Sonntag, 17. Januar 2021

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Das Erntedankfest - Ursprung und Entwicklung

Von Hans-Peter Meyer

Das Erntedankfest ist in vielen Gemeinden einer der feierlichen Höhepunkte des ansonsten eher tristen Herbstes. Dabei soll einerseits die Freude über eine erfolgreiche Ernte zum Ausdruck gebracht werden, was den weltlichen Charakter des Erntedankfestes widerspiegelt.

Andererseits steht aber gerade im christlich geprägten Europa nicht das Feiern, sondern der Dank an Gott für die Ernteerträge im Mittelpunkt des Festes. Dabei ist es recht unterschiedlich, an welchem Tag das Erntedankfest begangen wird.

So feiert man in evangelischen Gemeinden in der Regel am Michaelistag (29. September) oder am darauf folgenden Sonntag, während das Erntedankfest in katholischen Gemeinden meist am ersten Sonntag im Oktober begangen wird. Der letztgenannte Tag wurde von der deutschen Bischofskonferenz im Jahre 1972 als Festtermin festgelegt, jedoch nicht für verbindlich erklärt, sodass jede katholische Kirchengemeinde für sich entscheiden kann, ob und wann sie das Erntedankfest veranstaltet. (Foto: Präsentation der Opfergaben…)

Ursprünge des Erntedankfestes

Seinen Ursprung hat das Erntedankfest schon in vorchristlicher Zeit. Zeitpunkt dieses Festes war die Tagundnachtgleiche im Herbst, also der 23. September. Im Mittelpunkt stand der Dank an die Götter und die verschiedenen Feld- und Fruchtbarkeitsgeister, was mit allerlei Opfergaben verbunden war.

Diese Opfergaben sollten das Wohlwollen der höheren Mächte sichern, indem man ihnen etwas von dem zurückgab, was sie einst gegeben hatten. Eine besondere Bedeutung kam dabei der ersten bzw. letzten Garbe zu. Diese Getreidebündel mit dem zuerst bzw. zuletzt geernteten Korn dienten einerseits als Opfergabe, andererseits aber auch zur Durchführung allerlei Schutz- und Fruchtbarkeitszauber. Setzte sich z.B. die Binderin auf die erste Garbe, sollte dies die Fruchtbarkeit des Korns im nächsten Jahr begünstigen.

Nach der Opfergabe in Form von Korn, Obst und Früchten wurde am Abend des Erntefestes das Erntemahl begangen. Dieses diente in erster Linie kultischen Zwecken, nämlich der "Verspeisung" des Fruchtbarkeitsgeistes und sorgte somit für eine Bindung des Geistes an den Acker. Bei diesem gemeinsamen Mahl wurde aber auch den Feldarbeitern, welche in der Regel Wanderarbeiter waren, mit der Darreichung von guten Speisen und Getränken für ihre Hilfe gedankt. Ein weiterer Höhepunkt des Festes war schließlich der Reigen, welcher vom Landbesitzer mit einem Tanz mit einer aus der letzten Garbe gebundenen Puppe eröffnet wurde. Diese symbolisierte den Fruchtbarkeitsgeist und wurde daher nach dem Fest bis zur nächsten Ernte an einem sicheren Ort aufbewahrt.

Erntedankfest heute

Im Mittelpunkt des heutigen Erntedankfestes steht der gemeinsame Gottesdienst, bei der eine Auswahl von landwirtschaftlichen Produkten dekorativ in der Kirche platziert wird. Diese haben freilich keinen Opfercharakter mehr, sondern sollen den Gläubigen wieder in Erinnerung rufen, welche Vielfalt an Nahrungsmitteln die Erde für die Menschen bereitstellt und dass die Früchte des Bodens nicht selbstverständlich existieren, sondern Teil göttlicher Schöpfung sind.

Dennoch finden sich viele Bräuche aus der vorchristlichen Zeit auch im heutigen Erntedankfest wieder. So existiert z.B. die letzte Garbe in Form der aus Getreidehalmen gebundenen und mit farbenfrohen Blumen und Bändern bestückten Erntekrone weiter. Diese wird nach dem Gottesdienst in einer feierlichen Prozession auf einem Wagen durch das Dorf gezogen, wobei meist ein landwirtschaftliches Fahrzeug zum Einsatz kommt. Auch die Kornpuppe findet sich noch vereinzelt auf heutigen Erntedankfesten wieder, dient dabei aber fast immer nur dekorativen Zwecken.

