Dienstag, 07. Juli 2020

Letztes Update:04:42:28 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Konvent der nebenamtlichen Kirchenmusiker*innen


WESTERBURG. Zum ersten Mal fand der gemeinsame Konvent der ehren- und nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker des Evangelischen Dekanates Westerwald im neuen Karl-Herbert-Haus in Westerburg statt. Damit trafen sich etliche Ehren- und Nebenamtliche der Kirchenmusik aus dem gesamten Kreisgebiet in gemütlicher Runde im Haus der Kirche, um einander zu begegnen und sich sowohl fachlich als auch menschlich auszutauschen. Mit Monika Schlößer als Vorsitzende des Kirchenmusikausschusses des Dekanates führte eine kompetente und hochaktive Musikerin durch den Abend, die bereits auf viele Jahre Erfahrung in dieser Ausschussarbeit zurückblickt. Dekanatskantor Jens Schawaller und Kantorin im Dekanat Eva Maria Mombrei (beide Klavier und Gesang) musizierten im Verlauf des Abends gemeinsam mit den weiteren Ausschussmitgliedern Ricarda Schneider, Dorit Engel, Christiane Löflund-Fries und Thilo Müller (jeweils Gesang) und mit allen Anwesenden aus dem EG Plus Lieder in unterschiedlichen Stilen und Schwierigkeitsgraden. Darüber hinaus stellte Monika Schlößer Eckpunkte zu den Themengebieten Datenschutz und Urheberrecht in der Kirchenmusik vor und diskutierte im Plenum u. a. den Umgang mit der Organisation des aktuellen und zukünftigen Orgelvertretungsbedarfs im Dekanat. Auch wurden Ideen zu einem möglichen Dekanatskirchenmusiktag ausgetauscht und ein Meinungsbild zur aktuell herrschenden Praxis des kirchenmusikalischen Kasualdienstes erstellt, um es an das Propsteikantorat weiterzugeben. Dass dies ein Konvent von besonderer menschlicher und fachlicher Qualität war – darin waren sich alle Beteiligten und Gäste einig, die abends fröhlich nach Hause gingen.

Was ist Pfingsten? Eine verständliche Darstellung der Gaben des Heiligen Geistes.

Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort  Pentekoste her, das einen fünfzigsten Tag bezeichnet. Pfingsten ist eines der großen christlichen Feste. Darum wird es in unserem Land zwei Tage hindurch begangen. Es wird fünfzig Tage nach Ostern gefeiert und bezeichnet den Abschluss der Osterzeit. Doch trägt das Pfingstfest  auch eigene Akzente. In ihm lebt, freilich verwandelt, ein im Alten Testament bezeugtes jüdisches Fest weiter: Im Buch Exodus wurde das „Fest der Erstlingsfrüchte von der Weinernte“, als Fest am fünfzigsten Tag bezeichnet, also als Pfingstfest (Ex 34,22). Nach dem Buch Deuteronomium war es auch eines der Wallfahrtsfeste im Laufe des Jahres (vgl. Dt. 6,9-12).

Aufgrund der Ostererfahrung der Christen erhielt das jüdische Pfingstfest, auch Wochenfest“ genannt, eine neue Bedeutung: als die junge Christengemeinde am Pfingstfest versammelt war, wurde sie vom Heiligen Geist erfüllt, so berichtet die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Es erfüllte sich, was der Prophet Joel vorausgesagt hatte: „Ich (Jahwe)…werde von meinem Geiste ausgießen über alles Fleisch…“ Die erste Frucht der Begabung mit dem Heiligen Geist war der Glaube an Jesus, denn, so Paulus, „niemand kann sagen: Herr ist Jesus, außer im Heiligen Geist“ (1. Kor  12,3) Aber auch andere Früchte zeigten sich bei den an Pfingsten Versammelten: Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,  Selbstbeherrschung“ (Gal  5,22 f). Am Pfingstfest ereignete sich darüber hinaus das Sprachenwunder. Die, die den Christen begegneten, hörten sie in ihren eigenen Sprachen reden und verstanden sie – ein Hinweis, dass das Evangelium nun in alle Völker hineingetragen werden soll. Die Kirche ist ja Gottes neues Volk aus Juden und Heiden.

