Samstag, 23. Oktober 2021

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Grandioser Start der Rommersdorf Festspiele

Frei Bühne Neuwied fesselt kleine und große Besucher

Kultur live auf dem Gelände der Abtei Rommersdorf erleben: Nach einem Jahr Pause war die Begeisterung darüber bei der Eröffnung der Rommersdorf Festspiele im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis riesig. Auch die Künstler der Freien Bühne Neuwied, Boris Weber, seine Frau Tammy Sperlich und Holger Kappus am Klavier, freuten sich, endlich den dritten Teil von Campingplatz Sardella vor Publikum spielen zu dürfen.

Dafür schlüpften Weber und Sperlich wieder in unzählige Rollen rund um den Campingplatz-Betreiber Gianluca Spirelli und begeisterten mit hervorragendem Gesang und viel Spielwitz. Das Publikum dankte es ihnen mit standing ovations. Wer schnell ist, hat noch am Mittwoch, 23. Juni, die Möglichkeit, die letzte der vier Aufführungen von „Campingplatz Sardella III.“ im Englischen Garten der Abtei zu besuchen.

Genauso verzückt waren die jüngsten Festspielbesucher von dem Ensemble und seinen Großpuppen bei der Geister-Musicalkomödie „Auf der Spukburg sind die Geister los“. Als nächstes Kindertheaterstück wird am Sonntag, 4. Juli, um 12 Uhr „Juri und das AlpakaLamaDrama“ von der Freien Bühne Neuwied gespielt.

Die Festspiele, die aufgrund von Corona ausschließlich im Englischen Garten mit variabler Bestuhlung durchgeführt werden, haben aber auch für die erwachsenen Besucherinnen und Besucher noch einiges bis Mitte Juli zu bieten. Musikalisch reicht dies von A-cappela-Gesang mit MAYBEBOP am 24. und 25. Juni, einer Hommage an Caterina Valente gespielt vom Rhine Phillis Orchestra und der Jazzsängerin Fola Dada am 27. Juni bis hin zu der faszinierenden Welt der Opern- und Operettenmusik mit „Drei Freunde, drei Tenöre“ am 5. Juli. Schauspieler Walter Sittler hält mit seiner Lesung des letzten Dieter-Hildebrandt-Programms die unbequemen Gedanken eines der größten deutschen Kabarettisten am 26. Juni. wach. Suzanne von Borsody eröffnet hingegen am 8. Juli mit ihrer musikalischen Lesung Einblicke in die Welt des Malers Paul Gaugin. Um Einsichten und Erkenntnisse, aber auf humorvolle Weise, dreht sich alles am 29. Juni bei dem Kabarettisten und diesjährigen Kleinkunstpreis-Sieger Florian Schroeder.

Das vollständige Programm mit allen Beschreibungen gibt es unter www.rommersdorf-festspiele.de. Hier findet sich auch ein Dokument zur Kontaktdatenerfassung. Alle Besucher werden gebeten, dies vorab auszufüllen, auszudrucken und zur jeweiligen Veranstaltung mitzubringen.

Die Jahreszeit Sommer – Gedanken und Reflexionen zum Sommeranfang

Von Hans-Peter Meyer

Auch wenn die angespannte pandemische Situation von Covid 19 vieles verändert hat, lohnt es sich eine Anmerkungen zu dieser Jahreszeit zu artikulieren..

Der Sommer liegt zwischen den Jahreszeiten Frühling und Herbst und ist die wärmste Jahreszeit in der gemäßigten und arktischen Klimazone.

Aus astronomischer Sicht beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende und dauert bis zur Herbsttagundnachtgleiche (An diesem Tage sind überall auf der Erde der Tag und die Nacht mit 12 Stunden gleich lang).

Am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis.

Auf der nördlichen Halbkugel umfasst der Sommer die Zeit vom 21. Juni oder 22. Juni bis zum 22. September oder 23. September.

Auf der südlichen Halbkugel hingegen dauert der Sommer vom 21. Dezember oder 22. Dezember bis zum 20. Februar oder 21. Februar.

Wenn man von Nordsommer und Südsommer spricht, so ist damit jeweils der Sommer auf der Südhalbkugel und Nordhalbkugel gemeint.

Wie auch die anderen Jahreszeiten wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Der Grund dafür ist der wandernde Zenitstand der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis.

Weil die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang.

Auch sind die Nordsommer wegen der Sonnenferne etwas milder als die Südsommer.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Sommer aber schon am 1. Juni. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu.

Der Frühling endet für die Meteorologen im Mai. Der Sommer umfasst somit auf der Nordhalbkugel die Monate Juni, Juli und August.

Der Frühsommer liegt zwischen dem Vollfrühling und dem Hochsommer.

