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Schwerpunkt Griechenland: Die letzten Byzantiner

Buchvorstellung mit Gespräch „Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer“ am Donnerstag, 12. März 2020 um 19.00 Uhr in Mainz

Am Donnerstag, 12. März 2020 um 19.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz im Rahmen ihres 26-teiligen Griechenland-Schwerpunkts für das erste Halbjahr nach Mainz ein.
Im Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6, 1. Stock) analysiert Mirko Heinemann, freier Journalist, in der Buchvorstellung mit Diskussion „Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer. Eine Spurensuche“, warum nach dem I. Weltkrieg etwa 1,2 Millionen Griechen aus dem Gebiet der heutigen Türkei zwangsausgesiedelt wurden. Er schildert auch seine Erlebnisse 100 Jahre später auf den Spuren seiner Familie und der sogenannten Pontos-Griechen im Norden der Türkei. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Mainz und der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Wiesbaden/Mainz e. V.

Das Buch „Die letzten Byzantiner“
Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg: Am 9. August 1917 schießen Kriegsschiffe Russlands die Kleinstadt Ordu an der Schwarzmeerküste in Brand. Da die christlichen Minderheiten des Reichs im Verdacht stehen, Russland zu unterstützen, fürchten die dort lebenden Griechen die Rache ihrer türkischen Nachbarn und versuchen, an Bord der Schiffe zu gelangen. Eine, die es schafft, ist die 15-jährige Alexandra. Doch ihre Heimat sieht sie niemals wieder.
Alexandras Enkel Mirko Heinemann erzählt, wie Griechen seit der Antike an den Küsten Kleinasiens lebten, mit Byzanz das Erbe Roms antraten, und zum Ende des Osmanischen Reichs dem aufgeschaukelten Nationalismus und den Interessen der Großmächte zum Opfer fielen.

Mirko Heinemann
Jahrgang 1966, als Sohn einer griechischen Mutter und eines deutschen Vaters in Thessaloniki geboren, wuchs in Mönchengladbach auf. Er lebt heute in Berlin. Als freier Chefredakteur konzipiert er Themenbeilagen in Zeit, Handelsblatt, Capital, Welt und WirtschaftsWoche und arbeitet für taz, Das Parlament, FAZ und den Hörfunk, u.a. für den SWR und die Programme des Deutschlandfunks. Er ist Träger des Journalistenpreises der Pall-Mall-Foundation.

Die halbjährlichen Schwerpunktthemen der LpB
Seit 2018 bietet die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz jedes Halbjahr ein neues Schwerpunktthema mit vielfältigen Veranstaltungen an. Nach „1968“ und „Konsum“ vor zwei Jahren standen 2019 die Themen „Frauen verändern die Welt" und „Migration“ im Mittelpunkt.