach Mainz ein. Der Eintritt ist frei!
Im Gerty-Spies-Saal (Am Kronberger Hof 6) der LpB wird eine aktuelle Bestandsaufnahme versucht und analysiert, wie es um die Demokratisierung nach den zurückliegenden Wahlen steht.
Die Tagung ist eine Kooperation mit pax christi Rhein-Main Regionalverband Limburg-Mainz, Dialog International e.V. und der DFG-VK Bildungswerk Hessen.

Zum Thema
Vom Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Kongo als Privatbesitz des belgischen Königs mit schlimmsten Gräueltaten ausgeplündert, Millionen Tote waren die Folge extremer Ausbeutung. Und die Geschichte des Kongo ist bis heute von Gewalt und Ausbeutung geprägt. Nach fast 60 Jahren Unabhängigkeit ist die heutige Demokratische Republik Kongo weiter ein verlorenes Land mit enormem Rohstoff-Reichtum, doch leidendem Volk. Opfer seines Reichtums oder seiner politischen Führer?
Die Fachtagung bietet eine Bestandsaufnahme: Demokratisierung, interne und externe Akteure, ein Rückblick auf die Wahlen Ende 2018 und weitere Bereiche. Kurz gesagt, ein Überblick, um die Situation der DR Kongo heute besser zu verstehen.

Konvent der nebenamtlichen Kirchenmusiker*innen


WESTERBURG. Zum ersten Mal fand der gemeinsame Konvent der ehren- und nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker des Evangelischen Dekanates Westerwald im neuen Karl-Herbert-Haus in Westerburg statt. Damit trafen sich etliche Ehren- und Nebenamtliche der Kirchenmusik aus dem gesamten Kreisgebiet in gemütlicher Runde im Haus der Kirche, um einander zu begegnen und sich sowohl fachlich als auch menschlich auszutauschen. Mit Monika Schlößer als Vorsitzende des Kirchenmusikausschusses des Dekanates führte eine kompetente und hochaktive Musikerin durch den Abend, die bereits auf viele Jahre Erfahrung in dieser Ausschussarbeit zurückblickt. Dekanatskantor Jens Schawaller und Kantorin im Dekanat Eva Maria Mombrei (beide Klavier und Gesang) musizierten im Verlauf des Abends gemeinsam mit den weiteren Ausschussmitgliedern Ricarda Schneider, Dorit Engel, Christiane Löflund-Fries und Thilo Müller (jeweils Gesang) und mit allen Anwesenden aus dem EG Plus Lieder in unterschiedlichen Stilen und Schwierigkeitsgraden. Darüber hinaus stellte Monika Schlößer Eckpunkte zu den Themengebieten Datenschutz und Urheberrecht in der Kirchenmusik vor und diskutierte im Plenum u. a. den Umgang mit der Organisation des aktuellen und zukünftigen Orgelvertretungsbedarfs im Dekanat. Auch wurden Ideen zu einem möglichen Dekanatskirchenmusiktag ausgetauscht und ein Meinungsbild zur aktuell herrschenden Praxis des kirchenmusikalischen Kasualdienstes erstellt, um es an das Propsteikantorat weiterzugeben. Dass dies ein Konvent von besonderer menschlicher und fachlicher Qualität war – darin waren sich alle Beteiligten und Gäste einig, die abends fröhlich nach Hause gingen.

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