Er ist die Blütezeit der Wiesen, hier blühen jetzt viele bunte Sommerblumen. Viele Insekten fliegen von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu sammeln, und daraus Honig zu machen.

Auf den Getreidefeldern wachsen in den Ähren bereits die Körner. Gegen Ende des Frühsommers beginnen die Bauern mit der Heuernte.

Der Hochsommer ist gewöhnlich die heißeste Jahreszeit und liegt in Deutschland meistens in den Monaten Juli und August.

Viele Früchte sind bereits reif (Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen) und können gepflückt werden. In der Landwirtschaft wird jetzt das Getreide auf den Feldern geerntet.

Der Spätsommer liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst.

Jetzt blüht das Heidekraut und einige frühe Obstsorten werden reif.

In der Landwirtschaft ist man mit der zweiten Heuernte beschäftigt, nur die Kartoffelfelder und Maisfelder werden erst später im Herbst abgeerntet.

Viele Menschen freuen sich ganz besonders auf den Sommer, denn die Tage sind lang und sonnig und man kann sich viel im Freien aufhalten.

In vielen Ländern Europas beginnen im Juli oder August die Sommerferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen nehmen ihren Jahresurlaub. Daher ist auch im Sommer die Hauptreisezeit.

Auch die Jahreszeit Sommer ist ein Wunderwerk unserer Schöpfungsgeschichte.

© Hans-Peter Meyer

Brost-Ruhr Preis für Fritz Pleitgen

WDR-Legende wird für Verdienste um das Ruhrgebiet ausgezeichnet

2010 Tische mitten auf der A40, Millionen Menschen flanieren am sonnigen 18. Juni 2010 über die gesperrte Autobahn. Das „Still-Leben“ im Rahmen der „RUHR.2010“ ist im kollektiven Gedächtnis des Ruhrgebietes fest verwurzelt. Fritz Pleitgen, Macher des Kulturhauptstadt-Projektes, hat nicht nur mit diesem Ereignis die Region geprägt.  Als früherer Intendant des Westdeutschen Rundfunks setzte er sich für den Aufbau der Regionalstudios ein, unter dem Motto „Wir schalten nach nebenan“ war Dortmund erster Revierstandort. Später hob er mit dem Geschäftsführer der damaligen WAZMediengruppe eine Mediathek aus der Taufe, die Film-, Ton- und Textdokumente aus und für die Region zusammenstellte. Der Erfolg dieser Reihe war spektakulär und lief über Jahre.

Wegen seiner Verdienste um das Ruhrgebiet verleiht die Brost-Stiftung Fritz Pleitgen den BrostRuhr-Preis. Die Auszeichnung ist neben dem Ehrenpreis mit 20.000 Euro dotiert, die der leidenschaftliche Journalist einer wohltätigen Organisation zukommen lässt.

„Fritz Pleitgen erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise für sein öffentliches Wirken“, so Bodo Hombach, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung in seiner Würdigung. „Er ‚brauchte‘ keinen davon. Sein Motto war immer ‚Ich dien.‘ Die Gesellschaft jedoch braucht Menschen wie ihn. Mehr denn je in einer Zeit schwindender Maßstäbe. Fritz Pleitgen gebührt Anerkennung, Respekt und Dank. Die BrostStiftung will das zum Ausdruck bringen.“

„Als Kind des Ruhrgebiets betrachte ich die Auszeichnung mit dem Brost Ruhr-Preis als eine besondere Ehre“, freut sich Preisträger Fritz Pleitgen über die Auszeichnung. „Für meine Heimat habe ich mich immer gerne ins Zeug gelegt. Jedes dieser Engagements erwies sich wegen des außergewöhnlichen Charakters des Ruhrgebiets als eine Bereicherung meines Lebens.“

Die Preisverleihung findet am 22. Juni (12.00 Uhr) in Essen statt.

Der Preis

Der Brost-Ruhr Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Diese gehen nicht an den Preisträger. Er kann sie nur an eine soziale Einrichtung seiner Wahl weiterreichen. Erstmalig wurde der Preis im Jahr 2020 verliehen, ausgezeichnet wurde damit NRW-Innenminister Herbert Reul.

Die Trophäe selbst ist eine Stahlplastik des Ruhrgebiets-Künstlers Marcus Kiel. Das Werk des Künstlers reflektiert die Dynamik einer sich ständig transformierenden Region und erinnert zugleich an die Stifterin Anneliese Brost. Das Ruhrgebiet war ihre Heimat und ist deshalb Förderschwerpunkt ihrer Stiftung.

Über die Brost-Stiftung

Die Brost-Stiftung wurde am 1. Juni 2011 mit Sitz in Essen gegründet. Sie führt das gesellschaftliche Engagement der Stifterin Anneliese Brost in eine gesicherte Zukunft. Förderschwerpunkt ist das Ruhrgebiet, dessen Identität gestärkt werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe, der Kunst und Kultur, der Volks- und Berufsbildung sowie des journalistischen Nachwuchses.

Hinweis zum Hygienekonzept

Beim Pressetermin besteht Maskenpflicht. Des Weiteren sind die nötigen Abstände von mindestens 1,5 m einzuhalten. Die Brost-Stiftung dankt Ihnen für Ihre Mithilfe.

Präsenzproben Ev. Kantorei RaBaHi

RANSBACH-BAUMBACH / HILGERT. Endlich ist es so weit: Die Sängerinnen und Sänger der Evangelischen Kantorei unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller treffen sich wieder persönlich zum gemeinsamen Chorgesang.

„Endlich können wir wieder Präsenzproben anbieten – darüber freuen wir uns nach der langen Zeit der digitalen Proben sehr“, erklärt der langjährige Leiter der Kantorei, die im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen seit Jahresbeginn als Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert fungiert. Ab Dienstag, dem 22. Juni wird Jens Schawaller seine Chorsängerinnen und –sänger aufgeteilt in zwei Gruppen um 19 Uhr und 20 Uhr für jeweils eine Stunde empfangen.

Die Proben finden unter einem strengen Hygiene- und Schutzkonzept im Freien statt, die Teilnahme ist an eine vorherige Anmeldung beim Dekanatskantor gebunden. Wenn die Pandemie es zulässt, möchte die Evangelische Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert sich im September mit einem Konzert in der Evangelischen Kirche in Ransbach vorstellen.

Informationen gibt es unter 0176 / 8561 2553 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Joseph-Breitbach-Preis 2021 für Karl-Heinz Ott

Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz verleihen den Joseph-Breitbach-Preis 2021 an den Schriftsteller Karl-Heinz Ott. Er erhält den Preis für sein literarisches Gesamtwerk.

Mit sechs Romanen, diversen literarischen Essays, Bühnenstücken und Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen gehört Karl-Heinz Ott zu den intellektuell und sprachlich versiertesten Autoren seiner Generation. Bereits mit dem autobiografischen Debüt ›Ins Offene‹, das seiner engen dörflichen Kindheitslandschaft einen weiten Atem verleiht, hat Ott ein Buch vorgelegt, das die Welt in klingende »Gedankenmusik« übersetzt. Seine Prosa, darunter das rasante Seelenpanorama ›Endlich Stille‹, der Rousseau-Roman ›Wintzenried‹, die tragikomischeFamilien-Farce ›Die Auferstehung‹ und zuletzt das melancholische Kammerspiel ›Und jeden Morgen das Meer‹, ist getragen von einem »melodiösen Sog und sinnlicher Anschaulichkeit, zugleich von einem Furor beseelt, der auch vor erfrischend ungerechter Polemik und makabrer Komik nicht zurückscheut«.

»In seinen scharfsinnigen biografischen Essays über Händel und Beethoven, in denen er vergangene Klang- und Lebenswelten erstehen lässt, und zuletzt in dem Buch über Hölderlin, in dem er die ideologische Verblendung in der Folge der 1968er Jahre gegen den Strich bürstet, hat Ott überdies gezeigt«, so die Jury weiter, »wie gedankentötend strikte Glaubenssätze fortwirken können. In seinen Büchern spiegelt sich so auch die Mentalitäts- und Geistesgeschichte der Bundesrepublik ausgehend vom bigotten katholischen Kosmos eines Dorfes Mitte desletzten Jahrhunderts bis in unsere intellektuell selbstgenügsame Gegenwart. Durchdrungen von dem Dreigestirn Philosophie, Musik und Poesie, hält Otts Werk dabei stets auch den Horizont auf die literarische Überlieferung offen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Frage, was ›Heimat‹ und ›Natur‹ in unserer gründlich entzauberten Welt noch heißen könnten.«

Mit Karl-Heinz Otts Büchern ehrt die Jury ein genre- und grenzüberschreitendes Werk, in dem psychologische Genauigkeit, ein enthusiastisches Temperament und melodiöse Klangfülle eine Liaison eingehen, die ansteckt, verführt und die Welt auf jenes »Offene« hin weitet, das er seit seinem gleichnamigen Debüt beschwört.

Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, besuchte ein katholisches Internat und studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als Dramaturg in Freiburg, Basel und Zürich. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alemannischen Literaturpreis (2005), dem Preis der LiteraTour Nord (2006), dem Johann-Peter-Hebel-Preis (2012) und dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2014).

Der Preis ist mit 50.000 € dotiert. Die Verleihung ist für den 17. September 2021 im Theater Koblenz vorgesehen, dazu ergeht eine gesonderte Einladung. Die Laudatio hält Jürgen Kaube (FAZ).

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