Samstag, 23. Oktober 2021

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Kick-off zur Singbus-Tour durch Rheinland-Pfalz

Kick-off-Veranstaltung ist ein Vernetzungstreffen in Lachen-Speyerdorf. Der Kinderchorland-Preis geht an die Junge Kantorei St. Maria aus Kaiserslautern sowie weitere Förderpreise an 13 Kinder- und Jugendchöre in Rheinland-Pfalz.

Vom 28. August bis 9. September rollt der Kinderchorland-Singbus durch Rheinland-Pfalz und macht in fünf Regionen Station. Kick-off-Veranstaltung zu dieser zehntägigen Tour ist das Vernetzungstreffen in Neustadt/Weinstraße, Ortsteil Lachen-Speyerdorf. Der Kinderchorland-Preis Rheinland-Pfalz wurde bereits vorab, via Online-Call, an die Junge Kantorei St. Maria aus Kaiserslautern vergeben und Förderpreise an 13 Kinder- und Jugendchöre aus ganz Rheinland-Pfalz, von Plaidt bis Herxheim.

Mit einem umfangreichen Workshoptag der Jurymitglieder und einem Singen auf dem Neustadter Marktplatz wird es am 28. August eine wirkliche Kick-off-Veranstaltung geben. Die beiden Vernetzungstage – am 28. und 29. August – geben den Startschuss für die Rheinland-Pfalz-Tour des Kinderchorland-Singbusses, der danach in weiteren vier Stationen im Land Halt machen wird: In der Region Nordwestpfalz, der Naheregion, der Region Rheinhessen und der Region Mittelrhein. Dort, in Saffig, endet die Tournee, die zuvor von Kusel über Merxheim und Gau-Bischofsheim führte.

Junge Kantorei Sankt Maria erhält Kinderchorland-Preis Rheinland-Pfalz

Unabhängig davon, ob sich ein Kinderchor als Singbushaltestelle in Rheinland-Pfalz beworben hat, lobte die Deutsche Chorjugend, gemeinsam mit dem Chorverband Rheinland-Pfalz und dem Chorverband der Pfalz, den mit 1.500 Euro dotierten Kinderchorland-Preis Rheinland-Pfalz aus. Die Junge Kantorei St. Maria aus Kaiserslautern, geleitet von Maximilian Rajczyk, hatte die mit Juliane Berg, Martin Folz, Prof. Fabian Sennholz und Giorgina Kazungu-Haß hochkarätig besetzte Jury am meisten beeindruckt: „Die nachhaltigen Strukturen durch aufeinander aufbauende Chorgruppen werden durch das Herzblut ergänzt, das in jeder Probe spürbar ist. Hier sollen die Kinder begeistert werden und die unglaubliche Freude am Singen erleben, die nur durch die eigene Stimme – ‚unser ureigenstes und das natürlichste Instrument‘ – erfahrbar wird. Diese Stimme wird aber auch zur Beteiligung genutzt. Denn hier dürfen alle Kinder mitentscheiden und ihre Ideen einbringen“, so die Begründung der Jury. „Aufgrund von zusätzlicher intensiver Vernetzung, aktiver Nachwuchsarbeit und eines sehr durchdachten pädagogischen Konzepts lebt die Junge Kantorei St. Maria gute Kinderchorarbeit auf allen Ebenen.“

Als Gewinnerchor erhielt die Junge Kantorei St. Maria die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung und bekommt darüber hinaus nun die Möglichkeit, beim Vernetzungs- und Fachtreffen am 28. August in Lachen-Speyerdorf aufzutreten und dort auch eine offene Probe zu halten.

Weitere Förderpreise der Chorverbände

13 weitere Kinder- und Jugendchöre erhielten jeweils den Förderpreis im Wert von 500 Euro. Die Chorverbände Rheinland-Pfalz und der Pfalz vergaben die Preise für gute Konzepte zur zukunftsgerichteten, zukunftssichernden Kinderchorarbeit an den Südwestpfälzer Kinderchor aus Annweiler am Trifels; den St.-Martins-Chor Bad Ems; den Kinder- und Jugendchor Juventus Vocalis Dannstadt-Schauernheim sowie Kinder- und Jugendchor Südpfalzlerchen Herxheim; Kinder- und Jugendchor Insheim; Kinderchor Kastellauner Kirchturmspatzen der Chorakademie Kastellaun; Singschule Koblenz; Die Kolibris Koblenz-Pfaffendorf; Singsalabim Mainz; die Junge Kantorei St. Martin; die S(w)inging Kids im Gesangverein 1860 Münchweiler/Alsenz; Jugendchor Oberwesel; Kinder- und Jugendchor Plaidt und D’aChor – der Jugendchor des GV Liedertafel 1868 Worms-Pfiffligheim