Dass Pfingsten am fünfzigsten Tag nach Ostern gefeiert wird, hat seinen Grund zum einen in seiner alttestamentarischen Herkunft und zum anderen darin, dass die vom Evangelisten Lukas  stammenden  Berichte in der Apostelgeschichte von einem zeitlichen  Abstand zischen Ostern und Pfingsten ausgehen. Dies hat zur heutigen Praxis geführt. Sachlich wäre es auch denkbar gewesen, die innere Zusammengehörigkeit des Oster- und Pfingstgeheimnisses stärker zu betonen – Sinne der Texte des Johannesevangeliums. Denn dort schenkt der auferstandene Christus seinen Jüngern den Heiligen Geist bereits bei seiner Begegnung mit ihnen am Abend des „ersten Tages der Woche“ also am Ostertag selbst (Joh  20, 19-23).

Nach dem Bericht des Lukas in der Apostelgeschichte gingen dem Pfingstfest einige Tage voraus, an denen die Jünger Jesu zusammen mit Maria, der Mutter Jesu, und einige anderen aus der christlichen Urgemeinde zum Gebet versammelt waren (Apg 1, 12-14) An dieses Beten erinnert die bis heute lebendige Praxis der Pfingstnovene. Vor Pfingsten beten Christen neun Tage hindurch um die Gaben des Heiligen Geistes für sich selbst und für die Kirche und die Welt. Seit einiger Zeit kommt in den Gebeten der Pfingstnovene ein ergänzender Akzent zum Tragen: Christen aus den verschiedenen Kirchen und Konfessionen beten um die Einheit der Christenheit.

© Hans-Peter Meyer

Kulturehrennadel 2019

Mit der Ehrennadel für kulturelles Engagement im Ehrenamt, oder kurz der Kulturehrennadel, werden in diesem Jahr Elisabeth Hansen, Dr. Dr. Reinhard Kallenbach und Friedel Vetters ausgezeichnet, teilt Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz mit.

Elisabeth Hansen ist Malerin und Grafikerin und seit 1988 in der Arbeitsgemeinschaft der Künstler am Mittelrhein (AKM) Seit 2011 ist sie Vorsitzende der AKM und verantwortlich für die zahlreichen Ausstellungen bildender Künstler vom Mittelrhein etwa im Haus Metternich.

Reinhard Kallenbach, in Koblenz geborener Publizist, Historiker und Städtebau- und Infrastrukturhistoriker, studierte in Marburg und Würzburg. 1995 promovierte er im Fachbereich Architektur, Raum- und Umweltplanung, Bauingenieurwesen an der Universität Kaiserslautern zum Thema: „Die Koblenzer Altstadt. Entwicklung, Planung und Schicksal der historischen Bürgerhäuser“. 2007 schloss Kallenbach sein zweites Dissertationsprojekt ab. Mit der Arbeit „Leben und Leiden in Koblenz“ promovierte er an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Bisher entstanden gut 3000 journalistische Beiträge von ihm, mit besonderem Schwerpunkt auf den Bereichen Stadtentwicklung, Stadtgeschichte, Denkmalpflege, Hochschulen und regionale Wirtschaft lagen und liegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das heimische Brauchtum, wobei das Karnevalsgeschehen (und seine Geschichte) in seiner Heimtatstadt Koblenz im Mittelpunkt steht.
In seinem Unternehmen, das im Januar 1997 gegründet wurde, entstehen rund 40 Fachbücher, Bildbände und Broschüren.

Mit Friedel Vetters wird ein Gründungsmitglied des Fördervereins Cafe Hahn e. V. geehrt, der seit 26 Jahren Schatzmeister und gute Seele des Vereins ist.
Er kümmert sich um alle organisatorischen Belange des Vereins, etwa die Pflege der Mitgliederdatei, Verbuchung der Ein- und Ausgaben, Abrechnung von Veranstaltungen, Führung der Bankkonten und der Kasse sowie die Abgabe von Steuererklärungen. Ferner wirkt er auch bei der Programmgestaltung und Abwicklung der über 40 Veranstaltungen pro Jahr mit.