Machen wir uns den tieferen Sinn des Erntedankfestes in diesen Tagen besonders bewusst.

©  Hans-Peter Meyer

 

 

Stadt Koblenz trauert um Jacqueline Diffring

Die Künstlerin und gebürtige Koblenzerin starb im Alter von 100 Jahren

Die Nachricht vom Tode der Künstlerin und Kulturpreisträgerin der Stadt Koblenz Jacqueline Diffring, die im stolzen Alter von 100 Jahren und nach einem langen Leben voller Courage am 28. September verstorben ist, hat in Koblenz große Trauer ausgelöst. In einem Kondolenzschreiben der Stadt Koblenz an die Angehörigen schreiben Oberbürgermeister David Langner und die Dezernentin für Bildung und Kultur PD Dr. Margit Theis-Scholz: „Wir bewundern Frau Diffrings bewegtes, interkulturell geprägtes Leben voller Weitsicht und Kreativität und vor allem die Kraft, mit der sie die schmerzhaften Brüche ihrer Biografie überwunden und künstlerisch verarbeitet hat. Ihre Offenheit und Ihre Weltansicht spiegeln sich in ihren zeitlosen Kunstwerken wider.“

Das Verhältnis zu ihrer Geburtsstadt Koblenz und zu Deutschland war aufgrund der schrecklichen antisemitischen Erfahrungen in ihrer Jugend gespalten. Mit der Auszeichnung als Kulturpreisträgerin der Stadt Koblenz konnte die mutige, emanzipierte, frei denkende und inspirierende Künstlerin Jacqueline Diffring 2014 stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Der Wiederaufbau ihres Ateliers im Mittelrhein-Museum wird nun ein bleibendes Andenken und ein Ort der Anerkennung und Wertschätzung sein. „Es erfüllt Koblenz mit Stolz Geburtsstadt einer international anerkannten und bedeutenden Künstlerin zu sein. Wir bleiben ihr stets verbunden und werden sie in ehrenvoller Erinnerung behalten, schreiben Langner und Theis-Scholz in ihrem Schreiben.

Zur Person
Am 7. Februar 1920 in Koblenz geboren, vermitteln die Eltern Bertha-Maria Diffring und Semy Pollack ihr und den Geschwistern Anton (1916-1989) und Ruth (1918-2010) früh ihre eigene, leidenschaftliche Begeisterung für Kunst, Theater, Musik und Tanz. In der Folge lassen sich alle drei künstlerisch ausbilden: Anton wurde Schauspieler, Ruth Fotografin, Jacqueline Bildhauerin.
Aufgrund der jüdischen Herkunft des Vaters sieht sich die Familie ab den frühen 1930er Jahren zunehmend antisemitischer Anfeindung und Ausgrenzung ausgesetzt, weshalb die Diffring-Kinder 1937 nach Berlin ziehen, um an der profilierten Reimann-Schule zu studieren und in der Großstadt unterzutauchen. Zwei Jahre später gelingt Jacqueline die Flucht nach London, wo jedoch sie erst 1944 ihre künstlerische Ausbildung aufgrund finanzieller Nöte am Cambridge Technical College und später an der Chelsea School of Art fortführen kann. Ihrer Rückkehr nach Koblenz 1954 – in das Land der Täter – folgt eine längere Phase, in der sie sich kaum zum kreativen Ausdruck befähigt sieht. Dies soll sich erst mit der Entscheidung ändern, 1960 im französischen Anjou seßhaft zu werden, wo sie sukzessive wieder zur Kunst zurückfindet. Vollends ist ihr dies erst 1977 im neuen Refugium in Châteauneuf-de-Grasse möglich, dann jedoch mit hoher Vehemenz und innovativer Kraft.

Retrospektiv kann das Studium an der Berliner Reimann-Schule (1937-1939) als eine Zeit der künstlerischen Orientierung für Diffring bezeichnet werden, der sich in England sukzessiv Phasen der Spezialisierung auf Bildhauerei und Zeichnung anschließen. Als Prämisse ihres künstlerischen Ausdrucks formuliert sie das Gestalten mit den eigenen Händen, doch entstehen
unabhängig davon in den 1950er und 1960er Jahren eindrucksvolle malerische Selbst- Porträts und figurative Darstellungen. Mit deren zunehmend abstrahiertem Formenverständnis knüpft Diffring an den avantgardistischen Geist deutscher Zwischenkriegszeit an und demonstriert hierüber dessen künstlerisches Vermächtnis nach 1945.

Reiche Inspiration empfängt Diffring vom Werk Henry Moores (1898-1986), der auch nach seiner Lehrtätigkeit an der Chelsea School of Art in London (1932-1939) intensiv die Gelegenheit zum Austausch mit den Studierenden nutzt. Bis zuletzt befindet sich Diffring im Dialog mit dessen Schaffen, auf das sie erkennbar und wiederholt zurückgreift. Interessant ist hierbei zu beobachten, wie sie ein Thema, das sie als frisch Graduierte noch unmittelbar an seine Komposition anlehnt, als gereifte Künstlerin weiterentwickelt und sich dabei sowohl von ihrem Vorbild als auch dem eigenen Frühwerk löst, beide quasi überholt.
Auch ist ihr Vorgehen beim plastischen Formen ein gänzlich anderes: Während Moore nach präziser Vorzeichnung modelliert, tritt Diffring vollkommen frei an das Material heran und lässt aus dem Inneren heraus ihre Hände zu einem Thema arbeiten. Für den Entstehungsprozess der skulpturalen Arbeiten ist einerseits der Verzicht auf Vorzeichnung und -entwurf immanent, anderseits das grundsätzliche Verständnis ihrer als mehransichtiges Werk. Diffring hierzu: „Meine Skulpturen haben ja keine ‚Schauseite‘. Es soll auch keine geben. Bei mir gibt es wirklich keine, denn ich drehe die Skulpturen ja dauernd bei der Arbeit.“ Dadurch vermögen sie aus wechselnden Blickwinkeln unterschiedlichste Eindrücke von sich vermitteln, das Übereinbringen dieser Varianz obliegt wiederum dem Betrachter.
Mit voranschreitendem Werk offenbart sich Pablo Picasso (1880-1973) als die noch bedeutungsvollere, weil ideelle Referenz ihres Schaffens: Diffring geht in tiefe Auseinandersetzung mit seinem Oeuvre als auch mit den ihm eigenen kunsthistorischen wie ästhetischen Vorbildern. Augenscheinlich wird dies unter anderem in Skulpturen wie „Eröffnung“ (2010) oder „Götter und Idole“ (1990), in denen sie das monumentale wie gestalterische Moment seiner späten in Beton gegossenen Skulpturen aufgreift. .

In Betrachtung von Diffrings Oeuvre fällt ein großer Wandlungsreichtum auf, der sich anhand der in einer bestimmten Phase wiederholenden Merkmale durchaus periodisieren und voneinander abgrenzen lässt. Dies könnte man als eine rein ästhetische Entscheidung annehmen, spezifische Motive oder Gestaltungsformen gänzlich auszuschöpfen und sich hernach Neuem zuzuwenden. Tatsächlich führt die Bildhauerin diese sichtbaren Veränderungen in ihren skulpturalen Arbeiten auf sich selbst zurück – auf die sich stetig variierenden Lebensthemen. Insofern bedeutet die Auseinandersetzung mit ihrem Werk immer auch eine persönliche Begegnung mit Jacqueline Diffring, ihrem Ringen um sich und die sie umgebende Welt, denn so sie selbst: "Es ist fast wie eine Autobiographie".

Aktuell ist im „Schaufenster“ des Mittelrhein-Museums die Installation „Jacqueline Diffring – DAS ATELIER“ zu sehen, die den Ort ihres künstlerischen Wirkens authentisch rekonstruiert und in Form von 92 Skulpturen aus Gips, Ton und Bronze einen Einblick in ihr Schaffen vermittelt.

Konzerte der Cappella Taboris

WESTERWALD. Voller Freude berichtet Dekanatskantor Jens Schawaller über zwei besondere Konzerte der Cappella Taboris, die in der Evangelischen Kirche Höhr-Grenzhausen und in der Evangelischen Lutherkirche Montabaur stattfanden.

In diesen zwei Kammermusikkonzerten erklangen drei unterschiedliche hochbarocke Triosonaten von Georg Philipp Telemann für Blockflöte, Violine und Basso continuo. „Ganz besonders freue ich mich, dass die Musikerinnen und Musiker der Cappella Taboris sowohl vokal als auch als instrumental konzertieren“, meint Jens Schawaller (Violine und Leitung). Mit Monika Schlößer (Barockblockflöte) und Susanne Schawaller (Orgel) musizieren zwei sehr erfahrene Musikerinnen und ein Musiker zusammen, die bereits langjährige Erfahrung als Ensemblemitglieder mitbringen.

Als besonderer Gast und ebenfalls Gründungsmitglied war in der Evangelischen Kirche Höhr-Grenzhausen die hauptberufliche Wäller Violoncellistin und Gambistin Isabel Müller-Hornbach mit dabei, die die Cappella Taboris und das Evangelische Dekanatskantorat Westerwald Süd seit vielen Jahren begleitet.

Durch das Programm führte Dekanatskantor Jens Schawaller, der im Plauderton die musikalischen Programmpunkte moderierte und aus Telemanns Autobiographie las. Bei den meisterhaften Triosonaten Telemanns handelt es sich jeweils um dreistimmige Kompositionen nach italienischem Vorbild, bei denen sich zwei Oberstimmen über einem Generalbass bewegen, deren vier Sätze kontrastierend zueinander stehen. Klassischerweise erfordert dieser Stil viel musikalische Dialogfähigkeit in der Ausführung und eine hohe Transparenz in der Klanglichkeit, was dem Trio hervorragend gelang: Die Cappella Taboris führte die drei filigranen und dabei hoch selbständigen Stimmen lebendig und im charaktervollen Gegensatz der Soggetti mit- und gegeneinander zu einer polyphonen Synthese.

Mit anerkennendem Applaus bedankten sich die jeweiligen Gäste für den besonderen Kunstgenuss. In der Lutherkirche Montabaur konnte sogar ein Jubiläum gefeiert werden: „Gegründet haben wir diese außergewöhnliche Konzertreihe, als wir das Dekanatskantorat 1999 auf der grünen Wiese aus der Taufe hoben“, resümiert Dekanatskantor Jens Schawaller. Gleichzeitig starteten mit den insgesamt 50 Montabaurer Orgelmatineen und den über 50 Orgelmusiken im Gespräch auch zwei dezidierte Orgelkonzertreihen, die Jens Schawaller alle selber als Organist konzertant gestaltete. „Damit blicken wir in diesem Zusammenhang im 22. Jahr auf über 150 Konzerte, die die hiesige Kulturlandschaft bereichert haben“, so der engagierte Musiker. Konzept der Montabaurer Orgelmatineen in der Wäller Kreisstadt und der Orgelmusiken im Gespräch im Dekanatsgebiet war es, Orgelmusik kurzweilig und humorvoll aufbereitet mit medialer Hilfe zu erklären, um sie dann live konzertant aufzuführen.

„Der Zuspruch seinerzeit war beispiellos und sogar ökumenisch“, erinnert sich Jens Schawaller dankerfüllt. Mit der 51. Orgelmusik im Gespräch in der Evangelischen Kirche von Wahlrod, die kürzlich stattfand, hat der Dekanatskantor das etablierte Konzertkonzept wieder aufgenommen. In den folgenden Jahren entwickelten sich die Geistlichen Abendmusiken zu einer weiteren fruchtbaren Möglichkeit, Musikerinnen und Musiker willkommen zu heißen.

Mit dem eigenen hohen künstlerischen Anspruch der Ausführenden boten sie den Zuhörerinnen und Zuhörern im Westerwald Kunst und Kultur, die den Vergleich mit den Metropolen nicht zu scheuen brauchte. Dabei konzertierten die Tonkünstlerinnen und Tonkünstler immer für die Kollekte des Abends, was das Publikum stets zu honorieren wusste. „Das Evangelische Dekanatskantorat Westerwald Süd nimmt am kulturellen Geschehen der Region teil und begibt sich damit in den Dialog mit der Stadt, der Verbandsgemeinde und dem Landkreis“, erklärt Dekanatskantor Jens Schawaller, „außerdem wird Kirche damit für Interessierte entdeckbar und ein gesprächsbereites Gegenüber. Die Musikerinnen und Musiker, die uns besuchen, um bei uns zu konzertieren, sind ein wahres Geschenk!“, so Jens Schawaller, der sich auf viele weitere Konzerte freut.

Den Herbst erleben – die Fülle der Farben erfahren

Gedanken zu einer Jahreszeit

Von Hans-Peter Meyer

Wenn die Tage kürzer, die Bäume kahler werden, dann wissen wir: Es ist Herbst. Wenn es draußen kälter wird, springt im Keller die Heizung an. Niemand wird auf solchen Fortschritt verzichten wollen.

Aber wir wissen auch: Den Herbst erleben wir draußen im Freien ganz anders als drinnen beim Fernsehen, und eine Sonnenblume aus Plastik ist nur vorgetäuschte, keine echte Natur.

Wie erleben wir den Herbst? Klagen wir, dass die Schatten länger werden, dass Kälte und Dunkelheit zunehmen? Befällt uns der Schmerz der Vergänglichkeit, dass das Schönste des Lebens vorbei sei und Schmerzen sich einstellen wie ungebetene Gäste? Oder können wir uns freuen über die letzten leuchtenden Blumen, die bunten Sträucher , die köstlichen Früchte, die Ernste des Jahres, über alles, was in unserem Leben nicht nur verging, sondern auch reifte in Fülle?

Für Kinder ist es ein Hochgenus, in Bergen von goldenem Laub herumzutollen. Vielleicht spüren sie dabei unbewusst die verschwenderische Fülle der Natur. Der Schöpfer ist kein Geizkragen. Die Wunder der Evolution sind unerschöpflich. Der Mensch kommt mit dem Zählen, Messen und Erforschen und will möglichst vieles oder alles beherrschen, kommt damit aber an keine Ende.

Daseinsfülle, aber auch Daseinsschmerz: Der Herbst bringt uns beides besonders nahe. „In dieses Waldes leisem Rauschen ist mir, als hör ich Kunde wehen, dass alles Sterben und Vergehen nur heimlichstill vergnügtes Tauschen“ sagt es der romantische Dichter Nikolaus Lenau. Und eine anderer, der Poet Manfred Hausmann, fasst es moderner und radikaler, in die Verse: „Wo kein Sinn mehr misst, waltet erst der Sinn. Wo kein Weg mehr ist, ist des Wegs Beginn“.

Wenn es uns gelingt, auch den Herbst mit seinen bunten Farben als kostbare Zeit zu betrachten und als Teil unseres Lebens anzunehmen, werden wir uns Freude und Zuversicht bewahren.

So hat es der Schöpfer aller Dinge sicher gewollt.

© Hans-Peter Meyer

Wahl Kirchenpräsidentin/Evangelische Kirche der Pfalz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert Dorothee Wüst

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat Oberkirchenrätin Dorothee Wüst zu ihrer Wahl zur Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche der Pfalz gratuliert. „Ich freue mich sehr, dass die Hohe Synode zum ersten Mal in der mehr als 200-jährigen Geschichte der Protestantischen Landeskirche eine Frau an die Spitze gewählt hat“, so die Ministerpräsidentin.

Für ihr zukünftiges Amt bringe sie reiche Erfahrungen mit. Als Pfarrerin und als Gebietsdezernentin für die Kirchenbezirke Homburg, Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken wisse Dorothee Wüst, was die Bürger und Bürgerinnen bewegt. Über den Südwestrundfunk erreichten ihre Gedanken seit mehr als zehn Jahren auch sehr viele Menschen außerhalb der Kirche. „Bildung liegt Ihnen besonders am Herzen. Als Verantwortliche für Schul- und Bildungsfragen in der Evangelischen Kirche der Pfalz ist für Sie Kommunikation ein Schlüssel für kirchliches Handeln, ganz im Sinne Ihrer Vision einer Kirche, die den Menschen zugewandt und an den Menschen orientiert ist“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie sei sehr dankbar für die vertrauensvolle Beziehung der Landesregierung zur Evangelischen Kirche der Pfalz unter der Leitung von Kirchenpräsidenten Dr. Christian Schad „Ich freue mich darauf, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Ihnen als Kirchenpräsidentin fortzusetzen“, so die Ministerpräsidentin in ihrem Gratulationsschreiben. Dorothee Wüst tritt das Amt am 1. März 2020 an. Ministerpräsidentin Dreyer wird den scheidenden Kirchenpräsidenten Dr. Schad bei seiner Verabschiedung würdigen.

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