Aufgrund ihrer fundierten und kreativen Arbeitsweise erhalten diese Chöre die Sonderpreise in Form von Workshops. „Wir hatten uns dazu entschieden, Förderpreise im Gesamtwert von 7.000 Euro für die weiteren besten Kinderchor-Konzepte zu vergeben“, freuen sich die Tourverantwortlichen gemeinsam mit den Jurymitgliedern zum Kinderchorland-Preis. Um den Kinderchorland-Preis hatten sich insgesamt 14 Kinderchorprojekte aus ganz Rheinland-Pfalz beworben.

Kick-off als positiver Auftakt

„Mit dem Vernetzungstreffen als Kick-off-Veranstaltung wollen wir gleich einen positiven Auftakt machen und das Interesse auch auf die Folgestationen der Tour durch Rheinland-Pfalz lenken“, erklärt Angelika Rübel vom Chorverband der Pfalz, die Projektmanagerin der Rheinland-Pfalz-Tour abschließend.

Literaturpfad macht auf Vielfalt der Literaturlandschaft aufmerksam

Sich während eines gemütlichen Spaziergangs über die literarischen Aktivitäten in und um Koblenz informieren? Dass ist seit einigen Tagen in Koblenz am Clemensplatz gegenüber des Theaters Koblenz möglich. Dort wurde nämlich der Koblenzer Literaturpfad von Theaterintendant Markus Dietze, Literaturprofessor Stefan Neuhaus, der renommierten Schriftstellerin Marlene Streeruwitz und von der Koblenzer Dezernentin für Bildung und Kultur, PD Dr. Margit Theis-Scholz, eingeweiht.

Die Idee des Literaturpfads entstand aus der Mitte der Themenrunde „Literatur“, bei der sich verschiedenste Akteurinnen und Akteure der Literatur in Koblenz sowie der Region regelmäßig austauschen. Der Clemensplatz in der Stadtmitte von Koblenz bietet sich für einen literarischen Rundgang als langfristig nutzbarer und attraktiver Standort an, der Literaturpfad wertet die bisher ungenutzten Grünflächen auf und lädt zu einer längeren Verweildauer ein.

Entlang zweier Längswege stehen nun acht Stelen aus Cortenstahl, welche an ein Lesepult erinnern und mit Textfolien versehen sind. Bei den Inhalten der Folien handelt es sich um Literaturauszüge und Textanreißer, welche zum Weiterlesen anregen sollen.

Weiterhin ist auf jeder Folie ein QR-Code zu finden, der beispielsweise zu einer Leseprobe führt, zu Informationen über die Autorinnen und Autoren oder auch zu einer Projektwebsite. Um den QR-Code einscannen zu können, benötigt man ein entsprechend ausgestattetes Smartphone oder ein anderes technisches Gerät. Mittels einer Scan-App ist es ebenfalls möglich, diese zu decodieren und sich die Inhalte anzeigen zu lassen.

In regelmäßigen Abständen werden die Folien nun ausgetauscht, um die Öffentlichkeit auf die Vielfalt der Literaturlandschaft und auf die Bedeutung des Lesens aufmerksam machen zu können.

Derzeit sind die Stelen mit Textbeiträgen einer der bekanntesten Schriftstellerinnen nicht nur Österreichs, sondern des gesamten deutschen Sprachraums, Marlene Streeruwitz, versehen.

An Marlene Streeruwitz wurde jüngst die erstmals in Koblenz durchgeführte Joseph-Breitbach-Poetik-Dozentur vergeben. Die von der Stadt Koblenz und der Universität Koblenz-Landau getragene Poetik-Dozentur wird ab 2021 für Drama und Lyrik jährlich im Wechsel verliehen. Durch sie sollen Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich mit ihrer Literatur, aber auch mit ihrer Persönlichkeit in der Nachfolge von Joseph Breitbach maßgeblich für Grenzen überschreitende Toleranz und für eine humanere Welt einsetzen.

Durch die Unterstützung unzähliger Literaturakteure aus Koblenz und der Region konnte der Literaturpfad erst möglich gemacht werden. Gefördert wird das Projekt so zum Beispiel durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, die Debeka, die Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung, den Koblenzer Kulturverein sowie durch die Volksbank RheinAhrEifel eG.

35. Schüler- und Jugendwettbewerb 2021: Zwei erste Preise gehen nach Bad Ems

247 Teilnehmende beim Schüler- und Jugendwettbewerb 2021 des Landtags und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz / Die Preisurkunden werden am Montag, 12. Juli 2021, um 10.00 Uhr im Goethe-Gymnasium übergebe

247 Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz beteiligten sich ungeachtet der coronabedingten Widrigkeiten 2021 mit 58 Arbeiten am 35. Schüler- und Jugendwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) und des Landtags Rheinland-Pfalz. Sechs Arbeiten wurden mit einem ersten Preis und weitere sechs Arbeiten mit einem zweiten Preis ausgezeichnet.

Zweimal erhalten Jugendliche aus Bad Ems einen ersten Preis: Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums erhält einen für ihre Textarbeit mit Zeichnungen "Erinnerungen - Jüdische Familien aus Bad Ems". Die begeisterte Jury: "Die Tagebucheinträge und Zeichnungen, die das jüdische Leben in Bad Ems aus der Perspektive von Jüdinnen und Juden aufgreifen, zeigen eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Besonders gelungen ist das Bestreben, die historische Perspektive zu verstehen und zu durchdringen." Einen weiteren ersten Preis erhält eine andere Gruppe für die Videoarbeit "Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bad Ems". Die Jury: "Viele Orte jüdischen Lebens in der Stadt werden in Videos, in die Quellen und Zeitzeugengespräche klug eingebunden sind, dargestellt. Die Gruppe hat einen virtuellen Pfad der Erinnerung durch Bad Ems geschaffen, ihre Leistung ist herausragend!"

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering und der Direktor der Landeszentrale Bernhard Kukatzki loben die Arbeit der jungen Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzer. Hendrik Hering freut sich: "Mein herzlicher Glückwunsch geht an alle Gewinnerinnen und Gewinner! Es zeigt sich auch hier: Junge Menschen interessieren sich für Politik, mischen sich ein und haben eine fundierte Meinung. Sie zeigen, dass ihnen wichtig ist, was bei uns und in der Welt passiert! Und das präsentieren sie mit großartigem Ideenreichtum. Gestalterisch-bildnerische Werke, Textarbeiten, informative Präsentationen sowie Videos beweisen die Spannweite der kreativen Fähigkeiten der Teilnehmenden!" Kukatzki lobt: "Unsere Fachjury hat 2021 an knapp 100 Jugendliche aus 10 Schulen erste und zweite Preise vergeben. Die Arbeiten zeigen vorbildliches Engagement mit kreativen und klugen, künstlerisch-kritischen Auseinandersetzungen zu Themen, die die Gesellschaft bewegen. Die Jugendlichen haben das Motto beim Wort genommen und mitgedacht und mitgemacht."

Zu den vielen attraktiven Preisen des Schüler- und Jugendwettbewerbs gehören u. a. Studien- und Tagesfahrten oder Anschaffungen für Schulklassen und jede Menge Publikationen. 2021 standen die drei Themen "Jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz", "Ich mache mit! - Von Wahlen bis zum Ehrenamt" und "Abstand und Nähe - Veränderungen durch Corona" zur Auswahl. Eine öffentliche Preisverleihung in Mainz muss leider auch dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen.

Eine digitale Alternative wird ab dem 12.7. als Film abrufbar auf den Internetseiten von Landtag und LpB einen Eindruck der prämierten Arbeiten vermitteln. Die Preisurkunden werden am Montag, 12. Juli 2021, um 10.00 Uhr im Goethe-Gymnasium übergeben.

Weitere Informationen können Sie bei der Landeszentrale für politische Bildung
Rheinland-Pfalz unter der Telefonnummer 06131/16-2973 erhalten.

Mehr Infos auch unter https://www.politische-bildung.rlp.de/veranstaltungen/schueler-und-jugendwettbewerb

Kulturrat stellt sich auf der Loreley vor

Acht unabhängige Fachexperten für Kunst und Kultur nehmen ihre Arbeit im UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal auf.

Bei der Pressekonferenz am Mittwoch, den 07. Juli, lernten sich die Mitglieder des neuen Fachgremiums des Zweckverbands Welterbe erstmals persönlich kennen und stellten sich gleichzeitig der Öffentlichkeit vor.

„Kunst und Kultur sind wesentliche Faktoren, um die Lebensqualität für Einheimische und Gäste in unserer Region zu sichern und dienen damit dem Gemeinwohl. Der neue Kulturrat wird zu einer strategischen Weiterentwicklung der regionalen Kulturbranche beitragen und um neue Impulse und Ideen ergänzen.“, so Landrat Frank Puchtler, der zusammen mit Verbandsbürgermeister der VG Loreley und Gastgeber Mike Weiland sowie mit Hansjörg Bathke, Kreisbeigeordneter des Rheingau-Taunus Kreises und neuer stellvertretender Verbandsvorsteher des Zweckverbands die Pressekonferenz eröffnete.

Jedes Ratsmitglied gab ein eigenes Statement zum Stand und den Perspektiven der regionalen Kultur. Diese waren so vielfältig wie die Zusammensetzung des neuen Gremiums selbst. Von sozio-kulturellen Aspekten des Alltagslebens, über die zu stärkende Verbindung von Tourismus und Kultur, über den Umgang mit der Rheinromantik bis hin zum Wert von Bildender Kunst und Literatur für die persönliche Entfaltung und die Bildung einer jeden Person.

Mit dieser vielseitigen Palette an Einschätzungen will der Kulturrat ein möglichst ganzheitliches Bild der kulturellen Landschaft im Welterbegebiet sichtbar machen und ihren Stellenwert stärken. Auch wirbt der Rat damit für eine größere Sichtbarkeit bei den entscheidenden Institutionen auf Landes- und Bundesebene. Kultur im Welterbe ist bereits reichhaltig aber auch ausbaubar. Insbesondere nach den schweren Rückschlägen durch die Corona-Pandemie. Aber auch die BUGA 2029 gibt Anlass, die hiesige Kulturszene belastbar und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dafür braucht es ideelles Engagaement genauso wie finanzielle Förderung und Manpower.

Mit der neuen Stelle des Kulturmanagements beim Zweckverband Welterbe seit Oktober 2020 wurde ein erster Schritt getan. Der Kulturrat hat die Aufgabe, diese Arbeit zu unterstützen und die anstehende Kulturentwicklungsplanung fachlich zu begleiten.

So wird in den nächsten Monaten und Jahren zusammen mit Kunst- und Kulturschaffenden sowie mit Vereinen und Bürgerinitiativen der Region kontinuierlich ein Kulturfahrplan entwickelt werden, der die mittelrheinische Kulturszene mehr zur Geltung bringen und die Macher der Region stärker würdigen soll. So wird noch in diesem Jahr ein Welterbe-Kulturpreis ausgelobt, der im nächsten Jahr – genau richtig zum Jubiläum „20 Jahre Welterbe“ – vergeben werden wird.

Der Rat setzt sich aus den nachfolgenden Mitgliedern zusammen (alphabetisch sortiert):

Matthias Frey, Kulturbeauftragter VG Aar-Einrich

Dr. Martin Lilkendey, Institut für Kunstwissenschaft, Universität Koblenz

Bartel Meyer, Kulturberater RLP Nord, Kulturbüro RLP, Lahnstein

Kristina Neitzert, Geschäftsführerin Romantischer Rhein Tourismus GmbH, Koblenz

Sarah Piller, Kulturmanagerin, Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, St. Goarshausen

Stefan Rees, Leiter Tourist Information der Stadt Boppard

Dr. Matthias Schmandt, Leiter Museum am Strom, Bingen

Sabine Stemmler-Heß, Kulturbeauftragte Rheingau-Taunus-Kreis, Bad Schwalbach

Die Heiligen Petrus und Paulus

Gedanken zum Hochfest (Namenstag)  der beiden Hl.  Apostel

Die Apostel Petrus (l) und Paulus (r) sind auf dem Petersplatz in Rom in Stein gehauen

Von Hans-Peter Meyer

Wie in jedem Jahr, begehen wir (die Christen) am 29. Juni  das Hochfest der beiden Apostel Petrus (Peter)  und Paulus (Paul). Anlass, sich mit dem Werdegang und dem Wirken der beiden  großen Heiligen zu beschäftigen:.

Petrus wurde  geboren um Christi Geburt in Betsaida (Galiläa), gestorben ist er 64 oder 76 in Rom.

Die Geburt von Paulus erfolgte  um 5 nach Christi Geburt in Tarsos (Türkei), gestorben ist er  67 in Rom.

"Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde." Mit diesen Worten machte Jesus den einfachen Fischer aus Kafarnaum am See Genesareth zu seinem wichtigsten Gefolgsmann. Er war der Sprecher und Anführer der Apostel, und gehörte gemeinsam mit Jakobus und Johannes zu den engsten Vertrauten Jesu. So war er zum Beispiel gemeinsam mit ihnen Zeuge der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.

Als Fischer war Petrus ehr ein praktisch veranlagter Mensch, jedoch nicht frei von Jähzorn. Dies zeigte sich, als er bei der Gefangennahme Jesu dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug. Kurz darauf verleugnete er Jesus drei Mal, was für ihn eine tiefe Schmach darstellte.

Auch nach der Auferstehung und den Pfingstereignissen war Petrus der Kopf der jungen Christengemeinde in Jerusalem. Später ging er nach Antiochien und Kleinasien, um dort zu missionieren. In dieser Zeit wurde er in Jerusalem von Jakobus vertreten. Schließlich reiste er nach Rom, um auch dort den Glauben zu verkünden. Dort fiel er der Christenverfolgung des Kaisers Nero zum Opfer, der ihn, vermutlich in seinen Gärten unweit des heutigen Vatikan, kreuzigen ließ. Die Überlieferung, dass Petrus auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten hängend ans Kreuz geschlagen wurde, ist nie wissenschaftlich bestätigt worden. Man hält sie aufgrund der historischen Gegebenheiten im römischen Reich für eher unwahrscheinlich.

Paulus, der aus Tarsos stammte, und von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt hatte, hieß ursprünglich Saulus. Er war ein frommer Jude, der in der neuen Bewegung mit ihrem gekreuzigten Messias einen Affront gegen die religiösen Überzeugungen des ganzen Volkes sah. Das machte ihn zu einem fanatischen Christenverfolger, der in ganz Judäa gefürchtet war. Als er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort eine groß angelegte Verfolgungsaktion durchzuführen, da erschien ihm vor den Toren der Stadt der Gekreuzigte und bekehrte ihn. Vollkommen überwältigt von dieser Erscheinung sank Paulus, wie er von nun an hieß, zu Boden und konnte nicht mehr sehen, bis ihn in Damaskus ein Jünger des Herrn heilte und ihm anschließend die Taufe spendete.

Paulus reiste fortan als Missionar durch den ganzen Mittelmeerraum. Mit den Gemeinden, die er besuchte oder neu gründete, hielt er durch Briefe Kontakt, die uns heute noch im Neuen Testament überliefert sind. Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane).

Über die Grabstätte Petri baute man im Mittelalter den ersten Petersdom, der im 16. Jahrhundert in der uns heute bekannten Form neu gebaut wurde. Die Reliquien des Apostels Paulus befinden sich in der Kirche San Paolo fuori le mura in Rom.

Brauchtum

Petrus wird in unseren Breiten oft als "Wetterheiliger" verehrt, der im Himmel thront. Dies basiert auf der Vorstellung, dass der Heilige am Himmelstor die Geschicke au Erden überblickt. Jesus selbst hatte ja zu Petrus gesagt: "Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben."

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heißt "der Fels", "Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Namensableitungen:

Von "Petrus" lassen sich folgende Namen ableiten: Peter, Peer, Pedro, Perez, Perino, Piet, Pieter, Pit. Von "Paulus" gibt es folgende Ableitungen: Paul,  Paolo, Pablo, Pal, Pavel.

Darstellung:

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt. Paulus wird dargestellt als Apostel mit Buch und Schwert.

Patron:

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigießer, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büße, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fußleiden und Diebstahl.

Paulus ist Patron der Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte.

Viele Christen erbitten  in Nöten und Gefahren im Gebet um  Hilfe  bei den  beiden Heiligen Aposteln Petrus und Paulus.

© Hans-Peter Meyer

 

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