Die Kulturehrennadel wird seit 2007 jährlich an höchstens drei Personen verliehen. Die Preisträger werden durch Kulturdezernentin Theis-Scholz und die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen im Rat ausgewählt.

Treffen der Kulturehrennadelpreisträger


Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz lud die ehemaligen Kulturehrennadelpreisträger zu einem gemeinsamen Treffen ein. Sie hob hervor, dass alle Träger der Kulturehrenadel aufgrund ihrer jeweiligen Verdienste im Kulturbereich ausgezeichnet worden seien, diese aber als Akteure alle auch weiterhin prägende und wichtige Schlüsselfiguren in der Gestaltung des Kulturraums der Stadt seien. Dem Kreis der Kulturehrennadelpreisträger gehören viele Persönlichkeiten an, die mit beratender Stimme und Einschätzung in Kulturfragen zum vielfältigen Meinungsaustausch in Koblenz beitragen.
Anerkennungskultur für herausragendes und besonderes Engagement sei daher ein wichtiger Garant für die Kontinuität des Interesses und der Beteiligung am Ehrenamt und müsse deshalb auch gepflegt werden.
Neben dem Kulturfrühstück, dem Kulturforum, regelmäßig stattfindendem Kultursymposium  und der Kultursprechstunde soll das Treffen der Kulturehrennadelpreisträger als weiterer Baustein der Maßnahmen zur Erweiterung des Dialogs der Kulturschaffenden und Kulturbetreiber im Kulturraum verstanden werden.

Was ist Christi Himmelfahrt – Eine einfache Darstellung der Bedeutung...

Von Hans-Peter Meyer

40 Tage nach Ostern feiert die Kirche das Fest Christi Himmelfahrt. Die Evangelisten Markus und Lukas erwähnten das Ereignis fast beiläufig. So finden wir im Evangelium des Lukas die lapidare Aussage: „ Und während er sie segnete, wurde er zum Himmel emporgehoben“  (Lk, 24,51)

In der Apostelgeschichte, den Erzählungen aus der Feder des Evangelisten Lukas, die mit Ereignissen  nach der Auferstehung Jesu beginnen , finden sich weitere Hinweise auf die Himmelfahrt Jesu: „Ihnen (den Aposteln) hat er (Jesus) durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt: vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen“ (Apg 1,3)

Und nach der Ankündigung, dass sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und für ihn bis an die Grenzen der Erde auftreten würden, heißt es: „Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach dem Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen (Apg, 1,9-11

Im Verständnis der Christen beginnt mit der Himmelfahrt Jesu ein neuer Abschnitt der Heilsgeschichte. Der Tod Jesu und die Nachricht des Engels, dass er  von den Toten auferstanden sei, sind die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens. Doch die Kirche in der Nachfolge Jesu baut zudem auf der konkreten Erfahrung mit dem Auferstandenen auf.

Die mit den Sinnen zu erfassende  Präsenz Jesu nach der Auferstehung,   die sich vor allem im gemeinsamen Teilen des Brotes  zeigt, gibt den Aposteln die Gewissheit, dass das mit Jesu Wirken  in der Welt begonnene Heilsgeschehen weiter geht. Nach dem Jesu von den Jüngern gegangen war, so schreibt Lukas im Evangelium, „kehrten sie in großer Freude Nach Jerusalem zurück“ (Lk 24,52b) Was ihnen bleibt, ist die frohe  und froh machende Heils-Botschaft des Gottes, der die Menschen liebt und errettet.

Gottes Eintauchen in die Geschichte der Menschen durch die Person des Mensch gewordenen Sohnes Gottes ist mit der Himmelfahrt  Jesu zu Ende – endgültig. Nun liegt es an den Aposteln und an allen, die in der Nachfolge Jesu stehen. Den Auftrag Jesu in der Welt sichtbar zu machen. -  Das ist Christi Himmelfahrt.

Hans-Peter Meyer

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL