Mittwoch, 15. Juli 2020

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Kulturminister Wolf begrüßt neuen Direktor des Landesmuseums Koblenz

Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf konnte am heutigen Montag bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) den neuen Direktor des Landesmuseums Koblenz in sein neues Amt einführen. 

Prof. Dr. Andreas Schmauder wird zukünftig bei der GDKE die Geschicke des Landesmuseums führen und in Personalunion auch das Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein mit seinen vielfältigen Angeboten  leiten. „Mit Prof. Dr. Schmauder ist es uns gelungen, einen fachlich versierten Experten für die Leitung dieses einmaligen Kulturstandorts zu gewinnen. Ich freue mich sehr, dass das Engagement von Herrn Prof. Schmauder über den Museumsbetrieb hinaus auch die Festung als historischen Ort umfassen wird. Ich verspreche mir davon weitere Synergien bei Ausstellungen, Veranstaltungen und in der kulturellen Bildungsarbeit. Ich wünsche Herrn Schmauder viel Erfolg und Freude bei seiner neuen Aufgabe.“

Der 1966 in Metzingen geborene Historiker für Mittelalterliche und Neuere Geschichte ist spezialisiert auf die vergleichende Landes-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die dem Ausstellungsschwerpunkt des Landesmuseums Koblenz entspricht.  Der Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz, bemerkte bei der Vorstellung in der Festung Ehrenbreitstein: „Wir können einen erfahrenen Kollegen in unserem Team begrüßen, dem es bereits in Ravensburg mit dem Aufbau des Museums Humpis-Quartier gelungen ist, Geschichte lebendig zu vermitteln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche Herrn Schmauder einen guten Start bei uns in Koblenz.“

Neben seiner Tätigkeit als Direktor des Museums Humpis-Quartier leitete Prof. Schmauder auch das Stadtarchiv der Stadt Ravensburg. Herr Schmauder übernimmt bei der GDKE die Leitung des Landesmuseums Koblenz von Brigitte Schmutzler, die in den Ruhestand getreten war. Die Leitung des Kulturzentrums wird zum ersten Mal in Personalunion mit der Museumsleitung vergeben. Durch die Bündelung der Aufgabenstellungen rund um die Festung soll der Betrieb des Kulturdenkmals weiter optimiert sowie neue Potentiale in den Fokus genommen werden.

Andreas Schmauder freut sich auf seine neue Aufgabe: "Die Festung Ehrenbreitstein als historischer Ort und die Sammlungen des Landesmuseums verkörpern kulturelles Erbe von hohem Rang. An einem solch historischen Ort mit Strahlkraft, zusammen mit einem erfahrenem Team den Besucherinnen und Besuchern große Familienausstellungen, ein Haus der Kulturgeschichte und ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen ermöglichen zu können, sind für einen leidenschaftlichen Kulturhistoriker optimale Arbeitsvoraussetzungen."

Adventskonzerte der DekanatsKantorei Montabaur

RANSBACH-BAUMBACH / MONTABAUR. Auch in diesem Jahr laden die Dekanatskantorei Montabaur als der Kammerchor des Evangelischen Dekanates Westerwald und die Cappella Taboris als das Soloensemble des Evangelischen Dekanates Westerwald herzlich zu den traditionellen großen Adventskonzerten in zwei Wäller Kirchen ein. Auf dem Programm stehen u. a. die Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ sowie die „Weihnachts-Historie“ von Heinrich Schütz samt der Kantate „Muss nicht der Mensch auf dieser Erden“ von Nicolaus Bruhns. Begleitet werden beide Ensembles durch ein Streichorchester, Flöten und Basso continuo. Die Konzerte finden statt am Dienstag, 11.12. um 20 Uhr in der Evangelischen Kirche an der Kirchstraße in 56235 Ransbach-Baumbach und am 3. Advent, 16.12. um 18.30 Uhr in der Evangelischen Lutherkirche an der Martin-Luther-Straße 1 in 56410 Montabaur. Der Eintritt ist frei, die Gesamtleitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Jens Schawaller.

Der Volkstrauertag – Die Geschichte eines Gedenktages

Von Hans-Peter Meyer

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Vorschlag seines bayerischen Landesverbandes zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Nicht "befohlene" Trauer war das Motiv, sondern das Setzen eines nicht übersehbaren Zeichens der Solidarität derjenigen, die keinen Verlust zu beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallenen.

Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt. Der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe hielt eine im In- und Ausland vielbeachtete Rede, in der er einer feindseligen Umwelt den Gedanken an Versöhnung und Verständigung gegenüberstellte. Ein Komitee, dem von den großen Glaubensgemeinschaften bis zum jüdischen Frauenbund vielerlei Verbände angehörten, erreichte unter Federführung des Volksbundes, dass der Volkstrauertag in den meisten Ländern des Reiches gemeinsam, nämlich am Sonntag Reminiscere, dem fünften Sonntag vor Ostern, begangen wurde.

1934 bestimmten die nationalsozialistischen Machthaber durch ein Gesetz den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und benannten ihn "Heldengedenktag". Die Träger waren bis 1945 die Wehrmacht und die NSDAP. Die Richtlinien über Inhalt und Ausführung erließ der Reichspropagandaminister. Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der Volkstrauertag erneut vom Volksbund eingeführt und 1950 erstmals neben vielen regionalen Veranstaltungen mit einer Feierstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages begangen.

Nach einer Übereinkunft zwischen der Bundesregierung, den Ländern und den großen Glaubensgemeinschaften wurde der Termin auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (evangelisch) bzw. den 33. Sonntag im Jahreskreis (katholisch) verlegt. Durch Landesgesetze ist der Tag geschützt. Der Volksbund versteht diesen Gedenktag auch mit zunehmendem Abstand vom Krieg als einen Tag der Trauer. Der Volkstrauertag ist aber auch zu einem Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden geworden.

Der Volksbund betreut heute im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von etwa Zwei Millionen Kriegstoten auf über 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten. Er wird dabei unterstützt von mehr als einer Million Mitgliedern und Förderern sowie der Bundesregierung. Das Leitwort ist:

Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltungen aus Anlass des Volkstrauertages  wird unter dem Begriff „Totengedenken“ immer wieder die nachfolgende Formulierung  gewählt:

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg,
an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben,
der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer,
die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten,
einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer,
die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben,
und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage,
um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung,
um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte,
die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer,
die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen um die Toten.
Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.

Worte - die  angesichts der zahlreichen kriegerischen Konflikte in der ganzen Welt - an Aktualität nie verlieren.

© Hans-Peter Meyer

V I TA des Autors Hans-Peter Meyer:

Hans-Peter Meyer (68)
geboren in Adenau (Eifel),
nach Abschluss einer Verwaltungslehre
viele Jahre Beschäftigter im Öffentlichen Dienst,
nebenher Autor von Zeitungsbeiträgen
verschiedener Art,  auch nachdenklicher Texte
zu aktuellen Themen. Seit 10 Jahren lebt er in Bad Ems.

Führung zu den jüdischen Häftlingen im Konzentrationslager Osthofen

Schwerpunktführung zu den jüdischen Häftlingen im Konzentrationslager Osthofen am Freitag, 9. November 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht bietet die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) am Freitag, 9. November 2018 um 17.30 Uhr eine neu entwickelte Schwerpunktführung zu den jüdischen Häftlingen im Konzentrationslager Osthofen an.

Bei dieser Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers Osthofen stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie viele jüdische Häftlinge gab es im KZ Osthofen und woher kamen sie? Wie wurden sie im KZ Osthofen behandelt? Warum waren sie dort inhaftiert und wie sah ihr weiteres Schicksal aus?
Bei einem gemeinsamen Rundgang über das Gelände der Gedenkstätte wird auf diese Fragen eingegangen und Biographien von jüdischen Häftlingen, wie z.B. Ludwig Ebert aus Osthofen, Isi Krieger aus Worms oder Ernst Katz aus Hungen werden vorgestellt. Mit Fotos und Zitaten ehemaliger Häftlinge wird der ca. einstündige Rundgang illustriert.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, um 19.00 Uhr an der Gedenkveranstaltung der Stadt Osthofen/des AK 9. November in Osthofen auf dem Platz "An der kleinen Kirche" teilzunehmen.

Eintritt und Führung sind kostenlos, eine Anmeldung ist für Einzelbesucherinnen und -besucher nicht erforderlich. Nähere Informationen erhalten Sie unter 06242-910810.

Zwei Geistliche Konzerte mit FRECHBLECH

GEMÜNDEN / MONTABAUR. Zu einem geistlichen Konzert mit ernster Musik und Lesungen zum Ewigkeitssonntag laden FRECHBLECH als das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald und der Organist Martin Löw aus Goddert gemeinsam am Samstag, 24.11. um 18.00 Uhr in die Evangelische Stiftskirche Gemünden und am Sonntag, 25.11. um 18.30 Uhr in die Evangelische Pauluskirche Montabaur ein.

Auf dem Programm stehen unterschiedliche Kompositionen von Jan Pieterszoon Sweelinck, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Bach, Johann Kuhnau, Léon Boëllmann sowie Joseph Gabriel Rheinberger, die sich mit menschlichem Leiden und Sterben sowie mit der Antwort des Evangeliums darauf auseinandersetzen.

Gegliedert werden diese kontrastreichen polyphonen Motetten durch Choralbearbeitungen und Gemeindegesang an der jeweiligen Denkmalorgel aus der Werkstatt von Johann Wilhelm Schöler und Georg Friedrich Wagner. Die Gesamtleitung hat Dekanatskantor Jens Schawaller inne, der Eintritt ist jeweils frei.

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